Guten Abend zusammen !
Nachdem ich nun einige Stunden hier im Forum gelesen habe, bin ich doch darüber erschrocken, wieviele Menschen betroffen sind.
Ich selbst bin nicht erkrankt, allerdings teilt meine Frau das gleiche Schicksal wie viele von Euch.
Da ich mittlerweile ein Großteil meines Vertrauens, das ich einst Ärzten gegenüber hatte verloren habe, möchte ich Euch bitten, Eure Meinung zu dem Krankheitsverlauf meiner abzugeben.
Meine Frau ist 38 Jahre alt und Mutter von 2 Kindern. Bis zum August letzten Jahres, war sie in allen Lebensbereichen sehr aktiv und hat auch regelmäßig Sport getrieben. Abgesehen von Problemen mit der Bandscheibe, gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine gravierenden Erkrankungen.
Der Übersicht halber schildere ich den Verlauf mal stichpunktartig:
- seit August 06 klagte sie über Schmerzen im Bereich der Leiste, die langsam immer stärker wurden
- nach ca. 4 Wochen suchte sie ihre Frauenärztin auf, die eine Zyste am Eierstock und eine Verklebung des Eierstocks als Ursache diagnostizierte.
- Ende September wurde dann im Rahmen einer Bauchspiegelung eine Zyste am Eierstock entfernt, eine Verklebung des selbigen war nicht gegeben.
- da die Schmerzen nicht nachließen, wurde eine CT-Aufnahme der Wirbelsäule gemacht ... hierbei wurde lediglich eine größere Vorwölbung der Bandscheibe im Lendenwirbelbereich festgestellt.
- also begaben wir uns nun in die Hände eines Orthopäden, wo zunächst das Standardprogramm mit Mikrowelle, Krankengymnastik etc. abgespult wurde. Bei den Blutuntersuchungen konnte kein Rheumafaktor festgestellt werden.
- schließlich wurde eine CT-Aufnahme der Hüfte gemacht und hierbei eine undifferenzierte Sacroilitis in der linken Hüfte festgestellt .... der Orthopäde war sichtlich erleichtert, weil er meine Frau nun mit Verdacht auf Rheuma und einer Einweisung in die Rheuma-Klinik in Herne-Wanne "loswerden" konnte. Mittlerweile war es Anfang November und meine Frau konnte kaum noch laufen.
- in der Rheumaklinik wurden viele Untersuchungen durchgeführt, allerdings wurde kein weiterer Indikator für Rheuma, ausser die Sacroilitis, welche bei der CT-Aufnahme festgestellt wurde, gefunden.
Nach einem 2-wöchigem Aufenthalt wurde sie ohne wesentlich Verbesserung mit einer Medikation von 3 x 800 mg Ibuprufen pro Tag und der Anweisung die Tabletten für 6-8 Wochen zu nehmen entlassen.
- Die Schmerzen in der Hüfte und mittlerweile auch der Lendenwirbelsäule wurden jedoch immer schlimmer ... das einzige was temporär etwas Linderung brachte war massive Wärme und Massagen, welche von einer chinesischen Heilpraktikerin durchgeführt wurden.
- Ein niedergelassener Rheumatologe diagnostizierte zwischenzeitlich Fibromyalgie, nachdem er 10 Min mir meiner Frau gesprochen und alle Tenderpunkte gedrückt hatte. Mit dem Hinweis eine Neurologen und einen Psychologen aufzusuchen, war er mit seiner "Behandlung" dann am Ende.
- es folgten unzählige Termine bei Psychologen, Neurologen, Orthopäden, was für meine Frau, Akupunktur, Krankengymnaystik, Antidepressiva, eine Psychotherapie und vieles mehr ergab.
- zu den Schmerzen in der Hüfte und der LWS kamen zwischenzeitlich Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, permanente Gereiztheit, spür- uns sichtbare psychische und physische Erschöpfung als Beschwerden hinzu.
- ein Wechsel des behandelnden Orthopäden führte dazu, daß die Entzündungen in den Kreuzdarmbeinfugen und der unteren LWS über 3 Wochen mit hochdosierten Cortison und Schmerzmitteln gespritzt wurden.
Die Spritzen in die Kreuzdarmbeinfugen wurden nicht nur oberflächlich, sondern bis auf den Knochen gesetzt und in der Fuge gefächert.
- diese Behandlung brachte endlich Besserung mit sich und führte dazu, dass meine Frau nach 2 Wochen in der LWS beschwerdefrei war und die Schmerzen in den Kreuzdarmbeinfugen bis auf ca. 30 % zurückgingen.
Wir waren total glücklich und dachten schon, dass nun endlich ein Weg gefunden wurde, ihr die Schmerzen zu nehmen.
- leider schlugen nach 3 Wochen die Begleiterscheinungen des Cortison zu und meine Frau schwemmte im Gesicht sehr stark auf.
Zudem traten plötzlich sehr sehr starke Schmerzen und Krämpfe in Ihren Gelenken auf. Hiervon waren die Zehen-, Sprung-, Kniegelenke, die Ellenbogen, Hand- und Fingergelenke betroffen. Die Schmerzen waren in den Knien und Händen so schlimm, dass meine Frau Nachts stundenlang vor Schmerzen geweint und geschrien hat.
Ihre Hände sind vollkommen kraftlos, so dass sie nichtmal eine Wasserflasche öffnen kann.
Lediglich mit der Einnahme von Schmerzmitteln (Tramadolor) konnte sie den Tag und vor allem die Nächte überstehen.
- seit letzter Woche liegt sie wieder im Krankenhaus ... diesmal in einer Rheuma-internistischen Abteilung
- erst sollte eine Basistherapie mit MTX gemacht werden, da jedoch ausser der Sacroilitis in der Hüfte keinerlei Faktoren für Knochen-, Gelenkrheuma sprechen (keine Rheuma- und Entzündungswerte im Blut, Kapillaruntersuchung der Finger war ohne Befund, etc.), behandelt man im Moment auf Weichteilrheuma.
Derzeit bekommt sie neben Schmerzmitteln ständig Infusionen mit Magnesium und Vitaminen. Da sie seit 2 Tagen starkes Herzrasen hat, werden nun auch Betablocker verabreicht. Das Herz wird morgen genauer untersucht.
Zudem soll in den nächsten Tagen Cortison hinzukommen.
Meine Frage ist, ob diese Gelenkschmerzen nicht auch eine Nebenwirkung der Cortisonspritzen sein können. Ich habe gelesen, dass überdosiertes Cortison zu Gelenkkrämpfen führen kann.
Ihre Beschwerden in der Hüfte werden im Moment wieder völlig ausser acht gelassen und ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies der eigentlich Brandherd ist und diese anderen Dinge nur darauf aufbauen.
Nach der Aussage des Arztes wäre eine MTX-Therapie bei Weichteilrheuma falsch.
Interessant ist vielleicht noch, dass die Mutter meiner Frau sehr starkes Knochen- und Gelenkrheuma hat, mit Verformungen der Gelenke. Bei ihr ist ebenfalls keine Rheumafaktor im Blut verhanden, allerdings sind ihre Entzündungswerte hoch.
Ich habe das Gefühl, dass die viele Ärzte entweder keine Lust oder keine Zeit haben (hiermit meine ich die niedergelassenen Ärzte) oder aber im Dunkeln stochern.
Liebe Grüße an alle anderen, die Betroffen sind.
Nima
Nachdem ich nun einige Stunden hier im Forum gelesen habe, bin ich doch darüber erschrocken, wieviele Menschen betroffen sind.
Ich selbst bin nicht erkrankt, allerdings teilt meine Frau das gleiche Schicksal wie viele von Euch.
Da ich mittlerweile ein Großteil meines Vertrauens, das ich einst Ärzten gegenüber hatte verloren habe, möchte ich Euch bitten, Eure Meinung zu dem Krankheitsverlauf meiner abzugeben.
Meine Frau ist 38 Jahre alt und Mutter von 2 Kindern. Bis zum August letzten Jahres, war sie in allen Lebensbereichen sehr aktiv und hat auch regelmäßig Sport getrieben. Abgesehen von Problemen mit der Bandscheibe, gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine gravierenden Erkrankungen.
Der Übersicht halber schildere ich den Verlauf mal stichpunktartig:
- seit August 06 klagte sie über Schmerzen im Bereich der Leiste, die langsam immer stärker wurden
- nach ca. 4 Wochen suchte sie ihre Frauenärztin auf, die eine Zyste am Eierstock und eine Verklebung des Eierstocks als Ursache diagnostizierte.
- Ende September wurde dann im Rahmen einer Bauchspiegelung eine Zyste am Eierstock entfernt, eine Verklebung des selbigen war nicht gegeben.
- da die Schmerzen nicht nachließen, wurde eine CT-Aufnahme der Wirbelsäule gemacht ... hierbei wurde lediglich eine größere Vorwölbung der Bandscheibe im Lendenwirbelbereich festgestellt.
- also begaben wir uns nun in die Hände eines Orthopäden, wo zunächst das Standardprogramm mit Mikrowelle, Krankengymnastik etc. abgespult wurde. Bei den Blutuntersuchungen konnte kein Rheumafaktor festgestellt werden.
- schließlich wurde eine CT-Aufnahme der Hüfte gemacht und hierbei eine undifferenzierte Sacroilitis in der linken Hüfte festgestellt .... der Orthopäde war sichtlich erleichtert, weil er meine Frau nun mit Verdacht auf Rheuma und einer Einweisung in die Rheuma-Klinik in Herne-Wanne "loswerden" konnte. Mittlerweile war es Anfang November und meine Frau konnte kaum noch laufen.
- in der Rheumaklinik wurden viele Untersuchungen durchgeführt, allerdings wurde kein weiterer Indikator für Rheuma, ausser die Sacroilitis, welche bei der CT-Aufnahme festgestellt wurde, gefunden.
Nach einem 2-wöchigem Aufenthalt wurde sie ohne wesentlich Verbesserung mit einer Medikation von 3 x 800 mg Ibuprufen pro Tag und der Anweisung die Tabletten für 6-8 Wochen zu nehmen entlassen.
- Die Schmerzen in der Hüfte und mittlerweile auch der Lendenwirbelsäule wurden jedoch immer schlimmer ... das einzige was temporär etwas Linderung brachte war massive Wärme und Massagen, welche von einer chinesischen Heilpraktikerin durchgeführt wurden.
- Ein niedergelassener Rheumatologe diagnostizierte zwischenzeitlich Fibromyalgie, nachdem er 10 Min mir meiner Frau gesprochen und alle Tenderpunkte gedrückt hatte. Mit dem Hinweis eine Neurologen und einen Psychologen aufzusuchen, war er mit seiner "Behandlung" dann am Ende.
- es folgten unzählige Termine bei Psychologen, Neurologen, Orthopäden, was für meine Frau, Akupunktur, Krankengymnaystik, Antidepressiva, eine Psychotherapie und vieles mehr ergab.
- zu den Schmerzen in der Hüfte und der LWS kamen zwischenzeitlich Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, permanente Gereiztheit, spür- uns sichtbare psychische und physische Erschöpfung als Beschwerden hinzu.
- ein Wechsel des behandelnden Orthopäden führte dazu, daß die Entzündungen in den Kreuzdarmbeinfugen und der unteren LWS über 3 Wochen mit hochdosierten Cortison und Schmerzmitteln gespritzt wurden.
Die Spritzen in die Kreuzdarmbeinfugen wurden nicht nur oberflächlich, sondern bis auf den Knochen gesetzt und in der Fuge gefächert.
- diese Behandlung brachte endlich Besserung mit sich und führte dazu, dass meine Frau nach 2 Wochen in der LWS beschwerdefrei war und die Schmerzen in den Kreuzdarmbeinfugen bis auf ca. 30 % zurückgingen.
Wir waren total glücklich und dachten schon, dass nun endlich ein Weg gefunden wurde, ihr die Schmerzen zu nehmen.
- leider schlugen nach 3 Wochen die Begleiterscheinungen des Cortison zu und meine Frau schwemmte im Gesicht sehr stark auf.
Zudem traten plötzlich sehr sehr starke Schmerzen und Krämpfe in Ihren Gelenken auf. Hiervon waren die Zehen-, Sprung-, Kniegelenke, die Ellenbogen, Hand- und Fingergelenke betroffen. Die Schmerzen waren in den Knien und Händen so schlimm, dass meine Frau Nachts stundenlang vor Schmerzen geweint und geschrien hat.
Ihre Hände sind vollkommen kraftlos, so dass sie nichtmal eine Wasserflasche öffnen kann.
Lediglich mit der Einnahme von Schmerzmitteln (Tramadolor) konnte sie den Tag und vor allem die Nächte überstehen.
- seit letzter Woche liegt sie wieder im Krankenhaus ... diesmal in einer Rheuma-internistischen Abteilung
- erst sollte eine Basistherapie mit MTX gemacht werden, da jedoch ausser der Sacroilitis in der Hüfte keinerlei Faktoren für Knochen-, Gelenkrheuma sprechen (keine Rheuma- und Entzündungswerte im Blut, Kapillaruntersuchung der Finger war ohne Befund, etc.), behandelt man im Moment auf Weichteilrheuma.
Derzeit bekommt sie neben Schmerzmitteln ständig Infusionen mit Magnesium und Vitaminen. Da sie seit 2 Tagen starkes Herzrasen hat, werden nun auch Betablocker verabreicht. Das Herz wird morgen genauer untersucht.
Zudem soll in den nächsten Tagen Cortison hinzukommen.
Meine Frage ist, ob diese Gelenkschmerzen nicht auch eine Nebenwirkung der Cortisonspritzen sein können. Ich habe gelesen, dass überdosiertes Cortison zu Gelenkkrämpfen führen kann.
Ihre Beschwerden in der Hüfte werden im Moment wieder völlig ausser acht gelassen und ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies der eigentlich Brandherd ist und diese anderen Dinge nur darauf aufbauen.
Nach der Aussage des Arztes wäre eine MTX-Therapie bei Weichteilrheuma falsch.
Interessant ist vielleicht noch, dass die Mutter meiner Frau sehr starkes Knochen- und Gelenkrheuma hat, mit Verformungen der Gelenke. Bei ihr ist ebenfalls keine Rheumafaktor im Blut verhanden, allerdings sind ihre Entzündungswerte hoch.
Ich habe das Gefühl, dass die viele Ärzte entweder keine Lust oder keine Zeit haben (hiermit meine ich die niedergelassenen Ärzte) oder aber im Dunkeln stochern.
Liebe Grüße an alle anderen, die Betroffen sind.
Nima