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arbeitsunfähig - Chef reagiert mit Unverständnis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von pumuckl, 1. November 2005.

  1. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Hallo ihr Lieben,

    meine Grunderkrankungen sind M.Scheuermann, Polyarthrose und Fibromyalgie. Habe aber auch noch ein paar andere Kleinigkeiten, die mir ab und an Probleme bereiten. So hatte ich z.B. jetzt ein Erysipel (Wundrose), ausgelöst durch Streptokokken. Sie dringen in die Lymphbahnen ein und treiben dort ihr Unwesen. Man muss liegen, damit sich die Infektion nicht im ganzen Körper verteilt. Es begann mit hohem Fieber und hatte Schmerzen im Unterschenkel, ging zum Arzt, der die Diagnose auch sehr schnell stellte. Also wurde ich arbeitsunfähig geschrieben, bekam Antibiotikum und Bettruhe verordnet.

    Nun zu meinem Problem: Ich rief im Geschäft an und teilte meiner Kollegin in der Telefonzentrale mit dass und warum ich krank geschrieben bin. Sie gab es dann unserem Chef weiter (er selbst ist nur sehr schwer ans Telefon zu bekommen). Ich war zunächst eine Woche AU geschrieben. Musste danach nochmal zum Arzt, sollte mich dann noch gegen Thrombose spritzen und weiterhin viel liegen. Ich hätte ja kommentarlos die 2. AU ins Geschäft schicken können, aber nein, ich rief nochmals an (Chef wieder nicht erreichbar) und teilte meiner Kollegin mit, dass ich noch eine weitere Woche ausfalle. Am Ende der 2. Woche habe ich mich nochmal dem Doc vorgestellt. Er meinte, die Heparin-Spritzen kann ich jetzt weglassen, aber ich sollte noch ein paar Tage zu Hause bleiben und mich schonen.

    Ich rief also wieder auf der Arbeit an und bekam den Chef ans Telefon.....
    Die Hoffnung, dass er mich fragen könnte, wie es mir geht, hatte ich schon gar nicht, aber dass er mir dann sagte, ich sei ja mehr krank, als dass ich arbeiten würde, das ließ mir den Boden und den Füßen wegziehen. Ich bin wirklich jemand, der nur krank ist, wenn es gar nicht mehr geht, und dass er dann sooooo unregerecht zu mir ist, hätte ich niemals gedacht.
    Ich war im Mai 9 Arbeitstage krank, weil ich im KH eine Unterleibs-OP hatte. Im Juli war ich 6 Arbeitstage krank, weil ich eine kleine OP am Zeigefinger hatte. Und jetzt bei dieser Wundrose war ich dann 12 Arbeitstage krank geschrieben. Mehr Krankheitstage hatte ich in diesem Jahr nicht. Gut, es war in diesem Jahr mehr als sonst, aber mir dann sagen zu lassen, dass ich fast nur krank bin, das hat mich wirklich umgehauen.

    Am Donnerstag diese Woche muss ich wieder meinen Dienst antreten. Ich bin schon so aufgeregt, weil ich nicht weiß, wie die 1. Begegnung mit meinem Chef abläuft. Eigentlich bin ich stinksauer. Aber soll ich ihm das zeigen? Ich kann doch auch nicht so tun, als wäre nichts gewesen!!! Falls er mich fragt, wie es mir geht, empfinde ich es als Hohn! Was soll ich antworten??? Soll ich ihm wirklich auflisten, wieviel Arbeitstage ich dieses Jahr gefehlt habe? So wie ich meinen Chef kenne, wischt er dies grad beiseite. Bisher hätte ich nie geglaubt, dass mein Chef so fies sein kann, bin arg enttäuscht von ihm. Zumal er mir sonst immer sagt, wie sehr er meine Arbeit schätzt und dass er zufrieden mit mir ist. Ist er das nur, wenn man nicht krank ist? Ich kann frühestens in 6 Jahren in Rente.

    Wie soll ich mich meinen Chef gegenüber verhalten in Zukunft und insbesondere am Donnerstag??? Bitte gebt mir Tipps.

    Ganz erholt habe ich mich von dieser Wundrose noch nicht, aber ich traue mich gar nicht, nochmal zum Arzt zu gehen. Dass dies wieder Nahrung für die Fibro ist, ist mir auch klar, aber.....

    Freu mich auf eure Antworten!!!
     
  2. Waldwuffel

    Waldwuffel Neues Mitglied

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    Sch...

    Ersteinmal nehm ich dich mal feste in den Arm!!!Und dann rate ich Dir deinem Chef eventuell zu sagen wie sehr er dich gekränkt hat zumal du ja überhaupt nicht an deiner gesundheitlich Situation überhaupt nicht Schuld hast.Ich find das ganze ziemlich mies von ihm.

    Ich wünsch dir viel Kraft und alles Gute.

    Waldwuffel
     
  3. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Pumuckl

    Liebe Pumuckl,

    es tut mir sehr leid, daß es Dir so schlecht geht, deshalb drücke ich Dich jetzt mal ganz vorsichtig *vorsichtigknuddel*



    Gute Frage...keine Antwort *schulterzuck*

    Jeder Menschs reagiert anders und deshalb weiß ich nicht, ob ich Dir zum "Lächeln und Schlucken" oder zum offenen Gespräch raten soll.

    Grundsätzlich halte ich ein offenes Gespräch für richtig, aber wenn jemand (egal ob nun Chef oder Mister X) seine feste Meinung zu einer Sache hat, kannst Du zig handfeste und fundierte Gründe nennen und wirst ihn trotzdem weder überzeugen noch Deine Situation klar machen.
    Du wirst Dich u.U. eher in eine Rechtfertigung begeben, als sachlich über etwas zu diskutieren.

    Ich kann Deine Enttäuschung sehr gut nachvollziehen.
    Als ich 1993 von einem Heilpraktiker die gemurmelte Diagnose "cP" hörte und er mich an ein KH verwies, ging ich zum ersten Mal, seit ich in der Abteilung war, ins Krankenhaus.
    Mir war nicht klar, was "cP" bedeutet, ich war gefangen in tausend sorgenvollen Gedanken und überrumpelt, von dem was ich dort sah und hörte.
    Dann rief mein Chef nach 6 Tagen (!) an: "Sie bleiben doch wohl nicht länger als notwendig???????????????????" :mad:

    Der Aufenthalt war dann insgesamt 3 Wochen und das tafelte er mir bei jeder Gelegenheit auf.
    Aber da wusste er (so wie auch ich) nicht, daß dies der kürzeste von den vielen KH-Aufenthalten sein würde :cool:

    Nun, ich war damals jung *hüstel* und brauchte das Geld *hüstelhüstel*:D und versuchte es auf die ehrliche, offene Art und habe damit schlichtweg verloren.
    Je mehr ich um "Anerkennung" meiner Erkrankung kämpfte (mir selbst war das Ausmaß selbst nach zwei, drei Jahren nicht klar), desto mehr ging mein Chef auf Abwehr.

    Liebe Pumuckl, daß soll Dich nicht entmutigen. Vielleicht ist es in Deiner Situation richtig, ich weiß es nicht. Ausserdem bist Du eine gestandene Frau, während ich damals ein geschlüpftes Küken im Fuchsgehege war ;)

    Vielleicht "spielst" Du beide Situationen im Kopf durch.
    Zum einen wie Du nett nickst und lächelst und denkst
    "Erzähle mir noch so ein Schwank aus Deinem Leben!"
    und wie Du ruhig und sachlich Deine o.g. Argument aufzählst. Du kennst Deinen Chef und seine möglichen Reaktionen und kannst Dir also im Kopf diverse Filme zurechtbasteln und am Donnerstag schauen, wie er Dir gegenüber tritt.

    Ich hätte Dir jetzt gerne den ultimativen Tipp gegeben, weiß ihn aber leider nicht.

    Ich sende Dir ganz herzliche Genesungsknuddler und wünsche Dir ganz viel Kraft
    Sabinerin
     
  4. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    sind dazu da, dass man sie trifft - und man sollte sie immer so treffen, dass man davon selbst das meiste hat.

    Tut mir leid für dich, Liebes, dass es so gelaufen ist, aber ich verstehe dich überhaupt nicht.

    1. Wieso erzählst du so einer Fronttussy überhaupt irgendwas und die
    2. dann wer weiss was dem Chef weiter gibt
    3. der eigentlich berechtigt sauer ist, daß er es um die Ecke erfährt.

    Wenn man krank ist, ruft man an und sagt: sorry, ich bin krank, Meldung folgt. Ende Aus Schluss - zu mehr ist kein AN verpflichtet und den AG geht es überhaupt nichts an, warum man krank ist, nur wie lange !!!

    Solange Du arbeiten gehst, obwohl du dich nicht wirklich fit genug fühlst, wird der nächste KS nicht lange warten lassen. Ich bin generell dafür, dass meine Gesundheit vorgeht, egal um welchen Preis.

    In diesem Sinne, viel Spass heute Abend -

    Pumpkin
     
  5. Lilly

    Lilly offline

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    hallo pumuckel,

    tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. erysipel ist eine schwere erkrankung und ich bin froh, dass es dir schon besser geht! du musst jetzt auf dich acht geben, denn bei nicht vollständiger ausheilung kann die wundrose wieder auftreten.
    die reaktion deines chefs war wieder mal typisch. solange man fit ist und arbeiten kann, ist man immer eine gute kraft. wenn nicht, wird man getadelt und schlimmstenfalls fallen gelassen :( . ich an deiner stelle würde eher auf meine gesundheit acht geben. wie du jetzt auf deinen chef reagierst, wir im grund egal sein. wenn er etwas neg. an dir finden will, dann findet er es auch - egal wie gut du deine arbeit verrichtest.
    ich für mich habe das immer so gehandhabt: ich bin erst wieder arbeiten gegangen, wenn ich mich auch wirklich zu 100% fit gefühlt habe. wenn du im dienst bist, nimmt keiner rücksicht auf dich, du musst wieder voll einsatzbereit sein. wenn du früher kommst, wirst du von keinem hören: och wie nett, dass sie so schnell wieder da sind, sondern eher: warum sind sie nicht zu hause geblieben..... wie man es macht, ist es falsch. ich musste das leider sehr oft erleben, darum wurde ich auch in diesem punkt sehr egoistisch.
    vor meiner cp war ich so wie du, nie krank geschrieben, sogar mit echter grippe bin ich in den dienst gegangen, weil bei uns sowieso immer akuter personalmangel bestand, und ich wollte meine kollegen nicht hängen lassen. aber glaube mir, es wir dir nicht gedankt.
    ich an deiner stelle würde den chef links liegen lassen. wenn er dich anspricht und dich fragt wie es dir geht, dann ihm die wahrheit sagen.
    aber wie sabi schon schreibt, einen super rat, kann man dir nicht geben.
    ich wünsche dir für morgen alles gute, und lass dir nichts gefallen!
     
  6. Katrin75

    Katrin75 Neues Mitglied

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    hallo pumuckel,

    ich kann dir nur meine Erfahrung von letzter Woche schildern, einen ultimativen tip kann ich dir leider nicht geben.

    Ich war dieses jahr bisher nur im Frühjahr mal 1 Tag krank und dann vorletzte Woche für 3 Tage, da hat sich mein vorgesetzter (nicht der Chef) fürchterlich angestellt. Ob das denn was mit dem Rheuma zu tun hätte, ich wäre ja nicht mehr planbar etc. .:mad:
    Dann wollte er noch, dass ich dem Chef von der Rheumaerkrankung erzähle (ich habe rA) und ihm das alles verklicker.
    Daraufhin bin ich natürlich mehr oder weniger aus der haut gefahren: das ginge weder den einen noch den anderen etwas an und ich wäre schließlich nicht verpflichtet da irgendwas zu sagen....
    Ende vom Lied, ich werde wohl bei der nächsten AU irgendwas von Erkältung oder Magen-Darm erzählen, wenn ich wieder so blöd gefragt werde. Soviel zu ehrlichkeit und verständnis innerhalb der Belegschaft....:eek:
    Ich habe bisher echt die Erfahrung machen müssen, wenn du dich hinschleppst und kaum aus den augen schauen kannst, wirst du absolut normal belastet und es dankt einem keiner!
    Und wenn man sich doch mal krankschreiben lässt, weils echt nicht mehr geht, wird man dafür noch blöd angem...:eek:
    Ich für meinen teil werde mich nicht mehr hinschleppen, denn meine Gesundheit geht in jedem Fall vor!

    Ich wünsche Dir für morgen dass es nicht so schlimm wird und ihr das vielleicht in einem ruhigen gespräch geklärt bekommt.
     
  7. Gärtnerin

    Gärtnerin Neues Mitglied

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    Hallo Pumuckel,

    einen Rat zu geben, wie Du Deinem Chef gegenübertrittst kann ich Dir nicht geben.
    Aber in einem muß ich Lilly zustimmen - ein Erysipel ist wirklich eine ernste Erkrankung. Ich wurde schon drei Mal damit beglückt. Beim ersten Mal war ich damit 7 Wochen im Krankenhaus mit anschließend 4 Wochen Arbeitsunfähigkeit; beim 2. Mal war ich 4 Wochen im Krankenhaus und 5 Wochen im Anschluß daheim und das dritte Mal nur 3 Wochen Krankenhaus und 4 Wochen im Anschluß daheim mit zusätzlicher Lymphdrainage wegen eines "Elefantenfuß".
    Vielleicht kannst Du das beim Gespräch mit Deinem Chef einbringen. Übrigens hat eine meiner Vorschreiberin damit recht, daß man Krankmeldungen nicht über Umwege an den Chef bringen sollte.

    Gruß Gärtnerin!
     
  8. billibob

    billibob Neues Mitglied

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    Hallo Pumuckl:) Als ich Deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich er wäre von mir.So in der Art und Weise mußte ich es am Montag auch hinter mich bringen. War am Montag den ersten Tag wieder arbeiten, war davor 4 Wochen krankgeschrieben mit stationären Aufenthalt von 14 tagen in der rheumaklinik. Die Nachstätionäre ambulante Behandlung betrug auch nochmal 14 Tage.In der ganzen Zeit hat sich nicht einer von meiner Arbeitstelle mal gemeldet, arbeite in einer zahnarztpraxis, wo alle über meine Krankheit bescheidt wissen.Als ich nach 2 wochen das 2 mal anrief habe ich auch nur meiner kollegien bescheidt gesagt, das war ein fehler. Ich habe daraus gelernt. trotzallem mußte ich mir von einen meiner Chefs,habe 2, anhören, das er darüber sehr enttäuscht war, das ich nicht persönlich mit ihm gesprochen habe.Nun , daraufhin sagte ich ihm das ich genauso enttäuscht bin, weil sich nicht einer von unserem Praxisteam mal telef. bei mir gemeldet hat. darüber war ich sehr traurig.:( er reagierte recht sauer, und meinte er müsse mir doch nicht hinterher telefonieren, was ich damit überhaupt nicht meinte.Es wäre einfach nur ein Anruf, worüber man sich gefreut hätte.es hätte auch ein wenig menschlichkeit gezeigt. Aber ich habe daraus gelernt, das man nur eine Nummer ist, die zum arbeiten da ist und funktionieren muß. dann wird man auch nett und freundlich behandelt.Tja und was meine Arbeitskolleginnen betrifft, mann kann sich täuschen, auch wenn man meint sie gut zu kennen:mad: .Aber ich hatte genug zeit mir über einiges ein anderes bild zu verschaffen. Also, etwas lang geworden, aber denk drüber nach, entscheiden muß Du letzendlich selbst.
    Ich Denk an Dich, Du schaffst das:)
    Alles Liebe
    billibob
     
  9. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    Danke Baba..

    Ja, ich kann mich noch an deine unglücliche Zeit erinnern. Aber du warst immer unermüdlich, allen neunen zu helfen. Ich gehhörte auch dazu. Dank dir höre ich sehr auf meinem Bauch und bin vorsichtiger geworden.
    Liebe Baba, ich hoffe es geht dir, deinen Mann und Fabian gut.
    Julia krabbelt schon und zieht sich überall hoch.
    Ich bin dankbar, das ich vor Jahren dich und noch einige andere getrofen habe, die mit viel Geduld gesegnet waren.
    Liebe Grüße
    Gitta, die oft an euch denken muß.
     
  10. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Hallo ihr Lieben,

    vielen lieben Dank für eure Antworten. Viele von euch schreiben, dass sie mir keinen wirklichen Rat geben können. Aber das Wissen, dass ich mit meinem Problem nicht alleine stehe, hilft mir auch schon.

    Ich muss auch einiges ändern auf meiner Arbeitsstelle. Es ist richtig, wenn der Chef über Dritte erfährt, was Sache ist, ist nicht gut, aber er ist wie gesagt, schlecht an die Strippe zu bekommen. Es geht nur über die Telefonzentrale, über die sogenannte "Fronttussy" wie es pumpkin nannte. :D Das Problem ist nur, ich arbeite im Zimmer zwischen der Fronttussy und dem Chef, bin auch Stellvertreterin, wenn die Fronttussy Urlaub hat oder krank ist. Ich kann "sie" nicht übergehen, indem ich sage, dass ich ihr nicht mitteilen werde, was mir fehlt. Was sie allerdings dann dem Chef erzählt, kann ich kontrollieren.
    Aber für die Zukunft muss ich einen anderen Weg suchen.

    In der Zwischenzeit habe ich erfahren, dass mein Chef an diesem besagten Vormittag einige schlechte Nachrichten schlucken musste, unter anderem auch, dass unser Koch für 5 Wochen ausfällt, das heißt, das Essen muss von außerhalb von einer Cateringfirma geliefert werden.
    Das berechtigt ihn aber noch lange nicht, seinen Frust an mir oder jedem anderen Mitarbeiter raus zu lassen.

    Möchte mich nochmal herzlich bedanken für euren Zuspruch. Es hat mir Mut gemacht. Werde euch morgen weiter berichten.

    Liebe Grüße
    pumuckl
     
  11. calla

    calla Neues Mitglied

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    ich habe meine krankmeldung immer per post zur arbeitsstelle gesandt, gleich am 1. tag aufgegeben. telefonisch habe ich immer vom doc aus anrufen lassen, dass ich krank sei. etwas kompliziert zwar, hatte dadurch aber kaum ärger mit und wegen
    " lieben" kollegen.
    lg
     
  12. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Meinen ersten Arbeitstag habe ich mehr oder weniger gut überstanden.

    Mein Chef begrüßte mich mit den Worten: "Guten Morgen Frau ...., sind Sie wieder von den Toten auferstanden?" Er wollte damit eher einen Spaß machen und die Atmosphäre auflockern, was ich als sehr unangebracht hielt. Ich entgegnete ihm nur: "Ich war nicht tot!"
    Im Laufe des Vormittags schlich er auch etwas scheu an mir vorbei. Man könnte meinen, er hat ein schlechtes Gewissen. Meiner Arbeitskollegin gegenüber meine er, er sei wohl ein bisschen zu streng gegen mich gewesen sein. Nur für den Fall, dass er wieder Erkundigungen bei meiner Kollegin über mich einholt, antwortete ich ihr, dass seine Äußerungen eher kränkend gewesen seien.

    Später suchte mein Chef das Gespräch mit mir, indem er mir eine Arbeit gab, bei der Kreativität gefordert ist, und die ich ja hervorragend haben würde. Ich nahm die Arbeit sehr sachlich an und blieb auch da sehr zurückhaltend.

    In der Mittagspause, als mein Chef zu Tisch war, erzählte mir meine Arbeitskollegin, dass unser Chef der Meinung ist, dass meine Erkrankungen vom Übergewicht kämen und ob sie nicht auf mich einwirken könnte, in eine Weight Watchers Gruppe zu gehen....

    Ich weiß nicht, wie ich meinem Chef klar machen kann, dass das Übergewicht die kleinste Rolle bei meinen Erkrankungen spielt. Ich weiß auch nicht, inwieweit er bereit ist, sich über meine Erkrankungen zu informieren. Soll ich ihn fragen, ob er zu einem Gespräch bereit ist, oder soll ich ihm Informationsmaterial zukommen lassen? Wenn er wirklich Interesse hat, ist er zu einem von beidem bereit. Falls nein, wie verhalte ich mich dann weiterhin ihm gegenüber?

    Vielen lieben Dank nochmal für eure Beiträge. Ich habe gesehen, dass viele von euch schon ähnliche Probleme wie ich hatten. Im Grunde weiß ich auch, dass man sich einbringen kann und auf dem Zahnfleisch daher kriechen, man würde nie einen Dank von den Chefs bekommen. Im Gegenteil! Erst wenn der Chef auch mal krank wird (ernsthaft, nicht nur ein grippaler Infekt), dann kommt auch das Verständnis für seine Mitarbeiter.

    Es gab aber heute auch 5 Kolleginnen, die bereits wussten, die der Chef mit mir umgesprungen war, die mich lieb getröstet haben und ein bisschen aufgebaut. So wie ihr hier auch.

    Es ist schön, dass es R-O und euch gibt!
     
  13. billibob

    billibob Neues Mitglied

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    Hallo Pumuckl

    sag mal, kennt Dein Chef keinen Anstand oder so???. Also ich finde es gehört sich als Chef nicht, mit anderen Mitarbeitern über eine Mitarbeiterin über deren Gewicht oder Krankheit zu sprechen.Wenn Ihn das so interresiert soll er doch mit Dir persönlich reden, aber so!!, ne das ist der Hammer!!!!

    Trotzdem Kopf hoch;)
    gruss billibob
     
  14. Mutterkutter

    Mutterkutter Neues Mitglied

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    ÄÄÄÄÄÄH @Pumuckel Moment mal!Warum musst Du Dich eigentlich rechtfertigen?Wenn Du krank bist,bist Du krank!!!!!!!!!!!Fertig.Und was hat Übergewicht mit DEiner Krankheit zu tun?????????Und warum musst oder besser willst Du mit ihm darüber sprechen???Ich versteh das nicht.Du musst Dich für nichts aber garnichts rechtfertigen und schon gar nicht für Deine Figur.Ich finde Deinen Chef reichlich unverschämt so blöde Sprüche zu klopfen.Entschuldigung aber ich reg mich darüber gerade tierisch auf.:(
     
  15. Lilly

    Lilly offline

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    hallo pumuckl,

    ich finde das verhalten deines chefs ebenfalls als zumutung! was in deinem beruf zählt, ist deine leistung, die du bringst und nicht deine figur! finde es als frechheit auf seine figur reduziert zu werden. ich, an deiner stelle würde meinem chef sagen, wie sehr mich seine aussage verletzt hat.
    liebe angela, nimm es dir nicht zu herzen, du weisst- was du kannst und was du bist- nähmlich ein sehr lieber- herzensguter mensch
     
  16. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Männer halt..............

    Liebes Pumuckel,

    wenn unsere Welt von Frauen regiert würde, hätten wir es vielleicht leichter - Männer sind feige, arrogant, unsicher, egozentrisch und machtstrebend - und wenn man sich die meisten davon in den unabgelegten Windelhosen vorstellt, weiss man, warum sie reagieren und reden wie sie es oft tun :D :D :D

    Wir kennen doch die Welt: alles über Gr. 36 und mehr als 49 kg ist dick, fett, schwitzt, stinkt, ist oft krank, kann keine Treppen laufen, essen immer und bringen keine Leistung.

    Mein persönlicher Erfolg ist heute - trotz negativer Tatsache - gewesen:

    Mann: jung, schlank, dynamisch - und liegt nun im KH mit Bauchspeicheldrüsenentzündung

    Frau: älter, mollig, chronisch krank, Typ 2 und rundum fit, 18 Std. am Tag auffe Füsse, Treppe rauf und runter und kann Nächte durchmachen und noch den Haushalt schmeissen und und und...............

    Grüss deinen Scheff und hak es einfach ab.

    Grüssle von einer hundsmüden

    Pumpkin
     
  17. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    liebe pumi....

    es tut mir leid, das du dich mit diesen dingen zusätzlich zu den schmerzen noch rumärgern mußt-

    aber ich habe auch das gefühl, das dies genau der weg ist, den fast jeder hier mitmacht.

    es ist wie eine schablone und man geht irgendwann daraus hervor als phönix aus der asche.

    frage mich auch oft,müssen diese negativen erfahrungen denn immer sein...und für viele sage ich einfach..."JA". denn daraus lernen wir nicht immer alles mit uns machen zu lassen.

    ich drücke dir die daumen das du die kraft findest, dich weiterhin zur wehr zu setzen...und lass es dir nicht zu bunt werden...eine kleine info für den chef wäre wirklich nicht schlecht...*meine meinung*.

    BOAH...immer diese sch...e mit dem gewicht.

    wenn ich bedenke wieviel ich zugenommen habe durch die schmerzen...und wie "schlank" ich vorher war...und agil etc.!

    unser schmerzdoc sagt immer, komisch, das es auch schlanke kranke gibt...*supertyp der ollsche*;)

    dir alles liebe und auch allen anderen,die diesen weg noch gehen müssen.

    herzlichen knuddler
    liebi

    p.s. uschi, du schreibst es .......dich mal drücke wegen deinem gesamten misthaufen, den du zu tragen hast.....*tröst*