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abschaffung pflegegeld???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von puffelhexe, 6. April 2005.

  1. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    hallooooooh! ich habe gehört, das die regierung oder die pflegekassen überlegen, das pflegegeld wieder abzuschaffen oder zumindest zu kürzen.zumindest sollen stärkere kontrollen stattfinden.... wer weiß was???wurdet ihr schon runtergestuft oder kontrolliert???
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    ???

    wollte meinen beitrag nochmal in erinnerung bringen! weiß wirklich keiner was?
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi puffelhexe,

    bin zwar selbst Pflegegeld-Empfängerin, aber eben in Österreich. Und hier läuft es ganz anders als in Deutschland. Vielleicht stellst Du Deine Frage auch in die Länderecke.

    Andere Möglichkeit: bei www.google.de den Betriff "Pflegegeld" suchen lassen. Wenn tatsächlich Änderungen geplant sind, solltest Du darüber eigentlich auch etwas finden.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    also ilch hab mal bei unseren behindertenverbänden geforstet und

    nur gefunden, dass im sommer überlegungen zu einer reform der pflegeversicherung gestartet werden. es stand aber nirgends zur debatte, dass sie abgeschafft werden soll. ich werd mal weiter verfolgen, ob sich was tut. die behindertenverbände würden bei solch einem vorhaben wie abschaffung pflegegeld sofort auf den plan gerufen und es würde proteste hageln. es sind nun 10 jahre um seit der einführung. aber es gab auch schon zu ddr-zeiten pflegegeld - ich denke, ganz abschaffen wird es keiner. veränderungen wird es aber sicher geben - zu vieles ist noch diffus und die bewertungskriterien über den pflegebedarf sind in einigen punkten wirklich überarbeitungswürdig :o
    je nach pflegestufe und wahl der leistungsart (man hat 3 möglichkeiten: geldleistung, sachleistung oder eine kombination aus beidem) bekommt man seine leistung nach antrag bei der pflegekasse zuerkannt - natürlich erst nach dem einschätzen durch den med. dienst d. kk .... der versucht den jeweiligen bedarf natürlich so niedrig wie möglich zu halten. haben da regelrechte fallen in ihren fragestellungen. das ist etwas - worüber ich romane schreiben könnte.

    sehr gut ist, das die pflegeperson durch die pflegekasse rentenversichert wird - die höhe der beiträge richtet sich nach einstufung in die jeweilige pflegestufe.
    bei mir arbeitet z.b. meine schwester als pflege- und haushaltskraft. sie bekommt auf die weise wenigstens ein vergleichbares gehalt für die rentenbeiträge zugrundegelegt, die einer beruflichen pflegetätigkeit entsprechen würden.


    ich bekomme z.b. pflegestufe III - das ist ausser der härtefallregelung - die höchste stufe. als pflegegeld erhalte ich so 665 Euro/monatlich (pflegegeld) um meine pflege und den haushalt auf mich bezogen abzusichern. das bedeutet eine gewisse stundenanzahl pflegebedarf muss nachgewiesen werden ebenso notwendige hauswirtschaftliche versorgung, die allerdings nur knapp bemessen werden. das reicht nur für das nötigste, wenn man sich von einer sozialstation versorgen lassen muss. die sozialstation kann allerdings einen höheren betrag abrechnen, 1432 Euro bei Pflegestufe III. wenn man den leistungskatalog mit den bewertungen von einsatzzeit und entgelt dafür liest, wird einem schwarz vor augen. muss man alles ganz genau kalkulieren, sogar die toilettengänge sind in zeitbedarf festgelegt. (6 min. - bei mir würde das nie reichen). zusätzlich muss man deren abrechnung gut kontrollieren, also immer gucken, was man unterschreibt.

    zum thema kontrollen:
    je nach pflegestufe ist man als pflegegeldempfänger verpflichtet bis zu vierteljährlich eine art beratungsgespräch mit einer fachpflegekraft (sozialstation der wahl) zu führen. tut man dies nicht, drohen kürzungen bis streichung des pflegegeldes.
    früher musste man für dieses gespräch noch zusätzlich löhnen - 40 DM waren es. jetzt werden die kosten von den kk getragen.
    bisher war der beratungswert dieser gespräche für mich = 0. ich muss sie halt machen... eher berate ich die schwestern, wenn es drauf ankommt...;) zumindest können sie selten wirklich meine situation einschätzen, die haben manches mal nicht mal ahnung, was zum leben als rheumatiker gehört geschweige denn zum leben als behinderter mensch. naja... guten willens sind alle, haben aber eher einschlägige erfahrungen mit ältern und total bettlägerigen klienten.

    es gibt auch "detektive oder fahnder" der kassen hab ich mir sagen lassen, die verdeckt kontrollieren, ob du pflegegeldempfangsberechtigt bist oder bleibst... ich habe davor keine angst, weil ich nicht mit einer besserung rechnen kann und immer hilfe und brauche.

    so, das war in kurzform alles an info, was mir einfiel. sollten noch fragen sein, ich bin gerne bereit mehr zu erzählen. aber ich denke, es gibt noch einige, die erfahrungen oder infos beisteuern können.

    gute nacht für heute
    möglichst ohne schmerzen
    wünscht allen heike
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Heike,

    diese Kontrollen gibt es bei uns auch, aber davor habe ich keine Angst. Sie melden sich i.d.R. am Vortag an. Von mir aus dürften die auch ohne Vorankündigung kommen, wenn es sehr früh ist, trifft man mich halt im Schlafgewand an, ist mir auch wurscht :D. Ich finde es auch okay, dass es kontrolliert wird - schließlich ist es monatlich nicht wenig Geld, was da einem geschenkt wird ... für mich wenigstens (422 Euro).

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  6. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    @ monsti

    pflichte dir bei, die kontrolle durch entsprechende fachkräfte könnte gerne unvorangemeldet kommen. da würde vielleicht auch mancher misstand mal entdeckt!
    weiss von einigen - meist älteren und bettlägerigen - das am tag des beratungsgespräches alles tipptopp ist - aber ansonsten... da möcht ich manchmal weinen. aus der abhängigkeit heraus traut sich kaum ein älterer pflegebedürftiger mensch jemand zu sagen, wenn da was nicht stimmt.
    angst vor den gesprächen kenn ich auch nicht: bei mir könnte auch nicht mehr passieren, als das ich gerade noch aus dem bett, auf toilette gehievt werde oder ich angezogen werde. bin eh abhängig von pflege und assistenz.
    als "geschenk" betrachte ich persönlich das pflegegeld allerdings nicht - zahlen doch alle bürger - auch ich von meiner rente monatlich beiträge für die pflegeversicherung. von daher ist es bei bedarf auch ein recht, hilfe zu bekommen.

    ich hab mal gelesen, das bei euch - monsti - das pflegeld auch in sehr viel mehr stufen verteilt ist - warens 6 oder 7 ? bei uns sind es ja eigentlich nur 3 und die härtefallstufe (wo meist pflege sterbender abgesichert werden soll, z.B. krebs endstadium o.ä.).

    ups - jetzt kommt mein dicker kater schmusen !
    ich mach mal schluss, da drückt einer seinen dicken kopf dazwischen


    liebe grüsse
    nenufar
     
  7. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo nenufar,

    richtig, bei uns gibt es 7 Pflegestufen. Für das Pflegegeld sind bei uns Bund oder Land zuständig, und es wird unabhängig vom persönlichen Einkommen gewährt. Da ich dafür keine Beiträge leiste/geleistet habe, betrachte ich es halt als "Geschenk". :D

    Liebe Grüße von
    Monsti (mit Katze Mini auf dem Schoß ...)