Respekt

Dieser Thread, Erstellerin Banditensocke entstand meiner Meinung nach auf eine Antwort von einem Forenmitglied in einem anderen Thread, wo es um die Cortison-Einnahme niedrig dosiert im Alleingang ging und ohne Basismedikament. Sehr interessant was daraus für Diskussionen entstehen.;)
 
Hmmm .... Wechselwirkung von Körper, Geist und Psyche ....
Dazu ist jetzt schon eine Menge geschrieben worden.

Übrigens (das gehört hier jetzt nicht so richtig hin, vielleicht aber auch doch :wink2:) hab ich mal gelesen, dass die meinsten Bandscheibenvorfälle ihre Ursache nicht in der körperlichen sondern in der psychischen Belastung haben. Der Zusammenhang erschließt sich auch nicht auf anhieb, aber das nur am Rande.

Da kann ich vielleicht helfen.

Was geschieht, wenn Menschen unter Belastung stehen? Sie nehmen Schutzhaltungen ein. Welche das sind, ist individuell unterschiedlich, häufig zu beobachten sind jedoch Rundrücken, hochgezogene Schultern. Was muss der Organismus tun, damit das funktioniert? Er muss Muskulatur aktivieren, die permanent unter Spannung steht. Muskeln arbeiten aber natürlich nicht isoliert - Faszien, Bänder, Sehnen, Gelenke, Knochen und Nervensystem arbeiten hier eng vernetzt.

Mitunter passiert es, dass der Körper die Anspannung nicht mehr lösen kann. Das Gehirn "vergisst" was es tun muss, um eine Anspannung auch wieder zurück zu nehmen. Die Folge sind dann das, was wir z.B. als Verspannungen kennen, die sehr schmerzhaft sein können und ihrerseits wiederzum zu weiteren Schonhaltungen führen, die das Gesamtkonstrukt Organismus weiter in Unordnung bringen. Das kann sich dann auch nachteilig auf Organe und ihre Funktionalität auswirken.

Verstärkend kommt unter Umständen noch das Thema Schmerzgedächtnis hinzu --> Schmerz wird chronisch.

Und ja - das kann einen Prolaps, also einem Bandscheibenvorfall, den roten Teppich ausrollen. Alles ist mit allem verbunden.

Was mich aber jetzt eigentlich interessiert, ist ob jemand von euch eine Person mit einer ausgeprägten, diagnostizierten Autoimunerkrankung kennt, der/die zum Zeitpunkt der Erkrankung ein ausgeglichenes glückliches Leben ohne besondere psychische Belastungen hatte.

Wie war es bei euch als die Krankheit ausbrach?
Wie war eure Lebenssituation?
Hattet ihr jede Menge Leichen im Keller, die euch stark belasteten?
Eine besonders stressige Lebenssituation?
Vielleicht eine längere Übervorderung im Beruf?
Eine dauerhaft sehr belastende Beziehung?

Meine bereits in der Teenagerzeit ausbrechende Autoimmunerkrankung war Folge jahrelangen, immensen Stresses bedingt durch eine wenig erbauliche Kindheit inklusive sexuellen Mißbrauchs. Es ist eigentlich ein Wunder, dass ich die Belastungen überhaupt überstanden und in ein relativ normales Leben gefunden habe.

Spielte eurer Meinung nach bei eurer Erkramkung der psychologische Aspekt überhaupt eine Rolle oder gab es ganz andere Auslöser, die sich identifizieren lassen?
Was glaubt ihr oder wisst ihr sogar, was bei euch die Erkrankung ausgelöst hat?

Ich sehe es durch die epigenetische Brille. Stress, Vernachlässigung, Trauma, sehr kh-lastige Ernährung, Vater Extremraucher - irgendwann ist da das Immunsystem kollabiert.
 

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Keine Sorge @Manoul - Du hast hier gar nichts gekapert. Eine Diskussion darf sich entwickeln - ich begrüsse das sehr.
Da bin ich ganz bei dir liebe Banditensocke und von mir aus könnte ein Thema auch von Hölzken auf Stöcksken weitergesponnen werden. Es würde mir sogar sehr gefallen. Der Übersichtlichkeit halber macht es aber Sinn den Bogen nicht zu weit zu spannen, damit auch andere sich später noch damit zurecht finden.

LG Manoul ;)
 
Dieser Thread, Erstellerin Banditensocke entstand meiner Meinung nach auf eine Antwort von einem Forenmitglied in einem anderen Thread, wo es um die Cortison-Einnahme niedrig dosiert im Alleingang ging und ohne Basismedikament. Sehr interessant was daraus für Diskussionen entstehen.;)
Das finde ich auch sehr spannend. Es ist fast ein bisschen Schade, dass wir bei den Sachthemen meist ein stückweit Themengebunden sind.

LG Manoul ;)
 
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