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2 Hüftoperationen nacheinander

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Doris1, 20. Februar 2003.

  1. Doris1

    Doris1 Guest

    Liebe Ratgeber,
    auf Grund einer angeborenen, beidseitigen Hüftdysplasie kann ich jetzt (Alter 4 kaum noch selbständig laufen. Es war schon viele Jahre klar, dass nur noch neue Gelenke eine Verbesserung bringen. Ich habe mich für die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Frankfurt entschieden. Der Operateur hat mir vorgeschlagen, beide Hüften direkt nacheinander auswechseln zu lassen. Da meine Muskulatur beidseitig um ca. 5cm verlängert werden muß, um eine Prothese einsetzen zu können, entstünde bei einer einseitigen OP eine enorme Beinlängendifferenz. Welche Erfahrungen liegen mit solchen Eingriffen vor?
    Zusätzlich wurde überlegt, eine Hüfte zu zememtieren, da die Knochenbeschaffenheit (Osteoporose) so schlecht ist. Die andere Hüfte soll einwachsen. Welche Erfahrungen gibt es mit solchen OP-Varianten?
    Gibt es in meiner Situation noch eine Möglichkeit, die Knochenbeschaffenheit kurzfristig (ca. 6 Monate) noch zu verbesssern?
    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

    Herzliche Grüße von Rosa
     
  2. Pumpkin

    Pumpkin Guest

    Liebe Rosa,

    ich bekam 1999 eine TEP links, teilzementiert. Ich hatte bereits 4 cm Beinverkürzung, was allerdings - welch Glück - vollkommen ausgeglichen ist. Da ich seit Jahren cP habe, war man sehr skeptisch was das Einwachsen des Implantates betrifft. Ich habe von Anfang an meine Cortisongaben angehoben und 30 Tage nach OP noch genommen, bevor ich reduzierte.

    Eine gute alte Schulfreundin bekam innerhalb von 6 Monaten 2 neue Hüften und hat, soweit ich es noch weiss, wenig Probs gehabt, aber ging sehr lange an Gehhilfen, wegen der Gleichbelastung beim Laufen. Sie war knapp alles in allem 18 Monate krankgeschrieben.

    Ich selbst kann, was das neue Gelenk der Hüfte angeht, nur das Beste berichten und wünsche dir alles alles Gute.

    Pumpkin
     
  3. Susanne Gru

    Susanne Gru Guest

    Hallo Rosa,
    meine Freundin (58) in Paris hat letztes Jahr Anfang Juni die erste OP gehabt. Nach 10 Tagen wurde sie nach Hause entlassen. Keine Reha sondern nur privat Wassergymnastik. Im September die 2. OP, seit Januar arbeitet sie wieder. Sie hatte allerdings nur "normale" Arthrose, kein Rheuma. Ihr geht es bestens. Nach der 1. OP hatte sie mehr Probleme mit der nichtoperierten Hüfte als mit der anderen. Deshalb ist dieses Vorgehen sicher sinnvoll, wenn beide Hüften hinüber sind.

    Apropos Osteoporose. Nimmst Du Bisphosphonat? Das soll die Knochensubstanz ja wieder festigen.

    Meine Schwester hat auch eine angeborene Hüftdysplasie. Früher konnte man das nur schlecht operieren. Sie hat vor über 15 Jahren die jeweils 2. Endoprothesen in der Endoklinik in Hamburg bekommen. Sie sitzen noch immer fest!! Sie hat an der einen Seite auch eine Knochentransplantation von der Knochenbank bekommen, weil zu wenig Substanz da war. Osteoporose hat sie nicht. Wegen der Schwierigkeit der OP war der Abstand zwischen den OPs natürlich größer als bei meiner Freundin.

    Du schreibst nichts davon, welchen Abstand zwischen den OPs der Arzt veranschlagt. Es leuchtet aber ein, beide Seiten sobald wie möglich hintereinander zu operieren, damit ein gleichmäßiger Gang möglich ist.
    Beste Grüße von Susanne
     
  4. Dinkel

    Dinkel Guest

    Hallo Rosa ,

    Ich habe 1995 eine neue Hüfte bekommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bin ich aber heute sehr zufrieden. Ich habe mich Seinerzeit von dem ärztlichen Ruf des Operateurs leiten lassen.

    Der Grund war ganz eifach der, daß meine Schwiegermutter, die beide Hüften etwa 3 Jahre zuvor erneuert bekam, dass das eine Bein nach dem Eingriff 11 cm länger war, als das andere. Der Unterschied mußte mit Schuhen ausgeglichen werden. Trotzdem war ihr Bewegungshorizont sehr eingeschränkt. Nach 3 - 4 Jahren konnte sie nur noch mit Gehstützen gehen.

    Gewarnt durch diese Erfahrung habe ich mich bei einem Spezialisten angemeldet, der das auch hervorragend gemacht hat.

    Es handelte sich um Prof. Dr. Noack Evangelisches Krankenhaus Spandau
    in Berlin.

    Versteh mich recht, ich möchte Dich nicht beeinflussen, aber mein Rat, achte auf die fachliche Qualifikation des Arztes.

    Viele Grüße aus dem verschneiten Chiemgau sendet

    [%sig%]