Arzt wechseln?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kekes, 8. Februar 2021.

  1. kekes

    kekes Bekanntes Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,
    seit geraumer Zeit habe ich mit meinem langjährigen Hausarzt (bei ihm bin ich schon seit 20 Jahren) immer mehr Problemchen.
    In letzter Zeit (was schon vor der Coronapandemie anfing - sonst hätte ich es vielleicht auf Stress geschoben) ist er einfach, hm wie soll man das am besten beschreiben, komisch geworden. Er hat kein Interesse mehr daran, mir bei den starken Schmerzen zu helfen. Egal wann ich ihn darauf anspreche, ist er der Meinung, dass andere auch Schmerzen haben. Diese Aussage finde ich echt grenzwertig. Er weiß, dass ich Tage habe, an denen ich vor dem Nachmittag nicht mal ans Aufstehen denken kann. Glaubt er, ich habe einen GdB von 60 und eine Pflegestufe in meinem Alter (bin jetzt 40) einfach so?
    Früher war er da ganz anders. Er hat mit mir versucht mit verschiedenen Medikamenten, Anwendungen usw zu helfen. --- Jetzt ist es schon ein Problem, wenn ich meine Medikamente benötige. Da kam letzte Woche der Spruch "brauchen Sie schon wieder die Opiate?"...Hallo - ich nehme diese nach einem Schema ein - da bleibt es nun mal nicht aus, dass man irgendwann mal wieder ein Rezept braucht.
    Vor Weihnachten war auch so ein Fall...Die Pflegeberatung war bei mir und hat zu Cannabis geraten, da sie immer wieder sehr gute Erfahrungen mit Schmerzpatienten gemacht hat. Ich solle doch mal meinen Hausarzt darauf ansprechen. Gesagt - getan. Hätte ich mir sparen können...er hat noch nie jemand Cannabis verschrieben, das unterstützt er nicht, ich soll mich nicht so anstellen, ich hätte eh schon mehr Schmerzmittel als die meisten seiner Patienten.
    Jetzt habe ich erst mal den Hausarztvertrag gekündigt - heißt, dass ich noch bis Ende März an diese Praxis gebunden bin. Die Krankenkasse möchte den Vertrag nicht eher auflösen.
    Was meint Ihr? Bin ich einfach empfindlich (geworden)? Ich weiß gerade nicht, was ich tun soll. Es ist bei uns auch nicht so einfach eine neue Hausarztpraxis zu finden - zu wenig Ärzte für zu viele Patienten.
    Jetzt sitze ich am PC und goo.. mich durch die Praxen, die noch in der Nähe wären und mit einer Fahrzeit von weniger als einer halben Stunde erreichbar sind.
    LG und einen schönen Abend
    kekes
     
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  2. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    Mh, 20 Jahre sind schon echt lang!
    Ich glaube, ich würde mir einen Termin geben lassen und ihn darauf ansprechen, dass du dich in letzter Zeit von ihm nicht gut betreut fühlst. Ob es evt sinnvoll wäre zb einen Schmerztherapeuten mit in deine Behandlung einzubeziehen .
    Und dann würde ich gucken wie er darauf reagiert.
    Wenn ich das mal so überschlage ist er kurz vorm Rentenalter,oder?
    Dann müsstest du über kurz oder lang eh dich nach einem anderen Arzt umgucken.
    Aber auch ein neuer Hausarzt, könnte evt. mit der Schmerzmedikation überfordert sein... Ich würde mich an deiner Stelle auf alle Fälle nach einem Schmerztherapeuten umgucken.
     
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  3. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Mir kommt es seltsam bekannt vor und ich würde eine Pro- und Kontra-Liste machen, im Geiste, auf dem Papier, was Dir besser hilft. Diese Liste und mein Gefühl dazu, entscheiden darüber, ob und wie schnell ich wechseln wollen würde.

    Klärende Gespräche können oft helfen, müssen aber nicht. Auch hier gilt zu überprüfen, wie viel Energie Dir dieser Arzt wert ist und natürlich die Beziehung zu ihm. Ich habe es immer dann versucht, wenn für mich ein positiver Abschluss wichtig war.

    Deine Entscheidung hast Du getroffen, wenn der Vertrag bereits gekündigt ist. Ich wäre auch gegangen. Das, was Du erzählst, geht für mich gar nicht. Das empfinde ich als respektlos.
     
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  4. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    Liebe kekes,
    das kenne ich. Bin ja erst kurz hier und hatte auch schon etwas zu meiner HÄ und diesem Hausarztvertrag geschrieben....
    Seitdem ich diese Erkrankung habe, fühle ich mich irgendwie lästig und alles wird an den Facharzt /Rheumatologen abgeschoben. Verschrieben bekomme ich nichts. Da fühlt man sich nicht gut. Ich überlege auch bei Ablauf des Hausarztvertrags zu wechseln. Hoffe, dass es in Zeiten von Corona und mit chronischer Erkrankung klappt.

    Viele Grüße
     
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  5. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Es ist wie bei meinem Mann. Ich denke, der Arzt kanns so langsam nicht mehr hören, denn es wiederholt sich, er kann nicht helfen, und ich muss da alleine durch. Wie arg es wirklich ist, sieht er ja nicht,
    Ich wünsch mir in diesen Fällen, ein Fenster mit der Problembehebungsanleitung würde aufploppen.
    Ich glaub, wir Chronischkranken sind auch keine einfachen Bilderbuchpatienten, denn Rheuma hat viele Gesichter.

    Ich hab ein gutes Verhältnis, aber auch ich musste schon hören, ich müsse auch schon mal was aushalten.
    Sie nimmt mich aber auch in den Arm und sagt, dass ich beim letzten derartigen Zwischenfall auch nicht gestorben bin, und es wird wieder.

    Ich hab aber vor 4 Jahren meinen 30 jahrelangen Hausarzt gewechselt. Es war wie eine Scheidung, weils ja ein Vertrauensverhältnis war.
    Aber er verweigerte mir die vom Rheumatologen geforderten Laborkontrollen in diesen kurzen Abständen zu Beginn der Behandlung.
    Und weil ich vorher schon auf eigene Rechnung nach einem halben Jahr erfolgloser Behandlung meiner Probleme die Untersuchung auf Rheuma, Borreliose und Yersinien durchgesetzt habe, und Yersinien aber doch nicht mitgemacht wurden, brachte dies nun das Faß zum Überlaufen, denn ich brauch einen Arzt, der mich begleitet und unterstützt, und bei dem ich nicht die Anfoderungen des Facharztes mit langen Diskussionen durchsetzen muss.
    Ich hatte schwer dran zu knabbern, bin aber mit meinem Wechsel vom Gefühl her nun besser dran.

    Es ist eine schwierige Entscheidung. Aber bei mir fallen solche Entscheidungen immer von jetzt auf gleich. Ich bin damals heulend aus der Praxis raus, weil Bauch und Kopf nicht wirklich einig waren.
     
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  6. Money Penny

    Money Penny Bekanntes Mitglied

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    Das wärs;).
    Spaß beiseite.
    So ists ists bei mir auch.
    Deine Entscheidung ist sehr schwer. Kann dir nur die Daumen drücken, egal wie du dich entscheidest.
    Es ist wichtig und wie ich sehe auch dringend.
    Liebe Grüße Money Penny
     
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  7. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Mein allererster Gedanke war: den Mann hats jetzt selbst erwischt und er will es einfach nicht hören, dass es anderen auch schlecht geht, er den Anderen womöglich trösten soll, während er selbst zusehen kann, wo er bleibt.....

    Ich habe ja mit meinem Hausarzt auch lange gehadert, der Bequemlichkeit halber bin ich dann doch geblieben. Und dann die große Überraschung, als es um die Themen Rente, GdB, Pflegegrad ging, kam raus, dass er mich durchaus ernst nimmt und unterstützt.
    Ich habe in den letzten Jahren so manches ernste Gespräch mit ihm geführt und es kommt auch trotzdem immer wieder zu Situationen, wo ich mich und meine Probleme wieder genauestens erklären muss, bis er drauf eingeht.
    Er ist älter als ich und wesentlich fitter, seine Frau ist ungefähr in meinem Alter und auch fit, da vergisst er vielleicht manchmal, dass es Anderen in dem Alter eben auch schlechter gehen kann.

    Was ich eigentlich sagen will: versuchs erstmal mit einem sachlichen Gespräch, vielleicht klärt sich das Problem ja. Und wenn das nix bringt, kannst du dann weitersuchen.
     
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  8. kekes

    kekes Bekanntes Mitglied

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    Ihr Lieben,
    Vielen Dank für eure Antworten.
    Durch die Kündigung des HA-Vertrags müsste ich ja nicht automatisch den Arzt wechseln, es fällt einfach schon mal das lästige Betteln nach Überweisungen weg und notfalls könnte ich dann eben sehr zügig wechseln.
    Ich habe für mich beschlossen, dass ich mir diese Woche die Zeit nehmen werde, um darüber nachzudenken, was sinnvoll und vor allem meiner Gesundheit zuträglich ist.
    Zufällig hat mein HA nächste Woche Urlaub. Ich glaube, da werde ich mal eine Vertretung testen.
    Ich habe einfach das Gefühl, er hat mich in die Psycho Ecke geschoben, da er trotz mehrmaliger Aufforderung meinerseits die Diagnosen nicht geändert hat. Es war reiner Zufall, dass ich das bemerkt habe. Nach wie vor steht als Diagnose eine somatoforme Störung (mit der Nummer, dass ich nicht einsehen, was Ärzte sagen ) drin, statt der nachgewiesenen Fibromyalgie und dem Bechterew (den zweifelt er ja trotz der Unterlagen des KHs immer noch an). Irgendwie stößt mir das sauer auf.
    Meiner Freundin ist mit dem gleichen Arzt etwas ähnliches passiert. Sie klagte schon sehr lange über Atembeschwerden sowie Gelenk schmerzen und Schwellungen. Der HA tat dies als psychisches Problem ab - sie solle doch einen Psychiater aufsuchen. Auf eigene Faust klärte sie beim Rheumatologen und beim Lungenfacharzt die Symptome ab. Das Ergebnis....hochgradig Asthma, so dass sogar der Lungenfunktionstest unterbrochen wurde und eine Psoriasis Arthritis. Das Statement dazu "na, ob das so stimmt".
    Vielleicht hat mein HA wirklich selber Probleme - kann ich nicht sagen. Trotzdem, darf man als Patient denn nicht erwarten, dass man wenigstens ernst genommen wird?
    LG kekes
     
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  9. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    Kekes, ehrlich, das geht gar nicht!
    Da gäbe es bei mir auch kein überlegen mehr!
    Er zweifelt so ja die Kompetenz seiner Kollegen an..... kann er ja machen..... aber nicht auf deinem Rücken!
    Dann wünsche ich dir viel Glück bei der Suche!
     
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  10. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Katjes' deutlichen Worten kann ich mich nur anschließen. Natürlich ist es schwierig, einen neuen HA zu finden, gerade, wenn es nicht viele gibt. Bei so einem Verhalten wäre ich ganz schnell weg. Eine somatoforme Schmerzstörung entwickeln wir Chroniker fast alle, aber so etwas als Diagnose geht gar nicht. Das kann auf Dauer ernsthaft schaden, weil es Kreise zieht, habe ich schon selbst erlebt. Zumal er die handfesten Diagnosen verleugnet. Zumindest klingt es so für mich.
     
  11. general

    general Registrierter Benutzer

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    Das begleitet mich bereits seit Jahren. Erst alles psychosomatisch, daher keinerlei Untersuchungen. Dann Hausarzt auf ein MRT gedrängt mit Ergebnis einer ausgedehnten entzündlichen Myelitis. In der Uniklinik wollte man mir dann erzählen, es könnte ja ein BSV sein, daher in die Psychiatrie.

    Naja die letzte Klinik hatte mir dann was ans Bein konstuiert, was ebenso falsch war. Ich schleppe es heute noch mit mir rum.

    Bei Fehldiagnosen kann ich nur raten dran zu bleiben, sonst brennen sie sich auf immer in dein Leben ein.

    Sorr, wenn ich das so drastisch formuliere, aber ich weiss leider nur zugut von was ich rede.
     
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  12. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Das würde ich unbedingt beherzigen, so erging es mir auch.

    Am Ende schwebte ich in Lebensgefahr, hatte eine eindeutige Bildgebung und bin hier her umgezogen. Der MDK hat diesen Umzug als erforderlich angesehen und so bekam ich über die Pflegeversicherung einen ordentlichen Zuschuss. Den Umzug habe ich nie bereut, im Gegenteil, er hat mir mehrfach mein Leben gerettet und hier kam nur eine Assistenzärztin auf die Psychoschublade. Das war aber ein Schlägle und so hat sie sich selbst disqualifiziert.

    Von Anfang an wurde ich hier sehr ernst genommen und das wünsche ich allen. Auf welche Art auch immer Du es erreichst. Hier gehört im direkten Kontakt eine gewisse Distanzierung vom eigenen Leid dazu, um die erforderliche Augenhöhe für eine fachliche Diskussion zu erreichen. Ich habe fast nur noch lehrende und/oder forschende Ärzte im Team. Die anderen wollten nicht, was bei meiner Konstellation verständlich ist. Leider sagen es eher wenige, ist meine persönliche Erfahrung. Statt dessen verhielten sich diese Ärzte so, dass ich nur noch weg wollte. Sowas tue ich mir nicht mehr an, dafür ist mir mein Leben zu schade.
     
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  13. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Nur, um das zu erklären: Bei den einen heißt es somatoforme Schmerzstörung, bei den anderen Fibromyalgie. Einige haben erstaunlicher Weise beides, weil sich die involvierte Ärzteschaft nicht einigen kann, ob die nervöse oder verkopft-psychosomatische Seite dominiert. Sehr platt, allgemein und undifferenziert ausgedrückt. Mehr bekomme ich nicht mehr hin.
     
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  14. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    zwar unpassend zum thread, aber dennoch hier passend möchte ich nochmal hinweisen auf die Ernährungsdocs gestern, deren Link ich in den Visite thread eingeschmuggelt hatte.
    Frau Dr. Fleck gab eine ganz klare und für Laien sehr verständliche Erklärung zu Fibromyalgie. Da war kein einziges Wort in Richtung psychosomatisch oder wohlmöglich psychisch, ganz klar rein physisch. Ob das der aktuellste Stand der Erkenntnisse ist, weiß ich natürlich nicht, aber wie ick den Laden einschätze, aktualisieren sie ihre Äußerungen vor der Sendung best möglich.
     
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  15. Lolobs

    Lolobs Aktives Mitglied

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    Hallo,
    ich kann dich auch nur dazu ermutigen, den Arzt zu wechseln, wenn du dich da nicht gut aufgehoben fühlst.
    Ich habe letztes Jahr auch den Schritt gemacht, obwohl es mir schwer viel, da ich die eigentlich mochte. Sie hat den Lupus auch sehr ernst genommen als Diagnose, aber hat mich mit meiner psychischen Erkrankung nicht ernst genommen.
    Jetzt bin ich bei einer Hausärztin mit psychologischer Zusatzausbildung und dort sehr zufrieden und sie arbeitet sogar noch besser mit dem Rheumatologen zusammen.
    Liebe Grüße
     
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  16. kekes

    kekes Bekanntes Mitglied

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    Ihr Lieben,
    Es tut mir so gut, hier im Forum verstanden zu werden. Das Verständnis und auch Eure Erfahrungen (die ich Euch aber natürlich nicht gewünscht hätte) zeigen mir, dass es wahrscheinlich wirklich an der Zeit ist, einen neuen Hausarzt zu suchen. Ich werde die nächste Woche - in der mein Hausarzt Urlaub hat - nutzen, um eine Vertretung zu testen.
    Ich befürchte ebenfalls, dass mich die Diagnosen, die er als nicht wichtig (oder was auch immer) erachtet, ansonsten durchaus in eine schwierige Lage bringen könnten, vor allem, wenn man ständig erklären muss, was man eigentlich hat und warum es der HA anders schreibt. Das Problem hatte ich erst vor kurzem, als ich die Begutachtung durch den Rentenversicherungsträger hatte. Zum Glück war es ein Arzt, den ich zufällig von einem meiner Krankenhausaufenthalte kenne. Er war sehr erstaunt darüber, was mein Hausarzt geschrieben hatte.
    Teamplayer, Du hast recht, für die einen Ärzte ist es eine somatoforme Sache, für die anderen Fibromyalgie. Ich fand einfach den ICD Code mit F45. 40 (also den zusatz 40) grenzwertig.
    Ich werde aber auf jeden Fall mit ihm sprechen. Einfach gehen, nach so langer Zeit möchte ich auch nicht - außerdem benötige ich ja auch diverse Unterlagen.
    Der Schritt ist jetzt notwendig und ich werde ihn jetzt auch gehen.
    Drückt mir die Daumen, dass ich einen guten Arzt finde.
    LG kekes
     
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  17. Tinchen1978

    Tinchen1978 Registrierter Benutzer

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    *Daumen drück*
     
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  18. Taz Devil

    Taz Devil Bekanntes Mitglied

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    kekes,
    ich hab vor Jahren auch meinen HA gewechselt, weil ich keine vernünftige Schmerztherapie erhielt.
    Durch eine Infektion wurde ich dann noch unzufriedener und suchte einen anderen Arzt auf, um eine Zweitmeinung zu erhalten.
    Die bekam ich auch. Dazu erklärte er mich auch aufgrund meiner Anamnese, daß er der Meinung sei, ich benötige eine Schmerztherapie.

    Ich wechselte und bin seitdem super glücklich mit meinem HA.
     
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  19. Kaschu

    Kaschu Bekanntes Mitglied

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    Hm, ich dachte eigentlich bisher, dass es für jede Krankheit einen bestimmten ICD-Code gibt, der von allen Ärzten verwendet wird.
    Bei mir läuft die Fibromyalgie unter M79.70 (mit dem Zusatz G weil gesichert).

    Wenn da jeder Arzt was anderes schreiben kann, dann wundert es mich allerdings nicht mehr, dass viele mit Fibro oder auch mit dem chron. Schmerzsyndrom nicht ernst genommen werden...
     
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  20. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Bei mir wird auch vieles auf die Psyche geschoben und die Diagnose Depression werde ich auch nicht los. Ich hatte vor fast 30 (!) Jahren eine heftige psychische Krise, mit Klinik und allem Schißlaweng, aber das ist eben 30 Jahre her und schon lange nicht mehr aktuell! Aber glaube mal bloß keiner, dass das interessiert...
    Und immer und immer wieder schreiben mir Ärzte das in den Bericht, dabei bin ich nicht depressiv, ich bin erschöpft!!! Sieht denn da keiner den Unterschied?
    Ich habe auch schon so oft gebeten, dass Berichte und Akteneinträge entsprechend geändert werden, aber nein, das bleibt, wie es ist. Wie sagte mal ein Arzt - ja, das könnte ja alles so sein, wie ich sage, aber ich solle mal überlegen, wenn ich mir jetzt doch was antäte, hätte er die Verantwortung zu tragen... Und wer trägt die Verantwortung, dass es mir schlecht geht und ich in dieser, meiner Problematik keine Hilfe kriege?
    Mittlerweile geh ich schon kaum noch zum Arzt, ich hab einfach keine Lust mehr. Und das bisschen Energie, was ich habe, spare ich mir für mich. Meine Rezepte bestell ich telefonisch, die Blutwerte nimmt die Rheumatologin ab (da brauch ich auch nur alle halbe Jahre hin) und der Rest kann mich gerade mal. Nur zum Kardiologen geh ich regelmäßig, der ist mir im Moment der wichtigste.

    @kekes, die Idee mit der Urlaubsvertretung ist gut, die Möglichkeit hab ich auch schon wahrgenommen und eine Ärztin getestet, die ich als neue Hausärztin im Auge hatte. Zum wechseln hats dann doch nicht gereicht, aber ich hab zumindest eine Ausweichpraxis für den Notfall gefunden.
    Ich drück dir die Daumen, dass es bei dir klappt!
     
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