Hallo,
seit ich im August Sulfasalazin genommen hatte, ging bei mir der Schwindel los. Erst, beim hochdosieren, mehr Benommenheit, bei der vollen Dosis dauerhaft. Inzwischen habe ich das Medikament schon gut vier Wochen abgesetzt, der Schwindel ist geblieben. Nun habe ich schon MRT und Neurologe hinter mir (HNO kommt noch, der Neurologe meinte aber, dass da wohl auch nix gefunden wird), alles ok. Meine Hausärztin hatte die üblichen Untersuchungen gemacht (EKG, Gleichgewichtstest, etc.) und auch ein Medikament verordnet, was leider nicht wirkte.
Der Neurologe meinte nun, evtl. sei duch das Rheuma Basismedikament getriggert der Schwindel quasi "hängen geblieben", vom Körper also gelernt. Daheim habe ich mich ein wenig schlau gelesen und habe Interessantes dazu gefunden. Und mich natürlich gefragt, was mir da so den Boden unter den Füssen weggezogen hat, mich so ins Schwanken gebracht hat, mein Gleichgewicht gestört hat.
Da fiel mir ein, wie sehr mich der "Empfang" meiner Hausärztin nach dem Krankenhausaufenthalt (zur Rheumadiagnostik, angeschoben durch die Schmerzambulanz) erschüttert hatte, als sie meinte, diese Diagnose (PsA) würde von den niedergelassenen Rheumatologen nicht anerkannt, da sich anscheinend die Rheumatologen mit dem Krankenhaus nicht grün sind. Dies wurde mir inzw. leider auch noch mal von der Rheumatologin vom Krankenhaus bestätigt, dass es da wohl ziemliche Probleme gibt.
Ich hatte sie in meiner Schwindel-Not selber noch einmal kontaktiert, weil meine Hausärztin dies für unnötig fand und auch vermittelt, dass sie wohl auf Seiten der niedergelassenen Rheumatologen steht (sie hat mich deswegen auch regelrecht ausgeschimpft, weil ich so eigenmächtig war...). Aber die Therapie mit Sulfa hatte sie trotzdem begonnen....
Einen Termin bei meiner bisherigen niedergelassenen Rheumatologin habe ich erst im Feb. 16, vorher war nichts zu machen, selbst durch die Krankenkasse nicht.
Die Basistherapie habe ich ja nun nach der Rücksprache mit der KH-Rheumatologin beendet, es bleiben noch Arcoxia (+ Pantoprazol). Ich bin zum ersten Mal seit langem relativ schmerzfrei, was für mich eigentlich die Richtigkeit der Diagnose bestätigt, zudem habe ich großes Vertrauen zur Krankenhausrheumatologin.
Aber dieser Konflik scheint mir mehr zu schaffen zu machen, als ich dachte.
Als ich las, das meine Hausärztin auf die Überweisung wieder nur "Verdacht auf PsA" schrieb und dann die Uraltdiagnosen somatoforme Schmerzstörung, Fibromyalgie und reaktive Depression (von meiner niedergelassenen Rheumatologin) als gesichert dazuschrieb, fand ich das nicht ok. In der Schmerzambulanz im Frühjahr (die ich auch im Alleingang konsultiert habe, meine Hausärztin war davon ebenfalls nicht begeistert) wurde mir bestätigt, dass ich eindeutig keine Depression hätte!
Ich fürchte, ich werde da wieder in eine Ecke geschoben (alles psychosomatisch) und es gibt nachfolgend keine weitere wirksame Hilfe. So wie ich das in den langen Jahren meiner Schmerzen schon erlebt habe. Seit der PsA -Diagnose weiß ich, dass das was ich an heftigen Schmerzen empfunden hatte, durchaus körperliche Ursachen hatte, man kann es sehen (wenn auch teilweise minimal - bei mir spielt sich vieles an der Sehenen ab). Was mir fehlt ist HLAB 27.
Daher meine Frage, damit ich evtl. im Gespräch meine Hausärztin dazu ansprechen kann (wenn ich den Mut dazu finde...):
Kann man bei einer Verdachtsdiagnose ein Basismedikament verordnen?? Ich würde einfach gerne Klarheit haben, was die Diagnose angeht. Vielleicht finde ich dann auch mein Gleichgewicht wieder???
Oder hat noch jemand eine Idee gegen den Dauer-Schwankschwindel??
Liebe Grüße
Bine
seit ich im August Sulfasalazin genommen hatte, ging bei mir der Schwindel los. Erst, beim hochdosieren, mehr Benommenheit, bei der vollen Dosis dauerhaft. Inzwischen habe ich das Medikament schon gut vier Wochen abgesetzt, der Schwindel ist geblieben. Nun habe ich schon MRT und Neurologe hinter mir (HNO kommt noch, der Neurologe meinte aber, dass da wohl auch nix gefunden wird), alles ok. Meine Hausärztin hatte die üblichen Untersuchungen gemacht (EKG, Gleichgewichtstest, etc.) und auch ein Medikament verordnet, was leider nicht wirkte.
Der Neurologe meinte nun, evtl. sei duch das Rheuma Basismedikament getriggert der Schwindel quasi "hängen geblieben", vom Körper also gelernt. Daheim habe ich mich ein wenig schlau gelesen und habe Interessantes dazu gefunden. Und mich natürlich gefragt, was mir da so den Boden unter den Füssen weggezogen hat, mich so ins Schwanken gebracht hat, mein Gleichgewicht gestört hat.
Da fiel mir ein, wie sehr mich der "Empfang" meiner Hausärztin nach dem Krankenhausaufenthalt (zur Rheumadiagnostik, angeschoben durch die Schmerzambulanz) erschüttert hatte, als sie meinte, diese Diagnose (PsA) würde von den niedergelassenen Rheumatologen nicht anerkannt, da sich anscheinend die Rheumatologen mit dem Krankenhaus nicht grün sind. Dies wurde mir inzw. leider auch noch mal von der Rheumatologin vom Krankenhaus bestätigt, dass es da wohl ziemliche Probleme gibt.
Ich hatte sie in meiner Schwindel-Not selber noch einmal kontaktiert, weil meine Hausärztin dies für unnötig fand und auch vermittelt, dass sie wohl auf Seiten der niedergelassenen Rheumatologen steht (sie hat mich deswegen auch regelrecht ausgeschimpft, weil ich so eigenmächtig war...). Aber die Therapie mit Sulfa hatte sie trotzdem begonnen....
Einen Termin bei meiner bisherigen niedergelassenen Rheumatologin habe ich erst im Feb. 16, vorher war nichts zu machen, selbst durch die Krankenkasse nicht.
Die Basistherapie habe ich ja nun nach der Rücksprache mit der KH-Rheumatologin beendet, es bleiben noch Arcoxia (+ Pantoprazol). Ich bin zum ersten Mal seit langem relativ schmerzfrei, was für mich eigentlich die Richtigkeit der Diagnose bestätigt, zudem habe ich großes Vertrauen zur Krankenhausrheumatologin.
Aber dieser Konflik scheint mir mehr zu schaffen zu machen, als ich dachte.
Als ich las, das meine Hausärztin auf die Überweisung wieder nur "Verdacht auf PsA" schrieb und dann die Uraltdiagnosen somatoforme Schmerzstörung, Fibromyalgie und reaktive Depression (von meiner niedergelassenen Rheumatologin) als gesichert dazuschrieb, fand ich das nicht ok. In der Schmerzambulanz im Frühjahr (die ich auch im Alleingang konsultiert habe, meine Hausärztin war davon ebenfalls nicht begeistert) wurde mir bestätigt, dass ich eindeutig keine Depression hätte!
Ich fürchte, ich werde da wieder in eine Ecke geschoben (alles psychosomatisch) und es gibt nachfolgend keine weitere wirksame Hilfe. So wie ich das in den langen Jahren meiner Schmerzen schon erlebt habe. Seit der PsA -Diagnose weiß ich, dass das was ich an heftigen Schmerzen empfunden hatte, durchaus körperliche Ursachen hatte, man kann es sehen (wenn auch teilweise minimal - bei mir spielt sich vieles an der Sehenen ab). Was mir fehlt ist HLAB 27.
Daher meine Frage, damit ich evtl. im Gespräch meine Hausärztin dazu ansprechen kann (wenn ich den Mut dazu finde...):
Kann man bei einer Verdachtsdiagnose ein Basismedikament verordnen?? Ich würde einfach gerne Klarheit haben, was die Diagnose angeht. Vielleicht finde ich dann auch mein Gleichgewicht wieder???
Oder hat noch jemand eine Idee gegen den Dauer-Schwankschwindel??
Liebe Grüße
Bine
Zuletzt bearbeitet:
. Ich musste mir ein komplett neues Ärzteteam aufbauen.