1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Auch ich bin neu! Pannikulitis???

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von chrissigrissini, 1. Juni 2008.

  1. chrissigrissini

    chrissigrissini Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Mai 2008
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Habe noch keine endgültige Diagnose, aber diesen Begriff haben jetzt doch schon drei von 10 Ärzten - die ich inzwischen schon aufgesucht habe - genannt. Auf der RO habe ich dann einige Beiträge gelesen, in denen ich mich wiedergefunden habe. So habe ich bei euch angemeldet und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann.

    Ich fang jetzt einfach mal an, den Spuk zu schildern. Ich hoffe, es nimmt sich jemand Zeit alles zu lesen (ist eine längere Geschichte):

    Vor 3 Jahren (Mai 2005) bekam ich bei meiner Frauenärztin eine sogenannte „Impfung“ mit Milchsäurebakterien (GYNATREN). Nach der dritten von 3 Injektionen hatte ich starke Schmerzen an der Einstichstelle, konnte zwei Wochen nicht darauf liegen. Ich hab mir aber nichts dabei gedacht, weil sowas kommt ja bei Tetanus schon auch mal vor.

    1 ganzes Jahr (April 2006) später spürte ich einen starken Druckschmerz an der rechten Pobacke und bemerkte, dass die Stelle auch leicht gerötet und ziemlich heiß war. Da dies gerade eine sehr stressige Lebensphase war (Ich habe nach meinen 3 Kindern - mittlerweile 13, 11 und 8 Jahre - gerade wieder zu arbeiten begonnen), ging ich erst mal nicht zum Arzt und nach ein paar Wochen waren die Schmerzen dann auch weg. Die Verfärbung (dann leicht bräunlich) und eine leichte Erwärmung blieben aber.

    Im August 2008 kamen die Schmerzen, die Rötung und die Hitze wieder. Diesmal ging ich gleich zum Arzt. Die Allgemeinärztin tippte auch Borreliose, da ein Blutwert wohl nicht passte und hat mich 4 Wochen mit einem Antibiotikum behandelt. Danach war´s nicht besser und eine weitere Blutuntersuchung ergab, dass ich gar keine Borrelien hatte.
    Da ich wegen meiner Rückenschmerzen eh zum Orthopäden musste, habe ich den Fleck dort auch anschauen lassen. Der Orthopäde hat dann wenigstens einen Ultraschall gemacht und eine Veränderung von 4x8cm und 2 cm in die Tiefe in der Unterhaut gesehen. Es handle sich jedoch um nichts orthopädisches und Muskeln seien wohl auch nicht betroffen.
    Die nächste Station war ein Hautarzt. Der sprach gleich von Pannikulitis und übersetzte mir den Begriff mit Fettgewebsentzündung. Kann man alt werden damit, meinte er, man müsse nicht dringend was dagegen tun. Inzwischen waren meine Beschwerden auch schon wieder leichter geworden. Er riet mit jedoch trotzdem zu einer Biopsie, um etwas Bösartiges auszuschließen. Er sah jedoch keine Eile dazu.
    Also ließ ich mir einen Termin bei einem Chirurgen geben. Inzwischen war es November (2006) und ich war mittlerweile beschwerdefrei. Der machte einen Schall und meinte, das ganze sei merkwürdig. Kein Knoten, aber doch als Verhärtung tastbar. Irgendwie wär´s am besten, gleich alles zu entfernen. Aber dann meinte er, er würde lieber doch die Finger davon lassen, weil das ganze nicht genau abzugrenzen sei. Eine Biopsie hielt er nicht für notwendig, da es nicht nach einer Wucherung aussah. Dann fragte er mich, ob ich denn an der Stelle mal eine Injektion bekommen hätte. Dann fiel mir plötzlich die Gynatren-Impfung ein.
    Also führte mich mein nächster Weg zur Gynäkologin. Sie sah sich die Stelle im Ultraschall an und sagte, dass es nebelig aussieht, wie Gewebe nach einer Bestrahlung, nicht aber nach einem Tumor. Die Sache mit der Gynatren-Impfung hat sie sehr ernst genommen. Es gab bei dieser Impfung wohl bei einigen Patientinnen Probleme (schmerzende Einstichstelle, allergische Reaktion), allerdings nur unmittelbar nach der Spritze. So dass die Impfung in dieser Praxis auch nicht mehr durchgeführt wird. Die Ärztin hat dann mit mir zusammen einen Bericht „unerwünschte Nebenwirkungen“ oder so ähnlich ausgefüllt und ihn an die Pharmafirma geschickt. Bis heute kam aber keine Reaktion von dort.

    Für mich war die Sache erst mal erledigt. Mit der Verfärbung und der leichten Erwärmung, die zurückgeblieben war, konnte ich leben. Wichtig war für mich, dass ich die Ursache endlich kannte. Ich war praktisch beschwerdefrei und beruhigt.

    In 2007 hat ich nur einmal Probleme. Ich meine mich, an einen kurzen Zeitraum erinnern zu können, in dem der Fleck beim Schlafen wieder schmerzte. Verging aber schnell wieder und beunruhigte mich nicht weiter, weil ich ja die Ursache kannte und darauf vertraute, das es wie die anderen Male von alleine wieder besser wird.

    Im März 2008 bin ich auf unserer Holztreppe im Haus gestürzt. Ich hatte an der rechten Pobacke einen handflächengroßen Bluterguss. Keine Ahnung, ob der Sturz die Sache wieder ausgelöst hat oder überhaupt etwas damit zu tun hatte.
    Auf jeden Fall ging´s dann wieder los: Der extreme Druckschmerz, die Hitze und die Rötung kamen wieder. Allerdings nicht am Bluterguss, sondern an der Injektionsstelle von damals und auch darunter. Also insgesamt viel größer, aber genau diesselben Beschwerden. Ich hab mir dann gedacht, dass ich mit dem Bluterguss nicht zum Arzt gehen brauch, weil der bestimmt glaubt die Schmerzen rühren vom Sturz her. Nach drei Wochen war der Bluterguss weg, aber der Fleck tat immer mehr weh.

    Deshalb ging ich zunächst wieder zur Gynäkologin. Eigentlich wollte ich sie bitten, bei der Pharmafirma noch mal nachzuhaken, aber plötzlich glaubte sie an keinen Zusammenhang mehr. Das mit dem Kommen und Gehen wäre zu untypisch für eine Impfreaktion. Als sie den vergrößerten Fleck sah, meinte sie das Ganze sähe doch sehr nach Borreliose aus und ich solle zu einem Spezialisten gehen.
    Also vereinbarte ich einen Termin in der Hautklinik. Bei der Anmeldung sagte ich schon, dass es akut ist, aber ich bekam erst nach 5 Tagen, Mitte April 2008 einen Termin. Da waren die Beschwerden schon wieder etwas leichter. Der Professor dort sprach von einer Pannikulitis. Um diese behandeln zu können, bräuchte man erst die Ursache dafür und da wäre eine Biopsie unumgänglich. Am besten sollte ich dazu wieder kommen, wenn der Fleck ganz akut schmerzt und heiß ist. Er wies mich aber darauf hin, dass ich dann mit der Wunde etwa zwei Wochen Probleme hätte und ich die Probe besser nach unserem anstehenden Pfingsturlaub entnehmen lassen sollte. Dazu war ich fest entschlossen, obwohl die Beschwerden gerade wieder am Abklingen waren.
    Parallel hierzu schickte mich mein Internist zu einer Kernspinuntersuchung der betroffenen Region. Da wollte ich schon fast nicht mehr hingehen, weil ich ja keine Schmerzen mehr hatte und der Radiologe vorher meinte, dass man vermutlich nicht viel erkennen würde. Ich habe die Untersuchung Ende April 2008 trotzdem machen lassen. Man sieht das betroffene Gebiet und das Ausmaß doch sehr deutlich. Man erkennt aber nicht, um was es sich handelt. Die Größe hat der Radiologe mit 17x22 cm und 4 cm in die Tiefe beschrieben. Er riet mir auch zu einer histologischen Untersuchung.
    Also zurück zum Internisten. Der hat mir für die Biopsie einen Termin bei einem Chirurgieprofessor in unserem hiesigen Krankenkhaus (Keine Fachklinik) vermittelt. Er meinte, das wäre besser als in der dermatologischen Klinik. Da es mir aber gerade besser ging, meinte er ich sollte es halt gleich nach unserem zweiwöchigen Urlaub machen lassen.
    Im Urlaub (Mai 2008) wurde es dann wieder schlimmer und die Entzündung vergrößerte sich auch noch mal um eine gutes Stück, so dass ich jetzt nicht mehr auf dem Rücken und auch nicht mehr auf der rechten Seite liegen kann. Seitdem nehm ich IBUPROFEN 600. Nach dem Urlaub (also diese Woche) bin ich wieder zum Internisten und fragte ihn, ob man denn nicht bis zum Ergebnis der Biopsie etwas unternehmen könnte, um zumindest eine weitere Ausdehnung zu verhindern. Als er die mittlerweile halb entzündete Pobacke sah, schickte er mich in die Notaufnahme unseres Krankenhauses.
    Dort nahmen sie mir Blut ab und machten sie wieder Ultraschall. Das Blutergebnis habe ich noch nicht und beim Ultraschallbild waren sie relativ ratlos, nahmen aber den Begriff Pannikulitis wieder auf. Flüssigkeitseinlagerung (Eiter?) konnten sie aber schon mal ausschließen. Eine Biopsie bzw . eine Entfernung des betroffenen Gewebes (???) komme aber erst in Frage, wenn die Entzündung weg ist. Im jetzigen Zustand gäbe es Problem mit der Wundheilung. Das hat mir eingeleuchtet. Um die Entzündung wegzubekommen, haben sie mir ein Antbiotikum für 7 Tage verschrieben. Ich fragte zwar noch nach, warum ein Antibiotikum, wo doch Pannikulitis eher mit Cortison behandelt wird. Die Antwort war: Wenn doch Keime drin sind, würde Cortison die Immunabwehr heruntersetzen und das wäre fatal. Hat mir im ersten Moment eingeleuchtet, zumal ja doch die Milchsäurebakterien der Auslöser gewesen sein könnte. Vielleicht waren die verunreinigt? Also war ich erst mal froh, dass ich endlich überhaupt mal eine Therapie bekomme.

    Heute nehme ich das Antibiotikum den dritten Tag und es hat sich noch keinerlei Verbesserung ergeben, sodass ich wieder total frustriert bin und ich keine Ahnung habe, wie ich weitermachen soll.

    Soll ich die Biopsie machen lassen?
    Wird sie überhaupt ein Ergebnis oder die Ursache bringen?
    Soll ich sie im akuten oder ruhenden Zustand (sofern der nochmal kommt) vornehmen lassen?
    Soll ich das Ergebnis erstmal abwarten oder parallel eine Rheumatologen aufsuchen?
    Wenn ja, welchen (im Großraum München)?
    Kennt jemand die Rheumaambulanz der TU oder der LMU München?
    Wie soll ich mich verhalten (Bewegung oder Ruhe)?
    Soll ich den Fleck wärmen oder kühlen?

    Übrigens trafen die Schilderungen der einzelnen Phasen von LUPINCHEN genau auf meinen Verlauf zu. Wäre schön, wenn du dich auch melden würdest!

    Vielen Dank schon mal! LG

    chrissigrissini
     
  2. butterli

    butterli Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. November 2006
    Beiträge:
    650
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    bei Leipzig
    [​IMG]
    Hallo Chrissgrisini:a_smil08:

    Erst einmal herzlich Wilkommen hier.Habe deinen Bericht mit großen interresse gelesen,mit Pannikulitis kenn ich mich leider nicht aus aber nach den was Du beschreibst würde ich diese Biopsie machen lassen,denke auch in akkuten Zustand wäre vieleicht besser (denk ich ).Zum Rheumadoc würde ich aber auch schnellstens gehen ,sieh mal bei uns ind der Liste Empfehlenswerte Ärzte nach da steht auch ein Prof.aus München drin.Auch mit kälte oder wärme ,ruhe oder bewegung das mußt Du ausprobieren was Dir am besten hilft.Wünsche Dir viel Glück damit die Ursache bald gefunden wird,Du könntest Lupinchen auch eine Pn schicken falls Sie Dir hier nicht antwortet.Halt uns mal auf den laufenden was weiter geschieht.Sei lieb gegrüßt vom
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]