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Antibiotika

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Chaquinto, 16. Mai 2008.

  1. Chaquinto

    Chaquinto Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich habe ein noch kleines Problem.Da ich gerne mit meinem Hund gehe,habe ich mir im Wald eine Zecke eingefangen. Leider hab ich es erst Stunden
    später gemerkt,lange Hose ,die Zecke saß am Unterschenkel.Gott sei Dank konnte ich sie entfernen.Nun war ich gestern bei meinem HA hab ihm von der Zecke berichtet,er hat sich die Stelle angesehen,und meinte zwei Tage
    Doxi 100 nehmen.Meinen Einwand dass ich MTX nehme ließ er nicht gelten,da
    es in diesem Jahr mit Zecken besonders gefährlich wäre.Hat jemand von Euch mit MTX schon Antibiotika bekommen und wie war es mit den Nebenwirkungen?Mein Magen macht mir trotz Omep schon genug Probleme,
    andererseits möchte ich natürlich auch keine FSME oder Borreliose bekommen.Über Antworten würde ich mich sehr freuen. Euch allen einen schönen Tag . Chaquinto
     
  2. Bodo

    Bodo (Mittel)alter Hund

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    Hallo!
    Als erstes solltest Du Dich nicht verrückt machen. Manche Zecke überträgt Krankheiten, aber nicht jede.
    Ich hatte letztes Jahr eine Therapie zwecks Borreliose (nehme Arava), allerdings per Infussion. Dazu ist zu sagen, dass mir nicht bewusst ist, von einem Tier gebissen worden zu sein. Die Erreger werden auch von Bremsen übertragen und da haben mich etliche gestochen, im Süden/Italien etc. kann es auch eine normale Stechmücke sein.


    Hier mehr Infos:
    http://www.borreliose-bund.de/

    Gruß
    Bodo
     
  3. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

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    Hallo,
    das Gleiche ist mir letztes Jahr auch passiert und ich hatte mir die Zecke auch noch in einem Hochrisikogebiert einfangen. Da ich nicht gegen FSME geimpft bin, machte ich mir auch Sorgen, wobei dei FSME-Impfung ja nicht gegen Borresiose wirkt. Nachdem ich die Zecke entfernt hatte und zum Arzt gegangen war, beschlossen wir, die Bissstelle erst mal zu beobachten, ob sich eine Rötung zeigt usw. und erst mal kein Antibiotikum zu nehmen. Ich hatte damals Arava als Basis. Es ist nichts passiert und der Arzt meinte damals, man sollte nicht gleich prophylaktisch ein Antibiotikum bei Zeckenbiss geben. Es ist ja auch nicht jede Zecke infiziert. Aber ein bißchen mulmig war mir schon.
    Ich wünsche dir, dass auch bei dir der Zeckenbiss ohne Folgen bleibt...und deinen Hund kannst du ja mit Exspot o.ä. einreiben!
    Liebe Grüße
    Faustina
     
  4. Marimo

    Marimo in memoriam † 28.8.2008

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    Hallo Chaquinto,
    es ist kein Problem, Antibiotika, Arava und MTX zu nehmen. Die Medis kann man zusammen einnehmen, warum eigentlich nicht? Man sollte nur bei einem schweren Infekt mit Fieber vorsichtshalber kein MTX nehmen, weil sonst das Immunsystem noch schlimmer geschädigt wird. Das ist der Grund dabei. Aber bei Borreliose-Verdacht oder -Prophylaxe ist es kein Problem, weiter das MTX zu nehmen. Alles verstanden?

    Dann schicke ich Dir ganz viele
    .
     
  5. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hallo Chaquinto,

    prophylaktisch ein Antibiotikum "gegen Borreliose" einzunehmen ist nicht sinnvoll!! Erst recht nicht für 2 Tage !!!
    Eine Aussnahme wäre, wenn die Einstichstelle der Zecke lokal entzündet aussieht. Dann eventuell.

    Wichtig ist, die Stelle zu beobachten. Sollte die Zecke Borrelien übertragen haben (wenn überhaupt) und sollte sich eine Infektion entwickeln (geringe Wahrscheinlichkeit), dann bildet sich in der Regel um die Einstichstelle ein roter Hof, der größer und innen heller wird. Ganz, ganz selten kann dieses sogenannte Erythema migrans auch an einer anderen Stelle des Körpers (z.B. unbemerkte Bisstelle) auftreten. Dann wird OHNE weitere Diagnostik antibiotisch behandelt.
    Außerdem kann es in den ersten Wochen nach einem Zeckenstich zu grippeähnlichen Symptomen kommen ..


    Also : Keine antibiotische Prophylaxe notwendig


    Liebe Grüße

    waschbär
     
  6. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

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    Hallo Chaquinto,

    für zwei Tage Doxy 100 würde gar nichts bringen, insofern kannst Du es bleiben lassen. Minimum wären 21 Tage und pro kg Körpergewicht 4-5mg Doxy.

    Wie schon geschrieben, muß nicht jede Zecke infiziert sein. Allerdings bekommt man nicht nicht unbedingt nach einem infizierten Zeckenbiss eine EM (Erythema migrans).

    Du hättest die Zecke einschicken können und auf Borreliose untersuchen lassen können, aber das ist nun leider auch zu spät.

    Als ich vor 22 Jahren infiziert wurde, hatte ich erst eine Augenentzündung und erst danach grippeähnliche Symptome.
    Ich wurde zu spät und nicht ausreichend behandelt und leide heute an den Spätfolgen.

    Wenn Dir nicht wohl dabei ist, und sich die AB mit dem MTX vertragen, mache die Prophylaxe. Lieber einmal zuviel und ggf. umsonst AB genommen, als sich später mit einer chronischen Borreliose herumzuärgern.

    Es macht leider auch keinen Sinn, jetzt das blut auf Borreliose zu untersuchen, da man dies erst Wochenn nach dem Biss im Blut feststellen kann.

    Ansonsten kannst Du noch vieles unter dem Link, den Bodo eingestellt hat, nachlesen.

    Gruß Claudia
     
  7. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    .... eine Zecke auf Borrelien untersuchen zu lassen ist sinnlos.....
    wird zwar von einigen Labors angeboten - hat aber lediglich pekuniäre Gründe ...

    lg waschbär
     
  8. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Na ja - die Behauptung, dass die Untersuchung der Zecke, die mich erwischt hat, nur pekuniäre Gründe hat, hat für mich einen sehr faden Beigeschmack.
    Ich geh mal davon aus, dass der waschbär es nur gut meint, aber hier unterliegt er einem Halbwissen.
    Denn sehr wohl können einige Labore feststellen, ob die Zecke Borellien trägt und somit diese Bakterien übertagen kann. Dies wäre ein erster Anhalt, schnellstmöglich mit einer Antibiotikatherapie zu beginnen. In diesem Fall wäre es mir ziemlich egal, was eine solche Untersuchung kosten würde.

    Meine Wenigkeit hat letztes Jahr eine 50-Tage Doxy-Therapie durchlaufen und anschließend noch einen 21-Tage-Rocephin-Kurs. Danach war mein Körper ziemlich "alle". Selbst die wichtigen Darmbakterien gab es nicht mehr und mussten wieder aufgebaut werden. Mir gings recht dreckig - deshalb ist Antibiotika kein Spass, den man sich gönnt, wenn einen eine Zecke erwischt hat.

    Das dazu.

    Allerdings 2 mal Doxy und das wars ist geradezu lächerlich und hat m.E. nicht einmal prophylaktische Wirkung, sondern ist schlicht für die Katz.
    Sollte sich der V.a. Borreliose oder FSME erhärten würde ich allenfalls zu einem Gang zum Spezialisten raten - dies dann schnellstmöglich.
    Ein HA ist mit derlei speziellen Diagnosen fachlich meist überfordert und setzt evtl. nicht die richtigen Antibiotika ein.

    Hey Chaquinto, fühl Deinem Arzt doch mal richtig auf den Zahn und ggf. informiere Dich auf der vom Bodo angegebenen Site. Meines Wissens gibts da auch eine Ärzteliste mit Spezialisten. Aber mach einen Schritt nach dem anderen. Antibiotika ist niemals ein Spass und sollte m.E. auch nicht prophylaktisch genommen werden. Dies ist aber meine pers. Meinung dazu - entscheiden musst Du letztlich allein. Es ist Dein Körper und darüber sollte niemand anderes befinden.

    Good luck und alles Gute wünscht Dir der
     
  9. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    ... mal langsam mit den schnellen Pferden .......und mit der Behauptung "Halbwissen" ..... :)

    Ca. 15 % der Zecken tragen Borrelien. Ca. ein viertel der Menschen, die von einer infizierten Zecke gestochen werden infizieren sich. ......

    Zitat: "


    Schutz vor einer Erkrankung nach einem Zeckenstich

    Je schneller eine Zecke entdeckt und fachgerecht entfernt wird, umso geringer ist das Risiko einer Erkrankung. Dies würde jedoch voraussetzen, dass nach einem Aufenthalt in der freien Natur der gesamte Körper nach Zecken abgesucht würde, da der Stich oftmals nicht bemerkt wird. Wie die Erfahrungen zeigen, sind solche Maßnahmen jedoch eher die Ausnahme als die Regel.​
    [FONT=Verdana, Sans-Serif]
    [/FONT]
    Zur Entfernung von Zecken sind verschiedene Zangen, Pinzetten und Karten auf dem Markt. Aber nicht mit allen Instrumenten kann auch tatsächlich eine fachgerechte Entfernung gewährleistet werden. Eine unsachgemäße Entfernung erhöht jedoch das Infektionsrisiko mit Borrelia burgdorferi.​

    Des Weiteren wird seit Jahren diskutiert, ob eine Untersuchung der entfernten Zecken auf Borrelien sinnvoll ist. Solche Untersuchungen mit PCR werden von einigen Labors angeboten, werden jedoch als diagnostische Grundlage oder als Behandlungsindikation mit Antibiotika meist nicht anerkannt und sind keine Kassenleistung.​
    [FONT=Verdana, Sans-Serif]
    Einig sind sich die meisten deutschen Wissenschaftler und Spezialisten, dass eine Einmalgabe von 200 mg Doxycyclin, wie es aufgrund einer amerikanischen Studie von Nadelmann und Kollegen in den USA publiziert wurde, nicht zu empfehlen sei, da unsicher ist, ob eine solche Dosis auch tatsächlich längerfristig wirkt und dieses Vorgehen zu einer Vielzahl zu unterdosierten Antibiotika-Gaben führen könnten, deren mikrobiologischen Auswirkungen nicht absehbar sind. "


    Zitat Ende -----


    Also: ICH würde mich - ohne Symptome - nach einem Zeckenstich nicht antibiotisch behandeln lassen ...


    lg waschbär​



    [/FONT]
     
  10. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Tja - das ist immer Ansichtssache. Und im I-Net werden immer viele Meinungen vertreten.:D
    Und das Halbwissen bezog sich eher auf Deine Behauptung

    Ich lass Dir Deine Meinung sehr gerne.:D

    Ich hab ´ne Borreliose und ich wär jetzt und in Zukunft immer gaaaaaaaaaaanz schnell mit Tests und Untersuchungen dabei.;)
    Denn eine Borreliose kann wirklich schlimmste Krankheiten auslösen, sogar bis zum Tode führen.
    Ich mag leben:top:.

    Übrigens:

    Was anderes hab ich ja auch nicht zum Ausdruck gebracht.

    LG
     
    #10 16. Mai 2008
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2008
  11. Chaquinto

    Chaquinto Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,
    ganz herzlichen Dank dass Ihr Euch meinen Kopf zerbrochen habt.Ich habe natürlich das Doxy noch nicht genommen,weil ich ganz einfach Eure Meinung dazu hören wollte.Ich wohne in Ostwestfalen-Lippe welches nicht als Risikogebiet gilt.Dennoch mache ich mir so meine Gedanken über die grosseAnzahl von Zecken die es hier gibt.Mein Hund bringt trotz seiner vom Tierarztverordneten Einreibung 2-3 Zecken pro Woche mit nach Haus.Ich denke,dasses viel mit unserem Klima zu tun hat.Als ich Kind war,ich bin jetzt 56 gab es einen Winter einen Frühling einen Sommer und einen Herbst.Heute geht allesübergangslos.Wir entdecken jeden Tag in unseremGarten neue Insekten die wir bisher noch nicht gesehen haben.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass wir einige Patienten mit Borreliose in
    der Klinik haben,wo ich beschäftigt bin, die ein ganz schweres Paket zu tragen haben.Für mich ist meine cP und Hautkrebs völlig ausreichend, und wenn ich mich schützen kann tue ich es auch, allerdings nicht um mit den
    Nebenwirkungen zu kämpfen.Seid alle ganz lieb gegrüsst Chaquinto
     
  12. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hallo chaquinto,

    mach´Dir jetzt erstmal keine großen Sorgen .....

    Du hast sicher nichts versäumt, dass die Zecke nicht untersucht wurde -

    Wie schon geschreiben: nur ein Teil der Zecken trägt Borrelien. Nur ein kleiner Teil dieser infizierten Zecken überträgt die Borrelien. Und wiederum nur ein kleiner Teil der Infizierten entwickelt Krankheitssymptome.

    Du solltest in den nächsten Wochen auf eventuelle Symptome achten (Wanderröte, unklare grippale Symptome). Dann wäre eine antibiotische Therapie sinnvoll.

    Klar: es gibt üble Verläufe der Borreliose. Aber diese sind eher selten im Vergleich zu der Zahl der Zeckenbisse.
    Viele Menschen haben Borrelien-Antikörper ohne jemals Symptome gehabt zu haben oder zu entwickeln.

    garfield: es tut mir leid, dass du durch Borrelien so krank geworden bist.

    lg waschbär
     
  13. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

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