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Zahnschmerzen nach Zahnentfernung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von ernstie, 16. Oktober 2005.

  1. ernstie

    ernstie Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich habe irgendwie ein großes Problem. Zunächst mal die "Vorgeschichte":

    Im Mai 2005 wurde mir an einem Backenzahn der Nerv getötet (oder gezogen, wie auch immer) und eine Wurzelbehandlung folgte. Zahnschmerzen waren kein Thema mehr, wobei ich sie auch vorher kaum so richtig spürte, da ich eine cP habe und alle anderen Schmerzen im Körper durch die Medis auch immer gedämpft werden.

    Vor 4 Wochen finge der "tote" Zahn nun wieder an Mucken zu machen. Ich habe mich lange geziert den Zahnarzt aufzusuchen, da in der Regel so ein Zahn dann raus muss. So war es dann auch, letzten Dienstag wurde mir der Zahn gezogen. Er war klopfempfindlich, ich durfte nicht mehr auf der Seite kauen und noch nicht mal mehr mit der Zunge dran rühren. Ein Kieferchirurg hat ihn mir dann ratzfatz gezogen und ich war sehr erleichtert, dass er es in zwei Minuten vollbracht hatte, da ich ungewöhnlich lange Wurzeln an den Zähnen habe.

    Nun habe ich von Stunde an Schmerzen, zunächst habe ich mich damit getröstet, dass es der Wundschmerz ist. Bei der Kontrolle am nächsten Tag habe ich dann Ibuprofen 600 mg vom Kieferchirurgen bekommen und mich damit durch Tage und Nächte gekämpft. Er meinte, es sieht alles ganz normal aus und eine Entzündung ist nicht zusehen. Am Donnerstag konnte ich den Schmerz dann endlich lokalisieren und ich war sicher der Nachbarzahn ist der Übertäter. Am Freitag hat mein Haus- und Hofzahnarzt dann einen Aspirinkegel in die Wunde gesetzt und mich in das WE geschickt.

    Seit gestern schmerzt nun auch der Zahn hinter der Wunde - also es darf nichts dran kommen, ich kann nicht drauf beissen, Ibuprofen 600 mg, dämpft gerade noch die Schmerzen und eigentlich tut mir der ganze Unterkiefer weh.

    Nun meine Frage, kann das etwas mit der cP zu tun haben, bilde ich mir die Schmerzen schon ein? Aber wenn die cP Schuld ist, warum ist dann mein Ischias ganz brav (der mag scheinbar das Ibu).

    Morgen sieht der Zahnarzt mich wieder, ich denke er wird dann noch einmal eine Röntgenaufnahme machen. Ich habe in meiner Jugend bereits die Weisheitszähne gezogen bekommen, da hatte ich lange nicht diese Probleme, allerdings schlummerte da auch noch die cP. Oder haben diese Schmerzen was mit meiner Autoimmunerkrankung ansich zu tun.

    Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Was mache ich wenn er mich einfach mit weiteren Schmerzmitteln wieder wegschickt? Ich bin so verunsichert, weil seit dem akuten Auftreten der CP nichts mehr so einfach ist wie bei gesunden Menschen.

    Vielleicht hat ja jemand noch einen Rat für mich was ich unterstützend tun kann. Ich kühle zwischendurch aber ich stehe ziemlich neben mir ...

    Gruß Christine
     
  2. ernstie

    ernstie Neues Mitglied

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    Hm, hat niemand ähnlich schlechte Erfahrungen bei cP und Zähnen gemacht? Hat niemand einen Rat :(

    *Mal nach oben schubs*

    Christine
     
  3. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Zahnschmerzen

    Hallo ernstie,
    ich habe nun überlegt, ob ich dazu schreiben soll. Bei den Zähnen habe ich nun auch schon so etwas erlebt. Ein Zahn mußte raus, wir dachten alles ok. 2 Tage später mußte der 2. Zahn raus, also der daneben, weil durch langjähriger Entzündung der Wurzel,(auf keinem Bild nachweisbar) sich ein Kanal bildete, der den zweiten Zahn auch zerstörte. Ich mußte dann ca 2 Wochen lang, jeden Tag zum Doc und es wurden gespült und was noch war, es kam immer noch ?? Reste aus der Wunde. Es verheilte alles, aber die Schmerzen blieben.
    Vor einigen Wochen mußte ich Penicilin nehmen, seit dem sind die Schmerzen weg. Warum es so ist : Das übliche Schulterzucken."
    Was ich sagen möchte, vieleicht sind doch noch kleine Reste im Kiefer, die auf den Bildern nicht zu sehen sind.
    Lass nicht locker und geh notfalls zum Notfall-Zahnarzt, manchmal finden die mehr, als die anderen.
    Liebe Grüße
    Gitta
     
  4. Tabby

    Tabby Neues Mitglied

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    Ich habe auch ständig Malheur mit den Zähnen, das ist zwischenzeitlich so weit, dass ich schon alleine beim Gedanken an den Zahnarzt, ins Schwitzen gerate. :(

    Beim letzten "Zahnanfall" mit Vereiterung, etc., habe ich mir Grapefruitkernextrakt besorgt und nach ca. 3tägiger Einnahme, sind die Entzündungen zurückgegangen.
     
  5. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    So ist es bei jeder/m anders

    Wenn ich Annas esse oder als Saft trinke, bekomme ich ganz viele Apthen in den Mund und Rachen.
    Biba
    Gitta
     
  6. Tabby

    Tabby Neues Mitglied

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    Was hat Annanas denn mit Grapefruitkernextrakt zu tun ? :confused:
     
  7. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Hmmm

    Mit der Säure, sorry, ich habe bei beidem die gleiche Erfahtung gemacht.
    Biba
    Gitta
     
  8. Tabby

    Tabby Neues Mitglied

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    Komisch, ich habe die Probleme mit Annanas bzw - saft auch, aber bei Grapefruitkernextrakt hatte ich das nicht. :)
     
  9. ernstie

    ernstie Neues Mitglied

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    Hm, vielen Dank für Eure Antworten. Nun morgen gehe ich direkt zum Kieferchirurgen und hoffe, dass die Röntgenaufnahme das Rätsel lösen wird.

    Mir ist schon ganz schwummerig von den vielen Mittelchen. Eigentlich wäre eine Entzündung noch die "beste" Möglichkeit und mit einem Antibiotikum vielleicht zu beheben.

    So, nun versuche ich ein bisschen zu schlafen.

    Gruß Christine
     
  10. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Nun fehlt hier was

    @ernstie, was ist denn nun????????

    Liebe Fragegrüße
    Gitta
     
  11. Heidi

    Heidi Künsterlin

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    Nicht immer sind die Zähne schuld wenn es durch die Zähne "zieht". vielmals sind auch die Nerven schuld..meist ausgelöst von einem versteiften nacken oder Verspannten Kiefer.

    Eine massage oder verspannungslösendem medikament wirken oft wunder :)
     
  12. ernstie

    ernstie Neues Mitglied

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    Hallo,

    wie ich sehe, besteht Interesse an meinem Wohlbefinden :) .

    An dieser Stelle sag ich schon mal DANKESCHÖN dafür. Also nachdem ich den Zähnen ja gedroht habe sie Montags direkt zum Kieferchirurgen zu schleppen, haben sie über Nacht plötzlich Ruhe gegeben. Gut, ich habe noch immer hie und da ein leichtes Ziehen und der eine ist noch klopfempfindlich aber kein Vergleich mehr zu den Höllenqualen der letzten Tage und Nächte.

    Heute war ich dann zum offiziell angesetzten Fäden ziehen und der Doc meinte, das sei soweit normal, erst mal beobachten aber es sollte sich alles beruhigen.
    Das alles erpicht mich heute auch gar nicht mehr, denn ich habe heute einen erfolgreichen Rheumatologendoc-Termin hinter mich gebracht, auf den ich lange gewartet habe. Ich habe den Arzt gewechselt und bin endlich auf Verständnis gestossen. Ich bin so glücklich, endlich nicht mehr nur mit Pillen abgespeist worden zu sein. Ich traf heute einen Arzt der Zeit hatte (1 ganze Stunde nur für mich). Da geht es mir insgesamt gleich etwas besser.

    Trotzdem finde ich Zähne und Rheuma sind bei mir ein spezielles Thema, ich habe durchschnittlich gute oder schlechte Zähne, je nach Blickwinkel, bin aber unzufrieden, da ich immer erst zu spät merke wenn etwas im Argen ist. Die Schmerzmittel und das Cortison stören meine Wahrnehmung was die Zähne angeht enorm. Blöd wenn man sich damit langsam die Beisserchen kaputt macht, ohne es zu merken.

    @Heidi ich belaste meinen Kiefer schon sehr, da ich ein Zähneknirscher bin und oft auch Schmerzen im Kiefergelenk habe, da hast Du Recht. Vielleicht hat das auch noch dazu beigetragen.

    @Gitta und Tabby Probleme mit Säften oder Ähnlichem habe ich zum Glück nicht.

    Also noch mal vielen Dank für Eure Antworten, ich hoffe es bleibt ruhig im Mund :D nun freue ich mich auf das kostspielige Implantat.

    Gruß Christine
     
  13. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    die Probleme mit den Zähnen kenne ich leider auch reichlich. Wenn ich wirklich Zahnschmerzen bekomme, ist es für den Zahn meist zu spät und manchmal hat auch schon ein anderer Zahn geschmerzt als der Kranke. Ich denke das hängt zum einen mit den Medis zusammen und zum anderen mit der cp.

    Ich musste und muss mir auch einiges ziehen lassen, sehe aber von Implantaten ab. Aufgrund der cp wurde mir auch von mehreren Seiten davon abgeraten.

    Bei mir wird versucht, die noch heilen Zähne mit einer Doppelkrone zu versorgen und auf diese werden dann die "Ersatz-Zähne" aufgeklippt, ähnlich wie bei Implantaten. Das heißt man hat kein Gebiss mit Gaumenplatte, sondern das Ganze sieht recht natürlich aus, ohne etwas implantiert zu haben.

    Zu meiner grossen Freude :eek: habe ich jetzt auch noch einen Herpes auf der Innenseite der Lippen. Da muss ich schon wieder jede Menge Pillen schlucken, was ich aber gerne mache, da das fürchterlich schmerzt und Salben im Mund nix helfen. Der Zahndoc meint das kommt von den Immunsuppresiva. Ich hatte im Leben noch nie und nirgends Herpes. So ein Mist so ein blöder.

    Euch ein schönes WE Gruss
     
  14. ernstie

    ernstie Neues Mitglied

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    Doppelkrone?

    Hallo Verena,

    was ist denn eine Doppelkrone? Ich bin ja von einem Implantat auch nicht so überzeugt, müsste mir aber für eine Brücke zwei (offensichtlich) noch gesunde Zähne abschleifen lassen. So war es beim letzten Malund so wäre es auch diesmal wieder. Von einer "Doppelkrone" habe ich noch nichts gehört.

    Überkront man dann nur einen Zahn, verstehe ich das richtig?

    Wäre nett, wenn Du mir noch ein bisschen mehr dazu erzählen könntest.

    Gruß Christine
     
  15. nilsholgerson

    nilsholgerson Neues Mitglied

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    Hallo, Christine,
    lange liegt es zurück. Anfang der 80iger Jahre hatte ich enorme Probleme mit den Zähnen. Kopfschmerzen, Bewegungsschwächen im Nacken...
    Ich will nun nicht von mir auf Dich schließen. Auch möchte nicht die Amalgam-Geschichte wieder aufwärmen.
    Nach langen Diskussionen mit der Zahnärztin (die eigentlich gut war) wechselte sie die Füllungen.
    Und es wurde alles nach wenigen Wochen besser...
    Gute Beserung wünscht Dir
    Wolfgang
     
  16. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    so wie ich das verstanden habe, wird der Zahn dann nicht wie normal überkront, sondern bekommt sozusagen zwei Kronen-Hüllen, wegen Dichtigkeit und Stabilität, und dient dann als Steckplatz für die Brücken, bzw. den Zahnersatz. Es ist dann ein "Halter" wie ein Implantat, nur wird eben nicht nur ein einzelner Zahn darauf befestigt, sondern alles was eben in der Umgebung ersetzt werden muss. Das erspart einem dann bei einem grösseren Ersatz die sog. Gaumenplatte, weil das durch die Befestigung an den Doppelkronen nicht nötig ist.
    Aber ein guter Zahnarzt kann das mit Sicherheit besser verständlich erklären als ich. Vielleicht gibt es auch irgendwo im weiten Internet ein "Zahn-Forum" in dem man sich so gut informieren kann wie hier.

    Gruss
     
  17. Colana

    Colana Musikus

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    Guten Abend allerseits,

    nach langer Abstinenz bin ich mal wieder hier bei Euch.
    Das was ihr als Doppelkrone (werden bei Prothesen verwendet) bezeichnet, sieht folgendermaßen aus:

    Vorhandene Zähne bekommen eine hauchdünne Metallkrone, die nach Fertig-stellung fest eingesetzt wird. Wird ein herausnehmbarer Zahnersatz hergestellt, dann wird die andere Krone mit eingearbeitet, so dass der herausnehmbare Zahnersatz wie z. B. eine Prothese besseren halt hat.

    Man kann das ganze auch mit Implantaten machen. Der Vorteil ist der festere Halt der Prothese, vor allem im Unterkiefer. Die Implantate können jedoch nur dann gesetzt werden, wenn genügend Knochen(material) vorhanden ist. Leider ist diese Variante auch recht kostenintensiv.....

    Wünsche allerseits einen guten Abend
    Colana
     
  18. Pantha

    Pantha Registrierter Benutzer

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    richtige Freunde

    Hallo zusammen,

    es stimmt, dass die meisten Kronen heutzutage noch so sind, dass der eigentliche Zahn beschliffen wird, davon macht man einen Abdruck, daraus ein Metallkäppchen und dieses wird dann verblendet und sieht so aus wie ein "richtiger" Zahn.

    Allerdings gibt es inzwischen auch die Möglichkeit, Vollkeramik-Kronen zu machen, die haben absolut kein Metall mehr an sich und sind daher besser verträglich. Keine Allergien, keine Kontaktprobleme, keine Kalt-/Heißfühligkeit oder ähnliches. Und preiswerter als die herkömmlichen Methoden. So fest, dass Tieflader sie beim Rüberfahren nicht kaputt kriegen.

    Ein guter Zahnarzt ist sicher in erster Linie wichtig, ein guter Zahntechniker aber auch. Ich hab das Glück, einen sehr guten Freund zu haben, der ein absoluter Künstler in seinem Beruf ist, ich hab eine Krone bekommen (ich bin eine Prinzessin !!! ha ! ), die man von den natürlichen Zähnen absolut nicht unterscheiden kann.

    Für meine rheumakranke Schwiegermutter hat er einen Zahnersatz gebaut, der mittels Riegel fest sitzt. Mit einer kleinen Beißschiene kann sie nun wieder selbst die Zähne entriegeln und rein und raus machen, nachdem die Finger nicht mehr mitmachten. (s. "bissig" bei Hilfsmittel) Im Programm hat er auch Schienen für Knirscher, die nachts getragen werden und das Abrubbeln der Zähne verhindern.

    Klingt ja wie Werbung im Teleshop - oh je. Ist aber nicht so gemeint. Ich meine, wenn's helfen kann, dann wär's doch schön, nicht?

    In diesem Sinne grüßt

    Sabine