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Yersinien

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Mirko, 25. Dezember 2005.

  1. Mirko

    Mirko Guest

    Hallo, meine Frau hat vermutlich eine Yersinien-Infektion im Handgelenk.
    Welche Methoden zur Behandlung gibt es bzw. kann sie erwarten?
    Gibt es Medikamente zur Linderung der Schmerzen ,welche stätig zunehmen?
    wer kann helfen?
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    guten morgen,

    yersinien sind bakterien, die sich u.a an das eisen im blut anhängen und somit überall auftauchen können. der arzt müsste getestet haben, ob es eine akute infektion ist oder schon länger her. die yersinien akut behandelt man mit einem antibiotika.

    wenn es nachfolgend probleme gibt an den gelenken, dann wird ein antirheumatikum gegeben.

    glücklicherweise sind diese infekt bedingten arthritiden gut behandelbar. fast jeder hat zudem schon mal yersinien erwischt und nur wenige haben eine arthritis davon bekommen.

    allerdings, wenn das immunsystem eher malade ist, dann kann so ein infekt etwas chronisches schon mit auslösen - muss aber nicht sein.

    also: was genau hat der arzt gesagt, was bekommt sie an medikamenten und wie gehts ihr damit?

    gruss kuki
     
  3. Mirko

    Mirko Guest

    Zuerst einmal Danke für die schnelle Antwort.
    Ich versuche mal den Verlauf kurz zu schildern. Anfangs waren die Schmerzen nur im Handgelenk(rechts),dann kamen extreme Probleme an den Knien dazu,sie bekam Tabletten(PREDNISOLON und VOLTAREN RESINAT). Es folgte eine Behandlung mit einem BREITBANDANTIBIOTIKUM über 2 Wochen. Die Schmerzen an den Knien ließen nach,am Handgelenk auch-kamen dort aber wieder. Nun bekam sie eine Spritze direkt ins Gelenk gespritzt,doch die Schmerzen kommen wieder und auch ihre Hüfte fängt jetzt an Schmerzen zu verursachen.
    Die Ärztin schein am Ende zu sein mit ihrem Latein,denn nach ihrer Aussage soll meine Frau mit diesen Schmerzen leben können,unverständlich für uns.
    Im Augenblick sind wir etwas ratlos und hoffen auf etwas Hilfe hier im Forum.
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi mirko,
    die ärztin sollte abklären, ob es noch andere anzeichen für eine chronifizierung gibt. am besten mit einer überweisung zu einem intern.rheumatologen. mit schmerzen leben muss man nicht, man kann sie mit medikamenten behandeln. wobei bei dem einen oder anderen ein gewisser schmerzbereich bleibt- leider. du kannst mit deiner frau auch den OMORA test machen. diesen ausdrucken und der ärztin mitnehmen. ich hoffe aber es bleibt bei dieser akuten phase.

    gruss kuki
     
  5. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    Ähem Mirko

    Also so wie du das schilderst, hat sie ja keine Yersinien-Infektion im Handgelenk, sondern wurde schon systemisch mit Cortison behandelt, eben weil man nach einer Yersinien-Infektion auch eine rheumatische Erkrankung davontragen kann, und die treibt sich im Körper rum, wo sie will. :eek:
    Du wirst hier gelesen haben, dass in der Anfangsphase mittlerweile diskutiert wird, das Antibiotika doch über die zwei Wochen hinaus zu geben (drei Monate?), womit eine frühe Ausheilung erreicht werden könne.
    Mir jedenfalls haben zwei Wochen Antibiotika nichts mehr geholfen. Die Frage des Ob und Wie lange einer antibiotischen Behandlung ist das einzige, was jetzt zügig entschieden werden muss, der Rest "ergibt sich von allein", so oder so. Und glaub den Ärzten icht alles, sie wissen nix, deshalb frag zwei oder drei und bilde dir deine eigene Meinung. Eine Zeit kümmern werdet ich euch trotzdem müssen. Wer in diesem Forum "Mitglied wird", bleibt auch gern länger.
    Ich bin wieder gesund geworden, lerne Klavier, Judo und fahre Motorrad. :D
    Neben etwas Glück, darf ich dir dazu einen Weihnachtlichen Tipp geben: Rheuma hat nach meiner Erfahrung sehr viele psychologische Mit-Ursachen.
    Sei nett zu deiner Frau und geht in euch, was euch gegenseitig nervt und "anfrisst"; was nach innen hinein ätzt, welche Zustände jetzt schon jahrelang ertragen wurden und sich vielleicht auf diese Weise Luft machen. Das ist mindestens die halbe Miete. :)
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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  7. AntjeHamburg

    AntjeHamburg Mitglied

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    Hallo Mirko!
    Bei mir wurden Antikörper auf Yersinien gefunden, nachdem ich wochenlang Gelenkschmerzen hatte. Meine HÄ hat mich 10 Tage mit Antibiotika behandelt, dann war es besser, die Schmerzen kamen aber zurück. Ich war/bin bei einer internistischen Rheumatologin, aber mit einem Antirheumatikum wurde/werde ich nicht behandelt. Jetzt nehme ich Ibu 800 und bei Bedarf Novaminsulfon.
    Die Wirkung ist eher abnehmend. Jetzt hat die Rheumatologin noch mal Blutwerte angefordert und ich hoffe dann bekomme ich eine Behandlung. Denn mich mit Ibu vollzustopfen finde ich nicht so toll. Du siehst, es ist nicht so einfach und jeder Arzt sieht die Dinge anders.
    Liebe Grüße,
    Antje
     
  8. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    Für die Schlaumeier

    Natürlich hat eine Yersinieninfektion keine psychologische Ursache. Die Ursache einer Yersinieninfektion sind Yersinien. Davon bekommt man z.B. Pest (yersinia pestis) oder (meist) leichte Darmbeschwerden. Der Durchseuchungsgrad der Bevölkerung mit Yersinien liegt bei vielleicht 30%. Ich sag' ja, die Ärzte wissen nix. Sie schließen aus Yersinien-Vorgeschichten vor dem Ausbruch rheumatischer Erkrankungen z.T. darauf, dass diese Infektion der "Zünder" gewesen sein könnte, weil das Auftreten der Antikörper in gewisser Häufung mit dem Auftreten arthitischer Beschwerden festgestellt wurde. Bis vor ein paar Jahren haben diese "Spezialisten" Stein und Bein geschworen, dass eine antibiotische Therapie bei nachgewiesener Infektion nach dem Abklingen der Akutphase nichts mehr in rheumatischer Hinsicht bringt. Mittlerweile hört man von den selben Spezialisten, dass man die Antibiotika vielleicht doch über eine längere Zeit nehmen sollte, weil sich ein paar aktive Erreger möglicherweise in den Gelenken verstecken. Wer den "Spezialisten" vor ein paar Jahren geglaubt hat, stellt heute fest, dass er vielleicht eine Heilungschance verpasst hat. In ein paar Jahren wird man vielleicht wieder davon ab sein, Antibiotika über viele Monate zu nehmen, weil man merkt, dass das auch nichts bringt (oder doch?). :confused:

    Na ja. Und ansonsten frag bei den Betroffenen, die (fast) wieder gesund geworden sind, ob diese meinen, dass es psyschologische Mitursachen gibt.
    Dann frag bei denjenigen, die es nicht geschafft haben gesund zu werden.
    Du wirst feststellen, dass in der ersten Gruppe viele glauben, der AUSBRUCH einer rheumatischen Erkrankung hat auch etwas mit der psyschosozialen Situation zu tun. In der zweiten Gruppe wirst du demgegenüber deutlich mehr Leute finden, die jede psyscholgische Mitursache vehemennt abstreiten und demzufolge auch jedes Bemühen um Änderung der persönlichen Situation und Einstellung als nutzlos verteufeln. Von denen kriege ich jetzt wieder Prügel.
    Allerdings sind in der zweiten Gruppe auch Betroffene, bei denen ich annehme, dass hier eine körperliche Ursache eindeutig im Vordergrund steht. Da wütet dermaßen viel im Körper durcheinander, dass denen ein wenig Selenklempnerei auch nichts hilft. Aber diejenigen, die noch nicht schwer oder mutlipel betroffen sind, können sich nach meiner Erfahrung ein Stück weit selbst helfen. Diese Gelegenheit sollte man/frau nicht verpassen. :rolleyes: