Hallo!
War bisher fast nur stille Leserin...
Hatte Ende 2006 eine Reha für erfolglos beendet, kränker abgereist als angereist, aber nach Einschätzung der Fachleute komplett arbeitsfähig. Ein viermonatiger Arbeitsversuch in 2007 endete mit einem Hörsturz- nicht der Erste und der Tinitus ist schlimmer geworden. Bei den Untersuchungen beim HNO wurde noch eine Schwerhörigkeit festgestellt. Die Ursache dafür sollte bei einem MRT festgestellt werden, aber ich gebe es zu, ich habe es nicht gepackt: Panik, Angst vor Kontrollverlust, auch die Aussicht, mit einem Beruhigungsmittel kalt gestellt zu werden, brachte da nix, zwei Versuche, rien ne va plus... Neige eh zu Angst, habe da ein weites Feld zu beackern...
Habe kurz nach der Reha die Diagnose Fibromyalgie erhalten, das was die Reha-Klinik vehement ausschloß. Während der eineinhalbjährigen Arbeitsunfähigkeit wurde entdeckt, daß ich seit längerem an einer Gesichtsnerv-Enzündung (beide Seiten schmerzen) leide. Auch das wurde in der Reha als psychosomatisch bedingt abgetan, zum Glück komme ich hier leidlich mit Gabapentin klar. Die Dosierung ist je nach Hersteller ein Glückspiel, mal paßt es, dann wieder nicht.
Zwischendrin habe ich auf Anraten meines Arztes und meiner Anwältin einen Antrag auf Feststellung GdB gestellt. Einzel-GdB sind 70 und 50, die Fibromyalgie wurde zwar erwähnt, aber vom Versorgungsamt nicht berücksichtigt, so komme ich auf einen Gesamt-GdB 90.
Unter dem Eindruck der AU in 2006 und seit 2007 in Verbindung mit verschiedenen Gesprächen bei der BA und dem Jobcenter (immerhin bekam ich soviel Krankengeld, daß ich mir den Luxus erlauben konnte, noch ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt zu beantragen) habe ich wieder auf Anraten meines Arztes/ meiner Anwältin einen Antrag auf EU-Rente gestellt. Leider kam/ kommt von den beiden Stellen BA/ Jobcenter null Unterstützung.
Ich bin zum Jahresbeginn ausgesteuert worden und beziehe derzeit Übergangsgeld. BA hat zwar die üblichen Schweigepflichtentbindungen angefordert, aber bei meinen Ärzten kam bislang nichts an. Nun habe ich in Kürze den nächsten Gutachtertermin auf Veranlassung des Rentenversicherungsträgers und schiebe Panik.
Der Termin ist in einer Großstadt in der Nähe. Ich nicht, wie ich das mit der Fahrerei zweimal zwei Stunden mit Öffis (Kind in Nachbarort zum Kindergarten, dann in Großstadt, dann wieder Kind abholen und nach Hause) hinkriegen soll, bin an normalen Tagen mittags schon so müde, daß ich im Sitzen einschlafe. Im Auto ist es absolut grenzwertig, darf an sich an Autofahren kaum noch denken, als ehemalige Vielfahrerin mit jährlichen Runden um den Globus schockt es schon, wenn man in regelmäßigen Abständen grundlegende Verkehrsregeln außer Acht läßt (Links-Abbieger, Ampeln...).
Klar, so wie ich mir den Alltag mit einem kleinen Kind jeden Tag aufs Neue zurechtbiege, so komme ich da bestimmt hin, aber ich zahle einen bitteren Preis. Denn wenn einer sieht, daß man sich zu nem lebenswichtigen (hab echt Existenzangst) Termin hinquält, dann ist man auch in der Lage mindestens drei Stunden am Tag zu arbeiten. Sowas schaffe ich zwar nicht an einem Stück, bin auch durchaus mehr als drei Stunden an einem Stück wach, aber eben mit Pausen, deren Inhalt ich nicht beschreiben kann, weil ich sie einfach brauche und manchmal einfach nur dastehe und innehalte.
Klar, ich kann das hier jetzt auch tippen (hab das auch schon gelesen- deshalb auch still), dann kann ich auch arbeiten. Aber das ist es eben nicht genauso. Mein ganzer Tag geht dafür drauf, um einen Teil dessen, was andere schaffen, hinzukriegen und vieles, was andere schaffen und was ich früher auch geschafft habe, klappt heute nicht mehr... Und da komme ich wieder da an, wo ich anfangen wollte, ich weiß nicht, ob ich das (nochmal) schaffe, zum Gutachter hinzukommen. Ich frage mich echt, warum sowas nicht wohnortnah gemacht werden kann. Beim letzten Gutachter-Termin war ein Ergebnis "braucht Begleitung", war aber alleine unterwegs... Der letzte Gutachter stellte 3 bis 6 Stunden in den Raum, der Rentenversicherungsträger machte davon vollzeitig...
Ja und dann schiebe ich Panik wegen der Reha. Habe drei stationäre Aufenthalte hinter mir, mein Kind kommt kommenden Sommer in die Schule. Und wenn ich lese, Reha vor Rente, dann kann ich das gut lesen, wenn ich am Ende wieder ein bischen Lebensqualität und die Möglichkeit, für uns zu sorgen, gewonnen habe, die letzte Reha war das Gegenteil. Nur ich mach mir einen Kopf darum, wie ein Schulanfänger sowas wegsteckt... Von anderen Patienten, die mit Kind da waren, wurde erzählt, daß der Schulunterricht nur erhaltend, wenig aufbauend ist. Wie kann das für einen Erstklässler aussehen? Oder am besten gleich eine Ehrenrunde nach der ersten Klasse einplanen? Oder Kind anderweitig unterbringen (keine Verwandten hier nur ganz begrenzter Bekanntenkreis) mit den möglichen lebensbeeinflußenden Folgen. Ich weiß, wovon ich rede und ich war bei meinen Großeltern und ich war bei bereits auf der weiterführenden Schule...
Wie weit muß man noch fallen? Oder reicht wirklich erst eine Ansichtskarte von 1,60m unter der Grasnarbe...?!
Viele Grüße
Reni
War bisher fast nur stille Leserin...
Hatte Ende 2006 eine Reha für erfolglos beendet, kränker abgereist als angereist, aber nach Einschätzung der Fachleute komplett arbeitsfähig. Ein viermonatiger Arbeitsversuch in 2007 endete mit einem Hörsturz- nicht der Erste und der Tinitus ist schlimmer geworden. Bei den Untersuchungen beim HNO wurde noch eine Schwerhörigkeit festgestellt. Die Ursache dafür sollte bei einem MRT festgestellt werden, aber ich gebe es zu, ich habe es nicht gepackt: Panik, Angst vor Kontrollverlust, auch die Aussicht, mit einem Beruhigungsmittel kalt gestellt zu werden, brachte da nix, zwei Versuche, rien ne va plus... Neige eh zu Angst, habe da ein weites Feld zu beackern...
Habe kurz nach der Reha die Diagnose Fibromyalgie erhalten, das was die Reha-Klinik vehement ausschloß. Während der eineinhalbjährigen Arbeitsunfähigkeit wurde entdeckt, daß ich seit längerem an einer Gesichtsnerv-Enzündung (beide Seiten schmerzen) leide. Auch das wurde in der Reha als psychosomatisch bedingt abgetan, zum Glück komme ich hier leidlich mit Gabapentin klar. Die Dosierung ist je nach Hersteller ein Glückspiel, mal paßt es, dann wieder nicht.
Zwischendrin habe ich auf Anraten meines Arztes und meiner Anwältin einen Antrag auf Feststellung GdB gestellt. Einzel-GdB sind 70 und 50, die Fibromyalgie wurde zwar erwähnt, aber vom Versorgungsamt nicht berücksichtigt, so komme ich auf einen Gesamt-GdB 90.
Unter dem Eindruck der AU in 2006 und seit 2007 in Verbindung mit verschiedenen Gesprächen bei der BA und dem Jobcenter (immerhin bekam ich soviel Krankengeld, daß ich mir den Luxus erlauben konnte, noch ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt zu beantragen) habe ich wieder auf Anraten meines Arztes/ meiner Anwältin einen Antrag auf EU-Rente gestellt. Leider kam/ kommt von den beiden Stellen BA/ Jobcenter null Unterstützung.
Ich bin zum Jahresbeginn ausgesteuert worden und beziehe derzeit Übergangsgeld. BA hat zwar die üblichen Schweigepflichtentbindungen angefordert, aber bei meinen Ärzten kam bislang nichts an. Nun habe ich in Kürze den nächsten Gutachtertermin auf Veranlassung des Rentenversicherungsträgers und schiebe Panik.
Der Termin ist in einer Großstadt in der Nähe. Ich nicht, wie ich das mit der Fahrerei zweimal zwei Stunden mit Öffis (Kind in Nachbarort zum Kindergarten, dann in Großstadt, dann wieder Kind abholen und nach Hause) hinkriegen soll, bin an normalen Tagen mittags schon so müde, daß ich im Sitzen einschlafe. Im Auto ist es absolut grenzwertig, darf an sich an Autofahren kaum noch denken, als ehemalige Vielfahrerin mit jährlichen Runden um den Globus schockt es schon, wenn man in regelmäßigen Abständen grundlegende Verkehrsregeln außer Acht läßt (Links-Abbieger, Ampeln...).
Klar, so wie ich mir den Alltag mit einem kleinen Kind jeden Tag aufs Neue zurechtbiege, so komme ich da bestimmt hin, aber ich zahle einen bitteren Preis. Denn wenn einer sieht, daß man sich zu nem lebenswichtigen (hab echt Existenzangst) Termin hinquält, dann ist man auch in der Lage mindestens drei Stunden am Tag zu arbeiten. Sowas schaffe ich zwar nicht an einem Stück, bin auch durchaus mehr als drei Stunden an einem Stück wach, aber eben mit Pausen, deren Inhalt ich nicht beschreiben kann, weil ich sie einfach brauche und manchmal einfach nur dastehe und innehalte.
Klar, ich kann das hier jetzt auch tippen (hab das auch schon gelesen- deshalb auch still), dann kann ich auch arbeiten. Aber das ist es eben nicht genauso. Mein ganzer Tag geht dafür drauf, um einen Teil dessen, was andere schaffen, hinzukriegen und vieles, was andere schaffen und was ich früher auch geschafft habe, klappt heute nicht mehr... Und da komme ich wieder da an, wo ich anfangen wollte, ich weiß nicht, ob ich das (nochmal) schaffe, zum Gutachter hinzukommen. Ich frage mich echt, warum sowas nicht wohnortnah gemacht werden kann. Beim letzten Gutachter-Termin war ein Ergebnis "braucht Begleitung", war aber alleine unterwegs... Der letzte Gutachter stellte 3 bis 6 Stunden in den Raum, der Rentenversicherungsträger machte davon vollzeitig...
Ja und dann schiebe ich Panik wegen der Reha. Habe drei stationäre Aufenthalte hinter mir, mein Kind kommt kommenden Sommer in die Schule. Und wenn ich lese, Reha vor Rente, dann kann ich das gut lesen, wenn ich am Ende wieder ein bischen Lebensqualität und die Möglichkeit, für uns zu sorgen, gewonnen habe, die letzte Reha war das Gegenteil. Nur ich mach mir einen Kopf darum, wie ein Schulanfänger sowas wegsteckt... Von anderen Patienten, die mit Kind da waren, wurde erzählt, daß der Schulunterricht nur erhaltend, wenig aufbauend ist. Wie kann das für einen Erstklässler aussehen? Oder am besten gleich eine Ehrenrunde nach der ersten Klasse einplanen? Oder Kind anderweitig unterbringen (keine Verwandten hier nur ganz begrenzter Bekanntenkreis) mit den möglichen lebensbeeinflußenden Folgen. Ich weiß, wovon ich rede und ich war bei meinen Großeltern und ich war bei bereits auf der weiterführenden Schule...
Wie weit muß man noch fallen? Oder reicht wirklich erst eine Ansichtskarte von 1,60m unter der Grasnarbe...?!
Viele Grüße
Reni