1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Zukunft/Schmerztherapie ohne Diagnose

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von SashaMJ, 12. Mai 2010.

  1. SashaMJ

    SashaMJ Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. September 2009
    Beiträge:
    41
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    so schön langsam muss ich mir die Frage stellen. Die Blutbefunde sind nur leicht auffällig (CRP, C3, C4, CH50 und BSG immer abwechselnd ganz leicht erhöht). Jetzt komm ich grad vom Hand/Vorfußröntgen und die sind ohne Befund. Den nächsten Termin bei der Rheumatologin hab ich am 18.6.
    Sie sagte wegen den Blutbefunden "da hatten sie eben mal nen Infekt". Ich finde das ist Blödsinn, weil die Blutwerte jedes mal leicht überhöht sind und ich nicht ständig Infekte haben kann, die ich nicht merke.
    Aber wenn sie am 18.6 dann wieder mal sagen da ist nichts?
    Gibt es irgendwelche Untersuchungen die noch sinnvoll wären um rauszufinden obs Rheuma sein könnte? (Infektions- & Geschlechtskrankheiten, Schilddrüsenprobleme wurden ausgeschlossen).
    Weil wenn nicht hab ich wieder keine Diagnose und damit hab ich ein ernsthaftes Problem.
    denn
    a) ich habe schon seit 6 Jahren kein Leben mehr weil ich so k.o bin. nur lernen für die Uni und das ist schon schwer möglich weil ich oft spontan einschlafe und sehr häufig durch schmerzen abgelenkt bin bzw. deshalb nicht schlafen kann und dann unkonzentriert bin. Jetzt bin ich fast fertig und hab Angst, dass ich das arbeiten nicht packe.

    b) glaub ich, dass ich wenn ich mit den Schmerzen noch 10 Jahre leben muss, ich mir früher oder später nen vorzeitigen Abgang verschaffe. :o
    Daher meine Frage: Ist es möglich auch ohne Diagnose eine Schmerztherpie zu erhalten, die möglichst die Nieren nicht schädigt? Trifft das hier auf jemanden zu? Erfahrungen? (bis jetzt hab ich immer so schwache und dazu noch auf die Nieren gehende Medis erhalten, dass sie a) nichts gebracht haben und b) ich sie nicht weiter nehmen wollte, um meine Nieren nicht unnötig zu belasten. :mad:

    c) will mein Partner gerne Kinder. Ich glaub aber nicht, dass ich derzeit die Kraft dafür hätte und außerdem haben meine Urgroßmutter, mein Opa (der wurde mit Rheuma diagnostiziert) meine Mutter und mein Onkel die selben Probleme - bis auf den Opa alle undiagnostiziert - und ich glaub wirklich ich kann ohne Diagnose und Behandlungsoption eine Fortpflanzung dieses Genschrotts nicht verantworten. Ich lieb ihn aber und will ihn nicht deshalb verlieren. :sniff:

    Vielen Dank für antworten an die immer so engagierten user - ich weiß es zu schätzen. (wär schön wenns bei meinen ärzten auch so wär).

    Schönen Tag noch

    Sasha MJ
     
    #1 12. Mai 2010
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2010
  2. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2005
    Beiträge:
    936
    Zustimmungen:
    14
    Liebe Sasha MJ,

    tut mir leid zu lesen, dass es Dir so schlecht geht!
    Ich kann nur sagen, versuch es mit einer Schmerztherapie - auch ohne Diagnose. Bei mir hat es auch ettliche Jahre bis zur Diagnose gedauert und ich fühlte mich oft nicht ernst genommen. Der Schritt zum Schmerztherapeuten war in der Situation das Beste, was mir passieren konnte. Da saß ich plötzlich einem Arzt gegenüber, den nicht so sehr interessierte, was ich habe, sondern geschaut hat, wie man die Schmerzen lindern kann. Wir haben viel ausprobiert und manchen Dinge wirkten, manche eben nicht. Im Laufe der Behandlung haben wir dann eine Reha durchgeboxt und dort hab ich tatsächlich doch noch eine Diagnose bekommen.
    Ich halte Dir die Daumen, dass Du einen guten Arzt findest!
    Lass Dich nicht unterkriegen!
    viele liebe Grüße von der kleinen Eule
     
  3. Ducky

    Ducky Guest

    hallo sasha,

    ja, ich habe auch ohne diagnose meine schmerztherapie vor 7einhalb jhren begonnen. erst die schmerztherapeutin brachte mich auf den "weg" und gab mir adressen und überweisungen, weil sie einen bestimmten verdacht hatte, der sich dann bestätigte.
    die diagnose macht mich zwar nun nich glücklicher, aber ich weiß, dass ich bei mir in guten händen bin und mehr oder weniger auch den einzigen die helfen.

    kopf hoch und termin machen :)
     
  4. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2003
    Beiträge:
    2.516
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Berlin
    auch ich war bei meinem 1.besuch in einer schmerztherapie in 2001 ohne diagnose und bin dort trotzdem ernst genommen worden und es wurde damals nach der ursache gesucht bzw. weiter überwiesen...!

    mein heutiger schmerzarzt kümmert sich sehr gut um alles rund um meine schmerzen, da ich eine diagnose habe.
    wir haben schmerzmedikamente gefunde die ich trotz zahlreicher allergien vertrage...andere ärzte haben vorher deshalb erst gar nix gemacht...
    alleine um aus dem teufelskreislauf zu kommen, ist eine wirksame schmerztherapie sehr wichtig...!!!
    ich kann dir das nur sehr empfehlen, versuche es einfach... man hat außer der zeit die man dafür aufbringt nichts zu verlieren:)
    wichtig ist das du möglichst einen schmerzarzt mit dem facharzt: anästhesist dir raussuchst.

    meine krankenkasse hat wie viele krankenkassen ein extra programm mit schmerzärzten, vielleicht ist das ja etwas für dich. mehr informationen findest du sofern das programm vorhanden ist, auf der Homepage deiner krankenkasse und bei deiner krankenkasse direkt...!

    bzgl. des thema kindes:
    wenn nicht bereits schon passiert: rede ausführlich über das thema mit deinem partner und besonders warum du aktuell dafür angst hast, welche bedenken du hast usw....
    evtl. hilft euch ein gemeinsames gespräch bei einen deiner ärzten die dich aufgrund deiner beschwerden behandeln weiter....
    den arzt vorab erzählen das du mit deinem partner gemeinsam mit ihm über das thema sprechen möchtest, ist immer von vorteil...;)

    es st ein blödes und schweres thema, das sicher sehr weh tut...besonders wenn das herz ja sagt und der kopf nein....

    ich möchte und kann dir da auch nichts weiter raten, als deinem partner offen und ehrlich deine ängste und bedenken in einem gespräch zu erzählen....
    mir haben gespräche mit meinen behandelnden ärzten damals sehr viel weiter geholfen....

    ich (32 jahre) habe mich inzwischen nach langem und schmerzhaften überlegungen ganz bewußt gegen kinder entschieden, da meine gesamte väterliche familienseite auch an der gleichen rheumaerkrankt die ich habe erkrankt ist, mein bruder eine erkrankung hat die in den gleichen krankheitskreis gehört, mein vater hat ziemlich die gleichen symptome und beschwerden wie ich...
    der für mich ausschlaggebende punkt:
    ich schaffe ja nicht mal mich alleine ohne hilfe im alltag zuversorgen...geschweige den ein kind das sich in der 1.zeit zu 100 % verkassen könnten muß....

    solange das alles nicht klappt, ist es für mich schweren herzens erledigt....ich möchte nicht von anfang an auf andere angewiesen sein zu müssen, aufgrund meiner erkrankung...
    ich sehe immer wieder auf wieviel kinder verzichten müssen, wenn sie meinen partner bzw. ihren vater besuchen...wobei das noch nicht mal der normale alltag mit ihnen ist....
    das ist wirkl. ein schweres thema wenn der partner andere träume bzw. vorstellungen dieser art lebensplanung als der andere....
    mein partner ist selbst an rheumaerkrankt, hat bereits eigene kinder, daher ist für ihn weitere kinder aufgrund der erkrankung auch kein thema mehr....

    viel erfolg und gute besserung.
    lg
    bine