hallo jessimom,
in der regel werden bei der anfangsdiagnostik auch röntgenbilder angefertigt, um einen ist-zustand festzuhalten. sonografisch wird nach entzündungen in den weichteilen geschaut, weil man damit flüssigkeitsansammlungen besser sehen kann als im röntgen. häufig wird, wenn möglich, auch ein komplettcheck gemacht, d.h. lungenfunktionsuntersuchungen und herzdiagnostik (ekg, echo, u.u. auch langzeit-ekg), die dann auch in gewissen abständen kontrolliert werden sollten, um frühzeitig eine mögliche beteiligung beider organe erkennen und behandeln zu können.
ich kann sehr gut verstehen, dass du dein kind nur ungern aus den händen gibst, aber sieh es mal so rum: in der tagesklinik findet eine schnelle und umfassende diagnostik statt, so dass man dort i.d.r. bereits auf eine basismedikation eingestellt wird und es einem mit etwas glück beim verlassen der klinik deutlich besser geht. ambulant kann sich eine diagnostik über monate hinziehen, eine zeit, in der du zunehmend eingeschränkter für dein kind da sein kannst. ich selbst habe fast ein jahr mit ambulanter diagnostik verbracht und bin nicht vorrangekommen, es ging mir dabei zunehmend schlechter, weil sich der schub immer weiter entwickeln konnte. anfangs habe ich die einweisung in die klinik auch abgelehnt, heute sehe ich es so, dass es mir wahrscheinlich einfach noch nicht schlecht genug ging. als ich dann tatsächlich eine einweisung und einen termin zum einrücken hatte (was u.u. auch sehr lange dauern kann), bin ich regelrecht auf allen vieren dorthin gekrochen (wenn man dabei mal ausblendet, dass auch kriechen nicht mehr ging, also nicht wörtlich nehmen), ich war zu dieser zeit nicht mehr in der lage allein meinen alltag zu bewältigen, brauchte beim anziehen hilfe, konnte keine tasse mehr richtig halten, habe 18 stunden (!!!) am tag geschlafen und war auch den rest der zeit nicht wirklich wach. nach 3 tagen in der tagesklinik war die diagnostik so weit fortgeschritten, dass ich bereits medikamente bekam und wieder alltagstauglich war. sicher, bei dir kann es anders sein, es ist einfach nur meine persönliche erfahrung.
als plasmaspenderin fällst du leider aus. ich bin früher auch regelmässig blut spenden gegangen, aber die wollen unser rheumiblut nicht. anfangs dachte ich, dass es nur an den medis liegt, aber so ist es nicht, die wollen das rheumiblut generell nicht. ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass potentielle empfänger in der regel in einem nicht besonders guten konstitutionellen zustand sind, weshalb deren körper u.u. tatsächlich schwierigkeiten mit unseren schrägen antikörpern bekommen könnte. rheuma ist nicht ansteckend oder durch blut übertragbar, dennoch muss sich der körper des empfängers mit den entsprechenden inhaltsstoffen auseinandersetzen. ich denke, die risiken für den empfänger sind nicht enorm hoch, aber die wollen bei den blutbanken vermutlich einfach auf nummer sicher gehen, was ich auch verstehen kann.
lieben gruß
lexxus