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Wie äußert sich das Nachlassen der Wirkung von Biologicals?

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von hanne77, 7. Januar 2008.

  1. hanne77

    hanne77 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich habe lange überlegt, ob ich hier etwas zu diesem Thema schreibe, da ich eigentlich nicht wirklich behaupten oder beweisen kann, dass bei mir das Kineret an Wirkung nachlässt.

    Kurz zu meinen Krankheitsbildern:
    Ich habe das Still-Syndrom des Erwachsenen, mit einer sekundären Fibromyalgie.

    Es ist so, dass ich jetzt seit einer geraumen Zeit Erkältungssymptome habe, die mal schwächer und mal stärker sind, jedoch nie ganz verschwinden. Dazu zählt vor allem z.Z. hauptsächlich ein starker Kopfschmerz (der sicher auch von anderen Dingen, wie Schmerzmitteln, Kineret selbst etc. herrühren könnte), Rückenschmerzen, allgemeine Gliederschmerzen, momentan Ohrenschmerzen, wobei ein Ohr taub wird,wenn mein Kopf nach vorn gebeugt ist oder auch mal im liegen, ab und zu dann Schnupfen, Halsweh oder auch Kribbeln und Niesen, Kratzen im Hals und etwas Husten, alles meist nur einen Tag lang. Dann habe ich seit kurzem wieder manchmal Schulterschmerzen (ich hatte dort allerdings nichts am Gelenk, sondern eine Sehnenentzündung, die direkt i.M. mit Cortison und Schmerzmittel behandelt wurde und seitdem recht ruhig ist).
    Ich fühle mch körperlich wieder etwas schwächer und etwas müder im Allgemeinen, allerdings ist das alles nicht zu vergleichen mit den Beschwerden, die ich vor der Einnahme von Kineret hatte.
    Ich weiß, dass vieles davon auch nach den Symptomen der Fibromyalgie klingt, was natürlich auch sein kann.
    Ich hatte nun etwas länger keine aktuelle Blutuntersuchung, die steht aus.
    Meine letzten Werte habe ich noch gar nicht eingesehen, weiß also nicht genau, wie es darum steht. Die davor waren immer noch stets gut, d.h. CRP auf 3,4 !!!!! (der war davor mal bei 200 und höher).
    Beim Stillsyndrom hat man eh selten (??) oder keine Rhemuafaktoren im Blut nachzuweisen und ansonsten sagte mir meine Rheumatologin vor ein paar Wochen, dass meine Werte fast wie die eines Gesunden sind (ich hatte auch eine leichte Anämie und meine Trombozythen waren auch eine Zeit ziemlich erhöht).
    Das beste am Ganzen, ist natütrlich, dass seither mein Fieber stets ausbleibt, nachdem ich damals Wochenlang in den höchsten Graden fieberte.

    Nun habe ich dennoch manchmal die Frage in mir, liegt meine leichte Verschlechterung an anderen Dingen, wie einer normalen Erkältung?
    Ich habe auch von "Stillern" gehört, bei denen die Erkältung nicht wieder verschwindet etc.
    Oder ist es schlichtweg "nur" die Fibromyalgie??
    Oder lässt eben vielleicht das Kineret in seiner Wirkung nach?? (ich nehme es seit Mai 2007)
    Hat jemand Erfahrungen damit, wie sich das äußert, wenn ein TNF-Alpha Blocker oder Biological nachlässt in seiner Wirkung? Passiert soetwas plötzlich oder langsam??

    Ich bin halt etwas nachdenklich und unsicher diesbezüglich, wobei ich mich eigentlich gar nicht sooo beschweren kann, durch die ja immer noch vorhandenen Vorteile und Symptomfreiheit des Medikamentes.

    Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich? Oder einfach was dazu zu sagen???

    Freue mich über Resonanz.....

    LG Hanne77 :confused:
     
  2. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Hanne,

    mit deinen Diagnosen kenne ich mich nicht aus, ich habe rheumatoide Arthritis.

    Ich denke, dass du dich mit deinem behandelnden Rheumadoc in Verbindung setzen solltest, um deine Bedenken bezüglich eventuelll nachlassender Wirkung des Kineret zu klären.

    Ich selbst habe ein paar Monate Enbrel in Kombi mit MTX gespritzt, hatte dadurch sehr schnell eine sehr starke Verbesserung erzielt, dann hat die Wirkung im Verlauf von Wochen zunehmend nachgelassen. Mein Rheumadoc geht davon aus, dass die Wirkung, die nach vier Monaten komplett nachgelassen hat, vielleicht dadurch entstanden ist, dass mein Körper trotz MTX Antikörper gegen Enbrel entwickelt hat.
    Seit Dezember spritze ich nun Humira. Nach der zweiten Spritze ging es mir zunehmend und deutlich besser, allerdings nur für zwei Tage. Seit Montag (vorgestern) sind meine Hüftgelenke so extrem schmerzhaft, dass ich nur mit Opioiden einigermaßen durchhalte. Keine Ahnung, wie sich alles weiterentwickelt, jetzt warte ich erstmal auf einen MRT-Termin und dann sehen mein Rheumadoc, der mal wieder durcheinander und langsam etws ratlos ist, weil ich so schwer einzustellen bin, und ich weiter.

    Ich kann dir wohl leider damit nicht wirklich weiterhelfen, aber ich denke schon, dass deine Beschwerden ein Anzeichen für ein Nachlassen des Biologikums sein könnten. Das kann und sollte aber nur dein behandelnder Rheumadoc bewerten.

    Alles Gute für dich!
    Britta
     
  3. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo hanne,

    was die diagnose angeht so schließe ich mich britta an, habe ebenfalls rheumatoide arthritis.

    seit juli 2007 spritze ich humira, die ersten 2 monate war alles wunderbar, ich war ziemlich schmerzfrei. dann ließ ganz langsam die wirkung nach, meine schmerzen, vor allem in den händen, nahmen langsam wieder zu. sicher ist es noch immer nicht so stark wie vorher unter mtx. ich nehme allerdings humira als einzige basis plus 5 mg cortison.

    allerdings besteht bei mir im moment der verdacht auf morbus crohn oder colitis ulcerosa. humira hilft dabei überhaupt nicht. bin gespannt, was meine rheumadocin heute dazu sagt und ob ich humira weiter bekomme oder umstelle oder was auch immer.

    die große euphorie vom anfang, als ich mit humira begann, ist jedenfalls schon längst verflogen. es gibt eben doch keine wunder.

    liebe grüße
    christi
     
  4. Vampi

    Vampi Kieler Sprotte

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    Hallo liebe Hanne!

    Ich würde deine Zweifel auch auf jeden Fall mit deinem Rheumatologen besprechen. Vielleicht lässt ja auch nicht das Medi nach, sondern es ist was anderes im Anmarsch. oder oder oder...
    Das solltest du auf jeden Fall abklären.

    Ich stecke auch seit längerem mal wieder in einem hartnäckigen Schub und ein Infekt gibt sich mit dem nächsten die Hand. Ich hatte an Anfang große Angst das Humira nicht mehr wirkt.
    Aber mein Arzt betonte, dass man auch unter einer Basis nicht vor Schüben gefeit ist.

    Bei Remicade und Enbrel hatte ich auch eine gute, schnelle Wirkung, die aber nach 1,5 Jahren bei beiden Medis schlagartig aufhörte.
    Von heute auf morgen konnte ich nicht mehr laufen und hatte unerträgliche Schmerzen. Bei beiden hatten sich Antikörper entwickelt.
    Dazu muss ich sagen dass ich beides ohne Mtx gespritzt hatte weil ich es damals nicht vertrug. Jetzt muss ist es dazu nehmen.
    Ich denke aber das ist wohl auch bei jedem anders. Bei einem kommt der Wirkverlust plötzlich (wie bei mir) und bei anderen eher schleichend.

    Liebe Grüße und gute Besserung!

    Julia