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anti-CCP

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Celi, 13. Oktober 2004.

  1. Celi

    Celi Neues Mitglied

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    Hallöchen,

    hat jemand von euch nähere erfahrung mit dem anti-ccp Wert?
    Die links dazu habe ich schon gelesen, aber da steht nichts zu der Höhe des Wertes.
    Bei mir wurde der anti-CCp getestet (mußte ich selber zahlen, wurde nicht von kk übernommen). Ich habe einen wert von 20,8. Ist das nun viel oder wenig?
    mein doc meint das ist nicht viel und lässt eher auf eine leichte Verlaufsform meiner cp schließen.:confused: :(
    Wäre sehr nett, wenn ihr mir antworten könntet.

    Liebe Grüße
    Celi:)
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    zitat aus universimed***Anti-CCP-positive Patienten sind nicht notwendigerweise Rheumafaktorpositiv und umgekehrt. Die klinische Diagnose einer RA wird bestätigt, wenn der Anti-CCP-Messwert größer als 50U/ml beträgt, dies ist eine objektive Grundlage um die klinische Diagnose einer rheumatoiden Arthritis abzusichern. Mit diesem Wert sollten wir dann bei einer immunologisch bedingten, länger als sechs Wochen vorliegenden, proliferativen und destruktiven Entzündung mehrerer Gelenke und Vorliegen der anerkannten ACR-Kriterien mit einer Basistherapie beginnen. Für die Beurteilung der entzündlichen Aktivität ist aber unverändert die Bestimmung der Entzündungsparameter wie z.B. CRP und BSG erforderlich. Fällt der Messwert zwischen 25 und 50U/ml aus, sind wir im Graubereich und kleiner als 25 U/ml gilt als normal.
    ****zitat ende

    guck doch einmal in welcher einheit dein wert gemessen wurde. wenn U/ml dann ist 20,8 im normbereich. erst über 50 U/mg ist zu hoch und gibt auskunft.

    gruss kuki
     
  3. Celi

    Celi Neues Mitglied

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    Hallo Kuki,


    vielen Dank für deine antwort.
    bin morgen bei meinem doc, da werde ich ihn doch gleich noch mal fragen.

    Liebe Grüße
    Celi:)
     
  4. Gisi

    Gisi grün-weiß

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    Hallo Celi,

    bei mir wurde der ccp-ak zweimal gemessen in der Messeinheit RE/ml. Ich habe eine eher milde Verlaufsform der RA und einen Wert von 96,9 RE/ml.

    In verschiedenen Labors werden unterschiedliche ant-ccp-Normwerte angegeben. Anscheinend wird bei manchen Messmethoden wohl schon mehr als 5 RE/ml als positiv angesehen, bei anderen eben erst ab 25 RE/ml.

    http://www.fennerlabor.de/uploads/media/ANTI-CCP_RHEUMA.PDF

    http://www.laborpraxis-bernau.dehttp://www.laborpraxis-bernau.de/praxis/lab/lv_c.shtml/praxis/lab/lv_c.shtml

    http://www.klinik.uni-mainz.de/Zentrallabor/Lab-Web/Protein_3.htm

    http://wwwuser.gwdg.de/~nephro/html/testverfahren.html

    Keine Ahnung, ob die Höhe des Wertes mit der Schwere der Erkrankung zu tun hat, glaube es eher nicht. Wahrscheinlich gibt es da nur positiv oder negativ.

    Ich habe auch schon gegoogelt, konnte aber dazu keine Infos finden. Im November werde ich meinen Rheumatologen dazu befragen, wenn ich es nicht wieder vergesse... :o

    Vielleicht weiß jemand anderes hier mehr dazu. Mich würde auch interessieren, ob noch andere diesen Test bezahlen mussten, ich brauchte es nicht!
     
  5. Fussel

    Fussel Neues Mitglied

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    Also ich hatte bis auf einen großen Schub vor 1 1/2 Jahren und nem kleinen vor nem halben Jahr bisher keine Probleme, und das ohne Medis.

    mein Anti ccp lag bei der ersten UNtersuchung, schon 3 Monate unter Cortison bei 1250 RE/ml (nein, kein Scherz) bei 20 RE/ml normal ( so weiß ich es)

    Es ist glaub ich nur ein Diagnosekriterium, das aber nciht unbedingt was sagt, wie schwer der Verlauf ist.


    Bezahlen brauchte ich übrigens auch nicht, bin Barmer Patient.
     
  6. Knaddeldü

    Knaddeldü Guest

    Das ist aber auch ein schöner Einheitenwirrwar.

    Ich kann mich an die Einheit bei meinem ccp nicht mehr erinnern. Ich hatte einen Wert von 4 und als Referenz wurde 1 angegeben. Das wäre dann schon die 3 Möglichkeit, wenn ich das richtig sehe.

    Der Anti-CCP ist eigentlich ein Indikator für einen schlechteren Verlauf.

    Schönes WE
     
  7. Celi

    Celi Neues Mitglied

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    Hallöchen,


    also ich war am Donnerstag beim Doc und habe noch mal gefragt.
    Mein anti CCP ist 20,8. Bis 5 ist normal. Je höher der anti CCP,umso agressiever ist der Krankheitsverlauf. Also bei meinen 20,8 soll es sich um eine leichte Verlaufsform handeln. Der Doc meint, wenn ich so um die 100 hätte, dann müsste ich mit großen Gelenkschäden rechnen, aber so nicht.
    Na ja mehr weiss ich jetzt leider auch nicht.
    Wünsche Euch allen einen schmerzfreien Sonntag.
    Liebe Grüße
    Celi:)
     
  8. Knaddeldü

    Knaddeldü Guest

    AHA,

    hoffen wir mal, daß Dein Doc Recht hat, da ich relativ gesehen, eine sehr ähnliche Erhöhung (4x) wie Du habe.

    Schönen Sonntag
    knaddel
     
  9. Knaddeldü

    Knaddeldü Guest

    Hi,

    also wenn ich die Meldung in den News über den Anti-CCP richtig verstehe, dann reicht offensichtlich schon die Anwesenheit um auf einen schlechteren Verlauf schließen zu können.

    Wie seht Ihr das? Weiß jemand genaueres?

    Viele Grüße
    Knaddel
     
  10. Fussel

    Fussel Neues Mitglied

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    Wie gesagt, meiner war himmelschreiend hoch und ich hab nach nem monatelangen unbehandelten Megaschub keine Gelenkschäden zu erkennen
     
  11. Celi

    Celi Neues Mitglied

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    Hallo Fussel,


    warum hast du denn einen monatelangen unbehandelten Schub?
    Hast du keine Medis bekommen?

    Liebe Grüße
    Celi:)
     
  12. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi,
    ich hab für interessierte nochmal die news aus der homepage von ro
    über anti-ccp antikörper kopiert.
    ........................................................................................................

    rheuma-news: Was bringt die Bestimmung des Anti-CCP Antikörpers bei der rheumatoiden Arthritis ?

    Anti-CCP Antikörper ist im frühen Stadium einer rheumatoiden Arthritis für die Diagnosestellung ebenso hilfreich wie der Rheumafaktor, kann aber besser als dieser Hinweise auf den zu erwartenden Krankheitsverlauf der nächsten drei Jahre liefern.
    (20 Oct 2004, Dr. med. Gabriele Moultrie) Die Bestimmung des Antikörpers gegen cyclisches citrulliniertes Peptid (Anti-CCP) im Blut hilft ebenso wie der Rheumafaktor weiter, die richtige Diagnose zu stellen. In der schwedischen `TIRA-Studie´ wurde der anti-CCP Antikörper bei 242 Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis zu Beginn ihrer Erkrankung und während der ersten drei Krankheitsjahre untersucht. Zusätzlich wurden der Rheumafaktor (IgM und IgA),das CRP, die Blutsenkung und eine ärztliche Einschätzung der Krankheitsaktivität festgehalten.

    Insgesamt lag die sogenannte Sensitivität des anti-CCP Antikörpers bei 64%, d. h. dass bei Diagnose einer rheumatoiden Arthritis in 64% auch ein anti-CCP Antikörper nachzuweisen war. Das entspricht ungefähr der Sensitivität des Rheumafaktors. Der Nachweis von anti-CCP Antikörpern korrelierte jedoch in stärkerem Ausmaß als der Rheumafaktor mit einem aggressiven Krankheitsverlauf. Nach drei Jahren hatte sich der anti-CCP Status nur bei 5 von 97 Patienten geändert (bei 2 von negativ zu positiv und bei 3 von positiv zu negativ).Der durchschnittliche Spiegel des anti-CCP Antikörpers sank in den ersten drei Jahren um 131U/ml.

    Die Autoren folgern, dass die Bestimmung des Anti-CCP Antikörpers im frühen Stadium einer rheumatoiden Arthritis für die Diagnosestellung ebenso hilfreich wie der Rheumafaktor ist. Der Krankheitsverlauf in den ersten drei Jahren lässt sich aber besser durch den anti-CCP Antikörper abschätzen. Auch wenn die durchschnittliche Konzentration von anti-CCP Antikörpern im Blut unter Therapie sinkt, bleibt ein anti-CCP Positivität in der Regel während der ersten drei Erkrankungsjahre nachweisbar.

    Literatur: Kastbom A, Strandberg G, Lindroos A, Skogh T. Division of Rheumatology/AIR, Department of Molecular and Clinical Medicine, Faculty of Health Sciences, Linkoping University Hospital, Linkoping, Sweden. Anti-CCP antibody test predicts the disease course during 3 years in early rheumatoid arthritis (the Swedish TIRA project). Ann Rheum Dis. 2004 Sep;63(9):1085-9.
     
  13. Knaddeldü

    Knaddeldü Guest

    Wow,

    Danke.

    Aber aus der News geht nicht hervor, ob die reine Anwesenheit von CCP oder der quantitative Wert eine Rolle für den weiteren Krankheitsverlauf spielt.

    Also je höher, desto schlechter?

    oder

    Es ist schon schlecht, wenn er nachgewiesen wird?

    Wer weiß noch etwas?

    Schönes WE
    Knaddel
     
  14. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo knaddeldü,

    hier noch ein link für dich aus ro zum nachlesen.
    http://www.rheuma-online.de/news/204.html

    hier schon mal ein auszug:
    Die Ergebnisse einer weiteren Studie von Dr. Floris van Gaalen von der Universität Leiden unterstreicht diese Empfehlung. Auch hier zeigte sich bei 318 Patienten im frühen Stadium einer Gelenkentzündung, dass
    diejenigen Patienten, bei denen von Anfang an ein positives anti-CCP nachgewiesen werden konnte, in 92% im Verlauf der nächsten 3 Jahre eine rheumatoide Arthritis entwickelten. Patienten ohne Nachweis von anti-CCP erkrankten nur in 25% an einer rheumatoiden Arthritis.

    Ein weiterer Antikörper, der sogenannte anti-Sa/citrullinated vimentin Antikörper (anti-Sa) wird als prognostischer Marker für den Verlauf einer rheumatoiden Arthritis von Dr. Gilles Boire von der Universität Sherbrooke bevorzugt. Die Anwesenheit dieses Antikörpers spricht für einen schweren
    Krankheitsverlauf, für ein schlechtes Ansprechen der Basismedikamente und einen größeren Gelenkschaden.
    ........................................................................................................

    und dies aus einer anderen quelle:
    Bei anti-CCP-Antikörper-positiven Patienten mit früher RA wird die Krankheit in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich fortschreiten.
     
  15. Knaddeldü

    Knaddeldü Guest

    Danke Marie,

    demnach kommt es also auf die reine Anwesenheit von CCP an und nicht auf dessen Höhe.

    Gruß
    Knaddel
     
  16. Muckel

    Muckel Das Muckelchen

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    Hi Knaddeldü!

    Mir wurde in der Rheumaklinik gesagt, dass zwar schon die Anwesenheit für einen schlechteren Verlauf spricht (ab einer "Grundhöhe", wo man von wirklich positiv spricht), es würde aber AUCH auf die Höhe ankommen.

    Wenn der Wert sehr hoch wäre, würde sie generell aggressiver therapieren, als sie es sonst bei Beginn der Erkrankung machen würden (z.B. sofort Kombinationsbasistherpaie + Cortison).

    Den CCP haben wäre also schlecht und umso höher er wäre, umso schlechter wären die Prognosen!

    Liebe Grüße

    Muckel
     
  17. Knaddeldü

    Knaddeldü Guest

    Hallo Muckel,

    :)

    das ist doch mal ne schöne Aussage. Das macht auch Sinn, denn beim Rheumafaktor kommt es ja auch auf den quantitativen Wert an. Der CCP ist ja auch ein Antikörper und je höher dessen Konzentration im Blut, desto verherrender seine Wirkung.

    Weiß eigentlich jemand wie das mit dem CRP bei der cP ist? Damit meine ich, wenn der CRP im Normalbereich ist, kann man da sicher sein, daß auch die Aktivität nur sehr gering ist?

    Schönes WE
    Knaddel (eben hätte ich fast Knuddel geschrieben) :D
     
  18. Muckel

    Muckel Das Muckelchen

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    Hallo Knaddeldü!

    Wenn der Anti-CCP nicht sehr hoch ist, werden nicht so schnell die Knochen angegriffen. D.h. aber nicht, dass nicht hohe Entzündungen da sein können und nur eine niedrige Aktivität vorliegt. Nur die Entzündungen, die da sind, richten nicht so schnell Schaden an.

    Bei anderen Erkrankungen (Psoriasisarthritis, Bechterew u.a.) liegt kein Anti-CCP vor, die Entzündungen können aber trotzdem sehr heftig sein.

    In der Klinik meinten die z.B., dass bei Leuten mit hohem CCP/Rheumafaktor alle 3-6 Monate geröntgt werden muss, bei anderen nur alle 6-12 Monate.

    Allerdings müssten trotzdem (mit keinem CCP oder sehr niedrigem) die Erkrankungen unter Kontrolle gebracht werden kann, da sonst auch Schäden auftreten können, vor allem, weil sich die Verhältnisse um das Gelenk verändern (Muskeln, Sehnen usw.), was zu Arthrose u.ä. führen kann.

    Und 100%ig vorhersagen, wann welche SChäden auftreten, kann keiner!

    Das oberste Prinzip war in der Klink immer die (fast vollständige) Remission durch Basistherapeutika, Cortison usw., egal, ob CCP oder nicht!

    Liebe Grüße

    Muckel
     
  19. Fussel

    Fussel Neues Mitglied

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    So, spät, aber besser als nix.
    Ich hab im Februar meinen ersten Schub bekommen, der schleichend begann und sich dann von den Zehen auf Zeige und Mittelfinger, KNie, Handgelenkssehnen, Fußgelenke ausweitete und mich grundsätzlich komplett matt setzte...
    naja, ich hat damals nen Rheumi der sich geweigert hat, mir NSAR oder Cortison zu verschreiben, er meinte nur, kommen sie mal in zwei monaten wieder, wenns dann noch da ist, geb ich ihnen MTX, keine Frage, ich bin dort nie wieder hin.
    von Februar bis Mai hab ich keine Medis genommen, nur NSAR, die ich mir besorgt hab, wo ich sie bekommen konnte, bis 1600mg Ibu täglich, dann aht edlich der Praxiskollege meines Rheumis ein erbaren gehabt, als ich heulend bei ihm saß, weil mein Arzt spontan im Urlaub war, obwohl ich eigentlich nen Termin hatte und hat mir Corti verschrieben, was soll ich sagen, ein Tag und ich war schmerzfrei seitdem
     
  20. Gisi

    Gisi grün-weiß

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    Experten-Chat zum Thema CCP-Antikörper auf Rheumanet.org am 4. und 5.11.04

    Hi,
    habe gerade gesehen, dass es auf Rheumanet.org heute (18-20Uhr) und morgen einen Expertenchat zum Thema CCP-Antikörper gibt. Vielleicht interessiert es jemanden, ich werde auf jeden Fall mal hineinschauen.
    Hier der Link:
    http://www.rheumanet.org/content/m1/Artikel758.aspxx