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Wie krank muss man sein für Rentenanspruch?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von wimo, 16. Februar 2007.

  1. wimo

    wimo Registrierter Benutzer

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    Hallo,zur Vorgeschichte,ich habe vor 6 Jahren einen Motorradunfall gehabt mit folgenden Verletzungen, offene Unterschenkelfraktur 3.Grades li.US,Knieempynem,Rippenserienfraktur,Thoraxpneu beidseitig,HWK 7 Dornfortsatzfraktur,fraktur Schulterblätter und Schlüsselbeine beidseitig,und Fraktur linke Mitellhand mit meheren Fingern,es sind laut Gutachten Schädigungen von 74% übriggeblieben vom Versorgungsamt habe ich einen Gdb von 70%.Außerdem hat sich im linken US eine chronische Osteomyelitis gebildet die in den letzten 5 Jahren jährlich revidiert werden musste insgesamt waren es bis jetzt 19 Operationen.Seit 4 Jahren klage ich über übelste Gliederschmerzen und Gelenkschmerzen,zudem sind bei meiner rechten Hand vor zwei Jahren mehere (Die Hand war von dem Unfall nicht betroffen) Fingergrundgelenke dick geworden und ich kriege die Finger nicht mehr richtig krumm.Es hies die ganze Zeit von den Ärzten das kämme von der chronischen Knochenentzündung (staph aureus) Begleiterscheinung. Vor 3 Monaten war ich nun in der Rheumatologie und bekam die zusätzliche Diagnose Rheumatoide Arthritis seit 2002. Behandlung momemtan :4 x alzufidine, 2x Voltaren, und Tramadol Schmerztropfen täglich.Meinen ersten Rentenantrag habe ich Anfang 2003 gestellt der wurde abgelehnt da hatte ich aber auch noch nicht die Rheumadiagnose. Ich bin gelernter Betriebsschlosser den Beruf darf ich zwar nicht mehr ausüben, ich sollte umschulen ,die Umschulung wurde aber auch abgelehnt dafür war ich wieder zu krank, laut Knappschaft wäre es zu befürchten durch die chronische Knochenentzündung wären immer wieder Krankenhausaufenthalte zu erwarten und ich würde die Umschulung deswegen nicht schaffen.Fakt ist in den letzten 2 Jahren hat sich meine Gesundheit immer weiter verschlechtert und ich habe jetzt wieder einen Rentenantrag auf volle Erwerbsminderung gestellt ( bin jetzt 40). Nun meine Frage: Wer hat Erfahrungen mit Rentenablehnungen oder was muss ich tun bei einer erneuten Ablehnung.Ich wüsste auch nicht welcher Arbeitgeber das ständig mitmachen würde wenn man regelmäßig krank ist und operiert werden muss und teilweise immer wieder mehere Monate ausfällt. Für mAntworten wäre ich dankbar, grüsse wimo.:confused: :confused: :confused: :confused:
     
  2. Elke

    Elke wünscht allen

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    hallo wimo,

    man man da hat es dich aber richtig hingehaun mit dem motorrad das muss man ja echt sagen, hast ja kaum was ausgelassen!!
    da hast du schon einen ganz schlimme zeit hinter dir, alle achtung für dein durchhaltevermögen!!

    deine frage nach dem wie krank mein sein muss um volle eu-rente zu bekommen, kann man leider nicht beantworten, es hängt immer von den gutachtern und den zuständigen mitarbeitern beim rententräger ab, was sie letztendlich daraus machen.

    du schreibst das du 2003 schon einmal rente beantragt hast und die abgelehnt wurde, ok außerdem verstehe ich es so das du damals auch schon die 70% hattest, richtig??

    nach deiner diagnose rheumatoider arthritis, hast du da auch einen verschlimmerungs antrag ans versorgungsamt gestellt?
    wenn nein, würde ich es an deiner stelle sofort tun!
    wie sieht es mit einem begleitbuchstaben aus, hast du einen??
    wenn nicht, und ich es richtig verstehe, hast du ja noch erhebliche problem mit deinem US und das dürfte dich doch auch beim gehen behindern oder ??
    dann solltest du bei deinem verschlechterungsantrag auch sofort ein "G" mit beantragen.
    ablehnen tun die von ganz alleine, und beantragen kostet nix!

    das du erneut einen renten-antrag gestellt hast finde ich sehr vernünftig und durchaus realistisch, und egal ob er abgelehnt wird oder nicht, bzw. du evtl. deine rente auf zeit bewilligt bekommst, solltest du dir kopien der gutachten anfordern (die kopien musst du bezahlen) und sie zu deinen akten nehmen. denn ich habe festgestellt das teils die gutachten nicht der wahrheit entsprachen und ich für meinen widerspruch oder dann für mienen neu-antrag schon gewapnet war in bezug auf evtl. ablehnung des gutachters und was ich hinterher auch noch erfahren habe, kann man sich auch über diesen gutachter noch hinterher beschwerden und einspruch einlegen, in wie weit das noch ausschlaggebend ist weiß ich aber nicht, ich weiß nur das ich es nicht getan habe und somit gingen mir 7 monate rente flöhten.

    aber warte erst einmal ab, vielleicht läuft ja diesmal alles besser als 2003
    warst du schon bei gutachtern??

    toi toi toi und viel glück
    gruß
    elke
     
  3. wimo

    wimo Registrierter Benutzer

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    Hallo Elke,
    es ist so das ich nach dem Unfall direkt einen Gdb von 50 bekommen habe mit Merkzeichen G,nachdem knapp 5 Jahre um waren hatte sich das Versorgungsamt bei mir gemeldet und mir gesagt ich müsste zu einer Untersuchung in irgendein Krankenhaus, bisher wurde nach Arztberichten beurteilt, na ja ich musste dann in Krankenhaus nach Duisburg (wo ich allerdings noch nie in Behandlung war) und dachte die wollen schauen das ich unter die 50 % Grenze rutschte, zumal das Versorgungsamt die Gutachten die für meine private Unfallversicherung erstellt wurden (bleibend Schäden insgesamt 74%) nicht anerkennen oder haben wollten.Na ja Ende vom Lied war das der Arzt in Duisburg nur mit dem Kopf geschüttelt hat und ich wurde dann auf auf einen Gdb von 70% G hochgestuft. Also bei meinem ersten Rentenantrag hatte ich noch 50 G. Mit dem Durchhaltevermögen ist es im Prinzip ganz einfach : Durch die vielen Krankenhausaufenthalte (BG-Unfallklinik in Duisburg) wird man ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt,dort lernt man nämlich jede menge Leute kennen die es extrem schlimmer erwischt hat ,von da her denke ich muss man sehen das man nicht nur über seine Wehwehchen jammert sondern auch mal sieht was man noch machen kann. Wobei bei Rheuma das Problem ist das man es optisch nicht so sieht ( Gelenksteife , Gliederschmerzen, usw) als es bei einem Unfall der Fall ist, ich glaube bei der Geschichte steht man schnell als Simulant dar.
    Also schaun wir mal was wird ,und wünsche allen den es richtig dreckig geht ob rheuma oder anderes gute Besserung und einen schönen Tag.
    Grüsse wimo.:cool: :cool: :cool: :cool:
     
  4. Elke

    Elke wünscht allen

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    hallo wimo,

    oh ja da muss ich dir recht geben, leider gibt es viele ärzte die nach dem aussehen urteilen, heißt : steht man nicht mit total deformierten gelenken vor ihnen und wenn dann die blutwerte auch noch nicht 100% aussagen das man etwas hat, heißt es sehr schnell: simulant- natürlich nicht offen!!
    aber man versteht es auch so, schließlich sind wir "nur" krank und ich nicht blöde.
    aber gott sei dank gibt es auch noch die anderen ärzte!!

    ich sage mir auch häufig das es schlimmeres gibt und versuche mich damit aufzumundern das ich ja keinen krebs habe, aber ich muss ganz ehrlich sagen : mir reicht es und ich bin am ende meiner kräfte.
    kurz auch zu meiner person: ich bin 42j. habe psoriasi arthritis, rheumatoide arthritis, fibromyalgie, RLS, Rauynaud , außerdem kommt noch hinzu das dass rheuma bei mir die inneren organe angegriffen hat, wo noch der verdacht auf kollagenose mit oder ohne lupus besteht, dazu kommen mittlerweile 2 schlaganfälle, ein herzstillstand was eine ICD = implantierbarer kardio defibrilator nach sich zog, asthma, chronisch magen-darm geschädigt, re.niere krank..............tja, ich habe mittlerweile 100% ein G und ein B sowie die volle EU-Rente auf Dauer.

    ich drücke dir gerne die daumen das alles gut geht und das es dir besser geht!!

    lieben gruß und toi toi toi
    elke

    ps. da es mir seit wochen nicht so toll geht und meine werte immer schlechter werden muss/darf ich ab montag wieder ins Krankenhaus, also bitte wundere dich niht wenn ich mich nicht melde.
     
  5. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo wimo,

    du solltest auf Fälle nicht aufgeben, wenn du einen ablehnenden Bescheid erhälst.

    Geh in den Widerspruch und auch in die Klage (vor Sozialgerichten in Deutschland kostenfrei).

    Nimm dir Hilfe vom Rechtsanwalt (wenn du RS versichert bist werden die Kosten aber erst ab Klage, nicht schon für die Beratung ersetzt) oder durch den VdK oder Sozialverband. Ablehnen tun die immer erst einmal gerne.

    Viele Erfolg

    Gruß

    anko
     
  6. wimo

    wimo Registrierter Benutzer

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    Hallo Elke und Anko,
    erstmal schönen Dank für eure antworten, bei dir Elke hört sich deine Krankheitsliste schon voll schlimm an eigentlich so heftig das ich mich schon wieder bald gesund fühle. Kann mir schon vorstellen das man dann irgendwann den Kaffee auf hat und in ein tiefes mentales Loch fällt nur wird es, wie es im Leben nun mal so ist ,keine Alternativen geben und man kann dir immer nur wieder wünschen Kopf hoch und das beste daraus machen----aber das wirst du wahrscheinlich schon tausendmal gehört haben. Also wen du ins Krankenhaus musst wünsche ich dir alles beste und hoffe das es dir bald besser geht.
    Anko ,danke für die Tips, werde jetzt die nächste Rentenuntersuchung abwarten und gegebenfalls Einspruch einlegen, sollte ich mal einen Anspruch haben wäre dieser sowieso zeitlich befristet 2-3 Jahre, aber ich denke ich würde in 2-3 Jahren die Rente gerne wieder abgeben wenn ich dafür wieder fit und halbwegs gesund wäre, aber das trifft wahrscheinlich auf 100 % der Leute in diesem Forum zu.
    Alsoe wünsche ich allen hier einen schmerzfreien und schönen Sonntag, grüsse wimo.:) :) :) :) :)