Hallo Feuerlilie,
ganz im Gegensatz zu meinen Vorschreiberinnen habe ich nach 4 Jahren MTX und 1/2 Ciclosporin (was wirklich wirkte) die Basistherapien aufgegeben. Das hatte nichts mit Angst zu tun - ich habe es ja wirklich lange genug probiert - sondern mit anderen Gründen, die hier nichts zur Sache tun. Ich benutze nur Cortison, und meist - in letzter Zeit reichte es mal einen Monat nicht mehr - 5mg.
Doch: die Entscheidung gegen MTX und co. ist auch eine Grundsatzentscheidung. Ich nehme in Kauf, dass ich die VIELLEICHT vom MTX gestoppten Knochenschäden haben könnte, daß ich mehr Schmerzen haben könnte (tatsächlich nahm ich unter MTX /Ciclosporin viel, viel mehr Cortison und Schmerzmittel), und dass ich in meinem Leben auf viel verzichten muß.
Meine Entscheidung gegen Basis hat auch eine Berufliche Entscheidung mit sich gebracht, ich habe mich verändert, bzw. werde mich noch verändern. Ich kann mir manchen "Luxus" nicht mehr leisten, weil ich einfach mehr Schlaf brauche, und überhaupt weit mehr auf meine Gesundheit achten muß. Aber ja, es geht, und es geht mir gut. Ich bereue meine Entscheidung nicht.
Nun, was Du möchtest kann man mit dem italienischen Sprichwort ausdrücken: man kann nicht das volle Fass und die betrunkene Ehefrau zusammen haben. D.h. Du lehnst zum einen Therapien ab (also auch Cortison in einer höheren Dosierung, die Entzündungen/Schmerzen/Zerstörung blockieren würde) und zum anderen möchtest Du Dein Leben so weiterführen, wie Du es Dir ohne Krankheit vorstellst....
naja, ich glaube Du müsstest erstmal annehmen, dass Du krank bist!
Danach kannst Du Dich fragen: - will ich meinen Beruf wie immer ausüben? Dann braucht es wohl Medikamente. Diese können sehr wohl das Leben abkürzen, weil einige davon Krankheiten auch übler Art auslösen können, oder auch nur blöde Nebenwirkungen mit sich bringen. Aber Du kannst Deinen Beruf wahrscheinlich ziemlich normal noch ne ganze Weile ausüben (MTX bringt längst nicht bei allen Übelkeit, Du musst auch nicht am Freitag spritzen, wenn Du Auftritte am WE hauptsächlich singst usw. usw., außerdem gibt es noch ganz andere Basistherapien, wie z.B. das schon von mir genannte Ciclosporin)...
oder Du sagst: ich mag die Medikamente nicht. Dann wirst Du wohl WEIL DU KRANK BIST bald immer weniger tun können. Nun schreibst Du, Du könntest nicht mehr 8 Stunden KLavier spielen... Du wirst immer weniger spielen können... nachdem die Krankheit normalerweise fortschreitet, solltest Du über die Konsequenzen für Dich nachdenken.
Nun, wenn man die Karte "Krankheit" gezogen hat, geht nicht mehr alles. Man kann mit Medikamenten einiges am Laufen halten, oder ohne Medikamente der Krankheit ihren Lauf lassen.
Beides: keine Medis, keine Einbussen... tja das ist ein Wunder. Und das ist wohl keine Option die man so einfach in Rechnung stellen kann.
Kati
ganz im Gegensatz zu meinen Vorschreiberinnen habe ich nach 4 Jahren MTX und 1/2 Ciclosporin (was wirklich wirkte) die Basistherapien aufgegeben. Das hatte nichts mit Angst zu tun - ich habe es ja wirklich lange genug probiert - sondern mit anderen Gründen, die hier nichts zur Sache tun. Ich benutze nur Cortison, und meist - in letzter Zeit reichte es mal einen Monat nicht mehr - 5mg.
Doch: die Entscheidung gegen MTX und co. ist auch eine Grundsatzentscheidung. Ich nehme in Kauf, dass ich die VIELLEICHT vom MTX gestoppten Knochenschäden haben könnte, daß ich mehr Schmerzen haben könnte (tatsächlich nahm ich unter MTX /Ciclosporin viel, viel mehr Cortison und Schmerzmittel), und dass ich in meinem Leben auf viel verzichten muß.
Meine Entscheidung gegen Basis hat auch eine Berufliche Entscheidung mit sich gebracht, ich habe mich verändert, bzw. werde mich noch verändern. Ich kann mir manchen "Luxus" nicht mehr leisten, weil ich einfach mehr Schlaf brauche, und überhaupt weit mehr auf meine Gesundheit achten muß. Aber ja, es geht, und es geht mir gut. Ich bereue meine Entscheidung nicht.
Nun, was Du möchtest kann man mit dem italienischen Sprichwort ausdrücken: man kann nicht das volle Fass und die betrunkene Ehefrau zusammen haben. D.h. Du lehnst zum einen Therapien ab (also auch Cortison in einer höheren Dosierung, die Entzündungen/Schmerzen/Zerstörung blockieren würde) und zum anderen möchtest Du Dein Leben so weiterführen, wie Du es Dir ohne Krankheit vorstellst....
naja, ich glaube Du müsstest erstmal annehmen, dass Du krank bist!
Danach kannst Du Dich fragen: - will ich meinen Beruf wie immer ausüben? Dann braucht es wohl Medikamente. Diese können sehr wohl das Leben abkürzen, weil einige davon Krankheiten auch übler Art auslösen können, oder auch nur blöde Nebenwirkungen mit sich bringen. Aber Du kannst Deinen Beruf wahrscheinlich ziemlich normal noch ne ganze Weile ausüben (MTX bringt längst nicht bei allen Übelkeit, Du musst auch nicht am Freitag spritzen, wenn Du Auftritte am WE hauptsächlich singst usw. usw., außerdem gibt es noch ganz andere Basistherapien, wie z.B. das schon von mir genannte Ciclosporin)...
oder Du sagst: ich mag die Medikamente nicht. Dann wirst Du wohl WEIL DU KRANK BIST bald immer weniger tun können. Nun schreibst Du, Du könntest nicht mehr 8 Stunden KLavier spielen... Du wirst immer weniger spielen können... nachdem die Krankheit normalerweise fortschreitet, solltest Du über die Konsequenzen für Dich nachdenken.
Nun, wenn man die Karte "Krankheit" gezogen hat, geht nicht mehr alles. Man kann mit Medikamenten einiges am Laufen halten, oder ohne Medikamente der Krankheit ihren Lauf lassen.
Beides: keine Medis, keine Einbussen... tja das ist ein Wunder. Und das ist wohl keine Option die man so einfach in Rechnung stellen kann.
Kati