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ANA 1:320 und kerngesund?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Chris83, 15. März 2010.

  1. Chris83

    Chris83 Neues Mitglied

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    15. März 2010
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    Hallo zusammen,

    vor kurzem war ich beim Hausarzt und wollte, dass ich mal routinemäßig durchgecheckt werde. Kann ja nie schaden, habe ich mir gedacht. Mir wurde Blut abgenommen und eine Woche später habe ich erfahren, dass ich einen positiven ANA-Wert habe (1:320). Mein Hausarzt meinte, dass ich mir keine Sorgen machen brauche. Er hat mir aber trotzdem gesagt, dass ich unbedingt zu einem Rheumatologen gehen soll, um das abzuklären. Jetzt mache ich mir leider schon Sorgen.

    Was bedeutet dieser Wert? Ich fühle mich kerngesund. Ich habe keinerlei Beschwerden, bin leistungsfähig (ich arbeite 70 - 80 Std / Woche, ohne dass es mich besonders belastet) und treibe viel Sport (Triathlon und Krafttraining).

    Kann man so einen Wert auch haben, wenn man gesund ist?

    Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

    PS: Ich bin 27 Jahre alt, falls das weiterhilft.

    Schöne Grüße
     
  2. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Chris,

    mich wundert, dass ein HA die ANA-Werte bestimmen läßt ohne einen Grund dafür zu haben. Das gehört eigentlich nicht zu einer Routineuntersuchung. In der Rheumatologie haben die ANA eine wichtige Bedeutung bei den entzündlichen rheumatischen Bindegewebserkrankungen bzw. Kollagenosen. Dies sind Autoimmunerkankungen, aber erhöhte ANA können auch bei vielen anderen Autoimmunerkankungen auftauchen. Auch mal in geringer Titerhöhe bei gesunden Verwandten von Autoimmunerkrankten. Einen erhöhten ANA-Titer ohne irgendwelche Symtome wird man auch nicht behandeln. Aber man kann ihn weiterbeobachten (320 ist nicht hoch)und evtl. nach weiteren spezifischen Antikörpern schauen. Habe dir zur Info noch folgenden Text kopiert.

    Antinukleäre Antikörper oder antinukleäre Faktoren sind Sammelbegriffe für Antikörper, die gegen in allen Zellen vorkommende nukleäre Antigene gerichtet sind.
    ANA sind typische Befunde bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen (insbesondere Kollagenosen), kommen jedoch auch bei vielen anderen Autoimmunerkrankungen sowie bei Tumoren oder Virusinfektionen und in niedriger Konzentration (Titer < 1:200) auch bei Gesunden, insbesondere im höheren Lebensalter vor.
    Der Nachweis von ANA mittels indirekter Immunfluoreszenz unter Verwendung von kultivierten Zellen (z.B. Human-Epitheliom Zelle sog. HEp-2-Zellen) gilt als Methode der Wahl.
    Das Immunfluoreszenzmuster der ANA, bedingt durch die unterschiedliche Lokalisation der nukleären Antigene im Zellkern, kann Hinweis auf die Spezifität geben. Wichtige Zielantigene sind ds-DNS und ENA (= extrahierbare nukleäre Antigene). Entsprechende Antikörper sollten bei Verdacht auf Kollagenose bestimmt werden.
    Material: 1 ml Serum (ANA, Ak gegen ENA und ds-DNS)


    ANA ist ein wichtiger diagnostischer Baustein bei Verdacht oder zum Aus-schluss einer Kollagenose.
    Vorkommen von ANA bei rheumatischen und
    nicht-rheumatischen Erkrankungen:
    Krankheitsbild
    ANA-Häufigkeit (%)
    SLE
    95 - 100
    Arzneimittelinduzierter LE
    100
    Discoider LE
    10 - 50
    Subakuter kutaner LE
    20 - 80
    Mixed connective tissue disease
    100
    Systemische Sklerose
    85 - 98
    Poly-/ Dermatomyositis
    40 - 78
    Primäres Sjörgen-Syndrom
    50 - 95
    Rheumatoide Arthritis
    20 - 40
    Felty-Syndrom
    60 - 100
    Juvenile chronische Arthritis
    24 - 67
    Psoriasis-Arthritis
    ca. 15
    Panarteriitis nodosa
    15 - 25
    Diverse Neoplasien
    10 - 30
    Sarkoidose
    5 - 30
    Chronisch-aktive Hepatitis
    25 - 33
    Lungenfibrose, fibrosierende Alveolitis
    20 - 40
    Myasthenia gravis
    40 - 60
    Gesunde Verwandte von SLE-Patienten
    ca. 25
    Gesunde über 60 Jahre
    5 - 30
    Gesunde unter 60 Jahre
    0 - 5

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  3. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. Februar 2008
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    610
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    Aber der Titer isst jetzt nicht so dramatisch und es gibt falsch positive ANA. Deshalb vielleicht der Check beim Rheumatologen.
    Ich würde mir da keine allzu großen Sorgen machen.