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Wirkung von Antibiotika auf BSG?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von regi, 17. Oktober 2005.

  1. regi

    regi Mitglied

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    Hallo
    ich musste dieses Jahr aufgrund von Harnwegsinfektionen schon zum zweiten Mal Antibiotika nehmen. Beide Male war nach Einnahme des Antibiotikas meine BSG so gut wie sonst nie. Kennt jemand diesen Zusammenhang? Was die Schmerzen anbelangt geht es mir aber überhaupt nicht besser als sonst, das heisst mit höherer BSG. Ich versteh das nicht. Wer kennt sich da aus?
    Herzlich
    Regi
     
  2. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    ist meine annahme richtig, dass du mb hast?
    bei mb sind die entzündungswerte im blut oft neg. deine blasenentzündung hebt sie aber an (bakterielle entzündung), antibiotika bekämpft die bakterien - somit ist deine bsg wieder normal.
    schmerzen bleiben aber trotzdem in den gelenken, hat mit der blasenentzündung nichts zu tun. (die sind ja nicht bakteriell bedingt, sondern autoimmun)
    es laufen die entzündungen nicht immer systemisch ab, manchmal auch nur in den gelenken, oft gibt es da keine entzündungswerte im blut.
     
  3. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Antibiotika werden gegeben bei Bakteriellen Infektionen - die BSG ist erhöht bei bakteriellen Infektionen - von daher hat natürlich eine Antibiotikagabe Auswirkung auf die BSG.
     
  4. regi

    regi Mitglied

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    liebe lilly, liebe trombone
    danke für eure antworten.
    ja, ich habe mb. das problem ist nur, meine bsg ist immer leicht erhöht, auch wenn ich keine blasenentzündung habe. sie senkt sich nur, wenn ich antibiotika nehme. das ist es ja, was ich nicht verstehe. es kommt mir vor, als sei mein rheuma eben auch bakteriell bedingt. ich versteh das einfach nicht.
    ....??
    regi
     
  5. Lilly

    Lilly offline

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    hallo regi,

    mir ist schon selber aufgefallen, wenn ich eine bakterielle entzündung habe, dass sich mein immunsystem auf seine *eigendliche aufgabe* konzentriert, die erreger zu bekämpfen und nicht seine eigenen strukturen.
    nach der antibiotika behandlung ist meine bsk auch fast ok. dann ist das immunsytem wieder arbeitslos und sucht sich einen nebenjob :rolleyes: 2 -3 wochen später wieder gelenkstentzündungen und hohe bsk
     
  6. kate

    kate Guest

    huhu,

    will jetzt nicht nochmal mit meinem "lieblingsthema " anfangen und nerven......ich mache ja eine langzeitantibiose, weil ich davon überzeugt bin, dass mein "rheuma" (bechterew) eine bakterielle ursache hat. und nach 4 wochen doxycyclin und 3 wochen roxithromycin geht es mir rheumamäßig um einiges besser und meine blutwerte sind normal (BSG 4/10 und CPR 1 (Ref.wert <5).
    frage mich, ob bei der diagnosestellung nicht zu voreilig eine zugrundeliegende infektion ausgeschlossen wird und zu schnell cortison und co eingesetzt werden, ohne lange nach einem erreger zu fahnden oder wenigstens mal antibotika auszuprobieren.......
    lg von kate
     
  7. kate

    kate Guest

    p.s. ich hab ja auch den zusammenhang mit blasenentzündungen und MB. ich würde dir, liebe regi, nochmal wirklich raten, alles (blut und abstriche) auf chlamydien, mykoplasmen und ureaplasmen untersuchen zu lassen! auch mehrfach, wenn nötig! diese keime können zu MB und anderen rheumatischen beschwerden führen, wachsen nichtin der normalen urinkultur und brauchen eine längere antibiotische behandlung als infektionen mit e.coli und co.
     
  8. regi

    regi Mitglied

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    hallo alle zusammen
    herzlichen dank für eure antworten. ja, ich war heute beim hausarzt und der hat mir erstens gesagt, dass ich mich auf chlamydien untersuchen lassen muss und zweitens, dass antibiotika eben nicht nur bakterien killen sondern auch stark entzündungshemmend sind - was erklärt, wieso die bsg dann jeweils darauf reagiert. so weit so gut. wenn ich in den beschreibungen die unterschiede zwischen mb und reaktiver arthritis suche, finde ich nicht viele, aber offenbar wäre es schon ganz wichtig, mal die bakteriellen ursachen zu therapieren - sofern denn solche da sind.
    und was ich mich an dieser stelle auch immer wieder frage: wieso ist diese untersuchung bisher noch keinem der vielen ärzte eingefallen, die ich seit 15 jahren aufsuche, weil ich dauernd blasenentzündungen habe, bei denen keine bakterien nachgewiesen werden können oder wegen den rheumatischen schüben. wieso ist dieser zusammenhang nicht bekannter?
    tja, die frage erübrigt - aber schade ist es trotzdem, denn offenbar hat eine früh erkannte reaktive arthritis ja eine heilungschance....
    einen schönen abend wünsch ich euch
    regi
     
  9. kate

    kate Guest

    regi,

    diese fragen stelle ich mir auch! seit 10 jahren die probleme, mal werden bakterien in der blase gefunden , mal nicht!
    ich frage mich, bei wie vielen frauen/männern der MB nach einer infektion begonnen hat, die nicht ausreichend therapiert wurde!
    es gibt in den letzten jahren immer mehr studien, die zeigen, dass langfristig eine mehrmonatige antibiose einen chronischen verlauf verhindert und das nicht nur bei einer "klassischen" infektreaktiven arthritis, sondern auch bei MB!
    bis diese studien populär werden bei uns vergeht sicher noch einige zeit, und für viele ist es dann zu spät bzw. die notwendige antibiose wird immer länger dauern. ich denke mittlerweile echt, dass der grund, warum die ganzen antibiotikastudien (vgl. neue studie der University of Florida, die durchschlagende erfolge mit der komib rifampin/doxycyclin bei patienten mit chron. spondylarthritis erbrachte!) nicht näher verfolgt werden ist, dass eine packung doxy 10 euro kostet für einen monat und was ist das im vergleich zu enbrel und co.? wer sollte sich denn als sponsor einer antibiotikastudie anbieten?
    ich würde mich ganz genau informieren und den arzt gezielt fragen. von alleine kommen die ärzte da meist nicht drauf, da in den fachzeitschriften nur die klass. rheumamedis propagiert werden.
    sorry, wollte keinen so reißerischen beitrag schreiben, aber ich staune oft echt nur, wie schnell die ganzen immunsuppressiva verschrieben werden, ohne dass zuerst an das naheliegendste gedacht wird bei entzündeten gelenken,wirbelsäule, hoher BSG etc. : an eine reakton auf eine infektion.
    ich wette, in 50 jahren sind wir alle weiter und es werden die bakterien, viren oder pilze gefunden, die für die ganzen rheum. erkrankungen verantwortlich sind!
    lg kate
     
  10. regi

    regi Mitglied

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    danke kate
    im moment wütet bei mir wirklich die verzweiflung. musste mich fast zwei jahre mit mtx abquälen - das NICHTS brachte, aber mein rheumadoc wollte es einfach nicht glauben.
    was auch immer bei meinen untersuchungen herauskommt: man schwimmt verdammt allein in dieser ganzen sch.... - und wenn man nicht total hartnäckig ist, wird man einfach abserviert mit irgendwas, das sich halt grad gut verkauft...
    ich habe glücklicherweise einen ganz tollen ha - bin hingegen seeehhhr gespannt, was mein rheumadoc nächste woche zu der ganzen sache sagt.
    gut, gibt es das forum. sonst wäre man den aerzten vollends ausgeliefert!
    herzlich
    regi