Arzt wechseln?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kekes, 8. Februar 2021.

  1. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    @allina, das erinnert mich daran, als ich vor ein paar Jahren so eine fiese Entzündung in Schulter und Sehnen hatte, da haben damals 3 Ärzte draufgeguckt und alle dasselbe diagnostiziert, nämlich starke Entzündung. Als ich Monate später meinem RA davon erzählte, war er natürlich viel schlauer, schmiß die Diagnose um und behauptete ganz arrogant, dass es sich ja wohl eher um einen Fibroschub gehandelt hätte und die Kollegen ja wohl eher keine Ahnung gehabt hätten. Ich war sprachlos.
    Mittlerweile hab ich mich von dem Herrn auch getrennt.
     
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  2. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Maggy, ich gehe dann auch immer. Das Problem ist nur, dass man ewig braucht bis man einen vernünftigen Arzt findet.
     
  3. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ja, das ist wohl wahr... Ich hab auch lange gesucht und zwischendurch den einen oder anderen Frosch küssen müssen, aber jetzt hab ich ja eine neue Praxis und bin bis jetzt zufrieden.
    Ich hab ja auch schon andere Ärzte ausgetauscht, das tu ich mir nicht mehr an, so wie man teilweise behandelt wird.
     
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  4. sumsemann

    sumsemann Registrierter Benutzer

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    Ich frage mich immer, was diese Ärzte sich einbilden. Ich hatte auch schon mehrere Fachärzte (Nephrologe, Immunologe, HA), die die Diagnose aus der MHH in Zweifel zogen und gleich an meiner Medikation rumschrauben wollten. Ich lasse mich da gar nicht mehr auf irgendwelche Diskussionen ein, ich gehe dann.
     
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  5. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ich glaube, das ist auch das Beste, was man tun kann, wenn man so ein arrogantes Exemplar erwischt hat.
    Ich meine, es ist ja gut, wenn sich Einer noch weiter Gedanken macht und vielleicht auf Ideen kommt, die die Kollegen noch nicht hatten, aber einfach mal eben so Diagnosen umschmeißen und dem Patienten damit womöglich zu schaden, das geht gar nicht!
    Ich weiß nicht, was denen durch die Birne geht.... Da ist man irgendwo teils jahrelang bekannt und in Behandlung und dann meint Einer, der Einen zum ersten Mal für vielleicht 5 Minuten sieht, dass er's besser weiß. So ein Selbstbewusstsein hätte ich auch gerne...
     
  6. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    Also manchmal bin ich direkt froh, dass meine Diagnose durch die Blutwerte wasserdicht ist. Eigentlich traurig...Mir tut jede/ jeder leid, der starke Medikamente einnimmt und sich dann auch noch anhören darf, dass es eigentlich gar nichts ist. Das wirft ja die Frage auf, ob diese starken Medikamente, die niemand einfach so nimmt, zu leichtfertig verschrieben werden?

    @allina
    In der Reha habe ich bei einer inzwischen Freundin genau dasselbe erlebt. Sie hatte genau dieselben Beschwerden / Schwellungen wie ich, aber seronegative RA.
    Sie nahm Cortison und spritzte schon ein Jahr MTX ohne Erfolg.
    Als sie Gespräch beim Reha-Rheumatologen hatte und er sie als gebessert und arbeitsfähig entlassen wollte, entgegnete sie, dass das MTX ihr nicht hilft und zeigte nochmals die geschwollenen Hände und Füße vor.
    Daraufhin wurde ihr gesagt, dass sie ja auch so eine negative Einstellung habe (ist eine total lustige) und es eher was psychisches sein wird.
    Sie hat wirklich geweint an diesem Tag, verstand nicht mehr , warum sie dann Medikamente nimmt und war echt fertig.
    Zum Glück hat sie zuhause gute Ärzte hinter sich und hat sich bei der DRV auch über den Umgang und den Entlassungsbericht beschwert.

    Viele Grüße
     
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  7. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Das ist wirklich übel gelaufen für deine Freundin, aber zum Glück sind ihre sonstigen Ärzte ok. In meinem Fall ist es aber sogar so, dass mir Enbrel und Kortison sehr gut gegen meine Beschwerden geholfen haben. Ich hatte gar keine Schwellungen mehr, kaum Schmerzen und sehr viel Energie. Und das auch als ich nur Enbrel spritzte und kein Kortison nahm.
     
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  8. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    @allina Das hatte ich so verstanden und um so unverständlicher, dass Ärzte so unterschiedlicher Meinung sind und Patienten dermaßen verunsichern.....
    Das geht mir auch bei Corona so und ich möchte mir die Diskussionen gar nicht mehr antun.....
    Ich war damals übrigens auch geschockt, dass meine Hausärztin noch nie von dem RhePort - Programm hier in Aachen (Einbuchung beim Rheumatologen für Notfälle) gehört hatte.
    Es war echt Glück, dass ich beim Orthopäden war. So darf es doch nicht laufen....

    Liebe Grüße
     
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  9. kekes

    kekes Bekanntes Mitglied

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    Maggy, mit den "Fröschen" hast Du so Recht.:laugh1:
    Normalerweise bin ich ja nicht so - alle anderen Ärzte, bei denen (aus welchen Gründen auch immer) keine vertrauensvolle Arzt-Patienten Basis gebildet werden konnte, habe ich recht schnell wieder an den Nagel gehängt und mich anderweitig umgesehen. Beim HA war es wahrscheinlich wirklich das Nachbarschaftsverhältnis und meine Bequemlichkeit (naja es ist schon praktisch, wenn man nur die Straße überqueren muss...):nixweiss:. Damit ist aber jetzt ein für alle Mal Schluß.
    Nachdem die neue Hausärztin so lieb und noch dazu kompetent ist, bin ich wirklich der Meinung, dass es sich immer lohnt einen neuen Weg zu suchen/ zu gehen - und ich hoffe, dass auch diejenigen, die jetzt ihre negativen Erfahrungen schilderten, bald den Arzt finden, der ihnen helfen kann. Es ist vielleicht wie mit dem Lebenspartner - - - irgendwo wartet der Deckel, der auf das Töpfchen passt;)
    LG
     
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  10. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Das stimmt, meine liegen derzeit still, kribbeln manchmal ein bisschen, aber das kann auch die PNP sein.

    Meine Hausärztin rief heute an, völlig abgearbeitet und hat sich entschuldigt, dass ich so lange warten musste (Eine komplette Sprechstunde lang). Ihr Rechner weigerte sich, ein Folgerezept für die Colon Massage auszustellen. Die Software hat die Einträge blockiert und ausdrucken ließ sich auch nichts. Dann hat sie sich hingesetzt, ein Attest geschrieben und eine Lösung gefunden, damit ich morgen die Langfristverordnung beantragen kann. Das Ergebnis wurde schon gefaxt.

    Das hat mich beeindruckt.
     
    #90 7. April 2021
    Zuletzt bearbeitet: 7. April 2021
  11. kekes

    kekes Bekanntes Mitglied

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    teamplayer, das freut mich für Dich. Du hast also auch eine Ärztin, die alles Erdenkliche versucht, um Dir zu helfen. Das ist einfach so wichtig - da trennt sich die Spreu vom Weizen.
     
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  12. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Ja, kekes, so ist es. Eine so gute hausärztliche Versorgung hatte ich noch nie. Das ist einfach toll und entlastet sehr. Sie weiß, dass ich nur um etwas bitte, was ich wirklich brauche und schätzt meine knackigen E-Mails.

    Für Dich freut es mich auch sehr, das wird sich auch gut entwickeln, glaube ich. Das ist wie mit guten Freunden, wenn man einen findet, weiß man es sehr schnell.
     
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