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Andere Erfahrung mit dem Tod

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Jutta Norden, 24. Januar 2002.

  1. Jutta Norden

    Jutta Norden Guest

    Gestern sind wir (ich und mein Mann) auf ein Schweren Unfall zu gekommen. Es ist eine Frau von einem Auto angefahren und lag am Straßenrand. Als ich da zu kamm fragte ich ob es ein Hund ist, da sich nur eine Person von vielen anderen Personen die da rum standen geholfen hat. Ich kamm näher und sah eine Frau da liegen.
    Ich versuchte den Puls zu spüren aber es war keiner mehr da, der Mann der mit mir da saß meinte das hat kein Zweck mehr.

    Da wir es nicht zu beurteilen haben ob es noch zweck hat oder nicht. Fing ich gleich an mit der Mund zu Mund Beathmung an. Dann der erfolg wir bekammen ein Puls und arbeiten und hielten Ihn. In mir tratt ruhe ein. So das ich mir Ihre Verletzung anschaute. Da war ich ratlos, ich stellte fest das, das linke Bein 6 mal offene Brüche hatte und das recht nur noch von der Strumpfhose gehalten wurde. Da kamm entlich der Rettungswagen. Und nach der Übergabe wollte sie nicht mehr und verstab noch an der Unfallstelle.

    Das war eine andere Erfahrung. Es war nicht bei mir der erste Kampf mit dem Tod, aber die erste Person wo ich die Extremitäten in allen Richtungen liegen sehen habe.

    Auch die ratlosigkeit der Ersthelfer die nur da rum Standen. Gut, wer ist schon tagtäglich mit so eine Situation zusammen. Aber ich hätte ehr verständnis gehabt wenn man gefragt hätte nach der Telefonnummer des Rettungswagen als die Frage
    "welchen Hausarzt hat sie den?"
    Viele Menschen wissen nicht wie man handeln soll und man kann es ihnen fast garnicht verübeln. Sie haben mehr angst etwas falsch zumachen. Aber grade da liegt der punkt, was mir nicht in den Kopf will. Zu zu sehen wie ein Mensch sich Quält und Stirbt als zu helfen. Das kann doch nicht besser sein.

    Die Frau ist nún Tod, meine Version es zu verarbeiten ist die, dass wir sie noch mal zurück geholt haben und sie hat für sich entschieden das sie so nicht mehr leben möchte.


    Gedankliche grüsse Jutta
     
  2. Tina F.

    Tina F. Guest

    liebe jutta,

    es tut mir leid das du dieses erlebnis hattest und es hat mich heut morgen ganz traurig gemacht.
    aber vieleicht ist es dir wirklich ein trost das die frau so nicht leben wollte und sich tief innen selber aufgab.
    mir ist sowas noch niemals passiert, ich weis aber das auch ich helfen würde.
    ich finde du hast viel mut bewiesen jutta.

    ganz liebe grüße
    tina
     
  3. gisela

    gisela Guest

    Hallo Jutta,
    es ist schlimm, das Du so ein Erlebnis hattest, denn so schnell wird Dich das nicht mehr loslassen. Aber Du mußt Dir eins sagen, Du hast wenigstens versucht zu helfen (ok diese Frau ist nachher doch gestorben, aber ..), viele stehen nur rum und sehen zu. Vielleicht hilft Dir das ein bißchen. Ich weis nur eins, ich könnte auch nicht zusehen, irgendetwas kann man immer tun.

    Liebe Grüße auch von mir
    Gisela
     
  4. Bella

    Bella Guest

    Hallo Jutta!

    Ich kann mich meinen beiden Vorrednerinnen nur anschließen. Ich habe letztes Wochenende einen erste Hilfe Kurs besucht, da ich die Bescheinigung zur Abschlußprüfung als Arzthelferin brauchte. Jeder kann was tun, wenn man nichts tut, kann man wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt werden, das mal nur am Rande. Jeder hat Angst was falsch zu machen, würde mir nicht anders gehen. Du kannst stolz auf dich sein Jutta. Es gibt genug Leute, die nur dumm rum stehen und glotzen.

    Viele Grüße,

    Bella
     
  5. Diana

    Diana Guest

    Hallo Jutta,

    die ganze Welt sollte auf dich stolz sein und vorallem du.
    Das kann nicht jeder - mit dem Tod aufzunehmen.Um jedes Leben ist schade. Nur der Gedanke, dass die Frau den Tod gewählt hat soll dich vielleicht beruhigen. Was für ein Leben hätte diese Frau später erwartet. Ein Pflegefall zu sein ist erstens für einem selbst sehr schwer aber auch für die Umgebung.Leider Gottes. Denke nur an die Rollstuhlfahrer. Wie oft müssen sie mit der Gesellschaft kämpfen- wie ratlos die manchmal sind weil die Einrichtungen nicht Rollstuhlgerecht sind. Manchmal ist der Tod eine Befreiung aber nur manchmal.Bin stolz auf dich.

    Liebe Grüsse
    Diana
     
  6. Melanie

    Melanie Guest

    Hallo Jutta,
    ich hatte selbst so eine Erfahrung. Hatte einen schweren Autounfall, halb bewußtlos hab ich gemerkt, wie ganz viele Leute runtherum standen und guckten.
    Es haben dann aber doch welche den Notarzt gerufen und mir geholfen.
    Der Unfallverursacher hat mich nicht einmal im Krankenhaus besucht, schickte seine Vorgesetzte. Die sagte dann doch glatt zu mir, der Unfall hätte auch was Gutes. Ich bekäme ein neues Auto!!!
    Tja, ist jetzt schon 9 Jahre her, damals war meine Tochter gerade geboren.
    Tschüs,
    Melanie