Hey
@Lütten , ich leide gefühlt mit dir. Dieses ewige hin und her zwischen akuten Schüben und immer wieder neuen Medikationsversuchen ist unheimlich kraftraubend. Ich kam 9 Jahre ganz gut mit einer Kombi aus Arava und Sulfasalazin klar, aber dann wirkte das nach und nach immer weniger. Es folgte eine fünfjährige Medikamentenodyssee mit Rheumaklinikaufenthalten und einer Reha. Manches Medikament wirkte garnicht, manches eine Weile, andere vertrug ich nicht oder es stellten sich fiese Nebenwirkungen ein, die jeweils das Absetzten unvermeidbar machten.
In der Zeit habe ich einen bunten Strauss verschiedener Biologicals und Biosimilars ausprobiert und bei einigen sogar an Studien teilgenommen.
Zwischen den unterschiedlichen Antirheumatika musste ich immer eine mehrwöchige Medipause machen und allein mit Prednisolon, Etoricoxip und Schmerzmitteln irgendwie klar kommen.
Das waren echt ziemlich anstrengende Jahre. Zwischenzeitlich, wenn mal wieder etwas gut wirkte, ging es mir dann sogar auch mal richtig gut, die Enttäuschung war dann aber auch um so schlimmer, wenn es nicht dauerhaft wirkte oder irgendwelche Blutwerte dramatisch aus dem Ruder liefen.
Jetzt komme ich seit zwei Jahren mir Abatacept (Orencia) in Kombi mit gering dosiertem Prednisolon einigermaßen zurecht. Allerdings war es ein Kampf mit den Rheumadocs, dass ich das Orencia ohne MTX bekomme. Normaler Weise muss es zusammen verschrieben werden, weil das MTX die Wirkung von Abatacept verstärkt. Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, das ich das MTX als Tabletten verschrieben bekomme, es aber nicht nehme sondern in der Praxis abliefere. Die Ärztin meinte das sonst die Krankenkasse Schwierigkeiten macht.
Also, ich drücke allen die auf der Suche nach einer passenden und dauerhaft wirkenden Medikation sind die Daumen, dass sie schnell fündig werden und es super hilft und dafür nicht so lange brachen wie ich.
LG Manoul
