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Wirbelsäulenversteifungs OP ???

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Marenmarlis, 24. November 2010.

  1. Marenmarlis

    Marenmarlis Neues Mitglied

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    Bin 46 Jahre, weiblich, habe seit 18 Monaten typische Symptome von Morbus Bechterew (Morgensteifigkeit), mein Bruder hat seit 26 Jahren Bechterew; die Blutanalyse ergab HLA-B27 positiv, auf dem Röntenbild noch keine Verknöcherung zu sehen, nur starker Verschleiß. Nach 25 sportlosen Jahren stürzte ich mich auf Rückenschule, Krankengymnastik, Pilates, hatte aber jedes Mal verstärkte Rückenschmerzen. Termin in Rheumaklinik ergab (Magnetresonanztomographie) Bandscheibenvorfall und Entzündung in den Lendenwirbeln. Habe ich anscheinend völlig falsche Gymnastik gemacht, da ich nur vom Bechterew ausging ? Seit 10 Tagen Gymnastik völlig eingestellt - Schmerzen werden laufend weniger.
    Erst sollte ich einen Biopsietermin erhalten (Entzündete Wirbel), jetzt soll aber plötzlich eine Wirbelsäulenversteifung durchgeführt werden(ohne Absprache mit mir), die Wirbelsäule sehe doch zu instabil aus...
    OP bei evtl. Morbus Bechterew (ist irgendwie noch nicht so richtig bestätigt worden) u. entzündeten Wirbeln ? bisher habe ich keinerlei Medikamente eingenommen, keine Physiotherapie erhalten, Schmerzen halten sich in Grenzen, keine Verknöcherung. Wer weiß Rat ? Ach ja, das Raynaud- Syndrom habe ich auch (sei ca. 7 Jahren), Finger werden bei Kälte und Streß nicht durchblutet.
    Freue mich über eine Antwort ! Viele Grüße aus Schleswig-Holstein, Bargteheide
     
  2. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo Marenmarlis,

    ich bin 48 Jahre alt und bei mir wurde 2005 die LWS (L5/S1) versteift.

    Ich hatte allerdings Gleitwirbel und Osteochondrose. Sass fast ein Jahr im Rollstuhl weil meine Beine mir den Dienst versagt haben......Lähmungserscheinungen vom Feinsten.....

    So wie ich es aus Deiner Schilderung lese, sind bei Dir solche Beschwerden noch nicht vorhanden. Aus meiner Sicht ist diese OP wie mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Man sollte immer vorher eventuelle konventionelle Therapie-Möglichkeiten ausschöpfen. Denn so eine OP ist weiss Gott kein Spaziergang!!!!

    Mir steht eine eventuelle erneute Versteifungs-OP bevor an der HWS aber auch hier werde ich sehr deutlich nachfragen ob dies unbedingt sein muss oder ob man nicht noch mit konventionellen Methoden Erleichterung verschaffen kann...

    Frage Deinem Arzt bitte ganz genau was er da vor hat und ob es nicht noch Alternative gibt. Da musst Du wirklich hartnäckig sein!!

    Viel Erfolg und Liebe Grüsse

    Louise
     
  3. Melanie_1972

    Melanie_1972 Neues Mitglied

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    Hallo

    das ist ja völlig irre mit der OP!!!!!

    Denn ich habe Morbus Bechterew und von nur würde ich nie sprechen!! Denn das kann super heftig werden, ist bei jedem Patienten verschieden. Entzündete Wirbel sind beim Bechterew total normal! Deswegen spricht man ja auch von einem Chronischen Wirbelsäulenrheumatismus. Auch Bandscheibenvorwölbungen und Vorfälle sind im Grunde nichts besonderes.

    Aber.....ich bin immer noch total ensetzt, wird da nichts operiert. Es sei denn, die Bandscheibe drückt ins Rückenmark und sämtliche konventionelle Therapie hat nicht geholfen. Es gibt erstens Medikamente wie Cortison die Entzündungen lindern und die sogenannten NSAR. Dann gibt es bei schlimmen Fällen, wo diese Dinge nicht helfen CT Cortison Spritzen.

    Aber auch eine Basis Therapie ist das A und O.

    Selbst in meinem Fall, wo keine Basis geholfen hat und ich seit 9 Jahren immer Entzündungen habe, wird da nichts operiert! Warum auch, denn das stoppt ja die Entzündungen nicht. Zudem bilden sich Knochenbrücken an den entzündeten Wirbeln und dann? Wie gesagt, dass ist eben das Krankheitsbild. Ich habe seit über 5 Jahren Wirbelentzündungen. Versteifen tun wir im Grunde alleine. Es ist super wichtig dass man so grade wie möglich einsteift. Deswegen KG usw.

    Suche auf jeden Fall einen anderen Arzt auf. Ich finde das völlig unangemessen diese OP. Es muss doch erstmal eine richtige Diagnose gestellt werden und nicht einfach was operiert werden.

    Und die Entzündungen wenn vorhanden, müssen sie ja auf dem MRT gesehen haben.

    Übrigens hatte ich schon 3 Bandscheibenvorfälle die alle wieder weg gegangen sind, ohne OP!!! Sicher würde ich mich operieren lassen, aber wie gesagt dann, wenn es absolut nicht auf andere Weise zu lösen ist und ich Ausfallerscheinungen habe, wie Lähmungen usw.

    LG

    Melly

    Nur mit dem Kopf schüttelt.
     
  4. Marenmarlis

    Marenmarlis Neues Mitglied

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    Vielen Dank für eure Antworten !
    Ich habe den OP Termin bis auf Weiteres abgesagt ( bis jetzt waren alle entsetzt, denen ich von einer OP erzählt habe) Vielleicht stimmt die Quote der OP´s in dieser Klinik noch nicht...
    Ich habe nun einen Termin beim Chiropraktiker, er sagt, bei Bechterew kann er nicht helfen, aber Bandscheibenvorfälle bekommt er meistens wieder hin.
    Die Äußerung in der Rheumaklinik in Bad Bramstedt (hat doch eigentlich einen ganz guten Ruf, oder?) war , daß meine Wirbelsäule zu unstabil aussehen würde. Aber wie sieht denn eine instabile WS aus, wenn ein Bandscheibenvorfall vorliegt ? die ist doch dann immer verschoben u. krumm !
    Schönen Tag noch !
    Grüsse von Marenmarlis
     
  5. Melanie_1972

    Melanie_1972 Neues Mitglied

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    Hallo,

    hast du denke ich vollkommen richtig entschieden. Mein Dad hatte mal einen Bandscheibenvorfall in der HWS. Er bekam dann diese CT Spritzen und dann war der auch wieder weg, der Vorfall. Sicher ist das auch kein Peanuts, nicht falsch verstehen aber wenn es dafür doch eine viel einfacherer Lösung gibt, dann mache ich die doch. Zudem ist die Wirbelsäule dann für immer versteift, was doch vielleicht gar nicht sein muss!

    Ist der Bechterew nicht zu stoppen, sicher, dann versteift man. Aber das sind längt nicht alle Bechtis. Es kommt immer auf die Heftigkeit des einzelnen Patienten an, bzw. Verlauf.

    Alles Gute dir

    passende KG wird es sicher auch geben für Vorfälle

    Melly
     
  6. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    versichere Dir aber, dass dieser Chiropraktiker auch was von seinem Handwerk versteht. Ich will Dir keine Angst machen, aber sowas kann auch mal nach hinten los gehen. Ich habe das beste Beispiel leider in meiner Familie, nämlich meinen Vater.

    Ich muss Melanie recht geben, es gibt sicher auch KG für Bandscheiben-Vorfälle. Finde ich persönlich nicht so risikoreich........

    Ich wünsche Dir alles Gute und Du hast, meines Erachtens, richtig entschieden, die OP erstmal nicht machen zu lassen. Du kannst Dir natürlich auch noch eine zweite Meinung einholen bei einem othopädischen Chirurgen oder einem Neurochirurgen. Schaden kann es nie.........

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  7. kätzchen79

    kätzchen79 Neues Mitglied

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    Hallo, ich kann deine Sorgen gut verstehen. Mir hat diese Woche der Orthopäde mitgeteilt das bei mir wohl auch eine Versteifung sein muss. Das Problem ist nur das ich schon versteift bin. Hatte als Kind/Jugendliche Skoliose u das ist dann versteift worden. Ich will doch nicht alles versteift haben. Zu mir: bin 31, habe Osteochondrose, Facettenarthrose und diverse Symptome von Morbus Bechterew. Habe im Februar das erste mal einen Termin bei einem Rheumatologen. Es muss doch noch andere Lösungen geben als gleich zu versteifen. Habe immer nachts tierische Schmerzen, tiefsitzend im Kreuz, durch den rechten Oberschenkel, Schienbein, Fuß und Fußzehen. u Morgensteifigeit. :-( kann nur links schlafen. Muss nachts aufstehen, herumlaufen. Es bessert sich bei bewegung . das ist schon seit vielen Monaten so. Hausarzt meinte vor jahren schon das ist kein bechterew. Na ja, jetzt mal abwarten was der Rheumatologe meint, weil so eine op ist kein Kinderspiel. Ich wünsche dir alles Gute.

    Grüße von Kätzchen
     
  8. M-Conny

    M-Conny Neues Mitglied

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    hallo mares....

    das liest sich ja nicht besonders gut....mal kurz zu mir...habe bandscheibenvorfälle c5/c6 c7/c8 und th 9/10 und 10/11...bandscheibenvorfälle im halswirbel bereich sollten operiert werden..versteift...da ich beziehungen zu mediziner habe war es mir ein leichtes mir eine zweite meinung anzuhören...ich habe einen arzt bei diesen zweiten besuch mit genommen...das war eine erfahrung wert...ich bin extra 250 km gefahren in die uni-frankfurt am main in die neurochirurgie....das erste was der neurochirurg sagte war...wir in frankfurt operieren nur wenn wir ihnen damit helfen können....die versteifung die sie bei mir vor hatten fand er einfach lächerlich...das würde mir garnix bringen....er sagte ganz klar...solange sie schmerzen haben die mit medis eingestellt werden kann, würde er mir auf keinen fall zu einer op raten...man muss immer damit rechnen das es einem danach noch schlechter geht!!! im bereich der brustwirbelsäule würde man sowieso nur ran gehen im notfall sitzt ganz blöd bei mir und beträngt auch mein rückenmark.....lange rede kurzer sinn...ich habe mich auch nicht operieren lassen.....mir geht es nun auch bedeutent besser zum einen durch die rheumabehandlung....aber auch mein physiotherapeut hat goldene-hände....ich bin da nun schon seit mehr wie ein jahr....wichtig ist in diesem bereich die muskeln zu lockern...die sind es die diese schmerzen bereiten..........
    aber eines muss ich noch sagen.......sag die operation nicht nur einfach ab....sei so lieb und geh noch zu einem anderen arzt...ich meine wir haben alle kein medizin studiert.....eine meinung solltest du dazu noch hören...das ist dann eine richtige entscheidung.......

    achso...wärme wärme wärme ist bei mir das allerheilmittel...wenn sonst nix geht.......dann wäre es vielleicht auch nicht schlecht zu einem schmerzarzt zu gehen....es werden gerade im bereich der wirbelsäule ganz andere schmerzmittel eingesetzt...........

    ich wünsche dir alles gute.. lg conny