So hatte ich das auch nicht gemeint käferchen, dass man davon sofort gesundet, Erleichterung kann das schaffen. Seine Seele und seinen Geist in Einklang bringen, kann sowieso der jeweilige Mensch nur ganz alleine selbst, man mag Heilmethoden in Anspruch nehmen, die einen unterstützen. So einfach ist das wahrlich nicht, vieles läuft im Unterbewusstsein ab, behutsam und verständnisvoll mit uns selbst, kann man für sich selbst dahin vordringen. Und wenn der Körper nun mal an manchen Stellen irreparabel geschädigt ist bleibt einem nur möglich bestmöglichst damit zu leben.
Du sagst es Heike... Dann haben wir drei Mädels in der Familie ja mehrere Botschaften erhalten. Wo da allerdings der Sinn liegt, das frage ich mich ernsthaft immer noch...
Mara, ich denke, dass wir tatsächlich nicht in der Lage sind, alles erklären zu können. Jedenfalls eine Botschaft oder einen Sinn sehe ich in meinen Erkrankungen auf keinen Fall.
Heike ich sehe einen Sinn nicht nur in meiner Krankheit, in meiner sehr schweren Kindheit, sondern sogar in meiner augenblicklichen Lebenslage... Ähm: nein, nicht "so einfach". Ich lebe schon ne halbe Weile und habe mich intensiv damit auseinandergesetzt. Ich meine einen "tragfesten" Glauben zu haben (ich hoffe es zumindest), der mir den Sinn für vieles eröffnet*. Den Sinn des Lebens, des Leidens usw. zu suchen oder zu finden ist keine Tablette die man schluckt und auch nicht etwas, was man im Internet googelt und dann "ab morgen" anwendet. Kati *Nein, ich habe ich nicht auf alle Frage nach dem Leid in der Welt eine Antwort.
Aber, das ist doch eigentlich das, was wir hier die ganze Zeit schreiben. Erleichterung kann vieles verschaffen, jedem vermutlich etwas anderes, und dem einen mehr und dem anderen weniger. Und trotzdem wird eine ganzheitliche Behandlung oder ein Schamane, Dir auch nicht wirklich erklären können, warum gerade DU diese Erkrankung bekommen hast, und Deine Schwester nicht. Der Mensch ist kein Roboter, der 1:1 wie sein Nachbar funktioniert und kleine Zettelchen ausspuckt wann er wieder betankt oder in den Ruhemodus geschickt werden muss. Und nicht jede Erkrankung ist, obwohl gleichen Namens bei jedem gleich zu therapieren. Was macht es für einen Sinn wenn ich mich in meine vermeintliche Vergangenheit, sprich ein "früheres" Leben zurückführen lasse ? Muss ich dann meine jetzige rheumatische Erkrankung anders behandeln? Oder bleibe ich kinderlos, wenn herauskommt, dass meine Vorfahren alle auch erkrankt waren, und ich erspare meinen Kindern eventuell meine Erkrankung ebenfalls zu bekommen? Oder kann ich mich nicht damit abfinden, dass es im heutigen Leben nicht auf alles eine Antwort gibt?
Da bin ich ganz bei dir Kati, das freut mich, dass du so gut mit dir selbst gelernt hast umzugehen, Mara
Ich sag es mal so, wie ich es halte: ich vermeide Stressoren, esse gute Dinge, bewege mich, habe Freude am Leben, treffe mich mit Freunden und meiner lieben Familie. Denke nicht über ein Leben vorher oder nachher nach, sondern lebe mein Leben jetzt. Trage mein Geld nicht zu Schamanen o.ä. Dann nehme ich meine Medikamente, für die ich dankbar bin und versuche ein informierter Patient zu sein, denn es gibt ja auch mal neue Erkenntnisse. Damit hab ich schon genug zu tun und ich bin ein glücklicher Mensch. Schönen Tag für alle
Ich verfolge die Diskussion hier mit großem Interesse. Ich bin auch noch auf der Suche nach der Botschaft meiner Erkrankung und suche Erklärungen für den Ausbruch. Ich habe für mich festgestellt dass ich nicht gut mit mir umgegangen bin und mich vernachlässigt habe in den letzten Jahren. Ich war sehr altruistisch und habe nie was für mich getan. Genießen war ein Fremdwort für mich. Ich habe mich extrem aufgerieben und meine Psyche malträtiert. Ich bin zu dem Entschluss gekommen dass ich lernen muss auf mich und meine Bedürfnisse zu hören. Ich vermisse mein altes Leben und merke erst jetzt wie reich ich damals war. Und aufgrund meiner Erkrankung und der genetischen Vorbelastung habe ich für mich entschieden keine Kinder zu bekommen. Das will ich einfach keinem antun. Ich beneide jeden hier der positiv damit umgehen kann. Für mich ist das das schlimmste was mir passieren konnte und ich glaube ganz fest daran dass ich irgendwann in die Remission komme. Ich versuche mir die Hoffnung aufrecht zu erhalten und das gibt mir den Mut für jeden neuen Tag. Ich habe auch schon über Schamane und co. nachgedacht aber ich denke dass nur ich selber mir helfen kann. Ich nehme auch mein Medikament aber es belastet mich sehr. Ich hasse dieses Leben mit Medikamenten und Arztgängen und Blutabnahmen und co. Aber ich sage mir dass es irgendwann besser wird. Vielleicht gewöhnt man sich ja auch daran. Meine Erkrankung hat mich dazu gebracht einiges zu überdenken. Vieles ist mir nicht mehr wichtig. Ich denke nicht mehr darüber nach was andere über mich denken. Geld spielt kaum noch eine Rolle und Erfolg im Beruf ist auch zweitrangig für mich. Alles was ich mir wünsche ist gesund zu werden bzw dass der Sch...wieder einschläft und mich in Ruhe lässt.
danke für die vielen Antworten. Ich war auf Fuerteventura und habe mich seelisch wirklich gut erholt. Habe alles ruhig angehen lassen und sehr viel im Meer geschwommen und jeden Tag 9 Stunden geschlafen. Irgendwie brauchte ich das. Aber dennoch ist in meinem Körper alles anders als sonst. Seit 10 Jahren habe ich sero/negativ Rheuma NUR an 4 Gelenken. Jetzt habe ich das Gefühl, dass mir der ganze Körper weh tut. Die Muskeln oder das Bindegewebe; ich weiß gar nicht wie ich das Beschreiben soll. Und das macht mir echt Angst. Das hat sich alles so verschlimmert, seidem mein Mann 6 Wochen in einer Klinik war um sein Burnout auszuheilen. Das war so schlimm und so stressig für mich, dass sich das so entwickelt hat. Könnte das jetzt noch eine Fibromyalgie sein?? Soll ich meine Ernährung ganz auf vegan umstellen? Tabletten zusätzlich zu dem Kortison möchte ich nicht nehmen. Ich fühle mich wie steif oder als hätte ich einen dollen Muskelkater .
Diesen dollen Muskelkater kenn ich von meiner Polymyalgie. Die hab ich zusätzlich zur rheumatoiden Arthritis. Und ich hatte vom Stress (Leistenbruch-OP) einen Schub. Jetzt flacht es langsam wieder ab. Ich nehm da nix dagegen, denn es ist gut auszuhalten. Für mich ist das kein Schmerz der behandelt werden müsste, sondern nur unangenehm und einschränkend in der Beweglichkeit - ja, steif bin ich auch. Wenn komplett vegane Ernährung helfen würde, tät ich vegan leben. Aber leider gibts niemanden, der mir das bisher bestätigen konnte. Ich lass lediglich Fleisch, Wurst und Ei möglichst weg, und ersetze es durch Fisch. Getreide soll übrigens auch ungünstig sein. Milchprodukte sowieso. Aber ohne dies tät ich vermutlich nur noch hungrig durch die Gegend laufen, denn nur von Gemüse werde ich nicht satt, sondern nur gebläht.
hallo Chrissi hat du dich schon mal mit der Eiweis leinöl Diät auseinander gesetzt .vielleicht kann die ja unterstützend helfen
Nee, mach ich auch nicht, weil Diäten an sich zwar ein Loch stopfen, aber dann anderes aufmachen, denn sie sind immer einseitig. Ich nehme Leinöl, also ein Löffelchen im Joghurt. Und Epamax nehm ich auch. Damit bin ich mit dem nötigsten versorgt. Mehr muss nicht sein.
Ja Chrissi50, ich tauge leider auch nicht dazu, dir zu bestätigen, dass vegan hilft. Ich esse seit 41/2 Jahren vegan und habe seit ner guten Woche die Diagnose RA. Allerdings sind meine Entzündungen bei sehr hohem Rheumafaktor (644) nur dezent, ob's mit Fleisch & Co anders wäre weiß aber auch kein Mensch.... Ich sehe meine Chance in der frühen Beballerung mit den Medis dank der frühen Diagnose. Liebe Grüße Hiddi