Liebes Rheumaforum,
ich war letztes Jahr schon da und lese ein bisschen mit bzw. informiere ich im Forum. Diagnose habe ich noch nicht wirklich, die Ärzte sind weiterhin eher ratlos. Hatte die letzten beiden Winterhalbjahre (also 2018 und 2019, jetzt kommt das 3. Jahr) monatelange Schübe mit wechselnden Muskel-/v.a. Sehnenentzündungen (nicht Knochen), seit dem 2. Schub sind die Nackenmuskelschmerzen fast permanent auch im Sommer, die anderen Dinge verschwanden im Frühjahr. Und bekomme während der Schübe Bildung von Überbeinen/Verkalkungen an diversen Stellen (3 in einem Jahr), zeitweise Müdigkeit/schlechter Allgemeinzustand, einzelne hart geschwollene Lymphknoten. Im Blut ist rheuma-technisch/immunologisch gar nichts nachweisbar.
Derzeit nehme ich (zum Herbstanfang, zu dem auch meine Beschwerden wieder stärker werden) den COX2-Hemmer Etoricoxib (NSAR). Er hilft mir ziemlich, aber ich habe manchmal das Gefühl, dass er das Herz ziemlich belastet und ich habe bereits ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Da die Schmerzen chronisch sind bzw. meine Schübe 6 Monate anhalten, muss ich das Mittel für ein halbwegs normales Leben täglich nehmen, was ich zurzeit ausprobiere (aber eben – Risiko bei täglicher Einnahme). Rheumatologin sagt, es ist OK.
Der nächste Schritt wäre MTX, es wird mir freigestellt, ob ich es ausprobieren will. Da immunologisch nichts nachweisbar ist, ist es unklar, ob die Entzündungen rheumatisch sind, und es wäre ein Experiment mit MTX. Diagnostisch wird sonst eher nichts mehr unternommen, da es keine Idee gibt, woher es sonst kommen könnte.
Derzeit mache ich mir viele Gedanken, ob ich es machen soll und lese viel (die Mehrheit verträgt es ja leider nicht besonders
). Ich möchte euch als erfahrene Patienten/-tinnen nach eurer Einschätzung fragen:
Ab welchem Grad von Beschwerden sollte man/würdet ihr MTX denn nehmen? Wenn man die Beschwerden theoretisch noch mit NSAR so halbwegs in den Griff bekommt, sollte man dann noch nicht zu MTX greifen? Sind diese Beschwerden zu „harmlos“, um mit dem starken Medikament
zu beginnen? Ich habe die meiste Zeit chronische Schmerzen, aber keine Bewegungseinschränkung, keine dicken Schwellungen, nichts so Schlimmes, wie es bei z.B. bei RA ist. Die Hände waren bisher nur für einzelne Monate betroffen (Sehnen entzündet), wenn der Schub akut ist , dann geht es dort wieder weg. Mit Etori sind die Schmerzen OK. Kleines Überbein hat sich aber trotzdem schon wieder gebildet.
Ich las im Internet, dass in Muskeln/Sehnen durch Entzündungen keine Schädigungen passieren – anders als bei Knochen. Stimmt das? Würde es hier also nicht die Notwendigkeit geben, so schnell wie möglich mit MTX zu beginnen? Allerdings fühlt sich meine Nackenmuskulatur m.E. schon geschädigt an, jedenfalls nicht mehr normal (??)... Und Überbeine sind ja auch Schäden.
Grundsätzlich belastet mich die Sache schon und schränkt meine Lebensqualität ein, leider ist es nicht mehr wie früher
. Ich sehne ich mich (wie die meisten hier) sehr nach einem normalen Leben/Zustand, was ich mir dann manchmal von MTX verspreche. Aber das ist wohl eher eine Illusion, ein normales Leben bekommt man mit MTX wohl auch nicht unbedingt wieder, evtl. habe ich dann mehr Probleme als wenn ich die Symptome jetzt mit NSAR zu unterdrücken versuche? Dass es dafür keine passende Diagnose gibt ist auf die Dauer auch frustrierend.
Ratlose Grüße
Kurkuma
ich war letztes Jahr schon da und lese ein bisschen mit bzw. informiere ich im Forum. Diagnose habe ich noch nicht wirklich, die Ärzte sind weiterhin eher ratlos. Hatte die letzten beiden Winterhalbjahre (also 2018 und 2019, jetzt kommt das 3. Jahr) monatelange Schübe mit wechselnden Muskel-/v.a. Sehnenentzündungen (nicht Knochen), seit dem 2. Schub sind die Nackenmuskelschmerzen fast permanent auch im Sommer, die anderen Dinge verschwanden im Frühjahr. Und bekomme während der Schübe Bildung von Überbeinen/Verkalkungen an diversen Stellen (3 in einem Jahr), zeitweise Müdigkeit/schlechter Allgemeinzustand, einzelne hart geschwollene Lymphknoten. Im Blut ist rheuma-technisch/immunologisch gar nichts nachweisbar.
Derzeit nehme ich (zum Herbstanfang, zu dem auch meine Beschwerden wieder stärker werden) den COX2-Hemmer Etoricoxib (NSAR). Er hilft mir ziemlich, aber ich habe manchmal das Gefühl, dass er das Herz ziemlich belastet und ich habe bereits ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Da die Schmerzen chronisch sind bzw. meine Schübe 6 Monate anhalten, muss ich das Mittel für ein halbwegs normales Leben täglich nehmen, was ich zurzeit ausprobiere (aber eben – Risiko bei täglicher Einnahme). Rheumatologin sagt, es ist OK.
Der nächste Schritt wäre MTX, es wird mir freigestellt, ob ich es ausprobieren will. Da immunologisch nichts nachweisbar ist, ist es unklar, ob die Entzündungen rheumatisch sind, und es wäre ein Experiment mit MTX. Diagnostisch wird sonst eher nichts mehr unternommen, da es keine Idee gibt, woher es sonst kommen könnte.
Derzeit mache ich mir viele Gedanken, ob ich es machen soll und lese viel (die Mehrheit verträgt es ja leider nicht besonders
). Ich möchte euch als erfahrene Patienten/-tinnen nach eurer Einschätzung fragen:Ab welchem Grad von Beschwerden sollte man/würdet ihr MTX denn nehmen? Wenn man die Beschwerden theoretisch noch mit NSAR so halbwegs in den Griff bekommt, sollte man dann noch nicht zu MTX greifen? Sind diese Beschwerden zu „harmlos“, um mit dem starken Medikament
zu beginnen? Ich habe die meiste Zeit chronische Schmerzen, aber keine Bewegungseinschränkung, keine dicken Schwellungen, nichts so Schlimmes, wie es bei z.B. bei RA ist. Die Hände waren bisher nur für einzelne Monate betroffen (Sehnen entzündet), wenn der Schub akut ist , dann geht es dort wieder weg. Mit Etori sind die Schmerzen OK. Kleines Überbein hat sich aber trotzdem schon wieder gebildet.Ich las im Internet, dass in Muskeln/Sehnen durch Entzündungen keine Schädigungen passieren – anders als bei Knochen. Stimmt das? Würde es hier also nicht die Notwendigkeit geben, so schnell wie möglich mit MTX zu beginnen? Allerdings fühlt sich meine Nackenmuskulatur m.E. schon geschädigt an, jedenfalls nicht mehr normal (??)... Und Überbeine sind ja auch Schäden.
Grundsätzlich belastet mich die Sache schon und schränkt meine Lebensqualität ein, leider ist es nicht mehr wie früher
Ratlose Grüße
Kurkuma
Aber sowas ist selten und wer soll sich damit auskennen und das nachweisen können... und passt auch nicht 100 pro.
, schade