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9 Wochen nach künstlicher Hüfte

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Flyer2912, 16. August 2013.

  1. Flyer2912

    Flyer2912 Neues Mitglied

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    Guten Morgen,
    ich wollte gerne mal einen Bericht über meine künstliche Hüfte schreiben,
    damit eventuell unentschlossene Mut fassen können.

    Ich habe seit über 20 Jahren Gelenkrheuma, war 11 Jahre im Rollstuhl.
    Im Jahr 2007 bekam ich im Markus Krankenhaus Frankfurt 2 künstliche Kniegelenke in einer Operation.
    Damals wurde mir von den Ärzten bereits gesagt, das ich in der rechten Hüfte eine Coxarthrose habe, die irgendwann operiert werden muss.

    Nachdem ich nach den Knien wieder durch eisernes Training laufen gelernt habe, war nun vor 9 Wochen die Hüfte dran.
    Mittlerweile war die Coxarthrose so weit fortgeschritten, das ich nur noch Schmerzen hatte.

    Es ging nichts mehr.

    Laufen nur noch kurze Strecken, und das immer unter Schmerzen.
    Socken oder gar Schuhe anziehen, war selbstständig nicht mehr möglich.
    Jeder Schritt tat unheimlich weh, und es raubte mehr und mehr an Lebensqualität.

    Die Operation selbst lief ohne Probleme ab, obwohl das eigene Gelenk schon ziemlich eingefressen war.
    Die Operationszeit betrug ca. 60 Minuten, es wurde nicht zementiert.
    Es wurde ein Keramikkopf verwendet.

    Aufstehen 1 Tag nach der Operation planmässig, laufen im Zimmer und etwas auf den Gang am 2 postoperativen Tag.
    Nach 7 Tagen Entlassung aus dem Krankenhaus, ambulante Reha beim Krankengymnasten meines Vertrauens.
    Die erste Zeit war das liegen auf dem Rücken etwas unangenehm, und man sollte natürlich etwas vorsichtig machen wegen der neuen Hüfte.

    Mittlerweile 9 Wochen danach läuft alles super.
    Wiedererlangung der Beweglichkeit, laufen längere Strecken wieder möglich ohne Schmerzen.
    Weiterhin Krankengymnastik, und ich gehe 2x wöchentlich ins Fitnessstudio.

    Schlussendlich kann ich sagen das ich froh bin die OP gemacht zu haben, weil dadurch wieder an Lebensqualität gewonnen wurde.
    Der alte Schmerz ist weg, und Lebensqualität wurde gewonnen.

    Ich hoffe das dieser Bericht einigen Mut macht, die vielleicht noch unentschlossen sind.

    Jeder muss selbst wissen und entscheiden, wann für ihn die Situation unerträglich wird oder geworden ist.
    Aber man braucht bei einer gut vorbereiteten OP in einer guten Klinik keine Angst zu haben, es ist mittlerweile eine gängige Operation.

    Liebe Grüsse
     
  2. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Flyer,

    das ist einfach super, dass du anderen Betroffenen von dieser positiven Entwicklung berichtest...

    Ich wünsche dir weiterhin so viel Erfolg auf deinem Weg und dass du die Lebensenergie immer behälst - denn die ist fürs Kämpfen so wichtig.

    Herzliche Grüße von anurju :)
     
  3. Bernstein

    Bernstein Aktives Mitglied

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    Moin Flyer,

    deine Zeilen gingen mir sehr nahe und ich freue mich so, dass du die OP so gut überstanden hast.
    Deine Lebensfreude kann man richtig lesen und schön das du anderen Mut machst.

    Ich wünsche dir weiter gute Fortschritte und liebe Grüsse Bernstein
     
  4. took1211

    took1211 Guest

    Hallo Flyer,
    ich freue mich riesig mit dir,dass die OP so gut verlaufen ist und du dich wieder ohne Schmerzen bewegen kannst.Einfach toll
    :) .
    Mach weiter so,aber immer schön langsam.Übereile nichts,nimm dir die Zeit,die du brauchst, bis alles wieder gut verheilt ist und optimal funktioniert.
    Dein Beispiel gibt vielen Hoffnung und Zuversicht,sich an so eine OP zu wagen.
    Darf ich fragen,weshalb bei dir ein Keramikkopf verwendet und nicht zementiert wurde?Hängt das mit deiner bröseligen Knochensubstanz zusammen?
    In vielen Fällen wird meist eine Hüftprothese mt Schaft einzementiert.?

    Alles Gute weiterhin für dich.
    LG took
     
  5. Flyer2912

    Flyer2912 Neues Mitglied

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    Hallo und guten Morgen :)

    Danke für eure netten Antworten.

    Gerne antworte ich auf Deine Frage.

    Der Keramikkopf wurde genommen, da dieser in langjährigen Tests den geringsten Abrieb aufweist.
    Umso geringer der Abrieb, umso länger die Haltbarkeit.

    Zementiert wird gerade bei Leuten denen ihre Knochensubstanz nicht mehr so gut ist, und das Risiko besteht das der Schafft nicht richtig verwächst.

    Also meist bei älteren Patienten damit meine ich ca. 60-70 Jahre oder älter, oder bei Osteoporose.

    Dies muss im Einzelfall immer mit der behandelten Klinik, unter Einbeziehung der individuellen Krankheitsgeschichte abgeklärt werden.

    Nicht alles ist für jeden gleich gut, oder jede Prothese eignet sich für jeden Menschen :)

    Auch braucht nicht jeder eine Totalendoprothese, das kommt immer auf das Krankheitsbild und den Verschleiss an.

    Priorität hat immer der Erhalt des eigenen Gelenkes !

    Nur wenn der Verschleiss zu stark ist, und eine Rettung nicht mehr möglich, sollte man sich zur Prothese entscheiden.

    Ich hoffe damit ausreichend geantwortet zu haben :)

    Liebe Grüsse