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Arthritis und das Allergiemolekül Histamin

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Wolfwolf, 22. Februar 2006.

  1. Wolfwolf

    Wolfwolf Neues Mitglied

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    Hallo,

    es gibt da eine interessante Veröffentlichung:

    http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=25092

    Ist Arthritis eine Allergie?

    17.02.06, 18:37 Uhr |

    Forscher sind bei der Suche nach Ursachen für Arthritis auf das Allergiemolekül Histamin gestoßen. Das lässt sie an neue Behandlungsansätze denken.

    Rheumatoide Arthritis greift das körpereigene Immunsystem die Gelenke an. Das führt zu wiederholten Entzündungen und ihrer allmählichen Zerstörung. Forscher vom Joslin Diabetes Center und dem Massachusetts General Hospital in Boston haben jetzt in den Entzündungsherden der Arthritis eine überraschende Entdeckung gemacht: Sie fanden Histamin, einen Stoff, den die Zellen des Immunsystems bei Allergien und Asthma ausschütten.

    Histamin entsteht offenbar während des Entzündungsprozesses einer Arthritis, wie die Wissenschaftler um Christophe Benoist im Fachmagazin „Nature Immunology“ schreiben. Histamin macht die Blutgefäße in den Gelenken durchlässig und damit besonders angreifbar für Attacken des Immunsystems.

    Histamin öffnet Entzündungsstoffen die Tür

    „Für Patienten mit rheumatoider Arthritis könnte das heißen, dass irgendwann Medikamente, die die Blutgefäße vor Histamin schützen, auch die Entzündungsschübe ihrer Krankheit bremsen", erklärt Studienleiter Benoist.

    Die Wissenschaftler entwickelten für ihre Studie eine Methode, mit der sie unter dem Mikroskop die Durchlässigkeit der Blutgefäße narkotisierter Mäuse sehen konnten. Innerhalb von Minuten, nachdem sie den Mäusen Antiköper gespritzt hatten, die eine Arthritis auslösen, wurden die Blutgefäße um die Gelenke undicht. Die Antikörper konnten problemlos in die Gelenkspalte gelangen, wo sie einen Schwall von Entzündungszellen anlockten.

    Antihistaminika gegen Arthritis?

    „Dass andere Blutgefäße im Körper nicht undicht wurden, war ein Hinweis dafür, dass in den Gelenkgefäßen irgend etwas anders ist", sagt Bryce Binstadt, einer der Autoren der Studie. Auf der Suche nach dieser Besonderheit entdeckten die Wissenschaftler dann das Histamin als Auslöser der Durchlässigkeit.

    Bis das Studienergebnis der Bostoner Wissenschaftler Konsequenzen für Arthritis-Patienten hat, wird es noch eine ganze Weile dauern. Doch vielleicht kommen irgendwann spezielle Anthistaminika zur Therapie der rheumatoiden Arthritis.

    --------------

    Ein zweiter Link zum gleichen Thema:
    http://www.gesundheitpro.de/Arthritis und dann weiter

    http://www.gesundheitpro.de/Arthritis
    -Noch-eine-Allergie-Arthritis-A060217BADEP020405.html

    Und noch der Hinweis zur Original-Veröffentlichung:
    http://www.nature.com/ni/journal/v7/n3/abs/ni1306.html
    "Particularities of the vasculature can promote the organ specificity of autoimmune attack" aus
    Nature Immunology 7, 284 - 292 (2006)
    Published online: 29 January 2006;

    Es scheint, daß Histamin bei der RA einen bisher unbekannten Einfluß hat. Die Frage ist, ob bekannte Antihistaminika schon hilfreich sein können?Oder auch die neuen Mittel "Daopure" und "PelLind", die bei Histamin-Intoleranz (HIT) eingesetzt werden? Ein Mittel hilft sehr oft bei Arthritis und bei HIT: Die Selektion von Nahrungsmittel, die unverträglich sind - und die haben oft einen hohen Histamigehalt.

    Es würde mich freuen, wenn diese Info vielleicht hilfreich ist.

    Viele Grüße

    WolfWolf (viele Jahre PS/PSA)
     
    #1 22. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2006
  2. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Schau mal

    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=19757&highlight=Gitta
    Das hatte ich schon mal angesprochen und mir auch ein Buch darüber gekauft. Bei mir persönlich hat es "Klick" gemacht. Das ist ja etwas, das wir nicht weglassen können Das einzige ist, sich genau zu informieren, wo viel Histamin drin ist. Auf Spinat,Sauerkraut,eingelegte Gurken,Sojaprodukte, Fisch der nicht Frisch ist,Dosenfisch und auch Medikamente gibt es, in denen viel Histamin drin ist. Nun achte ich seit einiger Zeit drauf, das nicht zuviel in meinem Körper hinein stopfe.
    Grüße
    Gitta
     
  3. Wolfwolf

    Wolfwolf Neues Mitglied

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    Arthritis/Histamin - Histamin-Liberatoren

    Hallo Gitta,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.

    Ich hatte geschrieben:
    "Ein Mittel hilft sehr oft bei Arthritis und bei HIT: Die Selektion von Nahrungsmittel, die unverträglich sind - und die haben oft einen hohen Histamigehalt".

    Dabei hatte ich noch vergessen zu erwähnen, daß es auch Nahrungsmittel gibt, die als sogenannte Histamin-Liberatoren das im Körper gebundene Histamin unerwünscht freisetzten können - soche Stoffe sind z.B. reichlich in Erdbeeren und Tomaten enthalten.

    Wenn die HIT (oftmals nicht erkannt) nur mit Darm-Beschwerden einhergeht, so kann ein Teufelskreis entstehen mit "Leaky-Gut-Syndrom" (Erhöhte Darmpermeabilität) und den daraus möglichen Folgen wie eine Zunahme von Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten und Belastungen des Immunsystems.

    Ernährung ist wichtig - und die Beobachtung wie unser Körper auf die verschiedenen Nahrungsmittel reagiert. Da müssen wir selber ran, das kann uns kein Arzt abnehmen.

    Viele Grüße

    WolfWolf

    P.S. Wir haben soviel schon ausprobiert (WolfWolf wurde gerufen). Können wir dann noch erkennen wenn der Wolf wirklich mal kommt - sprich wenn es etwas gibt, was uns wirklich helfen kann?
     
  4. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    ..... irgendwie versteh ich dieses P.S. nicht
     
  5. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    **

    Stimmt Klara,
    ist schon rätselhaft.aber ich habe am Freitag mit meiner Hausärztin über Histaminunverträglichkeit gesprochen, sie sagt ganz ehrlich, ich habe dvon gehört, mich aber noch nicht damit beschäftigt. Als ich dann, das aufzählte, das eigentlich als gesunde Nahrung gilt und bei dieser unverträglichkeit dem Körper probleme macht, hat sie gleich gesagt, lassen sie blos die Tabletten gegen die Allergien nicht weg. Sie wußte zumindest, das wir um die Histamine nicht herum kommen, sondern sie nur reduzieren können.
    Gestern Abend habe ich eine Allergietablette eingenommen und heute wieder weniger Gelenkschmerzen. Und der Medikamentenverbrauch ist heut deutlich weniger als Gestern.Ich habe ja in meinem Posting vor einigen Wochen schon geschrieben, es würde mich freuen, wenn es vieleicht 1 oder 2 Menschen helfen wüde. ittlerweile habe ich auch ein Buch darüber gelesen und bin nun sicher, das mich das eben mitquält. Warum Amtryptilin sich nicht wirklich mit mir verträgt, oder Erdebeeren, Spinat,Sauerkraut....
    Anders gesagt, auf die Menge kommt es auch hier wieder an.Ich liebe die pikanten alten Käsesorten, die haben es aber in sich. Junger Gouda oder Butterkäse sind ok.Fleisch, wenn es frisch ist, hat wenig Histami, ein Sreak, das abgehagen ist um einiges mehr. So nun beende ich den Roman, denn die anderen Ungesundheiten, mögen nicht so gerne, das ich mehr schreibe.
    Liebe Grüße
    Gitta
    jetzte mein Ps. Codein hat auch einen hohen Histaminwert.
     
  6. briggi

    briggi Guest

    Arthritis eine Allergie ?

    :confused: Hallo Wolf, vielen Dank für Deinen sehr ! interessanten Beitrag, Du hast mich in meiner langjährigen Vermutung bestätigt. denn ich litt viele Jahre an schlimmen allergischen Schüben.Auch bin ich der festen Meinung, dass Hormone dabei auch eine große Rolle spielen. Denn nach der Geburt meiner jüngsten Tochter vor 20 Jahren (bin jetzt 55), war es so schlimm, noch während der Stillzeit, dass ich mir nachts die Hände/Finger blutig gekratzt habe. Da ich stillte durfte ich nichts einnehmen u erhielt nur Cortisonsalbe u Baumwollhandschuhe, die aber nur linderten, nicht heilten. In den Wechseljahren begann ich eine Hormonersatztherapie (vor ca 10 Jahren) u die Allergien wurden weniger. Dafür begannen damals schon die Gelenkschmerzen, waren aber noch nicht sooo schlimm. Ich war immer überzeugt, dass dies alles zusammen hing, doch kein Arzt wollte es hören. Auch meine über Monate geführten Aufzeichnungen über Essen, Trinken, seelische Leiden und Freuden vermerkte ich. Ich fand dabei vieles heraus, u.a. dass ich 15 Min. nach Genuss von Alkohol, Bier, Wein, Sekt egal was es war, ein geschwollenes Gesicht u Speichelansammlungen im Mund bekam. Kam evtl. Aufregung oder das "falsche Essen" hinzu, war es besonders schlimm, bis zur Fahrt ins KH wegen Atemnot.Selbstversuche mit Antihistaminika zeigten mir, dass es half. Es hat viele Mnt. gedauert, bis ich eingrenzen konnte, was bei mir diese Dinge auslöst. Seitdem meide ich Alkohol, Schweinefleisch, Glutamat, Sesam, um nur einiges zu nennen.
    Vielleicht helfen meine Erfahrungen auch anderen, ich hoffe es. Führt Tagebuch über alles was ihr esst, trinkt u die seelische Verfassung u erstellt Euch ein Diagramm, daran könnt Ihr gut erkennen, was der oder die Auslöser ist/sind.
    Ich habe heute nur noch einen Miniherpes ab u zu, alles andere ist weg, nur mein Rheuma ist geblieben, aber erträglich. Gruß Briggi:D
     
  7. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Wolfwolf,

    es ist gut möglich, dass Arthritis mit einer Allergie zu tun hat - z.B. Allergie gegen die eigene Körperabwehr.

    Soweit ich zurückdenken kann, bekomme ich bei Abwehrmaßnahmen des Körpers einen heftigen masernähnlichen Ausschlag am Rumpf, am Hals und an den Oberarmen. Nahezu alle Ärzte, die diesen Ausschlag bisher gesehen hatten, hielten es für einen typischen Medikamentenausschlag (= Allergie?). Dass es das nicht sein kann, weiß ich, denn meistens hatte ich vorher gar keine Medikamente genommen. Aber eine Allergie/Überempfindlichkeitsreaktion ist dieser Ausschlag auf jeden Fall, sonst würde er bei Antihistaminen ja nicht in Windeseile verschwinden.

    Vom Gefühl her ordnete ich meine cP-Schübe einst ähnlich ein, wobei mir da Antihistamine aber noch nie eine Erleichterung verschafft hatten. Auf diese Idee kam ich nämlich während meiner langen Zeit ohne Diagnose auch schon. Auch eine histaminarme Ernährung brachte überhaupt nichts. Viel wirksamer war z.T. die Vermeidung von Stress.

    Ich denke, dass das Histamin bei Entzündungsprozessen vermehrt freigesetzt wird. Damit entsteht ein Teufelskreis.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  8. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    ich möchte diesen thread mal hochholen,
    für user, die sich fragen, ob "rheuma" auch etwas
    mit allergien zu tun haben kann.
    die SUCHE stichwort histamin bringt noch mehr...

    lieben gruss marie
     
  9. Lilly

    Lilly offline

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    danke marie :D :D
     
  10. etu

    etu Mitglied

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    ich sage auch danke und es gibt mir zu denken.

    ich habe auch allerlei auf was ich reagiere aber ja .letzte woche habe ich öfters gesündigt und es ist mir garnicht bekommen.mein körper rebeliert im moment sehr stark und ich komme damit nicht klar.

    meine allergien könnten auch ein grund sein.

    Gruß ute
     
  11. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Hallo an euch alle! :)
    Ich habe natürlich auch schon oft gerätselt, was meine cP-Entzündungsschübe begünstigt und was sie hemmt.
    Dabei habe ich auch schon oft an eine Nahrungsmittelallergie gedacht, konnte aber bisher nichts konkretes ausmachen.
    Nur, dass sich auf jeden Fall alles durch vermehrten Arachidonsäure-Konsum verschlechtert. Versuche also mich vegetarisch zu ernähren, viel Fisch etc.
    Aber das mit den Histaminen könnte für mich tatsächlich ein neuer Ansatz sein, denn ich esse sehr oft Tomaten, Spinat, Bananen... und ich habe sehr oft Magen-Darm-Probleme + Entzündungsschübe, konnte aber bisher wie gesagt keinen Zusammenhang zum Essen finden.
    Welches Buch wäre denn da zu empfehlen, um herauszufinden, welche Lebensmittel man eher meiden sollte?

    Liebe Grüße, Sassi
     
    #11 12. November 2007
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2007
  12. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    hallo marie

    das ist lieb von die marie aber dieser thread widerspricht sich mit meinen erfahrungen mit brennesseltee der überwiegend histamin enthält.jetzt bin ich doch sehr irritiert.

    herzlichst grummel
     
  13. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    du weisst doch, grummel, keine regel ohne ausnahme :D
    was dem einen hilft......


    lieben gruss marie
     
    #13 12. November 2007
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2008
  14. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    neulich noch bin ich über das thema mastzellen gefallen,
    eine untergruppe der leukozyten.
    wenn ich das richtig in erinnerung habe *grübel*,haben die mastzellen bei entzündungsreaktionen eine schlüsselrolle - sie setzen das in ihnen gespeicherte histamin frei,das macht die anderen untergruppen der leukos mobil,und scheint dann,wie bei uns autoimmunen,für eine entzündung zu sorgen.

    ziemlich komplexes thema,da müßte man tiefer einsteigen um zu verstehen.
    für undenkbar halte ich die histamin-arthritis these allerdings nicht.
    kann vielleicht auch nicht unbedingt verallgemeinert werden,aber evtl wird es dazu ja mal fundierte erkenntnisse geben.

    liebe grüße,
    diana :))
     
  15. grummelzack

    grummelzack Barbara

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