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Adventsgedicht

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Mira, 26. November 2004.

  1. Mira

    Mira Neues Mitglied

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    Die vier Kerzen
    Elsbeth Bihler


    Vier Kerzen brannten am Adventskranz.
    Es war ganz still. So still, daß man hörte wie die
    Kerzen zu reden begannen.

    Die erste Kerze seufzte und sagte:
    „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber
    die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen
    mich nicht.“ Ihr Licht wurde kleiner und verlosch
    schließlich ganz.

    Die zweite Kerze flackerte und sagte:
    „Ich heiße Glaube. Aber ich bin überflüssig.
    Die Menschen wollen von Gott nichts wissen.
    Es hat keinen Sinn mehr, daß ich brenne.“
    Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite
    Kerze war aus.

    Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte
    Kerze zu Wort. „Ich heiße Liebe. Ich habe keine
    Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich
    an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die
    anderen, die sie liebhaben sollen“.
    Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses
    Licht ausgelöscht.

    Da kam ein Kind in das Zimmer.
    Es schaute die Kerzen an und sagte:
    „Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht
    aus sein!“ Und fast fing es an zu weinen.

    Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte:
    „Hab keine Angst, solange ich brenne,
    können wir auch die anderen Kerzen wieder
    anzünden. Ich heiße Hoffnung.“

    Mit einem Streichholz nahm das Kind das Licht
    von dieser Kerze und zündete die anderen
    Lichter wieder an.
     
  2. Glitzerchen

    Glitzerchen Guest

    Advent

    Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass
    man hoerte, wie die Kerzen zu reden begannen.

    Die erste Kerze seufzte: "Ich heisse Frieden.
    Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden." Ihr Licht
    wurde immer kleiner und erlosch.

    Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heisse Glauben.
    Aber ich bin ueberfluessig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen."
    Ein Luftzug brachte die Kerze zum Erloeschen.

    Traurig und leise meldete sich die dritte Kerze: "Ich heisse Liebe.
    aber ich habe keine Kraft mehr. Die Menschen sehen nur noch sich selber
    und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen." Mit einem letzten
    Aufflackern war auch dieses Licht erloschen.

    Da kam ein Kind ins Zimmer und fing fast zu weinen an.
    "Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein !"

    Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort:
    "Hab keine Angst ! Solange ich brenne, koennen wir die anderen Kerzen
    wieder anzuenden. Ich heisse Hoffnung !"

    Da nahm das Kind die Kerze und zuendete mit ihrer Flamme auch die
    anderen Kerzen wieder an.

     
  3. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    Advent
    Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
    Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
    Und dort, vom Fenster her, durchbricht
    den tunklen Tann ein warmes Licht.

    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.
    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    Drum kam sie mit sich überein:
    Am Niklasabend muß es sein.

    Und als das Rehlein ging zur Ruh'
    das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie - direkt von vorn -
    den Gatten über Kimm' und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei, drei, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln
    derweil die Sterne traulich funkeln.

    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
    nach Waidmannssitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
    was der Gemahl bisher vermied,
    behält ein Teil Filet zurück
    als festtägliches Bratenstück
    und packt darauf - es geht auf vier -
    die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt's von fern wie Silberschellen,
    im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist's, der in so später Nacht
    im Schnee noch seine Runden macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten.
    "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?"

    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau ist schon bereit:
    "Die sechs Pakete, heilger Mann,
    's ist alles, was ich geben kann."

    Die Silberschellen klingen leise,
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt,
    ein Sternlein blinkt - es ist Advent!
     
  4. Neli

    Neli Optimistin

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    Advent

    Wir sagen euch an den lieben Advent.
    Sehet die erste Kerze brennt!
    Wir sagen euch an eine heilige Zeit,
    Machet dem Herrn den Weg bereit!.
    Freut euch ihr Christen,
    Freuet euch sehr!
    Schon ist nahe der Herr.



    Maria Ferschl
     

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  5. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    ...um es mit Lorios zu sagen:

    Advent

    Es naut die Blacht . . . Verzeihung!

    Advent

    Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
    Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
    Und dort, vom Fenster her, durchbricht
    den tunklen Tann ein warmes Licht.

    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.
    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    Drum kam sie mit sich überein:
    Am Niklasabend muß es sein.

    Und als das Rehlein ging zur Ruh'
    das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie - direkt von vorn -
    den Gatten über Kimm' und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei, drei, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln
    derweil die Sterne traulich funkeln.

    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
    nach Waidmannssitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
    was der Gemahl bisher vermied,
    behält ein Teil Filet zurück
    als festtägliches Bratenstück
    und packt darauf - es geht auf vier -
    die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt's von fern wie Silberschellen,
    im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist's, der in so später Nacht
    im Schnee noch seine Runden macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten.
    "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?"

    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau ist schon bereit:
    "Die sechs Pakete, heilger Mann,
    's ist alles, was ich geben kann."

    Die Silberschellen klingen leise,
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt,
    ein Sternlein blinkt - es ist Advent!




    [​IMG]
     
  6. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    auf dem Land
    Soory, Schnullerdevil, ich hatte nicht gesehen, dass Du auch Loriot zitiert hast.

    Wer kennt denn noch den Bratapfel?



    Kinder, kommt und ratet,
    was im Ofen bratet!
    Hört, wie's knallt und zischt.
    Bald wird er aufgetischt,
    der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
    der Kapfel, der gelbrote Apfel.
    Kinder, lauft schneller,
    holt einen Teller,
    holt eine Gabel!
    Sperrt auf den Schnabel
    für den Zipfel, den Zapfel,
    den Kipfel, den Kapfel,
    den goldbraunen Apfel!
    Sie pusten und prusten,
    sie gucken und schlucken,
    sie schnalzen und schmecken,
    sie lecken und schlecken
    den Zipfel, den Zapfel,
    den Kipfel, den Kapfel,
    den knusprigen Apfel.
    (Volksgut aus Bayern)
    [​IMG]
     
    #6 28. November 2004
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2004
  7. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Advent

    Na also doch ein paar Adventsstimmungen....werd mal ein paar Bildchen dazusetzen. Also einen schönen 1. Advent "merre" und Fam.
     

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  8. Neli

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    Rheinland
    Guten Abend, schön Abend,
    Es weihnachtet schon.
    Am Kranze die Lichter,
    Sie leuchten so fein
    Sie geben der Heimat
    Einen hell lichten Schein.

    Guten Abend, schön Abend,
    Es weihnachtet schon.
    Der Schnee fällt in Flocken
    Und weiß glänzt der Wald,
    Nun freut euch ihr Kinder
    Die Weihnacht kommt bald.

    Guten Abend, schön Abend,
    Es weihnachtet schon.
    Nun singt es und klingt es
    So lieblich und fein.
    Wir singen die fröhliche
    Weihnachtszeit ein.


    Volkslied
     

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  9. matzi

    matzi Neues Mitglied

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    Advent


    Im Tale sind die Blumen nun verblüht.
    Und auf den Bergen liegt der erste Schnee.
    Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
    in Eis verwandelt ist der blaue See.

    Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit.
    Und in des Winters Kälte angstvoll gehn.
    Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit.
    Nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn.

    Es leuchtet fern und sanft aus einem Land.
    Das einstens voll von solchen Lichter war.
    Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand.
    Und tug in Zöpfen noch mein braunes Haar.

    Verändert hat die Welt sich hundertmal.
    In Auf und Ab- doch sieh, mein Lichtlein brennt!
    Drch aller Jahre Mühen, Freud und Qual.
    Leuchtet es hell und schön : Es ist Advent!

    Hilde Fürstenberg
     
  10. matzi

    matzi Neues Mitglied

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    im Grünen
    Verse zum Advent

    Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
    aber als Knecht Ruprecht schon
    kommt der Winter hergeschritten,
    und alsbald aus Schnees Mitten
    klingt des Schlittenglöckleins Ton.

    Und was jüngst noch, fren und nah,
    bunt auf uns herniedersah,
    weiß sind die Türme, Dächer und Zweige,
    und das Jahr geht auf die Neige,
    und das schönste Fest ist da.

    Tag du der Geburt des Herrn,
    heute bist du uns noch fern,
    aber Tannen, Engel, Fahnen
    lassen uns den Tag schon ahen,
    und wir sehn schon den Stern.

    Theodor Fontane
     
  11. matzi

    matzi Neues Mitglied

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    im Grünen
    Erwartung

    Die Kindlein sitzen im Zimmer-
    Weihnachten ist nicht mehr weit-
    bei traulichen Lampenschimmer
    und jubeln : > Es schneit! Es schneit!

    Das leichte Flockengewimmel,
    es schwebt durch die dämmernde Nacht
    herunter vom hohen Himmel
    vorüber am Fenster so sacht.

    Und wo ein Flöcklein im anze
    den Scheiben vorüberschweift,
    da flimmert´s in silbernem Glanze,
    vom Lichte der Lampe bestreift.

    Die Kindlein seh´n´s mit Frohlocken.
    Sie drängen ans Fenster sich dicht.
    Sie verfolgen die silbernen Flocken....
    Die Mutter lächelt -und spricht:

    " Wißt, Kinder,die Englein schneidern
    im Himmel jetzt früh und spät.
    An Puppendecken und Kleidern
    wird auf Weihnachten genäht.

    Da fällt von Säckchen und Röckchen
    manch silberner Flitter beiseit´,
    vom Brettchen manch Federflöckchen.
    Auf Erden sagt man : " Es schneit!"

    Und seit ihr recht lieb und vernünftig,
    ist manches für euch bestellt.
    Wer weiß, was Schönes euch künftig
    vom Tische der Engelein fällt!"

    Die Mutter spricht´s. Vor Entzücken
    den Kleinen das Herze da lacht.
    Sie träumen mit seligen Blicken
    hinaus in die zaub´rische Nacht.

    Karl Gerok
     
  12. roco

    roco Guest

    gestern abend, so gegen sieben,

    mutter war grad beim kaufmann drüben,

    da polterts doch grade die treppe herauf,

    pocht an die tür- und reißt sie auf.


    knecht ruprecht wars, er kam herein,

    und denkt euch, ich war ganz allein.

    gleich brummt er etwas wie "weihnachtslieder!"


    da rutschte ich flink vom stuhl hernieder

    und sang das lied von der heiligen nacht.

    da hater aber augen gemacht.


    er gab mir nüsse und pfefferkuchen

    und sprach "dich werd ich nochmal besuchen".

    leb wohl, grüß vater und mutter schön!


    ich sagte fröhlich auf wiedersehen.




    [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

    die conny ​
     
  13. matzi

    matzi Neues Mitglied

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    Der Pfefferkuchenmann

    Er ist nicht mal aus Afrika
    und doch so braun gebrannt.
    Wo kommt er her? Ich dacht´mir´s ja:
    aus Pfefferkuchenland!

    Hat Augen von Korinthen
    und Mandeln drum und dran.
    Wie schön ihn alle finden-
    den Pfefferkuchenmann!

    er freut sich auf den Weihnachtsbaum,
    da möcht er drunterstehn.
    Den Lichterglanz- er glaubt es kaum-,
    den will er sich besehn.

    Mit Augen von Korinthen
    und Mandeln drum und dran.
    Wie herlich ird er´s finden-
    der Pfefferkuchenmann!

    Wär´ich nur nicht solch Leckerschnut
    und könnte widerstehn,
    dann wäre alles schön und gut,
    wär alles gut un schön.

    Wie wohl die Korinthen schmecken?
    Sind Mandeln ein Genuß?
    Ich will ganz schnell mal lecken
    am süßen Zuckerguß.

    Und steht dr Baum im Kerzenlicht,
    und ist es dann soweit-
    da fehlt doch wer, der sieht das nicht;
    nun tut´s mir selber leid.

    Vernascht sind die Korinthen,
    die Mandeln drum und dran...
    Er ist nicht mehr zu finden-
    der Pfefferkuchenmann.

    Erika Engel
     
  14. matzi

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    Was werden wir schenken?

    Was schenken wir Mutter?
    Ein seidenes Tuch!
    Was schenken wir Vater?
    Ein kluges Buch!
    Was schenken wir Peter?
    ´nen hölzernen Schimmel!
    Das Baby im Körbchen
    bekommt eine Bimmel!
    Was kriegt unsere Oma?
    Ich glaub´,sie liebt Seife!
    Und Opa bekommt
    guten Taback zur Pfeife.
    Und Ruth, das Kusinchen,
    bekommt ein Kaninchen
    aus zartweißer Wolle
    und karlchen > Frau Holle<
    mit bunten Bildern,
    die das Märchen schildern.
    Für tante Sabinchen
    gibt´s süßes Konfekt,
    denn sie hat schon immer
    so gerne geschleckt.
    Wir schlachten das Sparschwein,
    das ist ja nicht schwer,
    und zählen die Zehner :
    drei Euro und nicht mehr!
    Das wird wohl nicht reichen!
    Was kann man bloß machen?
    Am besten aus Farbe und Bast
    schöne Sachen!
    Drum woll´n wir die ganze
    Geschenkeliste streichen
    und machen für alle - Lesezeichen.

    Christel Süßmann
     
  15. matzi

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    Advent

    O Heiland, reiß die Himmel auf,
    Herab, herab, vom Himmel lauf,
    Reiß ab vom Himel Tor und Tür,
    Reiß ab, wo Schloß und Riegel für!

    O Gott, ein Tau vom Himmel gieß,
    Im Tau herab, o Heiland ,fließ!
    Ihr Wolken,brecht und regnet aus
    Den König über Jackobs Haus.

    O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,
    Daß Berg und Tal grün alles werd!
    O Erd, herfür dies Blümlein bring,
    O Heiland, aus der Erden spring!

    Wo bleibst du Trost der ganzen Welt,
    Darauf sie all ihr Hoffnung stellt?
    O komm, o komm vom höchsten Saal,
    Komm, tröst uns im Jammertal!

    O klare Sonn, du schöner Stern,
    Dich wollen wir anschauen gern;
    O Sonn ,geh auf, ohn´deinen Schein
    In Finsternis wir alle sein!

    Hier leiden wir die größte Not,
    Vor Augen steht der ewige Tod;
    Ach komm, führ uns mit starker Hand
    Vom Elend zu dem Vaterland.

    Friedrich von Spee
     
  16. matzi

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    Der Traum

    Ich lag und schlief; da träumte mir
    ein wunderschöner Traum:
    Es stand auf unserem Tisch vor mir
    ein hoher Weihnachtsbaum.

    Und bunte Lichter ohne Zahl,
    die brannten ringsumher;
    die Zweige waren allzumal
    von goldenen Äpfeln schwer.

    Und Zuckerpuppen hingen dran;
    das war mal eine Pracht!
    Da gab´s, was ich nur wünschen kann
    und was mi Freude macht.

    Und als ich den Baume sah
    und ganz verwundert stand,
    nach einem Apfel griff ich ich da,
    und alles, alles schwand.

    Da wacht´ich auf aus meinem Traum,
    und dunkel wra´s um mich.
    Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
    sag an, wo find´ich dich?

    Da war es just, als rief er mir:
    " Du darfst nur artig sein;
    dann steh´ich wiederum vor dir;
    jetzt aber schlaf nur ein!

    Und wenn du folgst und artig bist,
    dann erfüllt sich dein Traum,
    dann bringet dir der heil´ge Christ
    den schönsten Weihnachtsbaum."
     
  17. matzi

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    Der schönste Baum

    Der Christbaum ist der schönste Baum,
    den wir auf Erden kennn,
    im Garten klein, im engsten Raum,
    wie lieblich blüht der Wunderbaum,
    wenn seine Lichter brennen!

    Denn sieh, in dieser Winternacht
    ist eins der Herr geboren,
    der Heiland, der uns selig macht,
    hätt´er den Himmel nicht gebracht,
    wär´alle Welt verloren.

    Doch nun ist Freud und Seligkeit,
    ist jede Nacht voll Kerzen,
    auch dir, mein Kind, ist das bereit,
    dein Jesus schenkt dir alles heut,
    gern wohnt er dir im Herzen.

    Johannes Karl
     
  18. matzi

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    Advent

    Es treibt der Wind im Winterwalde
    die Flockenherde wie ein Hirt,
    und manche Tanne ahnt, wie balde
    sie fromm und lichterheilig wird,
    und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
    streckt sie die Zweige hin - bereit,
    und wehrt dem Wind und wächst entgegen
    der einen Nacht der Herrlichkeit.

    Rainer Maria Rilke
     
  19. matzi

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    Lied des Nußknackers

    König Nußknacker, so heiß´ich.
    Harte Nüsse ,die zerbeiß´ich.
    Süße Kerne schluck´ich fleißig;
    Doch die Schalen, die schmeiß´ich
    Lieber andern hin,
    Weil ich der König bin.
    Aber seit nicht bang!
    Zwar mein Bart ist lang,
    Und mein Kopf ist dick
    Und gar wild mein Blick;
    Doch was tut denn das?
    Tu kein´m Menschen was,
    Bin im Herzensgrund,
    Trotz dem großen Mund,
    Ganz ein guter Jung.
    Lieb Veränderungen,
    Amüsier mich gern
    Wie die großen Herrn.
    Arbeit wird mir schwer,
    Und dann mag ich sehr
    Frommen Kindersinn,
    Weil ich König bin.

    Heinrich Hoffmann
     
  20. matzi

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    Ort:
    im Grünen
    Weihnachtsschnee

    Ihr Kinder spert die Näschen auf,
    es riecht nach Weihnachtstorten;
    Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
    und bäckt die feinsten Sorten.

    Ihr Kinder sperrt die Augen auf,
    sonst nehmt den Opergucker;
    die große Himmelsbüchse, seht,
    tut Ruprecht ganz voll Zucker.

    Er streut- die Kuchen sind schon voll-
    er streut- na, das wird munter-
    er schüttelt die Büchse und streut und streut
    den ganzen Zucker runter.

    Ihr Kinder sperrt die Mäulchen auf,
    schnell!! Zucker schneit es heute!
    Fangt auf! Holt Schüsseln! Ihr glaubt es nicht?
    Ihr seit ungläubige Leute!

    Paula Dehmel