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Arbeit

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von nelly9980, 19. Januar 2006.

  1. nelly9980

    nelly9980 nelly9980

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    Hallo Leute,
    ich brauch eure Hilfe, bzw. Tipps oder Unterstützung...
    Bei mir wurde vergangenes Jahr im Mai CP diagnostiziert. Der erste Schub hat mich erstmal 3 Monate aus dem Erwerbsleben gezogen, da ich zu schwach war und zu starke Schmerzen hatte um zur arbeiten. Ich arbeite derzeit in einem Callcenter im Telefonischen Kundenservice für ne Versicherung.
    Nach meiner 3 monatigen Zwangspause hab ich über ne Wiedereingliederung durch die Krankenkasse langsam wieder angefangen zu arbeiten. Jetzt arbeite ich wieder auf normalen Arbeitsvertrag, allerdings nur noch 5,5h am Tag, da ich mehr nicht schaffe. ( hab es letzen Herbst versucht, hat nur wieder nen Schub ausgelöst)
    Mein Arzt hat mir damals, als ich mit der Wiedereingliederung begonnen hab, schon gesagt, dass er mir noch maximal ein Jahr gibt, bis ich den Job nicht mehr machen kann. Zum einen, weil ich ja den ganzen Tag am PC sitz und mich kaum bewegen kann, weil ich ständig telefonieren muss und zum anderen weil er sich ziemlich sicher ist, dass ich die psychische Belastung bald nicht mehr gewachsen sein werde. ( so ein job nimmt einen ganz schön die Kraft weg...)
    Jetzt, ein gutes halbes Jahr später, bin ich an dem Punkt wo ich nur noch fix und fertig bin. Ich dachte erst, ich bin zu empfindlich, hab ständig dagegen angekämpft, was sich aber nur negativ auf mein Rheuma ausgewirkt hat.
    Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll.
    Ich versuche grad eine Umschulung zu bekommen, aber das is nicht so einfach, da ich ja eh schon im Büro sitz und was sollte ich sonst machen, ausser Büro???
    Vor nem Halben Jahr haben mir meine Vorgesetzten noch angeboten, dass ich in die Verwaltung in der Firma wechseln kann, wenn ich merke, dass ich den Job am Telefon nicht mehr schaffe. Jetzt möchte ich wechseln, jetzt darf ich aber nicht mehr.
    Eigendlich möchte ich nicht unbedingt aus der Firma weg, weil ich dort nen sicheren Arbeitsplatz hab und meine Vorgesetzten und Kollegen Verständnis haben und mich nicht blöd anreden wenn ich mal nicht so gut arbeiten kann oder früher nach Hause möchte, weil es mir nicht gut geht.
    Ich weiß echt nicht mehr, was ich noch machen soll.
    Da ich bisher noch keinen Schwerbehinderten Ausweis bekomme, kann ich, wenn ich richtig informiert bin, ja leider nicht durch entsprechende Atteste erwirken, dass ich versetzt werden muss.
    KAnn mir von euch jemand helfen oder mi Tipps geben, wie ich mcih jetzt verhalten soll??
    Selbst wenn ich mich dazu überwinden kann, den Job dort ganz aufzugeben, eine neue Stelle zu finden ist ja nicht gerade einfach. Und dann noch als Rheumatiker....

    NElly
     
  2. jutta S.

    jutta S. Guest

    halllo

    es ist nicht nur nicht einfach sonder schier unmöglich als Rheumatiker einen Arbeitsplatz zu bekommen.
    Ich würde an deiner Stelle in der Firma bleiben wie gehabt und alles dem Arzt überlassen, er kann dir ein Attest ausschreiben , dass ud im Moment nur ??ßStunden täglich beschäftigt werden kannst, die werden dich dann sicher zum Betriebsarzt oder Amtsarzt schicken, aber was solls , man hat keine Wahl , die Odyssee der Bürokratie beginnt................ich wünsche dir viel Kraft um das alles durch zu halten.
    LG Jutta
     
  3. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hallo nelly9980,

    kannste nicht noch mal mit deinen Vorgesetzten reden?
    Der Vorschlag:



    kam ja schließlich von denen selbst.

    Ich würde das erstmal auf die Schiene "vertrauliches Gespräch" setzen, bevor ich andere Maßnahmen ergreife.
    Eine Mitarbeiterin in unserem Hause hat auch enorme Hilfe über die städtische Hauptfürsorgestelle erfahren. Allerdings war die Mitarbeiterin auch schwerbehindert.
    M.E. nach solltest du einen Antrag auf Schwerbehinderung in jedem Fall stellen - damit geht vieles leichter. Evtl. kannst du dich ja auch schon mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen - in unserer Stadt gibt es sogar einen Verbindungsmann für Versorgungsangelegenheiten, der einem ernorm weiterhilft (auch beim Ausfüllen des Antrags).


    @ juttaS: Gebe dir recht: als Rheumi ´ne neue Stelle finden ist supischwer wenn nicht gar unmöglich.

    LG
    Garfield
     
    #3 19. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 11. Oktober 2007
  4. nelly9980

    nelly9980 nelly9980

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    danke

    mit meinem Vorgesetzten hab ich schon mehrfach gesprochen. Das Problem ist, dass jetzt wohl keine offenen Stellen in der Verwaltung sind, und ich deswegen nicht wechseln kann.
    Ich hatte heute nochmal ein Gespräch und hab jetzt so viel erreichen können, dass ich für eine Stelle in der Verwaltung vorgemerkt werde. Na ja...
    Ich arbeite ja eh nur noch 5,5h, aber selbst das ist fast zu viel, wenn man sich mit seinen Problemen als Rheumi rumschlägt und dann noch den Mist ausbaden darf den andere verbocken.
    Ein Schwerbehindertenausweis is mir erst abgelehnt worden, da ich bisher nur 20% anerkennt bekomme. Da hab ich aber Hoffnung, da laut Arzt die Gelenke schon sehr stark angegriffen wurden. Da werd ich im Frühjahr den nächsten Versuch starten...
    Da ihr mir ja bestätigt, dass man als Rheumi kaum nen job bekommt, werd ich wohl keine andere Wahl haben, als die Zähne zusammen zu beißen.

    Nelly
     
  5. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    jetzt hab ich dich in der "allgemeinen krankenvita" mit nelly04
    verwechselt *grins* und schreibe um ;)
    ich möchte auf etwas anderes hinzielen, könntest du vielleicht
    mit einer anderen medikation mehr für dich erreichen?
    dass du dich besser fühlst und deinen job gut erfüllen kannst?
    vielleicht wäre die meinung eines 2. docs nicht schlecht?

    lieben gruss marie
     
  6. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    hallo zusammen,

    ich habe ja auch rheuma, wie ihr euch vorstellen könnt!
    und ich habe vor 7 monaten die arbeitstelle gewechselt! und das ohne große probs, ich war genau 3 tage arbeitslos!

    ich würde dir nur raten dich nochmal mit deinem vorgesetzten zu sprechen!

    lieben gruß bine
     
  7. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hallo nelly9980,

    Frage: Bist du seinerzeit in Einspruch gegangen, als man dir die 20% anerkannt hat?
    In den allermeisten Fällen die ich kenne wurde den Patienten nach Einspruch mehr zuerkannt.
    Nach dem Motto: Erstmal ablehnen, oder wenig Prozentpunkte anerkennen - mal sehen was passiert.
    Denn in den meisten Fällen akzeptieren die Menschen solche Bescheide als "Gottesurteil" und nehmen es so hin.
    Ein Bekannter von mir bekam 50% zuerkannt - nach Einspruch 60%. Dies hatte für ihn deutliche Folgen: Arbeitsplatzmäßig, Steuer, Versicherung usw.
    Also - nicht einfach hinnehmen - kämpfen.
    Sollte die Einspruchzeit abgelaufen sein, kannst du nach einer gewissen Zeit einen Verschlimmerungsantrag stellen. Ich glaub nach einem Jahr - bin mir aber nicht sicher. Vieleicht weiss ein anderer besser Bescheid und meldet sich mal?!?
    Auf der anderen Seite ist das Frühjahr ja nicht mehr so ferne.
    Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück mit dem neuen Antrag. (Daumendrück)
    Noch ´ne Frage: Wie wirst du denn z.Zt. behandelt, sprich Medis und so weiter?
    Könnte ja durchaus sein, wenn du erstmal eine gute Basistherapie bekommst, du wieder Vollzeit arbeiten kannst.

    Alles Gute für dich und nen schönen Tag

    wünscht

    Garfield
     
    #7 19. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 11. Oktober 2007
  8. Casandra

    Casandra Registrierter Benutzer

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    Grüße von daheim

    Hallo Melli,
    immer noch bei Johannes?
    Wünsche Euch noch einen schönen Sonntag
    Dickes Bussi von Mama :p
     
  9. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo nelly,

    wenn du arbeitsunfähig bist, sollte dein doc dich krankschreiben ... nutzt doch nix! vielleicht kannst du dann wieder mit einer wiedereingliederung beginnen und gewinnst etwas zeit, bis eventuell dort im büro eine stelle frei wird .... aber auch verwaltungsarbeit kann knochenarbeit sein ... je nachdem.
    vielleicht würde dir eine mediumstellung und ode eine reha guttun. du darfst deinen körper nicht schindern, bis du fast umfällst, denn dann kommst du nie aus dem schub raus.
    und noch eine möglichkeit, die nebenher laufen könnte, stell doch mal bei deinem rentenversicherer einen antrag auf teilhabe am arbeitsleben. hier gibts darüber was zu lesen: http://www.integrationsaemter.de/webcom/show_article.php/_c-573/_nr-10/i.html auch wurde schon oft hier bei ro darüber diskutiert ....
    naja, alles nicht so einfach, aber du wirst sehen, das sich ein weg findet .... nur solltest du echt auf dich acht geben ... vorerst alles gute für dich und daumendrückknuddler
     
  10. nelly9980

    nelly9980 nelly9980

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    hallo klaraklarissa,

    na ja, arbeitsunfähig in dem Sinn bin ich ja nicht. Das Problem was ich auch habe, ist, dass wir bei uns nur ein relativ niedriges Grundgehalt haben, was mir nur so mit absoluter Mühe zum Leben reicht. Der Rest läuft auf Bonuszahlung, welche aber wegfällt, wenn ich Krankgeschrieben bin. ( Ich war im Dezember für 1 woche zu Hause um mich wieder etwas zu erholen und hab dadurch den gesamten Bonus für den Monat verloren)
    Natürlich würd ich lieber zu Hause bleiben, am liebsten würd ich kündigen, mir ein Attest vom Arzt holen damit ich keine Sperre beim Arbeitsamt bekomme, nur hätt ich dann echt ein Problem, weil ich von dem bischen Arbeitslosengeld auch nicht leben könnte.
    Ich bin echt am Verzweifeln, weil ich nicht mehr weiter weiß.
    Was hab ich denn sonst noch für Möglichkeiten?
     
  11. nelly9980

    nelly9980 nelly9980

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    hallo Mama, waren bis gestern Nachmittag noch bei Johannes. Sind gut daheim angekommen.
    Dickes Bussi zurück, Melli


     
  12. Casandra

    Casandra Registrierter Benutzer

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    Hallo Melli,
    wir waren heute bei Omas Geburtstag.
    Schade, dass du nicht kommen konntest.
    Geht es dir gut?
    Ganz liebe Grüße von daheim.
    Ich drück dich ganz fest
    deine Mama
     
    #12 6. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2006