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An alle AOK-Versicherte ab 04.04.2007

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Colana, 24. April 2007.

  1. Colana

    Colana Musikus

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    Wichtige Informationen
    für AOK-Versicherte


    Weshalb Sie
    ab 01.04.07 teilweise
    Medikamente anderer
    Hersteller bekommen


    und . . .

    weshalb Sie manchmal etwas
    länger warten müssen


    und…

    weshalb Sie manchmal noch mal wiederkommen müssen.


    ARZNEIMITTELVERSORGUNG
    PER AUSSCHREIBUNG
    VOM BILLIGSTEN HERSTELLER :

    Seit 1.April 2007 gilt wieder einmal eine neue Gesundheitsreform (GKV-WSG).
    Es wurde beschlossen, dass künftig Arzneimittelhersteller mit den Krankenkassen verstärkt die Preise für Arzneimittel aushandeln. Die AOK hat den Vorreiter gemacht und für 43 Arzneistoffe den billigsten Hersteller in Form einer Ausschreibung gesucht. Nur die billigsten Hersteller erhielten den Zuschlag. Für diese Arzneistoffe gilt folgendes:

    Wer bestimmt, welches Medikament Sie als AOK-Versicherter erhalten?
    Weder Sie, noch Ihr Arzt, noch Ihre Apotheke, sondern Ihre Krankenkasse !

    Beim Arzt :
    Darf mein Arzt mir mein gewohntes Medikament noch verschreiben?
    Ihr Arzt ist gehalten, Ihnen nur noch die Medikamente zu verschreiben, für die Ihre Krankenkasse den höchsten Rabatt erhält. Er soll sich vertraglich hierzu verpflichten, sonst kann er der Kasse gegenüber schadensersatzpflichtig werden.

    Der Arzt kann Ihnen in Ausnahmefällen weiterhin Ihr gewohntes Medikament verordnen, wenn er durch Ankreuzen auf Rezept hierauf besteht.

    In der Apotheke :
    Weshalb darf mir meine Apotheke mein gewohntes Medikament nicht mehr geben?
    Ihre Krankenkasse teilt den Apotheken mit, welche Arzneimittel künftig für AOK-Versicherte abgegeben werden müssen (Listenmedizin) – auch, wenn der Arzt ein anderes Medikament verordnet hat, muß die Apotheke das AOK-Arzneimittel abgeben.

    Ich würde die Differenz gern selbst aufzahlen, wenn ich wieder mein gewohntes Medikament erhalte!

    Es ist der Apotheke nicht erlaubt Ihnen diesen Wunsch zu erfüllen! Selbst wenn es erlaubt wäre, wir könnten es gar nicht, da der Preis, den Ihre Krankenkasse bezahlt, geheim bleibt.

    Weshalb hat meine Apotheke die neuen Medikamente nicht ausreichend vorrätig?

    An den Rabattverträgen mit der AOK haben sich vornehmlich elf "kleinere" Hersteller beteiligt, die bisher zusam- men nur 1,3 % Versorgungsanteil hatten. Diese Firmen müssen nun ab 1.April alle 25,3 Mio AOK-Versicherten versorgen !
    Arzneimittel der großen Generika-Hersteller, die bisher die Versorgung sicherstellten, dürfen künftig an AOK-Versicherte nicht mehr abgegeben werden. Wenn Sie also bisher bspw. ein Medikament von Ratiopharm, Hexal, Stada, Sandoz, Aliud,. . . hatten, so darf Ihnen Ihre Apotheke Ihr gewohntes Medikament nicht mehr geben - selbst wenn es ausreichend vorrätig ist.

    Bei manchen Wirkstoffen - z.B. lebenswichtigen Antibiotika - wurde von der AOK nur ein einziger Hersteller zugelassen, daher sind Lieferprobleme wohl nicht zu vermeiden!
    Ihre Kasse darf jedoch kaum verlangen, dass Sie mit einer lebensbedrohenden Krankheit abwarten bis dieser Hersteller wieder liefern kann! Für diese Fälle müssen unverzüglich praktikable Vereinbarungen getroffen werden!

    Was ist, wenn der billigste Lieferant meiner Krankenkasse nicht ausreichend liefern kann?

    Bisher durfte die Apotheke unter anderen preisgünstigen Arzneimitteln ein wirkstoffgleiches Medikament auswählen, damit Sie schnell versorgt werden. Künftig wird dies wohl nicht mehr möglich sein:
    • Ärzte sollen sich vertraglich verpflichten, dass sie der Apotheke die Abgabe von Medikamenten anderer Hersteller verbieten werden!
    • Die AOK kündigt den Apotheken eine „intensive Beobachtung der Umsetzung dieser Verpflichtung und nötigenfalls die Einleitung geeigneter Maßnahmen“ an!

    Weshalb dauert die Einlösung meines Rezeptes in der Apotheke so lange?

    Schon bisher mussten wir bei jedem Rezept unzählige Prüfungen durchführen. Dabei ging es nicht nur um wichtige Prüfungen die Ihrer Sicherheit dienen, sondern leider überwiegend um die Einhaltung zahlreicher bürokratischer Vorschriften. Diese Bürokratie wird nun durch die beschlossene „Listenmedizin“ nochmals erweitert.
    Da die Liste der abzugebenden Arzneimittel erst drei Wochen vor Inkrafttreten veröffentlicht wurde, ist es unmöglich diese noch rechtzeitig in die Apotheken-EDV einzuarbeiten.
    Offenbar hält man es für durchführbar, dass die Apotheke bei jedem Rezept erst im Internet nachsieht, welches Arzneimittel sie noch abgeben darf.

    Wo kann ich mich beschweren?

    Bitte nicht in der Apotheke oder bei Ihrem Arzt ! Wir müssen nur ausführen, was von der AOK beschlossen wurde !
    Ihre Ansprechpartner :

    AOK-Geschäftsstelle Elmshorn
    Schulstr. 35 (Marktpassage)
    25335 Elmshorn
    Telefon: (0 41 21) 23 99-0
    Telefax: (0 41 21) 23 99-1 99

    AOK-Bundesverband
    Postfach 20 03 44
    53170 Bonn
    Telefon: (02 28) 84 30
    Telefax: (02 28) 84 35 02
    Leiter Öffentlichkeitsarbeit :
    Rainer.Eikel@bv.aok.de

    Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
    Referat Öffentlichkeitsarbeit
    Friedrichstr. 108-110
    10117 Berlin
    Telefon (03018) 441-0
    Fax: 01888-441-490-0
    E-Mail: info@bmg.bund.de



    Das fand ich bei uns auf einer Apotheken-Seite...
    Viele Grüße
    Colana
     
  2. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Die AOK erhält 10% des Verkaufspreises als Rabatt von diesen Herstellern. Es sind Hersteller, die bisher überwiegend im Ausland tätig waren, darunter auch der weltgrößte Generikahersteller. Dieser war nur bisher nicht in Deutschland vertreten.

    Die AOK garantiert die Lieferbarkeit, was noch zu beweisen ist.

    Inzwischen haben andere Kassen, darunter die Barmer und die TK ebenfalls solche Rabattverträge geschlossen, allerdings mit großen Firmen wie beta, AL, Stada usw.

    Das bedeutet für den Patienten eine Umstellung auf andere Marken/Firmen. Es wird auf Dauer nicht möglich sein durch das aut-idem-Kreuz auf dem Rezept, diese Regelung zu unterlaufen. Jedenfalls nicht für eine große Zahl an Patienten.

    Diese Rabattverträge und die Umstellung in der Apotheke ist jedoch keine Idee der AOK. Sie haben das nur zuerst umgesetzt.
    Ausgedacht und in Gesetzesform gebracht wurde es von Ulla Schmidt und ihrem Ministerium. Es ist ein Teil der neuen Gesundheitsreform.
    Nun, sie hat ja im TV gesagt, sie wolle das hohe Niveau der Medizin erhalten. Wie sie das macht, das sieht man wie im Jahre 2004 erst Monate später.
     
  3. Colana

    Colana Musikus

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    Ich hatte mich einfach gewundert, warum ich jetzt plötzlich ne Firma bekam, die ich noch nie in meinem Leben gehört hatte. Gut - mir persönlich ist es egal, aber ich denke eher an die Senioren, die Jahrzehnte lang ihr Medkament bekamen, damit gut zurecht kamen und jetzt vielleicht mit den neuen Medis Probleme bekommen wg der anderen Wirkstoffe - und das ist nicht zu unterschätzen.. Inzwischen kenne ich in meinem engeren Umkreis schon 3 Leutchen, die nicht mit den neuen Medis zurecht kamen und in größte gesundheitliche Probleme gerieten...

    Viele Grüße
    Colana
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    wieder mal hat ULLA gehandelt, ohne die konsequenzen zu bedenken. sie und ihre mitarbeiter haben schlichtweg vergessen, sich mit patientenorganisationen in verbindung zu setzen. auf apotheken und patienten und natürlich auf die docs kommt jetzt viel arbeit, nerven, stress zu....

    denn:
    wer nimmt überhaupt medis?
    klar, patienten, die sie brauchen; überwiegend chronisch kranke, alte, multimorbide... dieser patientenkreis hat die
    preise und damit die kkbeiträge in die höhe getrieben. statt im ministerium mit pharmafirmen knallhart zu verhandeln, um preise zu senken, sollen sich die einzelnen kassen ihre preiswerten partner aussuchen. das ministerium hat keine last, kann alles auf die kassen abschieben und die ministerin kann strahlend im tv verkünden, was sie erreicht hat.

    doch wer denkt dann an die betroffenen? viele patienten brauchen viele medis.
    ich persönlich muss ca. 40 tabl. im laufe des tages einnehmen. ich muss den zeitl. abstand beachten, muss aufpassen, welche lebensmittel ich nicht dazu zu mir nehmen darf etc. viele der tabl. sind lichtempfindlich, d.h. sie dürfen nicht länger als 10 std. ausserhalb der schützenden verpackung sein, viele sind nur begrenzt lagerfähig etc. all das muss ich beachten. null problem für mich, ich und mein tablettenkonsum sind ein eingespieltes team trotz meiner behinderung an den gelenken und meines schlechten sehvermögens. ich krieg das hin und darauf bin ich stolz. ich brauche nur hilfe für die blisterpackung, ich erkenne jede tabl. an form und farbe.
    und nun: neue tabl., fast alle weiss in runder form, wie soll ich die identifizieren? gewiss sie sind billiger, gleicher inhaltstoff, aber nicht gleicher trägerstoff. wie passen sie zusammen. es war so mühsam und langwierig für mich und die docs, die balance unter den einzelnen medis herauszufinden, ohne einen gravierenden zwischenfall zu verursachen. jetzt wird alles infrage gestellt, das konzept wird permanent überarbeitet, wenn nicht gar verworfen werden müssen. wer soll das bearbeiten? der doc hat keine zeit dafür, der apotheker blickt es auch nicht, unmöglich für ihn, denn er weiss nicht, was ich sonst noch schlucken muss. natürlich besorge ich mir die nicht mehr von der kasse gezahlten medis über internet, was bleibt mir auch anderes übrig und selbstverständlich bin ich immer bestrebt, die zuzahlungsgutscheine von sanicare zu nutzen. doch manches muss sofort besorgt werden, also über die apotheke vor ort......
    an all die umstände hat niemand im ministerium gedacht. warum auch? glaubt man, dass sich durch derartige vorschriften die mediausgaben von ganz alleine regeln? medikamentenzwischenfälle müssen dann in krankenhäuser aufgeklärt und behandelt werden. das kann/muss teurer werden als die einsparungen. bei einem tag verweildauer bleibt es nicht......

    gruss
     
  5. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

    Hallo zusammen
    Das ist ja alles richtig - und vor allem ärgerlich
    aber ich muß sagen, das ich davon gar nichts merke.
    Denn :
    nach dem Beitrag hier hab ich mich mal durch die Seiten der AOK geklickt und hin und her telefoniert - siehe da:
    es ändert sich nichts - jedenfalls nicht für mich
    Die meisten meiner Medis ( auch die Wirkstoffe selbst ) gibt es gar nicht bei den "Partnerfirmen" also krieg ich meine Medis weiter.
    Jetzt habe ich zwar einen anderen Magenschutz gekriegt aber der ist auch nicht von den o.g. Firmen
    und wirkt genauso - ist ja auch genau das gleiche drin ( und sieht auch noch fast genauso so aus wie der alte)
    - Shit wollte den Link mit den Partnerseiten hier reinstellen - hab ihn aber nicht mehr -
    heißt AOK Gesundheitspartner oder so ähnlich - werde ihn mal suchen und nachreichen.
    Ich wünsche euch allen, das diese Reform möglichst keine Auswirkungen für euch hat!
    lg Bernd
     
  6. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    jede gs. kk verhandelt selbständig. folglich unterschiedliche partner, die der apotheker berücksichtigen muss.
    das ganze läuft erst an, entwickelt sich im laufe der kommenden monate. vielleicht kooperieren einige kk zusammen?

    schon jetzt gibt es ärger mit den kken, kommt immer auf den jeweiligen sachbearbeiter an. sobald der sich sturr stellt und docs mit briefl. anfragen "bombardiert", mit keiner antwort zufrieden ist, wird auf dauer der patient das nachsehen haben.
    zur zeit sitze ich mitten in so einem chaos. ich habe eine äusserst aggressive cp. der sachbearbeiter will andauernd wissen, warum, wieso, ob das nötig wäre - vorgefertigte briefe an den doc. solange der doc nicht zur zufriedenheit des sachbearbeiters die anfragen beantwortet, gibt es keine leistung. reinste schikane...

    gruss
     
  7. Heute kann ich mal was positives von der AOK berichten.
    Ich sollte mir im Sanitätshaus eine Bandage aussuchen für meine rechte Hand, dann mit Bezeichnung und Preis zur HÄ wegen einem Rezept.
    Heute nun traf mich der Schlag. Trotz schon geleisteter Eigenbeteiligung
    fürs ganze Jahr soll ich für die von mir ausgesuchte Bandage 40 Euro zuzahlen. Ich bin bei der DAK versichert und da ist die Zuzahlung nun mal so hoch. Auch bei der Barmer hätte ich so viel zuzahlen müssen.
    Bei der AOK wäre eine zusätzliche Zuzahlung nicht gegeben.
    Jede Krankenkasse hat halt seine Vor-und Nachteile, genauso wie es bei
    gesetzlichen und privaten Kassen der Fall ist.
    Bald gehe ich nur noch für Zuzahlungen arbeiten, sei es für Medis die mein Mann dringend benötigt und nicht mehr im Leistungskatalog stehen oder für andere Dinge aus der Apotheke (ebenso dringend nötig). Auch wird nur bei Sondenernährung die Nahrung von den KK übernommen, auch wenn
    nur noch diese Nahrung in Frage kommt.
    Ich könnte K....
    LG von Sylke
     
  8. wilanwe

    wilanwe Neues Mitglied

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    Gesundheitsreform und AOK-Versicherte

    Hallo Colana,

    ich finde Deinen Artikel sehr interessant, jedoch kann ich mir das nicht so ganz vorstellen. Vielleicht ist es auch in jedem Bundesland anders? Ich habe bisher, auch nach dem 1.4.2007 jedes Medikament erhalten, welches mein Hausarzt und mein Rheumatologe verordnet hat, obwohl es billigere Generika gibt. Aut idem war auch nicht angekreuzt.

    Wünsche noch eine schöne Woche.

    MfG
    wilanwe
     
  9. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Wilanwe,

    es ist jedoch so... die Krankenkassen verhandeln mit den Firmen, sie suchen die Billigsten aus...

    Mein Mann hat Metformin 850 mg seit Jahren von Hexal bekommen, da diese bis dato am Günstigen waren... Jetzt hat er die Tbl. von einer anderen Firma, von der ich noch nie in meinem Leben etwas gehört habe, denn die sind jetzt am Billigsten...

    Auch meine Schwiegermutter, die wegen ihrer Demenz ein best. Präparat erhält, hat sie nun von einer anderen Firma....

    Vielleicht ist es in Sachsen-Anhalt tatsächlich anders. Hier in Schleswig-Holstein ist diese Regelung zumindest gültig....

    Viele Grüße
    Colana
     
  10. wilanwe

    wilanwe Neues Mitglied

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    Danke für die Antwort

    Hallo Colana,

    zuerst einmal herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich glaube Dir das schon, nur habe ich es selbst noch nicht verspürt. Naja, was noch nicht ist, kann ja noch kommen. Halte Dich auf dem Laufenden.

    Wünsche Dir und Deinen Mann noch einen schönen Abend.

    MfG
    wilanwe
     
  11. wilanwe

    wilanwe Neues Mitglied

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    Die Zeit hat mich eingeholt

    Hallo Colana,

    die Zeit hat mich, oder besser gesagt, meine Frau eingeholt. Ihr geht es wie Deinem Mann. Auch sie hat in der Vergangenheit Metformin 850 mg bekommen. Als sie heute bei ihrer Ärztin war, hat sie es zwar noch verschrieben, aber in der Apotheke sagte man ihr, dass die AOK das nicht mehr bezahlt. Sie hat dafür "glukobon biomo 850 mg" bekommen. Hersteller "biomo farma GmbH in Hennef".
    Ich muß also meine Meinung revidieren, was ich hiermit tue. :eek:Wahrscheinlich hatte ich nur Glück, dass ich meine Medikamente noch alle bekommen habe.

    Wünsche Dir und Deiner Familie noch einen schönen Abend!

    MfG
    wilanwe
     
  12. Colana

    Colana Musikus

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    Lass Dir darüber keine grauen Haare wachsen.

    Liebe Grüße
    Colana
     
  13. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    dazu ein kleines Beispiel aus der Apotheke. Ich kaufte Paracetamol eines unbedeutenden Herstellers, diesmal also nicht von Ratiopharm. Als ich die ersten zwei Tabletten herausdrückte, zerbröselten diese in drei Brocken. Auch alle anderen zerbröckelten in Brocken. Um eine halbe Paracetamol zusammen zu bekommen mußte ich schon sehr geschickt mit dem Messer sägen.

    Was ich damit sagen will: Ich befürchte Qualitätsverluste der low-cost-Hersteller. low-cost= billig

    Vermutlich lassen diese Rabatt gebenden Hersteller ihre Produkte in low-cost-Ländern (Osteuropa) herstellen.

    Ich jedenfalls werde das nächste mal 30 cent lieber drauf zahlen und wieder zu ratiopharm greifen.

    eine ähnliche Geschichte bei dem Produkt Canesten (gegen Fußpilz) der Billighersteller brachte nach sechs Wochen noch keinen Erfolg obwohl die selben Inhaltsstoffe wie in Canesten. Erst als ich wieder Canesten benutzte, hatte ich den Fußpilz nach drei Wochen im Griff.

    kaufste billig, kaufste zweimal

    grmlgrml
     
  14. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Es sind nicht unbedeutende Hersteller. Darunter befinden sich die weltgrößten Generikafirmen, die eben bisher in Deutschland nicht bekannt sind.

    Als die Firma Ratiopharm auf den Markt kam wurden sie als die Billigheimer verteufelt.

    Das unglückliche ist, dass die AOK nicht auf die hiesigen bekannten Generikafirmen zurück gegriffen hat. Die Preise dieser AOK-Vertrags-Firmen sind jedoch nicht billiger als die Preise anderer Firmen wie AL,Beta,Stada...

    Diese Firmen haben (bei gleichen Preisen) der AOK 10 % Rabatt gegeben. Das ist ein Unterschied.

    Im übrigen kommen viele dieser Mittel aus der gleichen Tankstelle. Das heisst sie werden von Hintergrundfirmen hergestellt, die Ratiopharm und die ganzen anderen beliefern. Nur die Firma Hexal hat noch eine weitgehend eigene Herstellung.
     
  15. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    meine ma...

    hat jetzt ein medi verordnet bzw. ausgehändigt bekommen, welches sulfonamide enthalten und die kann sie nicht vertragen....

    sie wunderte sich schon, wieso es ihr so schlecht geht...tja. nun bin ich gespannt, wie diese geschichte weiter geht..(es ging dabei um einen betablocker).

    liebi, die schon angst hat vor der zukunft.....:o
     
  16. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

    Es gibt da eine ganz klare Regelung - wenn man ein Produkt der Vertragsfirmen , trotz gleicher Inhaltsstoffe nicht verträgt oder die Wirkung nicht entsprechend ist, kann der behandelnde Arzt das bestätigen und anschließend das alte Präparat verschreiben.
    Dies muß der Apotheker dann auch abgeben - bei Zweifeln, lasst ihn doch den Doc anrufen ...
    Diese Info habe ich vom Gutachter der Rentenversicherung.
    lg Bernd