Liebe Eltern,
ich hab hier grad so rumgestöbert und bin unglaublich darüber erstaunt, wie toll und mutig ihr mit der Erkrankung eurer Kinder umgeht. "Klar - ist ja unser Kind" werdet ihr euch jetzt denken, dennoch möchte ich das hier festhalten - es kann auch anders sein.
Ich hab mit 2 Jahren cP gekriegt (besser: zu diesem Zeitpunkt wurde es diagnostiziert). Das ist mittlerweile fast 27 Jahre her. Ich habe vier gesunde Geschwister, darunter meine Zwillingsschwester - die auch kerngesund ist. Ich denke, ein krankes Kind kann eine Familie ganz schön durcheinanderbringen. Vor allem leiden die Geschwister, Schattenkinder, enorm darunter. Meine Eltern haben nicht durchgehalten - meine Mama war zwar wahnsinnig stark und hat versucht alles auf die Reihe zu kriegen, doch irgendwie kam irgendwas immer zu kurz - in unserem Fall halt die Ehe meiner Eltern. Meinem Vater war meine Erkrankung so ziemlich egal - daher kam dann der große Bruch und die Ehe scheiterte.
Das Verhältnis zu meiner Mama ist noch immer supergut. Kürzlich hab ich geheiratet und es war wirklich eine unglaublich harte Arbeit für sie, mich loszulassen. Sie hat so lange für mich gesorgt und mir selbst im Erwachsenenalter noch sehr viele Wege abgenommen - Rezepte besorgen, Apotheke, Röntgenbilder abholen usw - saß bei OPs immer an meinem Bett und tröstete mich wenns mal nicht so gut geht. Nun ist mein Ehemann da und obwohl sie weiß, dass es an der Zeit ist die "Verantwortung" an mich selbst und ihn abzugeben, fällts ihr schwer. Ich als Tochter, sage da nur, sie ist die großartigste Mama weltweit.
Mein Vater tut sich da viel schwerer - er möchte mich nach wie vor gesund sehen. Er verleugnet die cP nach so langer Zeit noch immer. Ich kann ihm das aber nicht bieten - und deshalb haben wir ein sehr distanziertes Verhältnis. Aber was solls - ich kanns nicht ändern.
Lange Rede kurzer Sinn - eure Kinder haben wahnsinniges zu bewältigen und sie machen das sicher toll. Es ist wichtig, ein "normales" Familienleben aufrecht zu erhalten. Normaltität hat mir in schweren Zeiten immer geholfen. Ich habe den Eindruck, alle Eltern die hier posten sind so wie meine Mama - und es ist soooo schön, dass zu hören/lesen.
Liebe Grüße an eure Kinder - Trixi
ich hab hier grad so rumgestöbert und bin unglaublich darüber erstaunt, wie toll und mutig ihr mit der Erkrankung eurer Kinder umgeht. "Klar - ist ja unser Kind" werdet ihr euch jetzt denken, dennoch möchte ich das hier festhalten - es kann auch anders sein.
Ich hab mit 2 Jahren cP gekriegt (besser: zu diesem Zeitpunkt wurde es diagnostiziert). Das ist mittlerweile fast 27 Jahre her. Ich habe vier gesunde Geschwister, darunter meine Zwillingsschwester - die auch kerngesund ist. Ich denke, ein krankes Kind kann eine Familie ganz schön durcheinanderbringen. Vor allem leiden die Geschwister, Schattenkinder, enorm darunter. Meine Eltern haben nicht durchgehalten - meine Mama war zwar wahnsinnig stark und hat versucht alles auf die Reihe zu kriegen, doch irgendwie kam irgendwas immer zu kurz - in unserem Fall halt die Ehe meiner Eltern. Meinem Vater war meine Erkrankung so ziemlich egal - daher kam dann der große Bruch und die Ehe scheiterte.
Das Verhältnis zu meiner Mama ist noch immer supergut. Kürzlich hab ich geheiratet und es war wirklich eine unglaublich harte Arbeit für sie, mich loszulassen. Sie hat so lange für mich gesorgt und mir selbst im Erwachsenenalter noch sehr viele Wege abgenommen - Rezepte besorgen, Apotheke, Röntgenbilder abholen usw - saß bei OPs immer an meinem Bett und tröstete mich wenns mal nicht so gut geht. Nun ist mein Ehemann da und obwohl sie weiß, dass es an der Zeit ist die "Verantwortung" an mich selbst und ihn abzugeben, fällts ihr schwer. Ich als Tochter, sage da nur, sie ist die großartigste Mama weltweit.
Mein Vater tut sich da viel schwerer - er möchte mich nach wie vor gesund sehen. Er verleugnet die cP nach so langer Zeit noch immer. Ich kann ihm das aber nicht bieten - und deshalb haben wir ein sehr distanziertes Verhältnis. Aber was solls - ich kanns nicht ändern.
Lange Rede kurzer Sinn - eure Kinder haben wahnsinniges zu bewältigen und sie machen das sicher toll. Es ist wichtig, ein "normales" Familienleben aufrecht zu erhalten. Normaltität hat mir in schweren Zeiten immer geholfen. Ich habe den Eindruck, alle Eltern die hier posten sind so wie meine Mama - und es ist soooo schön, dass zu hören/lesen.
Liebe Grüße an eure Kinder - Trixi