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Witterungsbedingte Verschlechterung

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Bassabisu, 22. November 2010.

  1. Bassabisu

    Bassabisu Neues Mitglied

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    Hallo,

    nachdem mein Sohn seit Ende Juni schmerzfrei war und den Sommer aktiv genossen hat geht es seit Ende Oktober wieder los mit Schmerzen und Co.

    Er ist 12, hat Enthesitis assoziierte Arthritis und nimmt MTX und Sulfasalazin.
    Seit ca 3 Wochen kränkelt er vor sich her, ist dauermüde, an manchen Tagen grippig, dann wieder besser, Kopfweh, dann besser, Halsweh, dann besser, leichtes Fieber für ein paar Stunden, dann wieder besser, innerhalb von kurzer Zeit sieht er richtig krank aus, hat Ringe unter den Augen, rote Wangen, friert oder schwitzt. Dann muss er ins Bett gehen und ruhen. An anderen Tagen geht es ihm ganz gut, nur müde ist er eigentlich immer und er hat zunehmende Schmerzen - bei ihm sind es hauptsächlich die Füße, aber auch die Muskeln und Sehnen der Oberarme - so, dass er nachmittags kaum noch etwas unternimmt.
    Und er kann sich schlecht konzentrieren in der Schule und beim Lernen und ist gereizt.

    Ich weiss nicht, ob man diesen Zustand als Schub bezeichnen kann, was ist eigentlich die genaue Definition von einem Schub?
    Er hat keine Schwellungen an den Füßen und auch nicht konstant Schmerzen, aber er ist eben insgesamt angeschlagen und keine Besserung in Sicht, eher das Gegenteil. Morgen soll noch mal ein MRT seiner Füße gemacht werden, beim letzten MRT im Juni waren Ergüße an den Sprunggelenken zu sehen.

    Ich denke, dass das schlechte Wetter eine Rolle spielt, aber dagegen kann man ja nichts tun. Geht es euren Kindern bei beginnender schlechter Witterung auch schlechter und was macht ihr dann - ich meine, er kann ja nicht in diesem Zustand den gesamten Winter verbringen...

    Würdet ihr sagen, dass die Basismedikamente nicht greifen?

    Liebe Grüße
    Anke
     
  2. Fliegende Berg

    Fliegende Berg Neues Mitglied

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    Liebe Anke,

    das Wetter, die Medikamente, und ganz besonders die Schmerzen machen müde und schnell reizbar. Die Medikamente, die dein Sohn mit 12 Jahren einnehmen muß, ist u.a. auch eine große Belastung für den jungen Körper.
    Ob es ein akuter Schub ist kann man sehr gut an einer Blutuntersuchung erkennen. Ob die Basismedikamente nicht greifen, kann ich nicht beantworten. Es ist abhängig davon wie lange er die Medikamente schon nimmt, und ob die Diagnose früh erkannt wurde.

    Sprich das morgen bei dem behandelnden Arzt an!
     
  3. Bassabisu

    Bassabisu Neues Mitglied

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    Liebe Fliegende Berg,

    mein Sohn nimmt das MTX - 25mg in Tablettenform - seit einem Jahr und das Sulfasalazin - 3-0-3 - seit März diesen Jahres -lange genug, um die volle Wirkung entfaltet zu haben. Er hatte 2 Schübe im Handgelenk, woraufhin die Basismedikamente gegeben wurden. Die Beschwerden in den Füßen und Beinen wurden vom Rheumatologen nicht richtig ernst genommen, obwohl er diese seit Diagnose im Apr 09 und davor auch schon hat.
    Nach Einschleichen des Sulfasalzins ging es ihm fast 4 Monate super, ohne irgendwelche Beschwerden, er war fit und voller Tatendrang...Davor hatte er auch schon mal eine Phase wie jetzt, aber damals auch noch mit Muskelschmerzen in den Beinen, das hat er jetzt zum Glück nicht.

    Seine Blutwerte sind immer unauffällig, daran kann man nichts erkennen.

    Das MRT heute wird in der Kinderradiologie gemacht, der Bericht geht dann an den Rheumatologen. Ich werde dann mal abwarten, was er sagt. Der Arzt heute wird aber sicherlich auch schon mal etwas zu den Bildern sagen.
    LG
     
  4. Fliegende Berg

    Fliegende Berg Neues Mitglied

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    Hallo Bassabisu,

    du schreibst, daß der Rheumatologe die Schmerzen in den Füßen und Beinen nicht ernst genommen hat. Das darf nicht sein. Beharrlich bleiben, und andernfalls einen zweiten Rheumatologen hinzuziehen.

    An welcher Stelle am Fuß hat dein Bub die Schmerzen?

    LG
     
  5. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    ich habe meine Tochter (14, JPA) heute wegen dauernder Schmerzen in den Füßen, im Nacken, im Rücken und den Leisten heute zu Hause behalten. Ein akuter Schub ist es nicht. Der Physiotherapeut meint auch, dass es am Wetter liegt. Seit es so feuchtkalt ist, klagt sie häufiger über Schmerzen, ist gereizt und müde (auch schwarze Augenringe).
    Gestern hatte sie Therapietermine, danach ist sie in die heiße Wanne, dann habe ich sie mit rheumasalbe eingerieben, einen heißen Kakao und ein Schmerzmittel (Naproxen) gegeben und heute morgen, nach langem Schlaf geht es ihr besser. Vielleicht ist so ein Auszeittag auch mal ganz wichtig.
    Euren Kindern gute Besserung,
    Marly
     
  6. Bassabisu

    Bassabisu Neues Mitglied

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    Hallo,

    ja, mein Sohn ist heute auch nicht zur Schule gegangen, hat den ganzen Tag im Bett gelegen und das hat ihm gut getan.
    Ein warmes Bad, ein kuscheliges Bett, Füße massieren mit Arnikaöl und eventuell noch Iboprufen - das ist unser Abendprogramm für Tage mit Schmerzen. Habe mich vorhin in unserer Apotheke beraten lassen und Chamomille Kügelchen geholt, weil er seit Wochen ganz schlecht einschlafen kann und die Kügelchen da sehr gut helfen sollen, ich hoffe...

    Marly, du schriebst, es sei kein Schub bei deiner Tochter, woher weiss man denn nun, ob es einer ist oder nicht? Die Blutwerte sind bei meinem Sohn immer unauffällig, daran kann man das nicht festmachen.

    Wenn die Schmerzen und das allgemeine Krankheitsgefühl wirklich durch das feuchtkalte Wetter ausgelöst werden was gibt es denn dann für Möglichkeiten ausser der oben schon genannten "Kuschelvarianten" - heisst das, unsere Kinder müssen da im Winter einfach durch??

    Fliegende Berg - bei meinem Sohn sind es im Moment hauptsächlich die Sprunggelenke, links mehr als rechts. Im Sommer war ich tatsächlich mit ihm bei einem anderen Kinderheumatologen für eine 2. Meinung und auch beim Orthopäden, beide sehen die Beschwerden als rheumatisch bedingt. Das hat mir geholfen, da ich schon nicht mehr meiner eigenen Wahrnehmung traute.
    Lieben Gruß
     
  7. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    also unser arzt sagt bei ihr wäre ein Schub, wenn die Gelenke geschwollen und evttl auch überwärmt sind, dann liegen Entzündungen, also ein Arthritis vor, was man als Schub bezeichnet. Jedenfalls in ihrem Fall.
    Die Schmerzen können auch von Schlacken kommen, die der Körper vermehrt im Herbst/Winter bildet, z.b. können bestimmte Nahrungsmittel diese Schlacken bilden, wie Zitrusfrüchte, roter Früchtetee. Unser Hausarzt hat uns empfohlen, darauf weitgehendst zu verzichten, da die Schlacken sich in den Gelenken ablagern. Rheumatiker sind dafür sehr anfällig. Die Schmerzen kommen auch durch schädigungen früherer Entzündungen, mehr weiss ich auch nicht.
    Ich denke es sit wohl so, dass sie da im Herbst/winter einfach durchmüssen,
    wir machen dann auch das wohlfühlprogramm. Heute ist es frostig kalt und die Schmerzen sind fast weg. Die Feuchtigkeit muss irgendwas auslösen, vielleicht beschäftige ich mich mal eingehender damit.
    Liebe Grüße
    Marly
     
  8. Bassabisu

    Bassabisu Neues Mitglied

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    Hallo Marly,

    du hast Recht, mein Sohn hatte bei dem kalten Wetter heute auch keine Schmerzen. Lass uns also auf einen kalten, trockenen Winter hoffen!

    Es würde mich auch mal interessieren, warum gerade nasskaltes Wetter Rheumatikern so zusetzt. Wir haben einige Jahre in Nordafrika gelebt, dort war mein Sohn noch nicht krank, aber ob das am Klima gelegen hat werden wir natürlich niemals herausfinden...
    Lieben Gruß