A
anko
Guest
Hallo,
war gestern auf einern Rheumainfoveranstaltung der IKK. Es wurde von einer Ärztin der Rheumaklinik in Bad Bramstedt zum Thema Rheuma referiert. Die unterschiedlichen Krankheitsbilder bei Rheuma und auch was zu den Behandlungsmethoden.
Ich habe einiges Mitgeschrieben. Ich weiß, ihr seit alles alte Hasen, aber ich habe gedacht vielleicht ist ja für den einen oder anderen doch etwas dabei. Wenn nicht, dann teilt mir das ruhig mit, dann brauche ich mir nächstes mal nicht die Mühe zu machen......
Zum Thema C O R T I S O N hat sie gesagt, das man zur Vorbeugung von Nebenwirkungen (insbesondere wohl Osteoperose) Calzium nehmen soll. Vom ersten Tag der Cortisonbehandlung, wenn die Behandlung über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen und mehr geplant ist. Dosis 1000 mg, über 60 Jährige sogar 1500. In der dunklen Jahreszeit soll man auch Vitamin D dazu nehmen, da das Vitam D für die bessere Nutzung des Kalziums im Körper zuständig ist. Da Vitamin D durch Sonnenbestrahlung im Körper erstellt wird, fehlt es dem Körper in der dunklen Jahreszeit.
Cortison in Verbindung mit Diclofenac (etc) ergibt ein 14 faches Risiko ein Magengeschwür zu bekommen.
N E B E N W I R K U N G E N bei M T X.
In der Klinik gibt man bei allen MTX Patienten immer Folsäure dazu, da die Gabe von MTX den körpereigenen Folsäuregehalt senkt. Durch die Zugabe von Folsäure (in der gleichen Menge wie MTX gegeben wird, einen Tag nach der Gabe von MTX) werden die Leberwerte verbessert. Sie sprach davon, das die Leberwerte wieder auf 1/3 der Werte ohne Folsäuregabe sinken können. Habe gedacht, das ist vielleicht für einige Interessant, da doch einige hier über zu hohe Leberwerte unter MTX leiden.
Zudem hat sie gesagt, das MTX allein wohl gar nicht für die hohen Leberwerte zuständig ist, sonder MTX in Kombination mit NSAR zu extrem hohen Leberwerten führt.
COX2 Hemmer (Vioxx, Celebrex)
Man hat festgestellt, das die so gepriesene bessere Magenverträglich nur gegeben ist, wenn die Behandlung weniger als 6 Monate beträgt. Danach nimmt sie sich nichts mit anderen Mitteln.
Nachteil: mögl. hoher Blutdruck und Wassereinlagerungen in den Beinen. Zudem viel teurer als alternative Medikamente.
NTFa Blocker (Remicade/Enebrel)
Diese Mittel bewirken einen direkten Angriff auf die entzündungsfördernden Botenstoffe. Wird angewendet, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind, oder nicht vertragen werden.
Nachteile: Langzeitwirkungen unbekannt (da neues Medikament) und hohe Infektionsgefahr (z.B. bereits ausgeheilte Tuberkolose kann wieder ausbrechen, Zahnwurzelentzündungen "explodieren" etc.) Zudem extrem hohe Kosten. Eine Behandlung mit MTX, Gold etc. kostet ca. bis zu 1.500 Euro im Jahr. Eine Behanlung mit NTFa Blockern zwischen 20.000 und 40.000 Euro im Jahr. Ihr ist allerdings noch kein Fall bekann, in dem die Krankenkasse die Behandlung abgelehnt hat.
Auf die Frage aus dem Zuhörerkreis, ob man denn immer Medikamte nehmen muss und auch regelmäßig geröngt werd muss auch wenn man keine Entzündungen hat wurde gesagt: Ja, auch die jährlichen Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen sind wichtig, da das Zerfressen der Knochen unabhängig von den akuten Entzündungen verläuft. Man hat wohl noch nicht rausgefunden, was diesen Prozess verursacht.
Beim Kernspinn kann man bereits Schäden endecken, die noch so gering sind, das sie auf einen Röntgenaufnahme nicht erkannt werden.
So, ich hoffe ich habe euch nicht zu doll gelangweilt, und vielleicht war ja doch etwas dabei. Wenn nicht, dann wünsche ich euch zumindest noch eine schöne Vorweihnachtszeit und ein nicht zu stressiges Weihnachtsfest.
Ach, so. Und natürlich alles nach besten Wissen und Gewisssen mitgeschrieben, kann aber für nichts garantieren........... ;-)
Gruß
Anja
war gestern auf einern Rheumainfoveranstaltung der IKK. Es wurde von einer Ärztin der Rheumaklinik in Bad Bramstedt zum Thema Rheuma referiert. Die unterschiedlichen Krankheitsbilder bei Rheuma und auch was zu den Behandlungsmethoden.
Ich habe einiges Mitgeschrieben. Ich weiß, ihr seit alles alte Hasen, aber ich habe gedacht vielleicht ist ja für den einen oder anderen doch etwas dabei. Wenn nicht, dann teilt mir das ruhig mit, dann brauche ich mir nächstes mal nicht die Mühe zu machen......
Zum Thema C O R T I S O N hat sie gesagt, das man zur Vorbeugung von Nebenwirkungen (insbesondere wohl Osteoperose) Calzium nehmen soll. Vom ersten Tag der Cortisonbehandlung, wenn die Behandlung über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen und mehr geplant ist. Dosis 1000 mg, über 60 Jährige sogar 1500. In der dunklen Jahreszeit soll man auch Vitamin D dazu nehmen, da das Vitam D für die bessere Nutzung des Kalziums im Körper zuständig ist. Da Vitamin D durch Sonnenbestrahlung im Körper erstellt wird, fehlt es dem Körper in der dunklen Jahreszeit.
Cortison in Verbindung mit Diclofenac (etc) ergibt ein 14 faches Risiko ein Magengeschwür zu bekommen.
N E B E N W I R K U N G E N bei M T X.
In der Klinik gibt man bei allen MTX Patienten immer Folsäure dazu, da die Gabe von MTX den körpereigenen Folsäuregehalt senkt. Durch die Zugabe von Folsäure (in der gleichen Menge wie MTX gegeben wird, einen Tag nach der Gabe von MTX) werden die Leberwerte verbessert. Sie sprach davon, das die Leberwerte wieder auf 1/3 der Werte ohne Folsäuregabe sinken können. Habe gedacht, das ist vielleicht für einige Interessant, da doch einige hier über zu hohe Leberwerte unter MTX leiden.
Zudem hat sie gesagt, das MTX allein wohl gar nicht für die hohen Leberwerte zuständig ist, sonder MTX in Kombination mit NSAR zu extrem hohen Leberwerten führt.
COX2 Hemmer (Vioxx, Celebrex)
Man hat festgestellt, das die so gepriesene bessere Magenverträglich nur gegeben ist, wenn die Behandlung weniger als 6 Monate beträgt. Danach nimmt sie sich nichts mit anderen Mitteln.
Nachteil: mögl. hoher Blutdruck und Wassereinlagerungen in den Beinen. Zudem viel teurer als alternative Medikamente.
NTFa Blocker (Remicade/Enebrel)
Diese Mittel bewirken einen direkten Angriff auf die entzündungsfördernden Botenstoffe. Wird angewendet, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind, oder nicht vertragen werden.
Nachteile: Langzeitwirkungen unbekannt (da neues Medikament) und hohe Infektionsgefahr (z.B. bereits ausgeheilte Tuberkolose kann wieder ausbrechen, Zahnwurzelentzündungen "explodieren" etc.) Zudem extrem hohe Kosten. Eine Behandlung mit MTX, Gold etc. kostet ca. bis zu 1.500 Euro im Jahr. Eine Behanlung mit NTFa Blockern zwischen 20.000 und 40.000 Euro im Jahr. Ihr ist allerdings noch kein Fall bekann, in dem die Krankenkasse die Behandlung abgelehnt hat.
Auf die Frage aus dem Zuhörerkreis, ob man denn immer Medikamte nehmen muss und auch regelmäßig geröngt werd muss auch wenn man keine Entzündungen hat wurde gesagt: Ja, auch die jährlichen Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen sind wichtig, da das Zerfressen der Knochen unabhängig von den akuten Entzündungen verläuft. Man hat wohl noch nicht rausgefunden, was diesen Prozess verursacht.
Beim Kernspinn kann man bereits Schäden endecken, die noch so gering sind, das sie auf einen Röntgenaufnahme nicht erkannt werden.
So, ich hoffe ich habe euch nicht zu doll gelangweilt, und vielleicht war ja doch etwas dabei. Wenn nicht, dann wünsche ich euch zumindest noch eine schöne Vorweihnachtszeit und ein nicht zu stressiges Weihnachtsfest.
Ach, so. Und natürlich alles nach besten Wissen und Gewisssen mitgeschrieben, kann aber für nichts garantieren........... ;-)
Gruß
Anja