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Angst vorm Wiederinstieg in den Job

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Colle-shg, 10. April 2007.

  1. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    Hallo Ihr...

    ich hab vor ab Montag wieder arbeiten zu gehen, war jetzt 8 Wochen Krankgeschrieben und hab dabei ein völlig komisches Gefühl. Nicht weil ich nicht hingehen will, sondern der Umstände halber.
    Ich arbeite als Erzieherin in einem Waldkindergarten und bin damit natürlich einigen Dingen ausgesetzt, die für mein Rheuma nicht gerade förderlich sind.
    Z. B. bin ich ständig irgendwelche Zeckenbissen ausgesetzt... ( hatte im letzten Jahr schon ca. 20 Stck. trotz passender Kleidung, etc. ) ..muss ständig irgendwelche Kinder zum Pipimachen abhalten ( was eigentlich nicht geht... zwar bin ich relativ schmerzfrei, aber in der Klinik haben Sie mir angeraten keine schweren Dinge mehr zu tragen, etc. )..
    außerdem Regen und Kälte... ( wobei uns Gott sei Dank erstmal der Sommer bevorsteht ).

    Ganz nebenbei scheint mein Arbeitgeber für die ganze Geschichte zwar äußerlich Verständnis zu haben... trotzdem winkt er mit der Kündigung...
    ich bin bereits auf der Suche nach einer Alternative, jedoch würde ich gerne erst zum 31.10. gehen. Mein Arbeitgeber lässt allerdings durchblicken, dass er das Arbeitsverhältnis wohl so schnell wie möglich beenden möchte, sprich 30.06.?!
    Ich fühl mich von dieser Gedankenflut um ehrlich zu sein ziemlich überfahren. Ist auf Grund der Krankheit doch auch mein Leistungsvermögen und meine Ausdauer stark in Mitleidenschaft gezogen worden. D.h. ich kann seinen Ansprüchen gar nicht mehr so richtig gerecht werden.... möchte meinen Job aber trotzdem gerne noch eine Weile behalten... außerdem ... gibts überhaupt eine Arbeit, die zu Rheuma passt?
    Bin mir grad gar nicht sicher, wies beruflich überhaupt weitergehen soll.
    Hab hier von vielen gelesen, die noch voll arbeiten... andere sind schon berentet, oder seit Monaten krankgeschrieben... selbst kündigen kann ich mir im übrigen nicht leisten und will ich auch eig. nicht.

    Sorry, das ist jetzt alles n bissl konfus geworden, aber vielleicht steigt trotzdem jemand durch und kann mir ein bisschen Mut machen???:confused: Oder einfach erzählen wies ihm an diesem Punkt ging...würde mich freuen!!!

    Liebe Grüße, Colle
     
  2. asia

    asia Neues Mitglied

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    Hallo Colle:)
    jetzt bin ich wohl dran:D und mach den Anfang.
    Was kann ich Dir bloß raten:confused: Ich würde an Deiner Stelle schauen, wie es so mit der Arbeit jetzt klappt, vielleicht wird es jetzt etwas besser, nachdem Du jetzt auch Cortison nimmst. Versuche Dich nicht ganz zu überanstrengen (ich weiß:leichter gesagt, wie getan). Rede vielleicht nochmal in Ruhe mit Deinem Arbeitgeber. Vielleicht kommt er Dir doch entgegen, vielleicht könnt ihr euch auf ein Datum einigen, wenn Du denn wirklich vor hast, zu gehen.
    Ich bin voll berufstätig und habe bis jetzt zum Glück keine Probleme mit meinem Arbeitgeber, ist allerdings größere Firma und mein direkter Chef hat viel Verständnis gehabt das letzte Jahr. Ich war allerdings selten krankgeschrieben, ich habe immer versucht, trotz meiner Schmerzen arbeiten zu gehen. Nur wenn es wirklich unmöglich war, bin ich daheim geblieben.
    Ich halte Dir die Daumen, daß sich eine gute Lösung für Dich finden wird.
    LG asia

     
  3. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    ja... wenn ich denn wirklich vor habe zu gehen...?? Da liegt der Hund begraben..

    trotz einiger anderer Probleme will ich im Grunde genommen nicht gehen, nun ist es aber so, dass wir halt das ganze Jahr über draußen sind... es gibt zwar einen Bauwagen, aber in dem kann ich mich ja schlecht den ganzen Winter über verkriechen. Und wie kalt es im Winter dort werden kann, hab ich in den letzten zwei Jahren gemerkt. Ich gehöre halt zu den Menschen, die überhaupt keine Kälte haben können. Das ist übrigens jetzt auch klinisch erwiesen... bei mir wirkt Wärme um Längen besser, wärend Kälte meine Beschwerden verschlimmert. Also hab ich keine Wahl, als mir was anderes zu suchen.
    Im Klinikum waren sie sogar so deutlich, dass mir eine Verschlechterung von 20% pro Jahr prognostiziert wurde, wenn ich mich weiterhin im Winter stundenlang der Kälte aussetze...
    Ich meine, ich hatte schon immer Probleme mit Kälte... nur jetzt ist es eben noch mehr geworden... ( bis zur Krankschreibung, meine ich ). Dabei wollte ich mit dem Job damals ganz bewußt dagegen angehen, dass ich ständig friere... das war dann wohl nix.....

    Ich bin gespannt, was am Montag auf mich zu kommt...
    saisongebundene Arbeit gibts ja im Kigabereich leider noch nicht..
     
  4. asia

    asia Neues Mitglied

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    ....Kälte ist schlecht, Wärme tut gut...das habe ich vorhin vergessen zu schreiben, bei mir ist es genauso. Und am schlimmsten ist die Nässe.

    Nun ja, es ist wirklich jammerschade, daß man die Arbeit, die man gerne macht aus anderen Gründen aufgeben muß. Aber die Gesundheit sollte Dir am wichtigsten sein. Naja, vielleicht wird es unter Medikamenten besser, aber wer weiß?
    Es ist schwer Dir was zu raten. Auf alle Fälle kommt erstmal Sommer, da könntest Du noch vielleicht in Deinem Kindergarten so lange arbeiten-wenn Du es mit Deinem Arbeitgeber klarmachen kannst. In der Zeit kannst Du nach einer anderen Stelle suchen. Leider wirst Du die Kollagenose nicht los, also solltest Du (über kurz oder lang) dafür sorgen, daß Du eine Arbeit hast, die Deine Beschwerden nicht so sehr verschlimmert. Meine Meinung, vielleicht irre ich mich auch.

    LG asia


     
  5. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Colle,
    wie Du schon gesagt hast, nicht kündigen, weil sonst das ALG gesperrt
    wird. Aber Du kannst Dich schon jetzt bei der Reha-Abt. der Arbeits-
    agentur melden und deine Situation schildern. Du kannst einen Antrag
    auf berufliche Rehamaßnahmen stellen (Umschulung, Weiterbildung) und
    bekommst einen Termin beim med. Gutachter der AA. Dazu musst Du
    dann Deine Befunde mitbringen. In der Zwischenzeit kannst Du in Ruhe
    überlegen was Du machen möchtest und Dich beraten lassen.
    lg
    Witty
     
  6. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    Hallo Witty,

    das klingt doch erstmal vielversprechend..
    da ich Samstag allerdings erst aus der Klinik gekommen bin, wird der Bericht wohl noch ein bisschen auf sich warten lassen. Im Blutbild ist bei mir fast nichts zu erkennen.. HLAB27 ist negativ und auch ein Rheumafaktor ist nicht vorhanden. Ansonsten greift halt nur der Bericht der Klinik. Habe mir sagen lassen, dass es bis zu einem Vierteljahr dauert, bis die das an den HA schicken. Den Kurzbericht kann ich aber natürlich schon mitnehmen...
    da steht immerhin eine Diagnose drin.. was mach ich in der Zwischenzeit?? Oder muss ich jetzt tatsächlich "Däumchen drehen" bis der Bericht da ist?

    Trotzdem danke erstmal für den Hinweis..

    Was könnte ich denn eigentlich stattdessen machen??? Hab da so gar keine Vorstellung, da Erzieherin immer mein Traumjob war.....:confused:
     
  7. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Colle,
    schau mal bei google unter www.ausbildungberufchancen.de. Da sind die
    Seiten der AA zum Thema. Du brauchts zum Termin kein keine KH-Berichte
    mitzubringen. Einfach nur beraten lassen, wies weitergehen soll. Der Gut-
    achter fordert selber die Berichte an. Vielleicht kommt für Dich auch eine
    Weiterbildung in Frage. Natürlich nicht im Freien und körperlich zu schwer.
    Kann ich aber natürlich selber nicht beurteilen. Rede einfach mal in Ruhe
    mit den Leuten der Reha-Abt.
     
  8. Kleene

    Kleene Neues Mitglied

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    Hallo colle-shg,

    ich verstehe dich nur zu gut. Mir geht es genauso. Selber kündigen darfst du auf keinen Fall, da es sonst eine Sperre gibt. Es ist schon alle nicht so einfach. Das von deiner Chefin ist echt sehr rücksichtslos, das sie dir jetzt schon mit der Kündigung droht. Wie lange arbeitest du denn schon dort?

    Habe schon Angst vor den Blicken der Kollegen wenn ich wieder dort bin. Bin seit einigen Wochen krankgeschrieben und war heute beim Rheumadoc, der mich noch bis Ende des Monats krankgeschrieben hat. Bin noch in der Probezeit und denke auch, das ich die Kündigung bekomme. Letztes meinte die Chefin zwar, das ich mir erstmal keine Gedanken machen soll, aber wenn ich jetzt dort anrufe und sage das es noch länger geht dann glaub ich an nichts gutes. Ich mag meinen Beruf sehr, aber er ist auch sehr anstrengend und stressig. Arbeite selber im Gesundheitswesen. Stecke mich auch sehr schnell an wenn jemand erkältet ist und bin dann wieder außer Gefächt weil es nicht bei einer Erkältung belibt.
    Wenn ich Arbeitslos werden sollte werde ich auch über eine Rehaumschulung nachdenken da ich auch 80% Gdb habe.

    LG Kleene
     
  9. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    Hallo Ihr,

    erstmal Danke für die vielen Tips hier.
    Mir ist gerade aufgefallen, dass Ihr schon alle ne Einstufung bezüglich des Behinderungsgrades habt... das gibt es... auf Grund des relativ kurzen Zeitraums seit der Diagnose... bei mir noch nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das bei mir anerkannt werden würde. Schließlich hab ich "nur" Spondylarthritis und bei der Kollagenose besteht bisher nur ein Verdacht. Abgesehen davon gehts mir jetzt - nach der Behandlung - ja erstmal recht gut...!
    Reagieren die auch darauf, dass man bestimmte Tätigkeiten wegen Spätschäden nicht mehr ausüben will. bzw. kann? Ich meine, dann gäbe es einige Berufe, in denen keiner arbeiten dürfte......
    Ich glaub immer, meine Beschwerden reichen für so etwas nicht... zumal... wie gesagt... abgesehen von 1 o. 2 Werten nicht mal im Blutbild was ungewöhnliches zu sehen ist... die Diagnose hat sich ja auch erst nach dem Knochenszintigramm endgültig bestätigt...:confused:
     
  10. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Da ist guter Rat teuer

    Was könnte ich denn eigentlich stattdessen machen??? Hab da so gar keine Vorstellung, da Erzieherin immer mein Traumjob war.....:confused:


    Hallo Colle,

    wenn das so ist, ist es natürlich besonders schmerzhaft, dass Du diese Arbeit über kurz oder lang - zumindest an dieser Stelle, also bei Wind und Wetter - nicht mehr machen kannst. Aber wäre nicht eine andere Einrichtung etwas für Dich, z.B. bei einem Bildungsinstitut ode ähnliches? Was hast Du denn für einen Abschluss? Vielleicht kommt ja wirklich eine Weiterbildung in Betracht. Wie die anderen schon geschrieben haben, lass Dich einfach mal beraten. Und vor allem: Führe ein Gespräch mit dem Arbeitgeber. Keine falsche "Bescheidenheit" oder Zurückhaltung. (Ich weiß, die muss man erst einmal überwinden; aber in solch einer Situation hat man letztlich keine andere Wahl und eh nichts zu "verlieren".) Erkläre ihm Deine schwierige Situation. Möglicherweise findet ihr doch einen gemeinsamen Nenner. Ein Versuch ist es jedenfalls wert.

    Wegen dem Grad der Behinderung - frage mal Deinen Hausarzt oder zu wem Du sonst Vertrauen hast, was der dazu meint. Diesen GdB bekommt man nicht wegen einer Diagnose, sondern wegen der Einschränkungen, die man hat. Befunde wollen die auf jeden Fall sehen, und wenn Du (noch) keine aktuellen bei der Hand hast, ist das nicht wirklich schlimm. Du musst sowieso angeben, wo Du in Behandlung bist. Dann werden die Berichte vom Amt für Familie und Soziales (dort muss der Antrag gestellt werden) selber von den zuständigen Ärzten angefordert. So ist jedenfalls mein Kenntnisstand. Ich hoffe, wir können Dir hier ein wenig helfen.

    lg
    Susanne
     
  11. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Colle,
    ein Schwerbehindertenausweis ist für berufliche Rehamaßnahmen nicht
    zwingend. Wichtig ist für Dich im Moment ja Deine berufl. Tätigkeit.
    Noch bist du ja nicht arbeitslos. Aber informieren und Gespräche
    führen kannst Du mit der Reha-Abt.trotzdem schon. Und wie Asia
    schon gesagt hat, kann es Dir mit den Medis auch schon bald wieder
    besser gehen. Da hast Du dann noch viel mehr Perspektiven. Also immer
    mit der Ruhe und nicht verrückt machen.
     
  12. Hanski

    Hanski Neues Mitglied

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    Hallo Colle,

    Jetzt muss ich mal neugierig fragen: Was ist ein Waldkindergarten??

    Zu Deinem Problem - wie Du es ja selber einschätzt, kannst Du die Tätigkeit nicht mehr ausüben, richtig?? Wenn Du Dir darüber aber nicht sicher bist, dann könntest Du den Wiedereinstieg über mehrere Wochen auf verkürzten Arbeitstagen (z. Bsb. halbtags) machen, Betrieb und Kasse zahlen dann jeweils anteilig. Somit hast Du die Chance, es zu probieren. Wenn es nicht geht, dann musst Du halt wieder krankgeschrieben werden.

    Und wenn Dir der "Betrieb" keine andere Tätigkeit anbieten kann, welche zu Deinem Krankheitsbild passt, dann kann (bzw. muss er ja) eine "gesundheitsbedingte Kündigung" aussprechen. Auf jedem Fall aber hat sich der Betrieb an die arbeitsvertraglich vereinbarten od. gesetzlichen Kündigungsfristen zu halten. Keinesfalls kann er Dich zwingen, dass Du kündigst und das solltest Du auch nicht tun. Ggf. lass Dir ein ärztliches Attest austellen, wo drauf steht, welche Tätigkeiten Du aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben kannst. Dies verhindert von vornherein, dass Dir u. U. Arbeitsverweigerung o.ä. unterstellt werden kann.

    Ich war jetzt 3 1/2 Monate zu Hause und versuche nun die nächsten 2-3 Monate Teilzeit (max. 5 Std. / Tag) zu arbeiten. Wenn es gar nicht geht, arbeite ich von daheim. Ich bin leitende Angestellte und das kann also bei der Tätigkeit nicht zur Dauerlösung werden. Insofern ich nach Ablauf der Teilzeit nicht Vollzeit arbeiten kann, weiss ich auch noch nicht, wie es dann weitergeht.

    Eins aber ist gewiss: Es geht immer weiter. Irgendwie. ;)

    Ich wünsche Dir alles Gute!