Abzocke bei Kräften in der Hauswirtschaftspflege?

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von saurier, 22. Juli 2019.

  1. saurier

    saurier Registrierter Benutzer

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    ich hab das hier aus dem thema "Reicht das für Pflegegrad1 " entnommen und möchte meine gedanken dazu äussern.

    ausbeutung der pflegehelfer hin oder her, dennoch ist das eine durchaus sehr schwere und anstrengende körperliche arbeit.
    wenn man überlegt das so manche(r) von dem bisschen geld (was für diese berufsgruppe als tariflohn gezahlt wird und liegt derzeit bei 8,50€ ) u.u.eine ganze familie ernähren muss, aber andere für "leichtere" arbeit wesentlich mehr bekommen, so existiert da ein starkes missverhältnis, denn so mancher von ihnen hat noch ein zweitjob um überhaupt über die runden zu kommen.
    ich achte diese arbeit und wäre dafür wenn diesem personal mehr grundlohn gezahlt wird, das wäre mehr wie gerechtfertigt.

    nun könnte der ein oder andere meinen selbst schuld- die arbeit muss ja keiner machen. gibt da imner zwei seiten. viele sagen: ich stell mich doch nicht für solch hungerlohn hin und mache das.
    aber, ein grossteil macht diese arbeit gern und hat spaß dabei und denen ist der verdienst erst mal zweitrangig. trotzdem würden sie gern mehr verdienen.

    der andere teil hat keine hohe schulausbildung und hat nur in diesem bereich ein job gefunden, weil diesen kaum einer machen will.
    saurier
     
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  2. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Für viele Hilfskräfte in der Altenpflege ist das eine schöne Weihnachtsbotschaft: Der Pflegemindestlohn steigt ab 1. Januar 2019 auf 11,05 Euro und liegt damit weiter deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn, der ebenfalls ab 1. Januar auf 9,19 Euro steigt.

    Zitat von: arbeitgeberverband-pflege.de/das-haben-wir-zu-sagen/der-mindestlohn-fuer-pflegehilfskraefte-steigt-ab-1-januar-2019-erneut-um-50-cent-auf-1105-euro-an/

    Damit will ich sicher nicht schön reden, dass es immer noch ein extrem geringer Lohn für körperliche schwere Arbeit ist. Eine Pflegehilfskraft hat jedoch keine Ausbildung absolviert, allenfalls eine 1-jährige Qualifikationsmaßnahme.

    Kräfte in der Hauswirtschaft (über Entlastungsbetrag oder Pflege) sind übrigens häufig keine Pflegehilfskräfte!

    Von Abzocke reden, finde ich da ziemlich gewagt...
     
    #2 23. Juli 2019
    Zuletzt bearbeitet: 23. Juli 2019
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  3. kukana

    kukana Moderatorin

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  4. saurier

    saurier Registrierter Benutzer

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    @kuku,
    das ist in ordnung.
    ich wollte nur nicht das andere thema zerreden und hab es mal so übernommen.

    @dieser neue mindestlohn betrifft nicht die pflegehilfskräfte. auch wen ungelernt kann es nicht sein dass sie u.u.einen zweit job brauchen.oft bekommen sie max. nur 30 std.verträge.
    wenn ich bedenke im entlastungsbetrag stehen 125 € zur verfügung. da fallen je woche 45 min. an. bei einem stundensatz von 8,.50 € frag ich mich wo bleibt der rest.
    ich weiss der arbeitgeber zahlt nochmal ca 30% drauf. aber auch das macht ja nicht die differenz zu gut 25 €.
    abgesehen davon kann das "ungelernt" wohl kaum der grund für so wenig verdienst sein. es gibt noch ganz andere berufsgruppen z bsp stadtreinigung und die verdienen ziemlich gut für ungelernt.
    saurier
     
  5. Luna-Mona

    Luna-Mona Registrierter Benutzer

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    @saurier : Zu mir kommt eine Haushaltshilfe pro Woche 90 Minuten, das ist für mich praktischer. Ich muss natürlich oft dazuzahlen.
    Was mich nervt, ist dass über die pflegehilfsmittel nicht abgerechnet wird.

    Liebe Grüße
    Luna-Mona
     
  6. saurier

    saurier Registrierter Benutzer

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