1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

3.Synovektomie-hört das nie auf?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Bodo Ludwig, 13. Februar 2003.

  1. Bodo Ludwig

    Bodo Ludwig Guest

    Hallo!
    Gestern wurde mein Mann erneut (1988/ Sommer 2002 Synovektomie, Herbst 2002 Radioaktive Behandlung) am re. Knie operiert. Im Kernspin sah man Ende letzten Jahres ein Gangliom. Das konnte man gestern nicht mehr aufspüren, hat jedoch Verwachsungen an der Stelle, nahe der Sehne, gefunden und weggehobelt. Nun wurden wieder Teile der Gelenkshaut entfernt, da sie erneut entzündet waren. Ab morgen wird der Trainageschlauch aus dem operierten Knie gezogen und „Krückenswinging“ ist angesagt. Wie er das mit den lädierten Hand- und Schultergelenken schaffen soll..?...keine Ahnung! Seit 12 Wochen bekommt er MTX und hat bisher nicht das Gefühl eines positiven, durchschlagenden Erfolges. Fast wöchentlich gesellt sich ein Gelenk mit Schmerzen dazu. Die letzten Tage meldeten sich die Fußballen. Langsam gibt es kaum noch ein Gelenk, was nicht ab und zu herumnörgelt. Mein Mann fühlt sich wie eine Wundertüte! Haben diese Erfahrungen auch einige von Euch durchgemacht? Wann gibt es mal einen Stillstand? Dennoch, Bodo lebt treu dem Motto seiner Rheumastation: nur Fledermäuse lassen sich hängen! ..auch wenn es Tage gibt wo es einem sehr, sehr schwer fällt.
    Grüße aus Bayern
    „Schwester“ Rosi
     
  2. Susanne Gru

    Susanne Gru Guest

    Hallo Rosi,
    bekommt Dein Mann nur MTX und das erst seit 12 Wochen, wo seine Beschwerden doch schon sehr lange da sind? Kein Cortison, keine NSAR zusätzlich? Wenn MTX alleine nicht so viel bringt, bekommt man in der Regel auch noch Azulfidine obendrauf, zumal Du ja schreibst, dass Dein Mann nicht nur Probleme mit dem Knie hat. Wie sind denn seine Blutwerte?

    Ich würde beim nächsten Besuch auf jeden Fall nach zusätzlichen Medikamenten fragen, da muss man sehr hartnäckig vorgehen und die Medikamente auch vorschlagen.
    Viel Erfolg, Susanne
     
  3. Sabinerin

    Sabinerin Guest

    Hallo Rosi,

    zuerst einmal viele Genesungsgrüsse an Deinen Mann :)

    Leider wurde bislang noch kein Medikament gefunden, daß eine Polyarthritis (ich gehe davon aus, daß Dein Mann diese Erkrankung hat) stoppt bzw. "heilt". In den meisten Fällen ist es so, daß die Polyarthritis nach und nach viele Gelenk befällt und evt. schädigt.

    Ist Dein Mann schon mal in einer Rheumaklinik gewesen? Kennt Dein Mann "chemische Synoviorthesen"(Spritzen in die Gelenke, ähnlich wie Radiosynoviorthese)? Sie wird stationär gemacht und ist äussert schmerzhaft, aber häufig können damit Op´s herausgezögert werden.

    Ich weiß wie belastend die vielen operativen Eingriffe sind. Ich bin selbst bereits 8x operiert worden, die 9. Op steht an.
    Es gibt Tage, da bin ich traurig, weil die cP schneller fortschreitet als mir lieb ist, aber Traurigkeit und Verzweiflung gehören, neben Hoffnung, Zuversicht und einer großen Portion Lebensfreude, zur Krankheitsbewältigung dazu.
    Dein Mann sollte diese Traurigkeit und Verzweiflung nicht verdrängen, denn das kann sich schlimm auf seinen psychischen Zustand auswirken. Wenn Du dann für ihn da bist, ihn aufmunterst, ermunterst und ihm die vielen kleinen Dinge zeigst, die das Leben so lebenswert machen, dann kann er wieder Mut fassen und Kraft sammeln.

    Ich wünsche Deinem Mann von Herzen alles Gute
    Sabinerin
     
  4. Mareen Haase

    Mareen Haase Guest

    Hallo Sabinerin, was ist denn eine chemische Synoviorthese? Die RSO kenne ich auch, musste bei mir vor 2 Jahren am Handgelenk durchgeführt werden. Was wird denn bei der Chemischen gespritzt, wie geht die Behandlung genau vor sich?
    Liebe Grüße, Maree
     
  5. Bodo Ludwig

    Bodo Ludwig Guest

    Hallo und danke für die Wortmeldungen!!!
    Bodo hat seronegative RA (cP), somit war in den Blutwerten nichts nachweisbar. Die Diagnose war 1988 nur Vermutung, wurde jedoch 2002, aufgrund der Beschwerden, die nun massiv auftraten und dem pathologischen Befund bestätigt. Neben MTX erhält mein Mann, falls die Schmerzen zu stark werden Viox. Wegen Magenunverträglichkeit hat man kein NSAR mehr gegeben. Wir kennen RSO (Ittrium 90 bekam er im Herbst), aber ansonsten schließen wir uns der Frage von Mareen an!? Was ist eine chemische Synoviorthese?
    Derzeit liegt Bodo noch etwas unbeweglich in der Rheumaabteiling der Hessing Klinik in Augsburg. Tapfer erträgt er das Krückengehen und hofft nun, dass es bald richtig aufwärts geht.
    Gruß Rosi (in Vertretung)