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ab 1.4.2006

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von bise, 7. Januar 2006.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    ab 1.4.2006 soll ein arzneimittel spargesetz in kraft treten. ich suche schon dauernd danach auf der home page des gesundheitsministeriums. finde nix. kann jem. weiterhelfen.?
    gruss
    bise

    bin mal gespannt, mit was für einschränkungen rheumis zu rechnen haben. enbrel, remicade, humira ... sind ja teure medis.
     
  2. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    dann kommt es also darauf an, wieviel ein rheumi pro tag an medi kosten darf?
    der doc muss also das preiswerteste medi nehmen?

    ich befürchte nämlich folgendes:

    hat ein rheuma doc zufällig von einer ges. kk 5 patienten, die alle tnf medis bedürfen, dann hat er evt. schon ein problem, wenn er von der kk insges. nur 10 patienten hat.

    nicht alle rheumis benötigen tnf, viele kommen gut mit den preiswerteren medis mtx, arava udgl. zurecht.
    die tagestherapiekosten für rheumis dürften sich wohl kaum an den tnf medis orientieren.

    ich befürchte für einige praxen noch komplikationen, wenn der verordnende doc am "vorauseilenden gehorsam" leiden sollte.

    gruss
    bise
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Festlegung von Tagestherapiekosten in verordnungsstarken Indikationen als Maßstab für wirtschaftliche Verordnungsweise.
    Bonus-Malus-Regelung: Überschreitet der Arzt die festgelegten Tagestherapiekosten um mehr als 5% muss er - gestaffelt nach der Höhe der Überschreitung - zwischen 20 und 50% der entstandenen Kosten selbst zahlen. Ungekehrt gilt: Wenn die Vertragsärzte einer KV bei der Arzneimittelversorgung Kosteneinsparungen erzielen, erhalten sie einen Bonus.

    allein dies wird schwierig werden, schon 2 rheumatiker am gleichen tag die humira benötigen, sprengen den tagessatz sicherlich :(

    ( Definition
    Als Tagestherapiekosten bezeichnet man die durchschnittlichen Kosten, die duch eine medizinisches Behandlungsverfahren pro Tag entstehen. Im engeren Sinn beschriebt der Begriff "Tagestherapiekosten" vor allem die Kosten, welche durch die tägliche Dosis eines oder mehrerer Arzneimittel entstehen.

    Berechnung
    Die Tagestherapiekosten berechnen sich aus dem Verkaufspreis eines Arzneimittels (VK) und der Anzahl der in ihm enthaltenen Tagesdosen (ATD), die sich wiederum aus der Gesamtdosis (GD) und der täglich vom Patienten eingenommen Dosis, der Daily Drug Dose (DDD) ergibt.




    • TTK = VK / ATD (mit ATD = GD / DDD) oder
    • TTK = VK * DDD / GD

    Beispiel

    100 Tabletten des Medikaments "Bronf" kosten in der Apotheke 98.- Euro. Die täglich notwendige Dosis beträgt 3 Tabletten. Die Tagestherapiekosten von "Bronf" betragen somit:
    TTK = 98 * 3 / 100 = 2,94 Euro )
     
  5. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    Tagestherapiekosten ...

    Hmm, also, wenn ich mir das so durchlese, dann ist es den Tagestherapiekosten ziemlich egal, an welchem Tag ich das Humira spritze, da der Preis auf die 28 Tage Intervall umgelegt werden ...

    Welchen Verleichsrahmen für die Indikation Rheuma vorgesehen wird, ist derzeit nicht ersichtlich.

    Von daher denke ich, daß, ohne wirklich alles Fakten zu kennen, es nicht hilfreich, sich jetzt Gedanken über ungelegte Eier zu machen.

    Gruß Robert
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    es heisst bisher ja auch nur, dass: zitat ****Die Bonus-Malus-Regelung soll zunächst nur für verordnungsstarke Indikationen ... gelten...**** zitat ende

    ich glaube da fallen die tnf produkte nicht drunter. hingegen nsar oder cortison schon eher, da diese ja viele erkrankungen und nicht nur rheumatiker betreffen. bisher konnte ich nichts finden, ob da auch unterschiede vom eigentlichen krankheitsbild her gemacht werden.

    nun - warten wir mal ab, was da kommt.

    gruss kuki
     
  7. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    Hallo Kuki,

    ich verstehe das eher so herum:

    Bei Erkrankungen, die regelmäßig sehr viele Verordnungen nach sich ziehen, wird ggf. diese Regelung angewendet.

    Indikation ist die Ursache, nicht das Medikament ..... Cortison kann aus vielen Gründen indiziert sein, nicht nur wegen Rheuma.

    Also, ruhig bleiben und nicht schon jetzt die Pferde scheu machen!
    Gruß Robert
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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  9. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    TNF Blocker werden ausgenommen werden. Der Haken dabei ist allerdings, dass zunächst alle Kosten gerechnet werden und ein Prüfverfahren gegen den Arzt eingeleitet wird, wenn er die Grenze überschreitet.
    Und erst danach kann er mit TNF Blocken als Ausnahme die Überschreitung begründen. Das steht kein Arzt mehrere Quartale durch.

    Andere Maßnahmen müssen die Rheumatiker nicht unbedingt betreffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Hauptmitteln gegen Diabetes und bei Herz-Kreislaufpräparaten. Auch reine Schmerzmittel können davon betroffen sein wie die neueren Morphine und vor allem die Schmerzpflaster.

    Die bevorzugten Patienten bei Ulla Schmidt sind leider nur die Carcinompatienten und die Dialysepatienten. Das wurde schon bei den Transportrichtlinien klar.
    Rheumapatienten werden den anderen normalen Patienten zugerechnet, mit entsprechenden Einschränkungen bei Krankentransport und Medikamentenbudget. Alleine die TNF Blocker hatten bisher einen Sonderstatus, der aber viel Aufwand macht.

    Aber die letzten Veränderungen 2004 wurden alle noch in der letzten entscheidenden Woche vor Beschluss abgeändert.

    Wollen wir hoffen, das dies die Entschlüsse etwas abmildern wird.
     
  10. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    .....ohne jetzt die links gelesen zu haben, macht mir dieses einsparungs- und bestrafungsvorhaben echt angst. diabetes .... hochdosierte schmerzpflaster .... rheuma .... asthma ..und und und ..... da reicht noch nicht die angst vor den wieder bevorstehenden zuzahlungen zu anfang des jahres, nein da bekommt man gleich noch eins drauf .....brech.

    mein hausarzt kämpft jetzt seit einem jahr hier allein in einer kleinststadt als doc. die zweite ärztin ist in rente gegangen. was wird dieser mann schon jetzt von bürokratie erschlagen !!!!! bald werde ich ihn dann wohl nur noch bei der sprechstunde blättern sehen, wie er es am billigsten anstellen kann .er tut mir echt von ganzem herzen leid!!!!
    die billigste lösung ist wohl, das man sich einen platz für die ewige ruhe aussucht, dann hat frau ulla schmidt ruhe vor ihren teuren patienten.

    ich könnt platzen!

    kann man diese frau nicht mit protestmails zuschütten?? echte post wäre ja sogar noch besser.
     
  11. bise

    bise Neues Mitglied

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    wie wird sich das gesetz auswirken bei der behandlung der trockenen augen?
    schon heute muss ich viele augen medis selber zahlen. der augen doc hat mich bereits wissen lassen, 1 packung edos im monat auf kk rezept. bis jetzt habe ich die kosten durch den bezug über internetapotheken noch etwas auffangen können. doch mehr finanz. belastung geht definitiv nicht. also künftig 10 € praxisgebühr für einen 2. augen doc, nur um noch zusätzl. packungen verschrieben zu erhalten?. soll das der sinn der reform sein, erneutes ankurbeln des "ärzte-tourismus"? was machen all diejenigen patienten, die nicht mehr so mobil sind?
    wieviel geld wird jetzt "verschwendet " werden, durch zusätzl. aufsuchen anderer fach doc praxen? das wird wohl eine reine rechnerei für chronisch kranke, war das beabsichtigt, die grauen zellen mehr zu trainieren?

    mein rheuma doc hat jetzt schon ärger genug. der ganze bürokram kostet ihn zeit, die von seiner fortbildung abgeht. sollen sich jetzt chronisch kranke noch besser informieren, um ihre docs daran teilhaben zu lassen? schon jetzt "schleppt" der aufgeklärte chronisch kranke patient infomaterial in die praxis des behandelnden arztes. gut, dass es ro-l gibt. doch was machen all jene, die keinen internet zugang haben?

    wie kann man unser aller Ulla und dem prof. Lauterbach klarmachen, welche belastungen rheumis haben, die schon länger erkrankt sind und denen nicht das glück zuteil wurde, frühzeitig mit basismedis behandelt zu werden, so dass sie jetzt die gelenke udgl zerstört haben.

    irgend etwas muss doch möglich sein, diesen hausgemachten "wahnsinn" zu stoppen.
    gruss
    bise
     
  12. merre

    merre Aktives Mitglied

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    zum Thema

    Ich würde betreffs der neuen Regelungen meinen, daß hier die Beratungspflicht der Krankenkassen gefragt ist. Man sollte dort anfragen welche neuen Regelungen es betreffs der bekannten chronischen Erkrankung gibt und welche Änderungen zu erwarten sind.
    In den Publikationen der KK (Zeitschrift) kann man da sicher auch Informationen finden.
    Auch beraten einen die Apotheken.
    Also an kompetenter Stelle fragen.
    Grundsatz ist immer noch die für den Einzelnen nötige Versorgung zu sichern.
    Alöso fragen...."merre"
     
  13. Colana

    Colana Musikus

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    Elmshorner Ärzte treten am Mi in den Streik

    Guten Abend allerseits,

    in unserer Stadt werden am Mi etliche Praxen (egal ob allgemein, spezifisch oder zahnärztlich) geschlossen bleiben, da die Mediziner nach Berlin reisen wollen wg. dieser Arznei-Witschaftlichkeitsgesetzes (AVWG).

    Zitat<< "Bei dieser Regelung sollen Praxen, die ein sehr hohes Aufkommen an chronisch Kranken haben, mit Proxen gleichgesetzt werden, die mit normalen Fällen zu tun haben. Das ist ungerecht und kann so nicht akzeptiert werden", sagt Renner (hier bei uns ein führender Radiologe). Seine KVSH hat eine Hotline eingerichtet, unter der Nummer 0800/88 30 100 erfahren interessierte Patienten mehr über die Hintergründe der Aktion.
    Ein weiterer Punkt für den Ärzteprotest ist die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die Vergütung von Krankenkassenpatienten und Privatpatienten zu novellieren. So soll es hier keine Unterschiede mehr geben. "Das bringt das Fass bei uns zum Überlaufen", so Dr.Renner....>>

    Sind bei Euch auch solche Aktionen von den Ärzten geplant.... Bei meinem Hausarzt werde ich wohl erst ein Mal anrufen, ob der Termin noch steht oder jetzt platzt.....
    Wünsche Euch einen angenehmen Abend.
    viele Grüße
    Colana
     
  14. kukana

    kukana Moderatorin

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    bei uns im raum köln gabs schon einige streiks, auch meine hasuärztin war vor 2 wochen dabei. aber was wird daraus werden .... letzendlich wird alles auch auf die patienten zurückfallen, ärzte und patienten müssen das wohl gemeinsam ausabedn?

    gruss kuki
     
  15. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Bei uns stand in der letzten Woche ein Bericht in der Zeitung, dass durch die "ausufernde" Verordnungspraxis der Ärzte nunmehr 50 -60 % mehr Arztpraxen überprüft werden müssen als in den Vorjahren. Als Begründung wird angeführt, dass ein Arzt der im Durchschnitt mehr als 20 % über seinem medi-Budget verordnet genauer "durchläuchtet" werden soll - und dann kam für mich zumindest der Hammer: Denn das angegebenene Verordnungs-Bugdet liegt bei 40 € aber nicht wie mal vielleicht meinen könnte im Monat, sonder pro Quartal!! Finde ich schon ein ziemlich starkes Stück, denn wenn ich meine bisherigen Verordnungen aus 2006 überblicke habe ich mein Budget für die nächsten 10 Jahre gleich mit verbraucht und wir haben erst den 16. Januar!!!