hallo majosu,
wenn in deinem abschlussbericht schon steht, dass du einen weniger anstrengenden arbeitsplatz bekommen solltest, hätte der arzt zusätzlich auch einen antrag auf leistungen zur teilhabe stellen können / sollen und dies auch in deinem abschlussbericht ankreuzen sollen. ich würde mich an deiner stelle nochmals von deiner rentenversicherung beraten lassen, was für dich jetzt möglich ist bezüglich beruflicher rehabilitation, es gibt da eine reihe von möglichkeiten, und wenn ich das richtig verstanden habe, kannst du diesen antrag auch im nachhinein noch stellen.
hier, in bad bramstedt (bin hier grad in der reha), wurde uns gesagt, dass der arbeitgeber ein betriebliches eingliederungsmagement initiieren und durchführen muss (BEM), schau mal auf den seiten der rentenversicherung. hat er das nicht getan, kann er ggf. auch nicht so einfach kündigen (wurde uns hier zumindest gesagt).
du kannst dich ebenso oder zusätzlich ans integrationsamt wenden, wenn du einen GdB von mind. 50 hast bzw. wenn du 30 hast und es bleibt dabei, dann beantrage gleichstellung beim arbeitsamt, erst dann kann das integrationsamt für dich tätig werden. auch dieses bietet eine reihe unterstützender maßnahmen zur beruflichen anpassung und wiedereingliederung bis hin zur zahlung eines leistungsminderungsausgleichs an den arbeitgeber (macht übrigens auch die rentenversicherung). man muss halt wissen,was möglich ist und dann darum kämpfen. also mein tipp - beratungstermine bei der rentenversicherung und beim integrationsamt holen und die entsprechenden anträge stellen. die setzen sich bei bedarf mit deinem arbeitgeber auseinander oder unterstützen dich bei der suche nach einer geeigneten stelle.
bin schon gespannt, wie das bei mir laufen wird. ich vermute, auf mich wird ähnliches zukommen nach meiner reha. zumindest hat mein chef schon angekündigt, dass er mich nur vollzeit und mit reisetätigkeit wieder nehmen kann, was mir jedoch im moment noch nicht möglich ist....