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Yersinieninfektion - Rheuma ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Petra-B., 25. Januar 2005.

  1. Petra-B.

    Petra-B. Guest

    Hallo,
    ich möchte Euch mal hier als Neuling meine Situation schildern.
    Schon im vorigen Sommer hatte ich rheumatische (?) Beschwerden besonders an den Füßen, Beinen und Händen. Der Allg.arzt sah keinen Handlungsbedarf und behandelte die große rote Stelle am Knie mit "Kühlen" und der Orthopäde verschrieb Einlagen für die Schuhe. Die Beschwerden sind dann nach einigen Wochen wieder zurückgegangen. Aber von da an hatte ich immer wieder besonders früh nach dem Aufstehen Probleme.
    Aber jetzt wurde es in der Neujahrswoche wieder ganz extrem mit den Schmerzen an den Füßen. Die ganze Fußsohle schmerzte bei jedem Tritt. In der Folge bekam ich ein geschwollenes Fußgelenk. Der Allg.arzt behandelte mich zunächst wg. schlechter Nierenwerte sofort mit Antibiotika und meinte, daß ich kein Rheuma haben kann, weil der Rheumafaktor 0 wäre. Daraufhin bekam ich jedoch ein schweres Krankheitsgefühl mit Fieber und Tage danach viele rote Flecke um beide Knieflächen. Der Orthopäde hat zum Glück erkannt, daß hier evtl. Yersinien die Ursache sein könnten. Dies hat sich nun auch bestätigt u. lt. Labor habe ich die Infektion auch schon viel länger (bereits chronisch). Bestätigt wurde mir eine "reaktive Arthritis" sowie "Erythema nodosum". Ich nehme nun schon die 2.Woche Antibiotika u. der Allg.arzt meint, die kann ich dann langsam absetzen.
    Ich bin nun aber sehr unschlüssig, ob ich diese Bakterienbiester wieder wegbekomme und was meine größere Sorge ist, ob die rheumatischen (?) Beschwerden nun auch chronisch sein können. Mein Allg.arzt meint aber nach wie vor, daß das nichts mit Rheuma zu tun hätte.
    Was meint Ihr - wer hat dazu Erfahrungen?
    Übrigens, als Grundkrankheit habe ich die Zöliakie, die leider bei mir erst sehr spät diagnostiziert wurde und demzufolge auch schon Folgeschäden vorhanden sind. Rheuma wird bei Zöliakie auch oft als Folgeerkrankng genannt.
    Viele Grüße
    Petra-B.
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo,
    eine reaktive arthritis ist nach einer infektion mit yersinien häufiger zu bebachten. wenn du im such modus mal den begriff eingibst wirst du sehr viel zu dem thema finden, das hier im forum schon sehr oft diskutiert wurde. ganz allgemein würde ich persönlich aber sagen dass die zeit der antibiotika behandlung ein bisschen zu kurz ist.

    alles gute und gruss, kuki
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo petra,

    bitte lies doch mal - wenn du magst - den unten stehenden link.

    dort findest du die wichtigsten infos die du brauchst, insbesondere auch
    zur einnahmedauer der medis bei yersinien-arthritis.

    http://rheuma-online.de/a-z/yersinien-induzierte-arthritis.html

    in der rubrik fragen und antworten findest du auch verschiedenes,
    was dich interessieren wird.

    ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen
    marie
     
  4. Petra-B.

    Petra-B. Guest

    Hallo Kuki und Marie,
    vielen herzlichen Dank für Eure schnellen Antworten/Tipps.
    Ich habe jetzt in der letzten Stunde sehr viel gelesen und bin eigentlich ziemlich fertig. Die Zöliakie fordert von mir und meiner Familie schon viel ab und nun auch noch evtl. auf Dauer rheumatische Schmerzen und z.Zt. keinen Arzt, der sich der Sache ernsthaft annimmt...

    Und das alles im stressigen Berufsleben (wo Krankheit u. chronische Krankheit gleich recht nicht hingehört) !! stöhn :(
    Wie geht Ihr im Berufsleben mit Euren Beschwerden/Schmerzen (die andere nicht sehen) um ?

    Euch allen alles Gute - und bis mal wieder hier.
    Petra-B.
     
  5. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo petra!

    ich würde dir empfehlen einen facharzt, am besten einen internistischen rheumatologen, aufzusuchen. leider sind hausärzte oft überfordert mir krankheiten wie rheuma. denn schon die aussage, dass wenn der rheumafaktor negativ sei, rheuma ausgeschlossen ist, ist schon etwas fragwürdig. denn gerade so ist es eben nicht!
    aber gut, dass dein orthopäde die situation richtig erkannt hat! wer führt denn die behandlung mit den antibiotika durch? so auf die schnelle würd ich auch mal sagen, dass der behandlungszeitraum etwas kurz ist/ war. aber die ärzte wissen es hoffentlich! man sollte glaub ich auch, laufen blutuntersuchungen und die damit verbundene titerbestimmung machen lassen, dass man ein wenig mehr einblick in das geschehen bekommt.
    die angegebenen links haben dir sicher schon einiges erklärt, oder? wenn die beschwerden bzw die entzündungen chronisch sind, dann muss man eine reaktive arthritis auch oft mit sog. basistherapeutika behandeln. aber das, also welches medikament wie lange, und wie sinnvoll eine therapie mit antibiotika ist, muss individuell entschieden werden. da wäre eine konsultation eines internisten, wie gesagt, nicht verkehrt!

    stimmt, ist mir auch bekannt, dass bei zöliakie öfter mal rheumatische krankheiten sekundär hinzukommen. man kann, glaube ich, zwar auch "nur so" gelenksschmerzen ohne entzündungen haben- er das scheidet bei dir wohl eher aus, denn durch den nachweis der yersinien-infektion und der schwllungen mit hautausschlag, geht das sicherlichst in die richtung reaktive arthritis, wie ja auch bestätigt wurde. die aussage des hausarztes kann ich da, ganz ehrlich gesagt, nicht so richtig deuten!
    die behandlung der rheumatischen erkrankung, auch wenn sie möglicherweise durch die zöliakie getriggert wurde, entspricht eigentlich primär der rheumatischen erkrankung selbst.

    ein gewisser stressfakot mit chronischer krankheit und familei mit berufsleben ist klar. aber dennoch kann man schon sagen, dass wenn das rheuma gut eingestellt ist, und man vielleicht sogar in remission gehen kann, dann kann man auch einen großen teil seiner lebensqualität zurückerlangen. sehr schwierig und langwirig ist oftmals die phase der diagnosestellung- denn es herrschen auch von seitens der ärzte oft viele unklarheiten... aber wie gesagt, mit einer guten medikamentösen einstellung, vor allem, wenn diese frph begonnen wurde und gelenksschädung so gering wie möglich gehalten wurden (die ja leider durch lang anhaltende entzündungen entstehen), kann man auch ein schönes, zufriedenes leben führen. ich denke einfach mal, dass jeder so seine gewissen schwachstellen hat, bei dem einen sinds eben chronsiche erkrankungen, beim andere psychische probleme mit arbeit oder familie, oder was auch immer- aber das gehört einfach zum leben- über den sinn kann man ja keine wirkliche antwort geben, es kann höchsten mal philosophiert werden > aber im endeffekt ist es doch genau das, was man selbst draus macht!
    möchte dir ganz viel kraft wünschen, dass alles gut durchzustehen! und du wirst sehen, auch mir rheuma kann man ein glückliches leben führen! die behandlungsmöglichkeiten, sind im vergleich zu früher, ja auch schon viiiel besser geworden! und sie werden es weiterhin!

    alles gute,
    liebe grüße, auch eine petra :)
     
  6. apboxster

    apboxster Guest

    Yersinien

    Hallo,

    ich leide eigentlich schon seit einigen Jahren unter verschiedenen Gelenkschmerzen. Orthopäden meinten es handelt sich um Verschleiss und Verspannungen. Es wurde in den letzten Monaten immer schlimmer (knie, schulter, leiste, hüfte, hände, arme).
    Daraufhin wurde jetzt zum ersten Mal ein großes Blutbild gemacht und es wurden Yersinien festgestellt.
    Mein Arzt tat ziemlich erstaunt über den momentanen Zustand meiner Knochen. (Obwohl ich eigentlich schon immer bei ihm in Behandlung war)
    Eine Stuhlprobe zeigte keine Yersinien. Das bedeutet, daß Antibiotika nicht mehr helfen könnten.
    Jetzt begann ich im November 2004 mit einer Behandlung mit 60 Celebrex 200.
    Die Schmerzen sind echt weiniger geworden.
    Ausser einem Juckreiz am Rücken, Herzrasen vertrage ich diese Celebrex wohl ganz gut.
    Blos meine Kondition hat rapide nachgelassen.
    Wenn ich ein paar Meter renne bekomme ich keine Luft mehr.
    Hat jemand von Euch auch Erfahrung mit Celebrex oder sollte man besser wirklich zu einem Spezialisten wechseln. Wenn ja vielleicht zu wem?
    Ich komme aus dem Großraum Düsseldorf.

    Liebe Grüße

    Armin