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20Prozent GdB bei Kollagenose

Dieses Thema im Forum "Schwerbehinderung" wurde erstellt von ellli, 15. Februar 2014.

  1. ellli

    ellli Mitglied

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    Hallo,

    habe gestern meinen GdB Bescheid bekommen 20Prozent für die Kollagenose. Ist das zu wenig oder Ok?
    Habe es meinem Arbeitgeber mitgeteilt, da sie mich nach meiner Reha auf Prozente angesprochen haben.
    Was bringen mir eigentlich die 20Prozent?Zähle ich nun zu chronisch-krank?
    So richtig bekommt man keine Aufklärung.

    Vielen Dank für eure Antworten
    Elli
     
  2. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    hallo elli,

    allein für eine diagnose bekommt man keinen gdb, den bekommt man für die einschränkungen die dadurch entstehen. dazu hast du leider nichts gesagt, von daher kann man schlecht beurteilen, ob das gerechtfertigt ist.
    mit 20 kannst gar nichts machen, nichtmal eine gleichstellung bei der arge, wegen besonderem kündigungsschutz beantragen.

    was meinst du mit chr krank?
    für die kk ?
    für die ist man chr krank wenn man länger als 6 mon oder ein jahr, bin da gerade nicht sicher mind, 1 mal im quartal wegen ein und derselben krankeheit behandelt wird.
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    GdB

    Hallo, ... ja was soll man zu dieser Entscheidung sagen.

    Grundsätzlich gelten die Versorgungsmedizinischen Grundsätze für die Festlegung eines GdB.

    Da steht unter:TEIL B / 18. Haltungs- und Bewegungsorgane, rheumatische Krankheiten (Teil I)

    18.2.1 Entzündlich-rheumatische Krankheiten

    18.2.3 Vaskulitiden (z.B. Panarteriitis nodosa, Polymyalgia rheumatica)
    Die Beurteilung des GdS bei Kollagenosen und Vaskulitiden richtet sich nach Art und Ausmaß der jeweiligen Organbeteiligung sowie den Auswirkungen auf den Allgemeinzustand, wobei auch eine Analogie zu den Muskelkrankheiten in Betracht kommen kann. Für die Dauer einer über sechs Monate anhaltenden aggressiven Therapie soll ein GdS von 50 nicht unterschritten werden.

    Wäre jetzt die Frage ob ein Widerspruch Sinn macht, oder ob man einen Verschlechterungsantrag nachreicht...?

    Allerdings sollte man den GdB als Nachteilsausgleich sehen, und zwar welche Nachteile habe ich gegenüber Gesunden, bzw. welche körperlichen oder seelischen Schäden bewirken die Auswirkungen meiner Erkrankung. Diese müssen sich nachteilig auswirken.
    Es ist also angeraten diese Nachteile zu schildern, die Diagnose oder rein medizinische Einschätzungen werden also nicht ohne eigene Schilderungen gewertet.

    Ja wenn da Fragen hast schick ne PN, selten hier. Gruss "merre"
     
  4. ellli

    ellli Mitglied

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    Hallo.

    danke für die Antworten. Werde keinen Widerspruch machen. mal schauen was die die nächsten Monate bringen und dann evtl. einen Verschlechterungsantrag.
    Mit chronisch krank meine ich die Befreiung von der Zuzahlung bzw. Prozent Zuzahlung.
    Und die Frage ob Kollagenose eine chronische Erkrankung ist.

    Viele Grüsse
    Elli
     
  5. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Kollagenosen

    Hallo ..., erstmal richtig zeitnah einen Verschlimmerungsantrag zu stellen. Macht sich gut nach einem Arztbesuch oder neuem Bericht.
    Ich würde mich "soweit aus dem Fenster lehnen wollen" und sagen, "es geht einem einfach irgendwann schlechter"!!
    In dem Verschlimmerungsantrag würde ich schreiben:
    "während meiner Arztbesuche und in deren Folge habe ich festgestellt, daß meine Krankheit in Schüben verläuft, nicht immer ist da gleich ein Arztbesuch zu realisieren. Ich habe mehr und mehr Probleme zu verarbeiten, daß dem Arzt somit nicht immer das reale Bild zu vermitteln ist. Ich frage mich dann "wird mir geglaubt, wenn ich mich rückblickend erklären muss. Das belastet mich auch nervlich sehr...."

    Man sagt Kollagenosen und Vaskulitiden , je nach Unterform ist das klinische Bild sehr unterschiedlich , dementsprechend auch die Diagnostik , diese erfolgt nach den ARA- oder ACR-Kriterien. Auch möglich sind Mischkollagenosen, gekennzeichnet durch das Auftreten einer Kombination unterschiedlicher Symptome.
    Eine Kollagenose wird medizinisch als eine schwerwiegende Erkrankung des Bindegewebes angesehen. Deswegen sagt man allgemeiner verständlicher "wenn Rheuma unter die Haut geht"...
    Als Vaskulitis werden medizinisch entzündliche Erkrankungen der Blutgefäße angesehen.

    Die Verläufe sind chronisch, medizinisch würde das als "progredient" beschrieben, (abgeleitet von progredi - voranschreitend).

    Soweit auf die Schnelle, angenehmen Sonntag "merre"