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Ärger auf der Arbeit ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Motawa1, 16. Oktober 2006.

  1. Motawa1

    Motawa1 Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    so, nachdem ich es geschafft habe nun endlich meinen Urlaub zu bekommen ist es jetzt für mich an der Zeit mir ein wenig Hilfe zu holen. Vielleicht habt ihr ja Tipps und Ratschläge parat ?

    Folgendes Problem:

    Seit 1999 habe ich eine HLAB27 pos. spondylarthropathie mit per. Gelenkbeteiligung, 2 Bandscheibenvorfälle und wegen eines in der Jugend durchgemachten Morbus scheuermann, chondrosen, osteochondrosen etc.(60% +G)

    Seit 2004 arbeite ich bei meinem heutigen Arbeitgeber und seit 08.2005 habe ich eine unbefristete Stelle mit theoretischen 38.5 hr/Woche.

    Seitdem hat sich meine Arbeit allerdings sehr gewandelt. War ich vorher "nur" für das verteilen und bestellen des Essens zuständig, muss ich heute mit meinen Küchenhilfen bis zu 150 Essen pro tag zaubern. Nachdem die Küchenhilfen nun auch öfters krank sind bleibt das ganze an mir hängen, d.h. schlimmstenfalls muss ich alles alleine machen und das schaffe ich leider nicht.

    Nun habe ich mich mehrmals an meinen arbeitgeber gewandt und ihm gesagt, dass es so nicht geht. Auch habe ich meine schwerbehinderung zum Thema gemacht und ihm deutlich gesagt, dass die arbeit wenn Sie immer mehr wird, in der gleichen zeit, einfach nicht mehr zu schaffen ist.

    Hinzukommt, dass ich mit Überstunden an die 190 Stunden arbeiten muss, diese aber bis heute nicht abbummeln kann, ausbezahlt werden sie soundso nicht.

    Bezahlung ist unter Tarif, auf eine Gehaltserhöhung angesprochen, wegen der geänderten Tätigkeitsgebiete, kam nur ein " wir reden in 6 Monaten mal darüber".
    Weiter wurde klargestellt, dass es weitere Küchenhilfen derzeit auf dem hiesigen Arbeitsmarkt nicht gibt, also keine Entlastung in nächster zeit.

    Vor 2 Wochen habe ich mir nun auf der Arbeit nen Brustwirbel angeknackst, bin aber trotzdem weiter arbeiten gegangen.

    Vor meinem Urlaub hat mich dann der Chef nochmal einbestellt und mir klar gemacht, dass es in nächster zeit keine neuen arbeitskräfte geben wird und meine Bezahlung gleich bleibt.

    Und nun ? Heißt das ich arbeite jetzt solange bis ich absolut kaputt bin und entweder wieder einen MonsterSchub bekomme oder ich kündige ?

    Was macht man in einem solchen Fall ?

    danke für Eure Hilfe !

    Liebe Grüße
    Thomas
     
  2. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    Hallo Thomas,
    einen wirklichen Rat habe ich für dich leider nicht,aber was ich da lese regt mich tierisch auf.
    Zunächst mal halte ich für völligen Quatsch daß es keine Arbeitskräfte für diesen Bereich gibt.
    Er müßte ja nur eine Anzeige schalten und schon laufen sie ihm die Tür ein.

    Und solange du für zwei arbeitest läuft der Laden doch,warum sollte er also etwas ändern?
    Für deinen Chef muß es wohl erst spürbare Einbrüche geben,wie z.B. daß du wegen eines Schubs ausfällst.

    Ach,da fällt mir doch noch was ein...ist es nicht so daß man ab 50% keine Überstunden mehr leisten muß und einen höheren Anspruch auf Urlaub hat und diverse andere Vorteile?
    Bist du vielleicht im VDK?
    Soweit ich weiß kann man sich mit solchen Problemen auch an die wenden.
    Evtl. ist auch die/der Gleichstellungsbeauftragte Ansprechpartner,das weiß ich aber nicht sicher.

    Ich zumindest würde mich mal nach Hilfe von außen umsehen.
    Ist natürlich eine Gradwanderung da man ja auch nicht seinen Job riskieren will.
    Obwohl du mit deinen 60% allerdings auch nicht so eben mal kündbar bist.

    Ich drücke die Daumen und wünsche dir viel Glück und Erfolg bei der Durchsetzung deiner Interessen.

    Lieben Gruß,
    Diana

    PS: Hier mal ein link
    http://www.integrationsaemter.de/webcom/show_article.php/_c-527/i.html
    Hört sich recht gut an was die anbieten.
     
    #2 16. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 16. Oktober 2006
  3. Motawa1

    Motawa1 Neues Mitglied

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    Re. Ärger undso

    Hallo Diana, danke für deine Antwort.

    Soweit ich weiß kann ich mich auf Antrag, den der Arbeitgeber nicht ablehnen darf, von mehararbeit befreien lassen. Das ist schon ein ziemlich radikaler schnitt und für den Arbeitgeber (aus seineer Sicht) eine ziemliche Zumutung.

    Ich hatte letzte woche bereits ein beratungsgespräch beim Integrationsfachdienst und diese Woche wieder. allerdings war die Art eher zurückhaltend, denn alles was Sie machen können ist quasi beraten. Rechtliche Mittel stehen ihnen nicht zur verfügung.

    was dann soviel heißt wie: " Wir reden gerne mit ihrem arbeitgeber, was dann allerdings zurückkommt, wenn die damen und Herren des Integrationsfachdienstes nicht mehr da sind, steht auf einem anderen Blatt".

    Mit 60 % ist man dank des erweiterten Kündigungsschutzes auch nicht ohne weiteres kündbar. Aber ich habe schon erlebt, wie man einem das arbeiten zur Hölle machen kann und glaube nicht, dass ich Mobbing oder ähnliches lange aushalten könnte.

    Das mit dem VDK habe ich noch nicht probiert, da werde ich mich heute mal sclau machen, was die so im Angebot haben.

    Falls dir noch was einfällt, dann immer her damit, bin für jede Idee dankbar.

    Liebe Grüße
    Thomas
     
  4. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    Hi Thomas,
    hatte auch die evtl. nachfolgenden Probleme wie Mobbing etc. im Hinterkopf,daher meine Bemerkung von wegen Gradwanderung.

    Auch die Reaktion deines Integrationsamt habe ich mir so in etwa gedacht.Klar,die können versuchen was zu tun aber was dann kommt steht auf einem anderen Blatt.....

    Das ist eine richtig schöne Sch**** Situation in der du da bist:(

    Ich hoffe und denke mal da werden sich noch andere zu äußern.
    Denn ich muß auch sagen daß ich mit sowas überhaupt nicht praxiserfahren bin.

    Aber ich weiß was es heißt wenn die Erkrankung durch zu viel,zu schwere Arbeit hochaktiv wird.Und ich dann Monate brauchte,um wieder auf die Füße zu kommen.
    Ich bin neben den anderen zahlreichen Beschwerden,wie wir sie alle kennen,dann immer wie ein Messer nach vorne gekippt und konnte weder aufrecht gehen noch stehen.
    Innerhalb weniger Wochen war ich "verbraucht",das habe ich zweimal mitgemacht.

    Habe übrigens die gleichen Diagnosen wie du,außer dem Scheuermann;)
    Meine 2 BSVs sind in der HWS mit mittlerweile Knochenanbauten.

    Lieben Gruß und toi toi toi,
    Diana
     
  5. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Thomas,

    vorab: Nein, ich weiß leider keinen Rat :o


    Wie Du schon selbst geschrieben hast, kann man in der Theorie mit dem Arbeitgeber reden und die Situation darstellen. Die Praxis sieht häufig anders aus. Man muß niemanden kündigen, um ihn loszuwerden... :(




    Ich denke, daß es genau darauf hinauslaufen wird.


    Kleine persönliche Geschichte dazu:
    1993 habe ich meine Fortbildung zum gehobenen Dienst begonnen, 1994 kamen zwei KH-Aufenthalte (zusammen 9 Wochen) sowie diverse Wochenende, an denen ich die Blutwäsche habe durchführen lassen, damit ich in der Woche nicht fehlen musste.

    Ich hatte keine Möglichkeit 100% Kraft einzusetzen und 100% Ergebnis rauszubekommen. Das Gleichgewicht rutschte und aus 100% Arbeitseinsatz wurden ganz rapide nur noch 70% Ergebnis, weil ich es körperlich nicht mehr schaffte und je ich mich bemühte, desto mehr ging es körperlich bergab.

    Hinzu kam das Mobben der Kollegen, was mir zu dem Zeitpunkt niemand glaubte.

    Mitte 1995 sagte der Stellvertretende Abteilungsleiter "Entweder gehen Sie freiwillig (in Rente) oder wir verheizen Sie. Sie haben die Wahl!"

    Natürlich hatte er auch das nicht gesagt, logisch ;)

    Ergebnis: Ich wurde rückwirkend für November 1995 berentet, nach nur 3 Monate Prüfung der BfA, meine Situation war eindeutig.


    Es gibt sehr selten verständnisvolle Arbeitgeber, die wissen, daß sie bei entsprechender Unterstützung des kranken Arbeitnehmers auch eine gute Arbeitsleistung erwarten können....ein Traum jedes Arbeitnehmers ;)
    Die Praxis sieht häufig anders aus und genau das ist das Problem.


    Lieber Thomas, ich weiß nicht was ich Dir raten kann. Deine jetzige Situation ist bescheiden und lange Zeit wirst Du das Pensum nicht schaffen, das weisst Du selbst.

    Ich weiß nicht, ob es möglich ist: Aber kannst Du Dich auf eine andere Stelle bewerben und hoffen, daß es erträglicher wird?

    Liebe Grüße
    Sabinerin
     
  6. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    und es wundert mich immer wieder, wie wenig manche Menschen über ihre Recht bescheid wissen.

    Mit solchen Problemen geht man zu einem Anwalt für Arbeitsrecht, lässt sich mal richtig beraten und der wird dann schon wissen, wie man vorgeht. Dafür hat man wohl hoffentlich eine Rechtsschutzversicherung oder man zahlt die € 50 Beratung selbst.

    Jammern bringt nichts, also Aktion starten und wenn man weiss, was richtig und nicht gut ist, kann man sich wehren................... auf den Job kannste eh verzichten. Ich würde mal so vorgehen und dann schaun mer mal.

    Alles Gute,

    Pumpkin:)
     
  7. Sigi

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    Hallo Thomas,

    es ist doch erstaunlich,was Menschen mit sich machen lassen :eek:.
    Dein Arbeitgeber hat es doch gut. Er hat eine Arbeitskraft,die er schikanieren kann,die arbeitet für 3 usw.
    Solange Du das mitmachst und nicht auf den Tisch haust,hast Du keine Chance,dass sich was ändert. Wenn Du sogar mit angeknacksten Wirbel arbeiten gehst,was will ein Arbeitgeber mehr?
    Ich weiß,da ist die Angst im Nacken,arbeitslos zu werden,aber Arbeit auf Kosten meiner Gesundheit?????? Nein!
    Wieso hast Du Dich nicht krankschreiben lassen? Dann muß Dein Arbeitgeber zusehen,wie er fertig wird.
    Guck mal hier:
    http://www.google.de/search?client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial_s&hl=de&q=abfeiern+von+%C3%9Cberstunden&meta=&btnG=Google-Suche

    Da steht ganz viel drüber,nur lesen müßtest Du es selber
    :)

    Also,lass Dich nicht unterkriegen und wehre Dich :),denn solange man sich alles gefallen läßt,ändert sich nichts!

    Ganz liebe Grüße und viel Kraft für Dich
    Sigrun
     
  8. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallöchen Uschi,

    m.E. gibt es zwei Probleme:

    Zum einen "Recht haben und Recht bekommen" und zum anderen "Recht bekommen und damit im Alltag leben".

    Natürlich sollte man sich nichts gefallen lassen, aber es ist ein schmaler Grat. Warum sollte ein Arbeitgeber in der heutigen Zeit einen "aufmüpfigen Arbeitnehmer" hinnehmen? Natürlich kann man mit Anwälten und mit dem Gerichten versuchen sein Recht zu bekommen (wenn man es bekommt), aber damit dürfte die Arbeit weder leichter, noch das Miteinander angenehmer werden.

    Eine fachliche Beratung ist gut und wichtig.

    LG
    Sabinerin
     
  9. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    Hallo zusammen,
    neben meiner Zustimmung zu Sabinerins Einwänden bin ich auch der Meinung,daß es uns sicher nicht zusteht pauschal zu sagen,jemand hätte diesen oder jenen Job nicht nötig.
    Die Wenigsten sind wohl in der glücklichen Lage,alles hinschmeißen zu können,ohne in Existensnöte zu kommen.

    Und ich z.B. hätte keine Rechtsschutzversicherung für so einen Fall,wäre ich erwerbstätig,ganz einfach weil ich sie mir nicht leisten kann/könnte.

    Liebe Grüße,
    Diana
     
  10. Antje Müller

    Antje Müller Neues Mitglied

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    Hallo Thomas,

    ich kann mich nur einigen anderen anschließen, beraten lassen würde ich mich auf jeden Fall von einem Anwalt. Aber gleich gegen den Arbeitgeber vorgehen würde ich nicht. Es gibt immer 2 Seiten und jede der beiden Parteien hat aus seiner Sicht recht.

    Was die Rechtschutzversicherung an geht, Diana, wir haben eine die kostet glaube ich weniger als 50€ im Monat. Wenn man voll arbeitet können sich die meisten Leute das leisten, denke ich jedenfalls. (Ich bin aus Potsdam und verdiene ein Ost-Gehalt- ca. 90% von gleicher Tätigkeit im Westen). Aber jeder muss für sich planen und entscheiden was ihm wichtig ist und was er /sie für notwendig hällt.

    Thomas, die angknacksten Wirbel wären doch ein Dienstunfall, warum bist du nicht zum Arzt gegeangen. Die Kosten hätte die Unfallvers. der Berufsgenossenschaft bezahlt und für bleibende Schäden wärst du auch besser abgesichert.

    Aber lass dich nicht unterkriegen. Ich wünsche dir viel Glück.

    Antje
     
  11. Fairlady

    Fairlady Neues Mitglied

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    Hallo Thomas,

    was du so alles mitmachst, kann ich gut nachfühlen.
    Besonders deine Angst vor Mobbing, denn ich bin ein Mobbingopfer!
    Ich möchte jetzt nicht allzuviel über meine Situation schreiben, gebe dir aber den Rat einige Personen einzuschalten:
    z.B. den Personalrat und den Schwerbehindertenbeauftragten deines Unternehmens. Die sind verpflichtet dir zu helfen.
    Und es ist ein Irrglaube, daß man unkündbar ist, ab einem GdB von 50 % (habe ich nämlich), man hat mir nämlich schon mit einer Kündigung wegen Krankheit gedroht.
    So, nicht böse sein, daß ich nicht mehr schreibe und meinen Namen nicht sage. Habe mich eben erst regestriert, dies ist mein erster Eintrag hier *lächel

    Wünsche dir alles gute und kämpfe für dich!

    Liebe Grüße,
    Fairlady
     
  12. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo thomas,

    niemand ist unkündbar, egal wie behindert, krank, schwanger oder nicht schwanger er ist .... bei kleinen firmen, bis 10 arbeitnehmern sowieso kaum ein problem ("betriebsbedingt" .. als kündigungsgrund, würde in diesem fall fast immer reichen).
    klar kannst du dir rat holen .. aber entscheiden und aushalten musst du es selbst.

    ich denke, der einfachste weg im moment für dich wäre wirklich, wenn deine kräfte zu ende sind, geh zum arzt, lass dich krankschreiben ... nützt ja nichts. wirst du relativ schnell deswegen gekündigt .... dann taugt dein arbeitsverhältnis sowieso nichts.
    niemand kann auf dauer dort arbeiten, wo er sich nicht wohl fühlt. ich weis ... heutzutage und arbeitsplätze :eek: ... aber es geht nicht unbedingt zu jedem preis. es ist deine gesundheit, die du nur einmal hast ... und davon ist ja wohl schon genug im ..eimer... . wenn du weiter so machst, kannst du sowieso bald eu - rentenantrag stellen. sorry, das ich das sosage, aber es sollte dir klar sein, das du dich eben im höchsten grad ausbeuten lässt.

    ...... alles gute
     
  13. Motawa1

    Motawa1 Neues Mitglied

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    Danke !

    Hallo Ihr Lieben, schön dass man auf ich zählen kann. Über Eure Tipps habe ich mich sehr gefreut, auch wenn ich einsehen muss, dass ich mich zum größtenteil selbst da rein geritten habe.

    Für mich war und ist es immer noch wichtig zu zeigen, dass ich trotz Rheuma arbeiten kann. es hilft mir meinen Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln. aber nun sind Erfahrungen halt nicht immer positiver Natur, denn wenn dem so wäre, gäbe es ja warscheinlich diese Board nicht, oder ?

    Ich habe also gestern, analog zu Euren Vorschlägen, mich mit einigen Institutionen in verbindung gesetzt, die mir im großen und ganzen alles das geraten haben, was Ihr auch geraten habt.

    Die nächsten schritte sind jetzt also mal wieder, Integrationsamt, Gewerkschaft, Ärzte und Physiotherapeuten, alles Dinge die ich nicht machen kann, wenn ich arbeite. Denn dazu fehlt mir die Zeit, diese sachen dann warzunehmen.

    Eine RSV brauche ich in Arbeitsbelangen nicht, da steht mir verdi zur Seite. Und eine eventuelle Kündigung des Arbeitnehmers würde ihm, da mein Arbeitsverhältniss im ersten Jahr vom arbeitsamt mitfinanziert wurde, rund 11000 € Rückzahlung der Fördermittel kosten (exkl. einer eventuellen Strafe).

    Sicher jetzt eine Harte vorgehensweise, aber mein Arbeitgeber schert sich ja auch nicht darum , wie es um meine Gesundheit bestellt ist.

    Bin seit Gestern wieder auf 50 mg Kortison und 75 mg Indometacin, was für mich, im vergleich zum letzten Jahr, sehr viel ist......

    Auf die Frage, wie es denn jetzt weiter geht, habe ich bis jetzt keine Antwort. Da bei mir noch Entscheidungen eines Sozialgerichtes und der BFA bzgl. Teilerwerbsminderungsrente ausstehen (seit 2 Jahren) kann das auch noch ein wenig dauern, aber ich habe immerhin gezeigt, das ich Willens bin auf dem "allgemeinen Arbeitsmarkt" zu bestehen . Ich denke nicht, dass man mir das negativ anrechnen kann, oder ?

    Besten Dank für Eure Mithilfe

    Thomas
     
  14. Lilly

    Lilly offline

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    lieber tomas,

    ...... wie wahr..........

    diese leidvolle erfahrung mussten viele user machen.....

    ich habe zu beginn meiner erkrankung damals schon 22 im selben kh gearbeitet. hatte immer sehr gute beurteilungen, war lt. meiner stationsschwester angeblich "die beste schwester" die sie hatte ;) ....

    tja, dann, als ich krank wurde, wurde genau das mir zum verhängnis! Auf einmal galt ich nicht mehr als verlässlich (wegen der krankenstände)- bei anderen wurden diese krankenstände nicht so bewertet- bei denen war es ja normal....

    ich wurde gemobbt.... ich wollte es auch allen beweisen, dass ich trotz meiner erkrankung mindestens so viel leisten konnte wie die anderen....
    das ging aber nicht lange gut. psychische und körperliche überlastung führten bald zu einem zusammenbruch. panikattacken, depressionen und schlafstörungen waren die folge....

    meine einstmal große motivation ging den bach runter......

    über 3 jahre hat mein kampf mit den behörden gedauert, aber ich habe es geschafft. heute bin ich erwerbsunfähig und bin froh, dass ich auf diese unmenschliche station nie wieder zurück muß!

    was mich besonders betroffen gemacht hat- ich habe in einem sozialen beruf gearbeitet- als ich selber dann der pat. war, merkte ich von sozialem denken und menschenliebe mir gegenüber nichts mehr :( , gerade in meinem beruf hätte ich mir von meinen chefs und kollegen mehr verständnis erwartet.....

    was habe ich daraus gelernt?- kämpfe um dein recht- du bist dir selbst der nächste! (es wird so und so kein gutes haar an dir gelassen...)
     
  15. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    ..mir wurde bei meinem ersten rentenantrag .. da war sklerodermie noch kein thema, oder doch??... genau dieses denken zum verhängnis.
    die richterin fragte mich bei der verhandlung, ob ich denn arbeit angenommen hätte während meiner antragszeit, wenn mir welche angeboten worden wäre ... meine schlafmütze von anwalt liess mich ins offene messer laufen, denn ich antwortete:.... das ich es natürlich versucht hätte, nur um zu probieren, ob es nicht doch noch ginge .... FALSCHE ANTWORT!!! hätte mein anwalt mich doch bloss vor's schienebein getreten!
    mit der begründung, das ich nicht den gedanken haben kann, arbeiten gehen zu wollen, wenn ich einen antrag auf eu - rente gestellt habe, wurde meine klage vor dem landessozialgericht zurückgewiesen. ... ich hatte verloren :mad: .... und habe gleichzeitig mein ersinnen nach eu-rente vorläufig auf eis gelegt, denn der antrag war mittlerweile 5 jahre alt und ein widerspruch mit weiterer klage vor dem bundessozialgericht ... das hätte ich nervlich und finanziell nicht mehr durchgestanden.

    aber die zeit hat gezeigt, das ich hätte damals schon rentner werden müssen .. 10 jahre eher.... jetzt bin ich es seit fast 4 jahren für so etwa insgesamt 25 jahre ...bis zur altersrente .... und bin eigentlich um jeden tag froh.

    wenn es dir so schlecht geht, dann geh zum doc. wem willst du etwas beweisen????

    gute besserung wünscht klara
     
  16. ingrid-anna

    ingrid-anna Neues Mitglied

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    Lieber Thomas

    diese Arbeitssituation ist mir auch sehr bekannt. Ich habe vor ca. 3 Jahren meine Arbeitsstelle auf dringendes Anraten meines Hausarztes wegen Mobbing (Chef persönlich) gekündigt. Er hatte mich damals sozusagen mit einer Krankschreibung aus dem "Verkehr" gezogen. Ich war nach fast 1 1/2 Jahren heftigstem Mobbing nervlich ziemlich am Ende. Ich muß dazu sagen, dass ich über Jahre hinweg eine "hochgelobte Mitarbeiterin" meines Chefs war, bis sich das Blatt irgenwann einmal gewendet hatte.

    Zu diesem Zeitpunkt war ich fast 54 Jahre und hatte wahnsinnige Existenzangst, dass ich hier in der Kleinstadt und Umgebung keinen Job mehr bekommen könnte. Knapp ein halbes Jahr später und einer begonnen Weiterbildung im bfz hatte ich wieder eine Arbeitsstelle (das war wie ein 6er im Lotto!).

    Hier habe ich gearbeitet wie eine Wilde um den Job zu meistern (4 Tage Einarbeitungszeit von der Vorgängerin, wahnsinniges Arbeitspensum - sozusagen ein Job für Zwei). Ich wollte natürlich beweisen, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben und bin grundsätzlich ein Arbeitstier. Meine Jobs habe ich bisher auch immer rasend gerne gemacht. Arbeiten war sozusagen mein Leben!

    Zum Ende der Probezeit (6 Monate) bin ich krank geworden. Eine schwere Virusgrippe wurde vermutet. Nach 3 Wochen Kranksein bin ich fast so schlapp und energielos und mit sehr schlechten Blutwerten (Entzündungswerte und sonstiges) wieder arbeiten gegangen. Ich habe mich 4 - 5 Wochen täglich zur Arbeit gequält, rückbilckend weiß ich gar nicht mehr, wie ich es geschafft habe.

    Mein Gesundheitszustand hatte sich massiv verschlechtert, keiner wusste allerdings so recht was ich hatte, bis mich mein Arzt kurzfristig ins Krankenhaus einwies. Hier stellte sich heraus, dass ich einen schweren bakteriellen Infekt hatte (Sepsis). Die Suche nach den Ursachen für diesen Infekt (Tumor, Leukämie etc.) blieb erfolglos. Knapp vier Wochen wurde ich mit täglichen Antibiotika-Infusionen (die erst gar nicht anschlugen)behandelt.

    Ich sollte nach dem Krankenhausaufenthalt mind. noch 4 Wochen zu Hause bleiben. Nach 3 Wochen bin ich wieder zur Arbeit. Das war dann natürlich wieder Streß pur. Arbeiten von fast 7 Wochen sind liegen geblieben usw. Ich hab' samstags gearbeitet, ich war abends länger und ich habe es doch kaum geschafft. Dazwischen natürlich immer wieder die Arzttermine, Blutkontrollen, da die Werte immer noch nicht stimmten und mein Allgemeinzustand trotz allem nicht der Beste war.

    Im Dez. 05 (ein halbes Jahr danach) nach einem erneuten KH-aufenthalt wurde dann die Vaskulitis (Entzündung der unteren Baucharterie) festgestellt.

    Mit war natürlich das ganze Kranksein entsetzlich unangenehmen und peinlich. Ich dachte, die müssen ja denken, die haben sich hier eine "alte" Mitarbeiterin eingekauft, die nur ständig krank ist und den Job nicht hinkriegt.

    Ich war nur noch unter Druck und mir war natürlich auch klar, dass dies alles für meine Erkrankung nicht gut ist. Und die Aussichtslosigkeit kam auch nicht dazu, es wäre ja nie noch eine zusätzliche Mitarbeiterin evtl. auf 400,-- €-Basis eingestellt worden. Wozu auch, ich habe es ja irgendwie unter Aufbringung meiner letzten Reserven geschafft, das Arbeitspensum hinzukriegen.

    Aber letztendlich war mir meine Gesundheit wichtiger. Ich habe eine neue Arbeitsstelle mit weniger Stunden und auch natürlich mit weniger Geld, gefunden (war auch wieder unbeschreibliches Glück) und nach knapp 2 Jahren deshalb meine alte Arbeitsstelle gekündigt.

    Seit dem "lebe" ich wieder und gesundheitlich geht es mir in der Zwischenzeit auch wieder besser, weil ich jetzt auch wieder etwas mehr Zeit habe, mich um mich zu "kümmern".

    Lieber Thomas, grundsätzlich wollte ich mit dieser Schilderung 'rüberbringen, dass einem der berufliche Einsatz bis an die Belastungsgrenzen von keinem Arbeitgeber gedankt oder honoriert wird und letztendlich kann es die Gesundheit kosten. Und leider werden die Mitarbeiter in der heutigen Zeit extrem ausgenutzt, immer im Hinblick, dass es ja genug Ersatz gibt.

    Ist es dir denn möglich, mit Deinem Arbeitgeber noch mal ein ehrliches Gespräch zu führen, in dem Du nochmals Deine Situation schilderst und auch ruhig auf Deine Erkrankung hinweist? Das Arbeitspensum von Dir ist ja auch gesund kaum zu schaffen. Was macht er, wenn DU auch noch ausfällst? Das sollte doch vermieden werden. Als Überbrückung müsste es doch möglich sein, eine Aushilfskraft auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Vielleicht kannst Du ihm auch rüber bringen, dass Du jetzt schon sehr gut eingearbeitet bist und eine neue Arbeitskraft auf dieser Position (sollte er Dich "ersetzen" wollen) den Arbeitgeber wieder zusätzliche Kosten verursacht (Einarbeitungszeit bis jemand fitt ist - außerdem müsste er ja auch die Fördergelder wieder zurückzahlen, sollte er Dir kündigen wollen - so schlechte Karten hast Du eigentlich gar nicht ;) wenn es Dir möglich ist, diese Punkte "dezent" rüberzubringen, zusätzlich zu Deinem Engagement, den Job ja gerne machen zu wollen.

    Vielleicht, wenn Du dich gut auf das Gespräch vorbereitest, funktioniert es ja, dass er Dir entgegenkommen kann? Nicht aufgeben!

    Übrigens, wenn ich mich immer so gequält habe ,wie ich den Job trotz meines Krankseins hinkriege, hatte eine gute Freundin unter anderem dann öfter den Satz gebracht:

    "Deswegen wird der Kranz auf Deinem Sarg auch nicht größer"


    Und sie hat leider recht!

    Alles Liebe und halte uns auf dem Laufenden
    ingrid-anna
     
  17. Hai

    Hai Mitglied

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    Arbeitssuchend melden

    Hallo,

    hast Du schon einmal daran gedacht Dich Arbeitssuchend zu melden bzw. auf die Arbeitsangebote in den Zeitungen oder im Internet zu achten und zu reagieren ?

    So etwas sollte man in seiner aktuellen Firma natürlich nicht ausplaudern und auch bei seinen Kollegen sehr vorsichtig sein aber ich denke so schlecht sind die Karten nicht, wenn man in seiner Bewerbung "in ungekündigter Stellung" oder ähnlichem und "Beruflich Verändern" reinschreibt. Bei so etwas kann man sich ja Zeit lassen und genau überlegen, vielleicht gelingt da ja ein reibungsloser Übergang von einer Stelle zur nächsten. Du bist ja schließlich nicht mit Deinem jetztigen Chef verheiratet.

    Von mir aus Kündigen ohne etwas neues zu haben würde ich nie machen. Ich hab im Moment leider das Problem das ich meinen absoluten Traumjob habe aber Krankheitsmäßig im Moment nicht mehr weiß wie ich es bewältigen soll. Dabei spielen Überstunden oder ähnliches überhaupt keine Rolle. Und leider könnte ich glaube ich jeden Tag zwei Stunden Büroarbeit in direkter Nachbarschaft nicht mehr bewältigen. (Es sei denn, ich könnte wie jetzt gerade mit einem Laptop auf dem Bauch liegend auf einem Sofa arbeiten:D )

    Ich glaub als Arbeitnehmer kann man eine Firma nicht ändern und wenn der Betrieb dir nicht gut tut, dann setzte alles daran einen neuen Job zu finden. Im neuen Betrieb würde ich an Deiner Stelle dann ganz gewissenhaft Deine Arbeit machen aber von Dir aus keinen Übereifer mehr an den Tag legen. Wenn Deine Arbeit OK ist, dann wird das auch ausreichen. Karriere können andere machen die keine gesundheitlichen Probleme haben (bis diese auch welche Bekommen). Den eigenen Ehrgeiz zu bremsen fällt mir manchmal auch sehr schwer aber ich weiß leider das es nicht mehr geht.


    Liebe Grüsse von

    Hai
     
  18. Motawa1

    Motawa1 Neues Mitglied

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    - jetzte im akuten Schub krankgeschrieben

    Hallo und guten Morgen Ihr Lieben. So nachdem ich nun 2 Tage lang nun wirklich von Pontius nach Pilatus gedackelt bin, hab ich natürlich prompt meine quittung dafür bekommen.

    Extreme Morgensteifigkeit, aufstehen ab 3 Uhr Morgens, schmerzen in den üblichen Gelenken und was mir seit 2 Jahren gar nicht mehr aufgefallen ist (weil ich es immer vermieden habe) ich kann nicht mehr länger 30 Min. am Stück sitzen. Das mag jetzt für einige für Euch seltsam klingen, aber im Nachhinein habe ich alle situationen wo man länger sitzen muss, in dem letzten jahren gemieden (Feiern, Theater,Kino etc.) Jetzt nach all denn beratungterminen sitze ich nach 30 min. zappelnd auf nem Stuhl und möchte am liebsten nur noch aufstehen und hin und her laufen, was vor nem Arzt oder Psychologen oder Berater ja iregndwie ganz schön seltsam ankommt. Kennt ihr das auch ?

    Ich weiß jetzt jedenfalls, dass ich mir natürlich mit meinem Engagement sehr viel Beweisen wollte. "Ich bin halt nicht soo krank, dass ich nicht mehr arbeiten kann." Muss wohl ne Trotzreaktion gewessen sein.

    Der Herr vom Integrationsfachdienst ( diesen Dienst möchte ich Euch gerne ans herz legen, ist kostenfrei und wird vom Integrationsamt getragen) hat mir jedenfalls Mut gemacht. Auch wenn Ich Urlaub habe muss ich meine gesundheitlichen Einschränkungen dokumentieren, also ist die krankschreibung richtig, auch während eines Urlaubs.

    Nun gehts darum so schnell als Möglich wieder nen neuen Termin bei der Rheumaambulanz zu bekommen, grade im Hinblick, dass ich nicht mehr länger als 30 min sitzen kann und mehrmals längere Strecken zurück legen kann. War ziemlich bedröppelt, als ich gestern nach einem Arzttermin 30 min Wartezeit und dann nach nem beratungstermin 20 min wartezeit und 60 min sitzen, stocksteif nach vorne gebeugt auf diesen Stühlen saß. Das erklärt vielleicht auch, warum ich auf Arbeit nie länger als 15 bis 20 min sitze. Zu Freunden/Verwandten geht es auch nur noch, wenn man sich dort bewegen kann, oder wenn man öfters aufstehen und rum laufen kann. Ich befürchte in der Hinsicht habe ich mir zeimlich was vorgemacht.

    Selbst unter Indomet und Kortison ist es innerhalb der letzten Tage nicht besser geworden.

    Kennt ihr diese Situation ? was macht ihr bzw, wie macht ihr es , wenn ihr mal länger sitzen müsst ? bei stellt sich sehr schnell im ISG ein schmerz ein, der langsam kommt, je länger man sitzt. Übertreibe ich es wird daraus dann eine eher stechender schmerz.

    Übrigens so doof das klingen mag, fernsehen oder lesen kann ich nur noch im liegen, selbst das habe ich erst seit Vorgestern wieder erfahren........

    Liebe Grüße
    Thomas
     
  19. Hai

    Hai Mitglied

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    Nur kurz Sitzen kenne ich

    Hallo Thomas,

    Zitat:
    Auch wenn Ich Urlaub habe muss ich meine gesundheitlichen Einschränkungen dokumentieren, also ist die krankschreibung richtig, auch während eines Urlaubs.

    Mit einer Krankschreibung ist Dein Urlaub beendet oder ausgesetzt und Dein Anspruch auf diese Urlaubstage bleiben Dir erhalten und Du kannst diese Tage später noch nehmen.


    Das mit dem Sitzen kenne ich leider auch und dabei habe ich einen sitzenden Beruf. Ich habe von der Bfa einen höhenverstellbaren Schreibtisch bekommen also immer schön im Wechsel arbeiten. Aber im Moment würde ich auch das Arbeiten im Stehen/Sitzen/Laufen nicht 8 Stunden aushalten.
    Wenn ich 2 Stunden im Wartezimmer eines Arztes gesessen habe, dann bin ich fix und fertig. Vor einigen Jahren da konnte ich mehrere Monate nur höchstens 5 bis 10 Minuten sitzen. Da konnte ich nicht einmal mehr am Tisch sitzen und Frühstücken oder ähnliches. Brot schmieren und dann vor Schmerzen alles stehen lassen. Hoffentlich kommt das nicht so wieder.

    Ich vermute aber, das es bei mir eine andere Ursache hat. Nach eine Bandscheiben-OP hat sich leider Narbengewebe gebildet, das dann auf die Nerven drückt. Zur Zeit hat sich bei mir dadurch wohl wieder der Ischiasnerv entzündet.

    Also auch wenn es blöd aussieht, Du machst es schon ganz richtig das Du vermeidest länger zu sitzen.

    Liebe mitfühlende Grüsse

    Hai
     
  20. Fairlady

    Fairlady Neues Mitglied

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    Hallo Thomas,

    dein Problem nicht lange Sitzen zu können, kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Meine Arbeitszeit habe ich auch u.a.aus dem Grund aud 6 Stunden täglich reduziert. Ich habe einen Bürojob, bin aber oft "froh" wenn ich zum Fotokopieren und Faxen z.B. aufstehen kann.
    Jetzt bin ich seit längerer Zeit arbeitsunfähig und stelle fest, daß ich auch im Wartezimmer des Arztes oft aufstehe, weil die Schmerzen unerträglich sind. Nun kann ich leider auch nicht lange stehen und laufen. Somit habe ich mich auch sehr zurückgezogen, da Kino usw. alles nicht in Frage kommt.
    Gott sei Dank kann ich zu Hause machen was ich will: liegen, stehen, sitzen, so wie ich es kann... auch in den so oft schlaflosen Nächten..
    Na ja, Freitag fahre ich ja nach Sendenhorst; mal sehen, was mich dort erwartet.

    Liebe Grüße,

    Fairlady