Original geschrieben von Cat17
Habe eine grosse Bitte an alle Übergewichtigen Leute und brauche euren Rat!!!!!!!!!
Ich würde eher vorschlagen, Du fragst nicht die Übergewichtigen... das ist doch niemand freiwillig (ohne, dass ich damit sagen will, dass man sich damit nicht arrangieren und weitgehend wohlfühlen kann). Andererseits setzen wir uns umstandshalber (mehr oder weniger) häufig damit auseinander und deshalb ist es wohl doch eine gute Idee.
Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen, alleine halte ich Abnehmpläne selten lange durch, ich bin auch alleine und kann somit zuhause niemanden einspannen, sich mit mir und meinem Plan zu verbünden. Was meine Ernährung angeht, so bin ich theoretisch eine Expertin und auch praktische kann ich mein Wissen weitgehend gut umsetzen, wäre da nicht die Schokolade, die mich glücklich macht.
Ich bin kein ausgesprochener Gruppentyp, wenn es zu sehr um meine Persönlichkeit und vor allem persönliche Probleme geht. Vor 11-12 Jahren habe ich mal an einem Kurs teilgenommen, bei dem es um Ernährungsumstellung ging und es hat mich total genervt mit all diesen fremden Frauen, deren Probleme nun wirklich nicht meine waren, auch wenn wir vielleicht aus derselben Motivation an diesem Kurs teilnahmen. Vor anderthalb Jahren habe ich hier in einem Krankenhaus an einem Kurs teilgenommen, der aus 4 Teilen bestand, die von 4 ausgebildeten Expertinnen durchgeführt wurden. Ziel war eine dauerhafte und langfristige Gewichtsreduktion. Die 4 Teile waren Ernährungsberatung, Medizin (den Teil übernahm eine Internistin), Psychologie und Bewegung/ Sport (den Teil übernahm eine Physiotherapeutin). Es war eine runde Sache und der Kreis der Teilnehmer war mit ca. 10 Personen überschaubar (und es machte mir komischerweise gar nichts mehr aus, mich auszutauschen, vielleicht liegts am Alter, vielleicht am Kurs, der zwar gemeinsam durchgeführt wurde, aber doch jeden individuell berücksichtigte und keine "pauschalen Erfolgsrezepte" anbot). Das Programm dauerte ca. 12 Wochen (á 2 Abende) und war durchaus erfolgreich und ich erfuhr sogar noch eine Menge neuer Sachen. Das einzige Manko, es hätte länger dauern müssen, zumindest in einer Art von "Überwachung" oder vielleicht ist "Begleitung" das bessere Wort. Die Krankenkasse hat leider auch nichts übernommen (bei den anderen schon, aber meine DAK ist leider ein Scheißverein, der auf meine gesundheitlichen Probleme nicht individuell eingeht. Wenn ich dann lese, dass zukünftig eigene Initiative finanziell unterstützt werden soll, könnte ich laut schreien, aber das ist ein anderes Thema...). In diesem Herbst habe ich 3 Sportkurse begonnen (u.a. Walking und Yoga), weil ich das starke Bedürfnis habe, etwas zu tun und Bewegung neben einer vernünftigen Ernährung nunmal unerlässlich ist, um mein Gewicht zu veringern. Ausserdem hilft es mir, wenn ich feste Termine habe, die mir einen Rhythmus und Regelmäßigkeit garantieren. Tja, leider haben mir inzwischen meine Gelenke einen Strich durch die Rechnung gemacht. Meine Knie, Fussknöchel, Zehen-, Hand- und Fingergelenke machen mir zu schaffen, seit es Ende Oktober nass und kalt wurde. Es hört nicht auf und wird schon bei wenig Bewegung/ Belastung schlimmer, selbst beim Schwimmen, obwohl ich nur noch 500 m schwimme und mich zusammenreisse, nicht so durchs Wasser zu hetzten. Ich habe also inzwischen alle 3 Kurse eingefroren und werde jetzt erstmal meinen Rheumadoc um Rat fragen, bei dem ich Ende Januar zum Glück meinen nächsten Termin habe (denn der Teufelskreis ist tragisch, je weniger ich mich bewegen kann, umso mehr hänge ich zuhause rum und umso nötiger brauche ich Schokolade zu meinem Glück, oder aus Langeweile....).
Ich halte die 30 Kilo in 4 Monaten auch für zuviel, allein der Erwartungsdruck ist ja kaum auszuhalten. Ausserdem sind nur langfristig ausgelegte Pläne erfolgversprechend, die Deine Ernährung, Bewegung (im Rahmen der Möglichkeiten) und Deine Persönlichkeit einbeziehen. Erkundige Dich doch mal in Krankenhäusern, bei Deinen Ärzten oder der Krankenkasse, ob es dort solche Programme gibt, oder sie etwas kennen, das all dies berücksichtigt. Wenn Du jetzt anfängst, sind zur OP sicher schon einige Pfunde runter und es hällt Dich ja niemand davon ab, danach weiterzumachen, bis es so normal wird, dass es Dir gar nicht mehr vorkommt, wie ein spezielles Programm zum Abnehmen, sondern vielmehr wie normaler bewußter Umgang mit Dir selbst.
Ich wünsche Dir jedenfalls Alles Gute für Deine OP und die Zeit bis dahin.
Liebe Grüße
ina (o:
Ach, eine Sache fällt mir gerade noch ein. Vor 15 Jahren war ich mal zur Kur in einer Fastenklinik, da waren einige Leute, die nur dort waren, um für bevorstehende Operationen ein bestimmtes Gewicht zu erreichen. Vielleicht wäre das noch eine weitere Möglichkeit fürs erste und in diesen Kuren wird mal ja oft auch ausführlich auf die Zeit nach der Kur vorbereitet (was Ernährung, Bewegung etc. angeht), das wären dann 2 Fliegen mit einer Klappe.
P.S. @ Monsti: Ich geb Dir auch gerne ein paar Gramm (mehr) ab!!!! ((((o: