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26 Jahre alt, Diagnose Bechterew - Welche Umschulung ???

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von ToniStephan, 18. Mai 2012.

Schlagworte:
  1. ToniStephan

    ToniStephan Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich bin 26 Jahre alt und man hat letztes Jahr bei mir MB. Bechterew diagnostiziert. Leider seit Dezember krank geschrieben und deshalb auch gekündigt worden.
    Bis zum 23.05.12 bin ich noch bei der ambulanten Reha, die ich nur loben kann.
    Ich habe eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär,- Heizung und Klimatechnik erfolgreich abgeschlossen und arbeitete seit ca. 4 Jahren in dem Beruf.
    Im Laufe des letzten Jahres sind meine Beschwerden so schlimm geworden, dass ich nie wieder in dem Beruf arbeiten kann.
    Der Rehaberater konnte mir leider überhaupt nicht weiterhelfen, hab zwar sehr viele Infoflyer bekommen, aber für mich ist nix bei :(

    Ich kann nicht dauerhaft sitzende und stehende Arbeiten verrichten. Ein 6 - 8 h Bürotyp bin ich auch nicht so wirklich.

    Würde mich über viele nette Antworten sehr freuen. :vb_redface:
     
  2. kelvin

    kelvin Neues Mitglied

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    Hallo,

    wie sind denn die Einschränkungen und Schmerzen, wenn schon die Krankschreibung erfolgt ist. So heftig? Schon einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt?

    Grüße!

    Sebastian aka bechti2go
     
  3. ToniStephan

    ToniStephan Registrierter Benutzer

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    Einschränkungen

    Hallo Kelvin,
    danke für die schnelle Rückantwort,

    also einen GdB habe ich bereits beantragt, 30 % bewilligt bekommen, Widerspruch läuft.
    Vieleicht ist noch zu berichten, dass ich seit November Enbrel spritze und dies sehr gut anschlägt, jedoch Schübe und Schmerzen immer noch da sind (jedoch nicht so drastisch und schmerzhaft wie zuvor). Bin sehr froh Enbrel spritzen zu können. :top:
    vor 10 Jahren hatte ich so einen starken Schub, das ich mich nicht mehr bewegen konnte und wochenlang ins KH musste, bereits da hatte man Rheuma vermutet aber nie mir eine Diagnose mitgeteilt oder Therapien verordnet, einzigs VIOX wurde mir verschrieben, welches später verboten wurde...
    Hätte ich damals schon die Diagnose Mb. Bechterew bekommen wäre mein Gesundheitszustand heute besser :mad:

    Einschränkungen sind wie folgt: das Heben und Tragen starke Schmerzen im Rücken und Hüfte, habe bereits eine Coxarthrose, auch langes Stehen, Gehen, sitzen ca. höchstens 30 - 45 min.
    Beweglichkeit ist bereits eingeschrängt, in die Knie gehen, Schnürsenkel zu binden im Sitzen, vom Boden Dinge aufheben ist sehr eingeschränkt.
     
  4. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo ToniStephan,
    ob der Bechterew bei früherer Diagnose anders verlaufen wäre, ist nicht sicher.
    Hinsichtlich Umschulung und allen weiteren beruflichen Fragen kann dir die DVMB weiterhelfen - Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew. Rufe doch mal bei der Geschäftsstelle in Schweinfurt an; wobei jedoch auch hilfreich ist, wenn du dort Mitglied bist - das lohnt sich allerdings auch. Google die mal und rufe an.

    In Berlin haben die übrigens eine Gruppe, an die kannst du dich auch wenden.

    Was mir - ich spritze auch Enbrel - ziemlich hilft, ist der Radonstollen in Bad Gastein. Warst du schon mal dort? Viele benötigen anschließend keine oder deutlich weniger Schmerzmittel für Monate, bis hin zu einem Jahr.

    LG
    Pezzi
     
  5. ToniStephan

    ToniStephan Registrierter Benutzer

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    Hallo Pezzi, :o

    Habe mich gleich nach meiner Diagnose mit dem DVMB befasst und bin mit denen und auch mit der Rheumaliga im Kontakt. Beide konnten mir hilfreiche Tips geben, danke. Ich gehe 1 x pro Woche zum RehaSport und bekomme diesen vergünstigt bei der Zuzahlung durch meine Mitgliedschaft in der Rheumaliga, lohnt sich schon mal...
    Von dem Stollen habe ich schon mal gehört, aber denke nicht das ich da in naher Zukunft hin kann... :confused: habe am Mittwoch den letzten Reha - Tag, habe von der Rehaärztin bescheinigt bekommen, das Sie eine berufliche Reha befürwortet, entweder von der Rente oder Arbeitsamt d.h. die Behördengänge gehen wieder los..., deshalb glaube ich nicht das ich eine Kur demnächst gestattet bekomme, aber ein Versuch wäre es wert. Danke für die schnelle Antwort..

    mich würde interessieren ob die Rentenkasse auch Studiengänge erstatten würden oder nur berufliche Ausbildungen?

    lg ToniStephan
     
  6. Milka

    Milka Neues Mitglied

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    HAllo ToniStepahn,

    hast Du mal mit deinem Berater über die Möglichkeit einer Berufsfindung gesprochen. Hier hättest du die Möglichkeit, in einer speziellen Einrichtung verschiedene Berufsbilder auszuprobieren.
    Ansonsten gibt es im Reha Verfahren die Möglichkeit, das sog. Persönliche Budget in Anspruch zu nehmen. (Kannst Du im Internet nachlesen). Zusammengefasst geht es darum, dass jeder Rehabilitand grds. die Möglichkeit haben soll, sein Reha Verfahren selbst in die Hand zu nehmen und zu gucken, was einem gut tut. Voraussetzung ist, dass die Kosten nicht das Budget übersteigen, was der Rehaträger sonst finanzieren würde und das das Ziel in einem best. Zeitraum i.d.R. 2Jahre erreichbar ist.
    Dies wäre vielleicht interessant, wenn es um die Frage eines Studiums geht.

    Ansonsten würde ich mir die kaufm. Berufe mal angucken, ob da grds. etwas von Interesse dabei ist. Man kann den Arbeitsplatz dann so gestalten, dass du ihn trotz der Einschränkungen ausüben könntest .
    (Zum Beispiel spezielle Tische, die hoch und runtergefahren werden können).

    Das waren erstmal meine Tipps.
    Viel Erfolg
    Liebe Grüße
    Milka