Arztthema/Studium/?

Dieses Thema im Forum "Arzt- und Klinik/Reha-Suche" wurde erstellt von Lisa4720, 2. November 2018.

  1. Lisa4720

    Lisa4720 Guest

    Am Vitamin D kann man kein Geld verdienen Chrissi und deshalb ist es wünschenswert, wenn der Mensch krank ist, sich selber medizinische Grundkenntnisse anzueignen.
    So kann man das eine vom anderen dann ableiten und bekommt vielleicht ein " A-H-A"-Ergebnis.
    Das passt natürlich den studierten Medizinern nicht, wenn ein Laie kommt und sagt:
    "Also Herr/Frau Dr. hören Sie mal!"
    Ich aber habe die Verantwortung für mich alleine zu tragen und muss gut auf mich aufpassen in der heuten Zeit.
    Deshalb bin ich auch ein sehr kritisch und man möge mir das verzeihen.

    Im nächsten Leben werde ich Medizinerin habe ich beschlossen.
    Eine mit Herz und Leidenschaft, mit Respekt den Patienten gegenüber und hoffentlich gleicher Augenhöhe.
    Die Studenten heute haben in erster Linie idealistische Motive oder wirtschaftliche, wie Kohle verdienen.
    Es ist relativ leicht, Arzt zu werden, aber schwer, ein guter Arzt zu sein.
    Es ist nicht leicht zu bestimmen, was einen guten Arzt ausmacht – es ist nicht nur das Wissen und Können, sondern die eigene innere Haltung.
    Die Haltung eines guten Arztes lässt sich am besten mit der Orientierung am Wohl des Patienten charakterisieren.
    Gute Ärzte sind Unikate und dem sei Glück, der so etwas noch findet.
    LG
    Lisa
     
  2. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Ja, es gibt einen Unterschied zwischen Arzt und Mediziner.
     
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  3. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Lisa, woher weißt Du das?
     
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  4. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Medizinstudenten werden mit größter Wahrscheinlichkeit ein Querschnitt unserer Gesellschaft darstellen. Sie werden nicht schlechter oder besser sein, als der Rest der Bevölkerung.

    Ich habe den Eindruck, dass wir alle, also unsere gesamte Gesellschaft, oft von Gier getrieben sind. Aber, ob das nun zugenommen hat und in anderen Epochen dies weniger der Fall war oder ob der Mensch grundsätzlich so ist und deshalb schon immer so war, keine Ahnung.

    Man müßte mal Historiker, Verhaltensforscher, Anthropologen etc. dazu befragen, Vielleicht haben sie zumindest hierzu eine Hypothese.

    Man muss bloß mal sich die Autos auf einem Aldi-Parkplatz anschauen. Viele von ihnen könnten sicher Lebensmittel kaufen, die fair produziert und gehandelt werden und somit Bauern nicht gezwungen werden zu sehr ungerechten , manchmal gar existenzvernichtenden Preisen zu produzieren.

    Wo bleibt da der Idealismus??? Aber uns allen ist halt das Hemd näher als die Hose (sagt man das so? MIt Sprichwörtern habe ich es nicht so).

    Das Gleiche gilt für den Kleiderkauf. Auch da ist es den Meisten egal unter welchen menschenverachtenden Bedigungen ihr T-Shirt oder Hose z. B. in Indien produziert werden. Inzwischen dürften auch dem lLetzen bekannt sein wie menschenunwürdig auch Grabsteine in Indien, nämlich oft mittels Kinderarbeit, hergestellt werden etc. etc.

    Die Liste ließe sind endlos weiterführen.

    Und ja, es gibt sicher auch Studenten, die nach rein ökonomischen Kriterien das Studienfach auswählen, darunter sehr wahrscheinlich auch Medizinstudenten.

    Demzufolge gibt es natürlich auch Mediziner, die während ihres Arbeitslebens, ihren Beruf auch dementsprechend ausüben. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass, wenn es genug Geld abwerfe, sie auch Milchtüten verkaufen könnten.

    Sicher sind schon die meisten hier solchen Medizinern begegnet. Aber, wie gesagt, sind sind nicht die Einzigen. Und wie ich bereits in einem anderen Forum Thread bemerkte, dass, was es so schmerzlich macht, ist dass Gesundheit etwas sehr Existentielles ist.

    Aber vergessen wir nicht für die Bauern und z.B. Inder in der Textilproduktion sind die Produktionsbedingungen auch etwas sehr Existentielles.

    Ich bin sehr dafür, dass das Gesundheitswesen humaner strukturiert wird und nicht mehr alles dem ökonomischen Primat untergeordnet wird.

    Aber das, was ich für mich beanspruche, möchte ich auch allen anderen Menschen zugestehen. Und deshalb zumindest in meinem Konsum mich im Rahmen meiner Möglichkeiten, nicht auch ausschließlich Egoismus walten lassen.

    Das ist jetzt etwas lang geworden. Und ich bin etwas erschrocken, weil es sich fast wie das Wort zum Sonntag anhört.

    Aber ich hoffe, ihr wisst wie es gemeint ist. Und ich nehme mich ja nicht aus. Es ist ein täglicher Kampf zu versuchen, sich in seinem Leben anständig zu verhalten.

    Perfekt ist niemand, aber zumindest sollte man versuchen einigermaßen sich anständig gegenüber seinen Mitmenschen und zwar unabhängig wo auf der Welt zu verhalten.

    Liebe Grüße

    allina
     
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  5. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    allina, ich auch.
    Und das ökonomische Primat macht werdenden und gewordenen "Helfern" - und dazu gehören neben dem Pflegepersonal, den Hebammen und Sozialarbeitern auch Ärzte - oft genau so zu schaffen wie den als Patienten davon Betroffenen.
     
    #5 3. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 3. November 2018
  6. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Ja, das stimmt. Ich habe zum Glück ein paar Ärzte, die ihre Patienten ausschließlich nach medizinischen Gesichtspunkten behandeln und die dafür ein paar Einkommenseinbußen in Kauf nehmen.
     
  7. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Dem stimme ich bei Lisa, letztendlich tragen wir alleine die Verantwortung für uns selbst.
    Es wird schon immer gute und schlechte Ärzte gegeben haben, wie eben in jeder Branche.
    Unser Gesundheitssystem ist "leider" in erster Linie ein Wirtschaftsunternehmen, Profit wird hoch geschrieben.
    Ich hatte das schon oftmals geschrieben, wie ich die Medikamentenvergabe teilweise als Teufelskreis empfinde; dem sich eine weitere Beschwerde nachzieht usw.

    Hier interessante Artikel zum Thema, aus dem Focus und der FAZ:

    Die Tricks mit fragwürdigen StudienCholesterinwerte und Blutdruck
    So krank macht uns die Pharmaindustrie
    • Viele Gesunde sind in Deutschland plötzlich krank.
    • Das ist ganz im Interesse der Arzneimittelkonzerne.
    • Wer Pillen gegen Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2 schluckt, sollte kritisch bei seinem Arzt nachfragen.
    https://www.focus.de/gesundheit/news/die-tricks-mit-fragwuerdigen-studien-cholesterinwerte-und-blutdruck-so-krank-macht-uns-die-pharmaindustrie_id_5428108.html

    Die Pharmaindustrie definiert, wer krank und wer gesund ist, wie wir uns richtig ernähren und ob unsere sexuelle Lust normal ist. In einem spektakulären Sachbuch beschreibt die Journalistin Jacky Law die Mechanik der Pharma-Welt und den manipulierbaren Patienten.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/das-geschaeft-mit-der-krankheit-wie-tickt-die-pharmaindustrie-1459116.html
     
    #7 3. November 2018
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. November 2018
  8. Lisa4720

    Lisa4720 Guest

    ich brauch mich doch nur irgendwo still in eine Studentenkneipe setzen, oder am Busbahnhof den Jugendlichen zuhören.
    Entweder werden sie Rechtsanwalt oder sie wollen Arzt werden.
    Das gute alte Handwerk wird bald aussterben wie mir scheint, weil die Eltern dieser Kinder, solch hohe Erwartungen haben, was sie selber nie erreicht haben.
    Sicherlich wünscht jeder seinen Kinder etwas gutes für die Zukunft, aber hier sollte doch der Mensch nicht vergessen, das Beruf aus Berufung gelebt werden sollte.
    Und nicht nur aus wirtschaftlichem Interesse..wie "mein Ferrari", "mein Pol","mein Gestüt", mein Ferien-Haus auf Juist und die Villa im Vorstadtgebiet einer Obergesellschaft.
    Albert Schweitzer und Mutter Teresa würden sich im Grabe umdrehen.
    Hier bin ich sehr altmodisch gestrickt und liebe immer noch den Arzt der mich besucht mit dem Fahrrad wenn ich krank bin.Der mir zuhört, was ich auf dem Herzen habe.
    Der sich Zeit nimmt, wenn die Menschen rastlos aneinander vorbei rauschen.

    Für mich ist ja Berufung eine Tätigkeit, die mich erfüllt.
    Für die ein Mensch in leidenschaftlich brennt und der mit voller Begeisterung und Überzeugung nachgeht.
    Wer seine Berufung entdeckt hat, kann es gar nicht mehr erwarten morgens aufzustehen und seine Berufung zu leben.
    Er geht gerne zur Arbeit und lebt es mit ganzem Herzen.
    Es entfacht ein inneres Feuer, das nicht mehr aufhört zu brennen.
    Solche Sachen wie Geld und Status interessieren solche Menschen dann weniger als die Erfüllung, die diese Tätigkeit mit sich bringt.

    Nur, wenn ich mich so umschaue was aus unserem Gesundheitssystem geworden ist und den rastlosen wilden Ärzten, dann passe ich noch mehr auf mich auf.:urcool:
    LG
    Lisa
     
  9. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Was nützt dem Arzt sein inneres Feuer, wenns von Kassen und Vorschriften gelöscht wird.
    Und Hausbesuche gibts hier schon lange keine mehr. Nur noch den Notruf 116 117.

    Ich denke, die Studenten wissen, was sie da studieren. Keiner wird Medizin studieren, um das große Geld zu machen, denn diese Zeiten sind sicherlich vorbei.
     
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  10. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    So sehe ich das auch und ein Arzt, der Kassenpatienten behandelt "schwimmt" heutzutage nicht im "Geldreich"usw. eher ist es so, dass viele niedergelassenen Ärzte ihre Praxen kaum halten können und nur mit nebenbei einige privatzahlenden Patienten die Praxis für Kassenpatienten auch Aufrecht erhalten können.
     
    #10 3. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 3. November 2018
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  11. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

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    @alliina, wie ich finde, ein sehr ausgewogenes statement. Für mich ist, nebenbei, Anstand gleichbedeutend mit Respekt vor jedem Gegenüber, mit dem alles beginnt.
     
  12. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Verstehe. Und was ist mit den Anderen?
    Es werden ja de facto nur wenige Rechtsanwalt oder Arzt. Ich kenne zufällig ein paar (mehr Ärzte als Rechtsanwälte....) - und davon ist mit einer unrühmlichen Ausnahme (das hat aber völlig andere Gründe) keiner so.
     
    #12 3. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 3. November 2018
  13. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Das klingt für mich mehr nach Pfarrer oder Priester :azzangel:
     
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  14. Resi Ratlos

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    Ein Arzt auf dem Fahrrad könnte im Ernstfall auch zu lange Zeit brauchen.....
     
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  15. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich hatte ja oben schon geschrieben, dass unser Gesundheitssystem ein Wirtschaftsunternehmen ist, welches von unserer Politik (derer am meisten im Land lebenden Wähler) bestimmt wird.

    Die "rastlosen wilden" Ärzte müssen sich anpassen, denen bleibt gar nichts anderes übrig.

    Ich kann mir vorstellen, auch wenn einer noch so brennt für seinen Beruf, es gibt in der heutigen Zeit selten noch die Zeit für den Arzt in Ruhe und Empathie sich mit dem einzelnen Patienten zu beschäftigen, der Druck ist groß, die Krankenkassen mischen mit, die Praxen sind überfüllt, die Patienten massig an der Zahl, die auf einen einzelnen Arzt einströmen.

    Nicht mal ein Landarzt hat es noch gemütlich, da die Einzugsgebiete immer größer werden, da es immer weniger Landärzte gibt.
     
    #15 3. November 2018
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. November 2018
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  16. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Hallo lagune,

    ich glaube, dass weder das Eine noch das Andere zutrifft. Ich will sagen, mit einer durchschnittlichen Hausarztpraxis macht man nicht das große Geld noch ist es so, dass man so eine Praxis nur wenn man einige Privatpatienten hat, aufrechterhalten kann.

    Man kann auf dem Portal des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden nachlesen welches Bruttoeinkommen (nach Abzug aller Kosten und vor Steuern) im Durchschnitt eine Hausarztpraxis erwirtschaftet. 70-80 % dieses Bruttoeinkommens erwirtschaftet eine durchnittliche Hausarztpraxis mit dem Honorar, das sie für die Behandlung der gesetzlich Versicherten bekommt.

    70-80% dieses Bruttoeinkommens ist immer noch um einiges mehr, als das Durchschnittseinkommens in Deutschland. D.h. auch ohne Privatpatienten erwirtschaftet eine Hausarztpraxis so viel, dass davon der Hausarzt oder Hausärztin noch überdurchsnittlich gut davon leben kann.

    Was die Facharztpraxen betrifft, so stellt sich das noch vorteilhafter dar (mit einigen Ausnahmen wie z.B. Kinderärzte).

    Das sei ihnen auch gegönnt. Nur immer wieder diese Erzählung ohne Privatpatienten würde man pleite gehen oder wäre der Lebensunterhalt nicht gut zu bestreiten, ist nicht sehr ehrlich.

    Da fände ich es besser, wenn man dazu stehen würde, wenn man ehrlicherweise zugeben würde, dass man gerne das Einkommen verbessert, so wie der Rest der Bevölkerung auch.


    Liebe Grüße

    allina
     
    #16 4. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2018
  17. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Hallo Lisa,

    ich habe zum Glück auch sehr verantwortungsvolle Ärzte kennengelernt. Aber es gibt natürlich, so wie in allen anderen Berufen auch, verantwortungslose Mediziner.

    Und ich gebe dir Recht, dass es von Vorteil ist, wenn man mitdenkt.

    Ein Beispiel: Meine Frauenärztin ging in Rente. Die Nachfolgerin war mir nicht besonders sympathisch. So machte ich mich auf die Suche nach einer neuen Frauenärztin.

    Ich hatte mir eine Pilzinfektion eingefangen und ich dachte dass dies ein guter Anlass wäre, um mich auf die Suche nach einer neuen Frauenärztin zu machen (normalerweise gehe ich deshalb nicht zum Frauenarzt, sondern kaufe mir die Salbe in der Apotheke).

    Während des Termins fragte die Frauenärztin mich, ob schon die Krebsvorsorge in dem Jahr durchgeführt worden wäre. Da dies nicht der Fall war meinte sie, ich solle einen neuen Termin hierfür vereinbaren.

    Und bot mir hierfür die Igel-Leistung einer Ultraschalluntersuchung der Brust an.

    Ein Freund meines Mannes macht seit Jahren Medizintechnikforschung und wir hatten bei gegenseitigen Besuchen ein paar Mal das Thema Igel-Leistungen. Er riet uns dann, wenn es um Zusatzuntersuchungen durch Geräte gehen sollte, wenn möglich uns das genaue Geräte-Modell einzuprägen und um Bedenkzeit zu bitten.

    Das Ultraschallgerät stand neben dem gynäkologischen Stuhl. Als ich aufstand und die Ärztin sich abwand, sah ich die Modellbezeichnung und prägte sie mir ein.

    Am folgenden Wochenende telefonierte mein Mann mit seinem Freund. Ich hatte inzwischen die Modellbezeichnung aufgeschrieben und mein Mann las sie ihm vor. Ein paar Tage später erklärte der Freund meinem Mann, dass dieses Ultraschallgerät nicht die nötige Auflösung hätte, um eventuelle Karzinome in der Brust zu sehen.

    Nun hatte mir diese Frauenärztin diese Igel-Leistung mit den Worten angeboten, dass eine Ultraschall-Untersuchung von der Brust eine zusätzliche Sicherheit bezüglich des Brustkrebses bieten würde. Da man bei der Mammographie nicht immer alle Karzinome sehen würde, was ja auch so stimmt.

    Aber eben nicht in diesem Fall. Denn dieses Ultraschallgerät hatte hierfür keine ausreichende Auflösung.

    Ich ließ die Krebsvorsorge nicht bei dieser Frauenärtzin durchführen. Auf meiner Suche nach einer neuen Frauenärztin lernte ich ca. 5 Frauenärztinnen (weiß nicht mehr genau), kennen. 4 boten mir diese Ultraschall-Untersuchung als Igel-Leistung an und 2 davon hatten nicht das geeignete Ultraschallgerät hierfür.

    Und dabei geht es nicht um die 50-75 Euro, die sie hierfür haben wollten. Mir geht es vielmehr darum, dass man die Frauen in der Sicherheit wiegt, zusätzlich etwas untersucht zu haben, um Brustkrebs auszuschließen.

    Meine jetzige Frauenärztin hätte das Ultraschallgerät mit der nötigen Auflösung. Sie bietet diese Igel-Leistung aber nicht an. Ich sprach sie mal darauf an und da erklärte sie mir, dass man trotz Gerät hierfür eine sehr große Erfahrung braucht. Das überlässt sie lieber Kollegen in hochspezialisierten Zentren die tagein tagaus nichts anderes machen.

    Sie hat jedoch ein Kolposkop. Die Krankenkassen jedoch vergüten keine Kolposkop-Untersuchungen gesondert. Und diese Geräte sind richtig teuer. All das hat mir nicht meine Frauenärztin, sondern der Freund meines Mannes erklärt.

    Ich sprach meine Ärztin auch darauf an, worauf sie entgegnete, dass sie für all ihre Patientinnen unabhängig von der Versicherungsart eine gute Medizin anbieten wolle.

    D.h. es gibt solche und solche Ärzte, wie in jedem anderen Bereich auch.

    Deshalb ist es wichtig immer schön mitzudenken und falls man sich bei dem Arzt nicht wohl fühlt, wenn es möglich ist, sich einen anderen Arzt zu suchen.

    Liebe Grüße

    allina
     
    #17 4. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2018
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  18. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Verhungern wird er nicht, muss aber dann vielzuviele Kassenpatienten aufnehmen und hat ffür den einzelnen viel zuwenig Zeit. Am Beispiel internistische Rheumatologen sieht man das deutlich und es gab schon einige die deshalb ihre Praxis geschlossen haben oder auf Privatzahler umsteigen.
     
  19. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    hallo Lagune,

    die Rheumatologen haben laut Angaben einiger Hausärzte, auch einer, der dies im Spiegel so veröffentlicht hat, gerade in den Großstädten, durchschnittlich 50% Privatpatienten.

    Und sowohl mein Hausarzt in Frankfurt als auch meine Gynäkologin in Berlin haben "nur"die 10% Privatpatienten, die die meisten Ärzte haben und nehmen sich pro Patient mindestens 15 Minuten Zeit, wenn es nötig wird gar 30 Minuten Zeit. Und dabei machen beide keinen Unterschied zwischen Privat- und Kassenpatient. Beiden Ärzten, geht es nach eigenen Angaben gut. Mein Hausarzt in Frankfurt sagt, dass es ihm weitaus besser geht, als dem Durchschnittsbürger in Deutschland und das Alles ohne zu tricksen.

    Übrigens bezieht sich das nur auf das Einkommen dieser beiden Ärzte, nicht auf das ihrer Ehepartner, weil die Frau meines Hausarztes in Frankfurt halbtags als Sozialarbeiterin tätig ist und meine Frauenärztin, wie ich zufällig mitbekam, seit vielen Jahren Single ist.

    Liebe Grüße

    allina

    Und die Insolvenzquote bei Arztpraxen ist sehr, sehr gering, kann man alles beim Statistischem Bundesamt nachlesen.
     
  20. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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