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Art der Krankengymnastik

Dieses Thema im Forum "Physiotherapie, Ergotherapie, Sport usw." wurde erstellt von Marietta_OWL, 15. Februar 2011.

  1. Marietta_OWL

    Marietta_OWL Neues Mitglied

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    Hallo, kann mir jemand sagen, welche Krankengymnastik bei Gelenkbeschwerden am Besten ist. Ich hatte einmal manuelle Therapie erhalten, da lag ich die ganze Zeit auf dem Rücken und die Therapeutin hat ganz leicht die Kniescheibe massiert. Fazit, es tat sich nichts nach 35 Anwendungen. Schließlich sagte mein Orthopäde, er hätte das schon tausend Mal erlebt. Immer dasselbe. Da würden sich auch keine Muskel wieder aufbauen. Das wäre, weil die Krankengymnasten einen binden wollten. Dann bin ich zu einem anderen Physiotherapeuten, der mit mir Gerätetraining machte, daß viel viel zu stark für mich war und ich Entzündungen im Knie und in den Füßen akut hatte. Darauf hin sagte mir mein HA das hätte auch keinen Zweck und würde noch mehr kaputt machen, bei Entzündungen müßte ruhig gestellt werden. Ich habe bei einer anderen Krankengymnastin angerufen, die sagte, es gäbe nur manuelle Therapie (Massage) oder Rheasport. Und das wäre nun mal eben an den Geräten bzw. als Gruppe mit nichtrheumatischen Leuten und wäre ziemlich heftig. Kann mir jemand sagen, welche Krankengymnastik die Beste ist???
     
  2. calla

    calla Neues Mitglied

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    dann schreibe erst mal, was du für beschwerden überhaupt hast.
    manuelle kann gut sein, geräte gut, alles kann gut sein und alles kann schlecht sein.
    es kommt auf dich und deine krankheit an.
    gruss
    c.
     
  3. Marietta_OWL

    Marietta_OWL Neues Mitglied

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    Ich soll seronegative Spondarthritsis mit Psoriarsis haben, wobei die Sehnen in den Fingern- Händen - Handgelenken, Knien, Füßen, Fußgelenken und Achillissehnen betroffen sind. Die sind entzündet und alles brennt im Moment wie Feuer. Außerdem soll ich Hebe-, Rhiz, Hallux Valgus und Arthrose in den Knieen haben.
    P.S. Ich bin 45 Jahre alt.
     
  4. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    hhm.

    ich persönlich denke ja, das es nicht auf die art der krankengymnastik ankommt, sondern auf den therapeuten.

    son bißchen an der kniescheibe massieren hört sich auch nicht so wirklich nach manueller therapie an.

    wahrscheinlich würde ein anderer therapeut die manuelle therapie "an dir" ganz anders aussehen lassen.

    ich hab auch schon viel durch. ganz normale KG. manuelle. nach dorn. osteopathie.

    und so blöd, wie es sich jetzt anhört. manchmal tut mir es sogar ganz gut, wenn ich keine KG habe.

    oftmals waren die beschwerden so stark. und erst als ich pausierte, hat es sich etwas beruhigt.

    ist aber natürlich von mensch zu mensch unterschiedlich...
     
  5. Marietta_OWL

    Marietta_OWL Neues Mitglied

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    Hallo Puffelhexe! Danke für den Tip. Ich denke auch im Moment ist es das Beste, wenn sich alles erstmal beruhigt.
     
    #5 15. Februar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 15. Februar 2011
  6. calla

    calla Neues Mitglied

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    wenn entzündet, sollten die therapeuten schon aufpassen, dass die sehnen nicht zusammenkleben. da gibt es verschiedene übungen.

    doch welcher physio hat schon einschlägige fobis für rheumis absolviert? diese fobis werden schon seit jahren angeboten, sind nicht teuer, haben qualifiz. lehrer..... aber ...
    auch gibt es viele fobis fürs knie.....

    es ist häufig sehr schwierig, die geeignete praxis zu finden. pt praxen werden meistens wie "gemischtwarenläden" geführt. jede/r kann alles, doch niemand kann es optimal.
    manchmal ist es tatsächlich besser, auf kg zu verzichten, bevor wieder mal so ein voll---- an einem herumprobiert, nichts erreicht, schmerzen verursacht und sich dafür auch noch löhnen lässt.
    versuche mal, in einer reha-klnik unterzukommen, die sich hauptsächlich mit knieen beschäftigt. da kannst du dann für dich selber herausfinden, wie du dich am besten verhalten solltest.
    gruss
    c.
     
  7. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    zur zeit muß ich ja regelmäßig kg bekommen, wegen meinem oberschenkelbruch.

    davor hab ich viel nordic walking gemacht. so meine eigene methode. und mein eigenes tempo. und ich habe jeden tag einen kleinen spaziergang gemacht. mal 10 minuten. mal 20.

    schwimmen ist auch gut. dummerweise bin ich keine wasserratte.

    oder ich leg auch mal ein fetziges lied auf und tanze danach.

    das tat mir immer besser, als irgendwelche festen kgs.

    aber, wie gesagt, jetzt nach der op ist das vorübergehend erstmal wieder was anderes. da muß kg erstmal wieder sein.

    such dir doch mal eine passende "bewegung" aus. vielleicht tut dir das momentan wirklich besser als feste kg.

    liebe grüße von puffelhexe
     
  8. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Marietta!
    Du bist also eine Leidensgenossin, ich habe auch PSA und bin eigentlich in regelmäßiger phys. Behandlung.
    Bei mir ist das Befallmuster leider sehr breit gestreut, das reicht von der HWS bis zu den Zehen und die KG hat glaube ich noch keinen arbeitslosen Tag an mir gehabt.
    Im Grunde wird immer das behandelt, was gerade am meisten Probleme macht.
    Wenn die Sehnenansätze gerade besonders betroffen sind, bei mir werden da Querfriktionen und Dehnübungen gemacht, leider nicht sehr angenehm, aber die Intensität ist natürlich abhängig vom Behandler, wenn es zu stark ist, dann sollte der Pat Rückmeldung geben.
    Diese Querfriktionen sollen das zusammenkleben der Sehnen verhindern, wenn es ganz schlecht ist, wird auch mal mit Eis und Ultraschall gearbeitet.

    Allerdings sollten diese Ideen von deiner Physio kommen, sie muß doch auf den Pat eingehen und nicht umgekehrt!
    Ich denke, Du bist noch nicht an der richtigen Stelle!
     
  9. Marietta_OWL

    Marietta_OWL Neues Mitglied

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    Wo die Weser einen großen Bogen macht
    Ja, das denke ich auch, war bisher nicht das Richtige mit KG.
     
  10. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    Am idealsten wäre glaube ich für dich Reha-Sport, dort wird genau festgehalten was du leisten kannst und wenn mal ein Gelenk entzündet ist, wird darauf Rücksicht genommen. Ebenso kann auch Gerätesport helfen Muskeln aufzubauen, aber das sollte ein Rheuma erfahrener Therapeut beaufsichtigen und Hilfe geben. Wenn du das einmal gelernt hast und weißt wie das einzustellen ist mit den Gewichten an den verschiednen Geräten, dann kontrolliert er dich trotzdem von Zeit zu Zeit. Schön wäre zusätzlich das Wohlfühlprogramm in Form von passiven Bewegungen, Massagen, Schwimmen etc.

    Gruß Kukana
     
  11. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hi Kuki,

    du beschreibst das Paradies auf Erden für uns Leid geplagte.
    Ich habe das große Glück bisher an zwei wirklich gut ausgebildete und sich regelmäßig weiterbildende Therapeuten geraten zu sein.
    Die manuelle Therapie ist wirklich schmerzhaft und seeeehr anstrengend, obwohl man ja eigentlich selbst nichts macht.
    wir handhaben das so: je besser es mir geht um so mehr mache ich selbst sogar auch an gezielt ausgewählten Geräten und je schlechter es mir geht umso mehr macht der Therapeut. Dazwischen ist alles fließend. Ich gehe einmal in der Woche für 40 Minuten und es wird immer das behandelt was am dringendsten Hilfe braucht.

    LG Gabi
    bibi, ro-lerin seit 06/2003

    P.S.: Habe mich übrigens für den Workshop angemeldet, freue mich schon auf ein Wiedersehen.
     
  12. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo,

    bei mir ist ja alles ein bischen anders, erstens weil ich in Schweden wohne, und zweitens hab ich ja keine Diagnose.
    Aber Gelenkschmerzen (Fuss, Knie, Hüfte, Ellbogen, Hand und Finger) ausserdem schmerzen die Muskeln und Sehnenansätze. Ich habe mein eigenes Programm, das mir ganz gut tut. Natürlich mit der Krankengymnastin ausgearbeitet, aber ausser Akupunktur führe ich es komplett alleine durch.

    Laufen, meist auf dem Band, ca 1-1,5 km geschwindigkeit und Steigung, so das keine Schmerzen auftreten.
    Geräte-und Hanteltraining mit leichtesten Gewichten, zB Hanteln 1 kg (inzwischen schon auf 2kg gesteigert) alle übungen 3x15 mal
    Stretchen, die übungen, die man auch nach dem Training durchführt, aber ca. je 1 min halten, mindestens 2 durchgänge.

    Vor allem das stretchen hilft mir sehr. Beim Gerätetraining sagt doch keiner, DAS man überhaupt Gewichte anwenden muss. So habe ich einfach angefangen, wenn es wehtut sofort aufhören, eventuell weniger Gewicht oder andere ûbung durchführen..

    Übrigens Stretching und Übungen mit Hanteln kann man auch wunderbar zuhause durchführen...

    lg Heike
     
  13. kukana

    kukana Moderatorin

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    Ja das wäre wirklich ein Paradies, wenn ich da an die KAK denke, dann ist das ja schon machbar. Und da waren ja auch viele die ambulant da waren bzw. teilstatinär. Vielleicht muss man als Patient das auch einmal so kennenlernen um den Therapeuten später sagen zu können was wir eigentlcih benötigen.

    Mein Ergotherapeut ist auch brutal, aber der hat meine Finger nach den OPs immer sehr schnell wieder in Bewegung gebracht. Ich hoffe ich kann beim nächsten Mal wieder Termine bei ihm amchen.

    Wir sehen uns auf dem Workshop!
    LG Kuki
     
  14. calla

    calla Neues Mitglied

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    hier kommt immer wieder die empfehlung mit gewichten an geräten zu trainieren. das ist sicherlich in vielen fällen okay.

    DOCH ich möchte jetzt mal warnen:
    bitte, bitte lasst vorher feststellen -wenn ihr es nicht schon wisst -.dass eure bänder, eure sehnen, die gelenkkapseln noch stabil bzw. unbeschädigt sind.
    denkt immer an achsengrades verhalten.
    schon oft musste ich mitansehen, wie vorgeschädigte patienten gerade durch gerätetraining sich ahnungslos schädigten, die reinste ABM (arbeitsbeschaffungsmassnahme) für physios.

    kaputte gelenke etc sind nicht mehr so belastbar. sie müssen anders aufgebaut werden. wer ein geschädigtes oder operiertes knie hat sollte z.b. nicht auf ein ergorad steigen, bei dem er fürs antreten zuerst den widerstand überwinden muss. damit wäre das knie bald endgültig hin.
    gruss
    c.
     
  15. kukana

    kukana Moderatorin

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    Be Rehasport wird auf genau dieses geachtet und auch korrigiert wenn es falsch gemacht wird. Ebenso wird das Gewicht genommen, das der Kraft des Patienten zugute kommt, niemals zuviel.

    Wenn jetzt einer aber komplett allein in einem 0815 FitnessCenter anfängt, womöglich noch ohne vorheriges Aufwärmen durch Crosstrainer oder Fahrradfahren (normal oder im Liegen), dann kann das fatale Folgen haben.

    Aber wir sind hier ja alle gelernte Rheumatiker (wie mein Arzt immer sagt) lesen und lernen viel auf R-O und wissen das umzusetzen.

    Gruß Kuki
     
  16. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Möchte noch mal betonen, das ich geschrieben habe "ohne Gewichte" oder mit dem leichtesten Gewicht. Dh. nicht, das man Gewichte "stemmt", davon würde ich auch abraten. Es geht dabei rein um die Bewegung gegen einen (sehr) geringen Wiederstand. Der Vorteil mit Geräten ist, das man dabei die ergonomisch richtige Position einnimmt. Mit Hanteln würde ich nicht alleine anfangen (auch hier nur 1 kg oder eben nur 500g). Mit dem Krankengymnast üben, bis es sitzt.
    Das, was ich eigentlich ausdrücken wollte: Mehr Mut zur Eigeninitiative. Die halbe Stunde bei der Krankengymnastik (womöglich 1x die Woche) die bringt nix oder nicht viel. Damit ich eine Besserung spüre muss ich mindestens jeden zweiten Tag "trainieren". Streching am besten jeden Tag und meinen "Spaziergang" auch gerne jeden Tag.
    Wer kriegt schon so oft Krankengymnastik? Höchstens vielleicht in der Rehaklinik.

    Natürlich ist das hier kein Rezept für alle, aber ich habe doch gelesen, das viele mit den Sehnenansätzen und Muskeln Probleme haben...und natürlich ist es für die gedacht, denen es bei Bewegung besser geht. Nie weitermachen, wenn es schlimmer wird oder weher tut als in Ruhe.

    lg
    Heike
     
  17. gretchenross80

    gretchenross80 Registrierter Benutzer

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    Neuss
    Kg

    Wichtig ist, daß der Therapeut ein funktionelles Training anleitet und die auf dich und dein Problem abgestimmten Übungen wählt mit vernünftigem Aufbau und Steigerung der Intensitäten!
    Ich bin selber Pjysiotherapeutin und weiß, daß manche Therapeuten nur ein 08/15 Programm durchführen..... Schade für unseren Berufsstand, denn wir leisten wirklich eine gute Arbeit!
    Aber es ist nunmal dasselbe wie mit Ärzten, der eine kanns, der andere nicht....

    Viel Zeit haben wir innerhalb einer Behandlung nicht für den Befund, aber er ist extrem wichtig. Deshalb rate ich jedem Therapeuten die erste Einheit von 20 min (15 Min werden uns von der Kasse bezahlt pro KG etc, lachhaft) für den Befund und die Therapieplanung zu nutzen und es wirklich gründlich zu machen und den Patienten währenddessen schonmal zu informieren was in den nächsten Einheiten passieren soll.

    Ich kann mich ja leider nur zum Teil selber behandeln, habe aber natürlich eine sehr gute Kollegin die den Rest für mich übernimmt.

    Ich sag nur: Weitersuchen nach einem guten Physio!!!
     
  18. Pitty78

    Pitty78 Neues Mitglied

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    Hallo
    ich habe bisher keine feste Diagnose, aber bin seit über 1 Jahr in physioth. Behandlung 2x die Woche wegen der Schmerzen.

    Ich bekomme in erster Linie leichte Massagen und "Triggerpoint-Therapie", um die harten Muskeln etwas zu lösen. Ich persönlich finde auch die warme Fango angenehm. Warm - nicht heiß!

    Nach der Anwendung fühle ich mich meist beweglicher und freier, dass ich direkt im Anschluss noch ca 30 Min walke.

    LG
    Pitty