Hallo,
Habe seit 2000 nach langer unklarer Diagnose (bis zur Macke...) eine diagnostizierte Psoriasathritis. Hatte eine tollen Job in einer Behörde. War 3 mal zur Reha und sehr häufig krank geschrieben.Es gab viel Ärger auf Arbeit, da einige meine Kollegen meinten ich wöre bloß zu faul zu arbeiten.
Nach meiner letzten Reha 2001 von der ich arbeitsunfähig entlassen wurde bekam ich ca. ein halber Jahr danach Post von der BfA einen Rentenantrag zu stellen. Fast gleichzeitig forderte mich auch die Krankenkasse dazu auf. Nach langem hin und her und die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen habe ich den Antrag abgegeben und 2 Monate dannach wurde mir deine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in vollem Umfang gewährt.( für 2 Jahre) Ich hatte nicht einmal Zeit mir vorher die Rente ausrechnen zu lassen. Vorgestern erhielt ich nun auf meinen Verlängerungsantrag eine Weiterbewilligung für 2 Jahre.Ich bin 60 % Schwerbeschädigt
An deiner Stelle würde ich mir entweder einen Patientenanwalt oder einen Rentenbearter zu Rate ziehen. Das Versorgungsamt kümmert sich bei uns um die Schwerbeschädigten. Hier kann man auch Rat bekommen. Du könntest auch mal bei der Rheuma-Liga deines Bundeslandes anfragen, die können dir sicher auch Adressen geben.
Am Ende ist es allerdings deine Entscheidung was du machen willst. Ich hatte ja eigentlich eine leichte Tätigkeit. Aber es spielen ja auch individuelle Dinge eine Rolle. (langer Arbeitsweg, sehr viele Dienstfahrten usw). Obwohl es mir manchmal nicht leicht fällt nicht mehr voll im Berufsleben zu stehen, da ich hin und wieder daran zweifel ob ich noch was wert bin, war es für mich die richtige Entscheidung. Ich engagiere mich jetzt in der Rheuma Liga. Wenn ich mal nicht kann, brauche ich vor niemanden Rechenschaft ablegen. Ich brauch mich auch nicht immer rechtfertigen, dass ich krank bin. Ich habe es mir schließlich nicht ausgesucht, genau wie wir alle nicht.
So, ist nun doch etwas länger geworden
Ich wünsche dir viel Kraft
Hofi