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Arthritis- wer kann uns helfen???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Gerold, 12. Januar 2004.

  1. Gerold

    Gerold Guest

    Meine Mutter, Jahrgang 1950, leidet sehr stark- laut Diagnose der bisher behandelnden Ärzte- seit über 3 Jahren (seit 2000) an Arthrose bzw. Polyarthritis insbesondere im rechten Kniegelenk.

    Meine Mutter ist durch diese Krankheit sehr, sehr eingeschränkt im Leben. Sie kann kaum gehen, und wenn nur durch Hilfe eines Stocks oder Regenschirms als Abstützung.
    Die Wohnung kann Sie für mehrere Tage nicht verlassen, nicht mal mit dem Enkel kann sie richtig spielen.

    Seit Auftreten der Schmerzen, also vor über 3 Jahren, begab sie sich umgehend in ärztliche Behandlung. Sie war bei 2 Spezialisten, war in einer Schmerztherapie, bei Orthopäden, Nervenärzten, in 3 Kuraufenthalten.
    Medikanentös wurde sie mit den verschiedensten Mitteln behandelt, wie Arava, Methotrexat, Goldbehandlung, Cortison und vieler anderer Präparate, von denen kein Einziges die erhoffte Wirkung gezeigt hat.

    Leider konnte ihr niemand bisher helfen, wobei nicht mal eine Linderung ihrer Schmerzen möglich war.
    Nicht behandelt wurde sie dagegen mit Enbrel, Remicade, Anankinra oder Humira

    Die behandelnden Ärzte haben bisher Medikamente wie Enbrel usw. abgelehnt, und immer gleich eine Operation empfohlen, wobei das für meine Mutter sicher ein unkehrbarer Schritt ist, der nicht ohne Risiken ist.
    Wenn ich aber im Forum wie andere erkrankte Personen mit Embreel, Remicade etc. grösstenteils von den Schmerzen befreit wurden, dann halte ich so eine Operation auch für falsch, da es offensichtlich auch ohne OP geht.

    Da wir in Göppingen wohnen, also genau zwischen Stuttgart und Ulm, bitte ich die Forenmitglieder, mir einen Rheumatologen oder eine Klinik im Ulmer oder Stuttgarter Raum zu nennen, der Behandlungen mit den oben genannten Medikamenten bisher erfolgreich ausgeführt hat.
    Auch würde mich die Geschichte von Mitgliedern des Forums interessieren, die so eine Leidensgeschichte hinter sich haben, und mit den oben genannten Medikamenten Besserung erzielt haben.
    Ich bitte Sie um Mithilfe, da der Zustand meiner Mutter zunehmend schlechter wird, und auch die Hoffnung meiner Mutter, jemals Hilfe zu finden, immer weiter schwindet.
    Vielen Dank im voraus.
     
  2. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Gerold

    Guten Morgen Gerold,

    zuerst einmal tut es mir leid, daß es Ihrer Mutter so schlecht geht. Bestelle Sie Ihr bitte unbekannterweise Genesungsgrüße.

    Wenn Ihr Mutter einen aggressiven Verlauf einer chronischen Polyarthritis hat, dann kann es sein, daß die bereits genommenen Basismedikamente nicht ausreichen und eine Therapie mit einem Tnf-Blocker angezeigt wären.

    Hat Ihre Mutter mehrere akut oder stark entzündete Gelenke oder sind die Gelenke zwar entzündet und "nur" das Knie macht so erhebliche Probleme?

    Wenn derzeit das größte Problem beim Knie liegt, kann ich die Ärzte verstehen, daß sie kein stärkeres Basismedikament wählen.
    Wurde das Knie schon mal mit Cortison gespritzt?
    Weitere Möglichkeiten der lokalen Behandlung ist die Radiosynoviorthese, d.h. es wird bei einem Nuklearmediziner ambulant ein radioaktives Material ins Kniegelenk gespritzt. Das tut kaum weh und das Knie darf 48 Stunden nicht belastet werden.
    Infos dazu finden Sie hier:
    http://www.medizin-netz.de/icenter/radiosynovio.htm

    Ferner gibt es die chemische Synoviorthese, die ausschließlich stationär durchgeführt wird. Dabei wird ebenfalls ein Mittel (chemisch) ins Kniegelenk gespritzt und das Gelenk muß 48 Std ruhiggestellt werden. Diese Behandlung ist meistens schmerzhafter
    http://www.rheuma-online.de/fua/13.html

    Als dritte Möglichkeit gibt es die Operation, die am Kniegelenk häufig per Arthroskopie durchgeführt wird. Dabei wird das schädliche Gewebe entfernt. Meistens ist ein Krankenhausaufenthalt von ca. 14 Tagen notwendig und das Kniegelenk darf erst nach ca. 3 Wochen komplett belastet werden.
    Infos zur Rheuma-Chirurgie finden Sie hier:
    http://www.infoline.at/rheuma/rheumachirurgie.htm

    Ich habe alle drei Behandlungen bereits an den Kniegelenken durchführen lassen und mit der Op die größten und langandauernsten Erfolge erzielt.

    Ist Ihre Mutter schon mal in einer Rheumaklinik gewesen?

    viele Grüße
    Sabinerin
     
  3. Gerold

    Gerold Guest

    Arthritis-wer kann helfen?

    Hallo Sabinerin,
    Danke für deine schnelle Antwort.

    Meine Mutter bekam tatsächlich einmal eine Kortisonspritze direkt ins Knie, aber soweit ich weiss, darf man dass nicht zu oft machen. Ihr gings nach dieser einen Sprictze (über 2 Jahre her) für 3 Tage recht gut.
    Auch eine Synoviorthese hat sie gemacht, allerdings ohne Erfolg.

    Betroffen sind zunehmend auch die Hand- und Ellbogengelenke, aber vor allem ist das Knie katastrofal schmerzhaft.

    Rheumaklinik war sie in Vad Wildbad (Schwarzwald), aber auch ihne Erfolg. Weisst du ob es vielleicht noch weitere Rheumakliniken bei Stuttgart gibt, und wie bekommt man eigentlich in diesen Kliniken eine Behandlung (Überweisung... ????)

    Danke im voraus

    Gerold
     
  4. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Gerold

    Hallo Gerold,

    eine Klinik in der Nähe von Stuttgart kann ich Dir leider nicht nennen. Du könntest aber einen neuen Threat öffnen mit der Überschrift Klinik in Stuttgart gesucht. Vielleicht kann Dir dann jemand weiterhelfen. Oder Du gehst über die Suchfunktion in den Beiträgen und gibst dort Stuttgart ein, vielleicht hat schon jemand danach gefragt.

    Cortison sollte in der Tat nicht sooo häufig lokal gespritzt werden, aber sooo häufig ist immer relativ ;) Mein Rheumatologe sagte mir im Herbst, daß er ein Gelenk nicht häufiger als 2x in 6 Monaten spritzt. Aber immerhin 2x, das könnte Deiner Mutter jetzt im Augenblick weiterhelfen.

    Ist sie in Behandlung bei einem Rheumatologen? Welche Medikamente nimmt sie derzeit? Eine kurzfristige Erhöhung der täglichen Cortisondosis kann bei so einem Schub etwas weiterhelfen.

    Ok, Hand- und Ellenbogengelenke sind auch betroffen, aber das Knie ganz schlimm, da kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, daß die lokale Behandlung an diesem akut/chronisch entzündetem Gelenk eine gute Lösungsmöglichkeit ist.
    Die Entzündungen aller Gelenke sind nach einer OP oder nach chem. Synoviorthesen etwas zurückgegangen, aber dies ist immer eine ganz persönliche Erfahrung und nicht auf jeden anderen Menschen zu übertragen.

    Eine Überweisung in die Rheumaklinik ist "ganz einfach" (meistens zumindest) bei einem Rheumatologen zu bekommen.
    Selbst wenn keine Klinik in direkter Umgebung vorhanden ist, wäre es aber zu überlegen, ob Deine Mutter trotzdem ins Krankenhaus geht, da es ihr ja offensichtlich nicht gut geht.

    Viele Grüße
    Sabinerin