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Wie abgedreht ist dieser Arzt?

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Tennismieze, 12. Mai 2009.

  1. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    neuester Artikel auf n-tv.de:
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    Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Leonhard Hansen, hat eine Verschärfung der Praxisgebühr gefordert. Für jeden Arztbesuch sollten fünf bis zehn Euro fällig werden, sagte er der "Rheinischen Post".

    Ein Facharztbesuch ohne Überweisungsschein soll Hansen zufolge bis zu 25 Euro kosten. Für die Überweisung zum Facharzt müsse eine Gebühr von fünf bis zehn Euro anfallen, betonte Hansen. "Die Hemmschwelle, ärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, ist immer noch niedrig", sagte er. Er fügte hinzu: "Selbstverständlich brauchen wir Obergrenzen und Ausnahmeregelungen für chronisch Kranke."

    Hansen zufolge gibt es in Deutschland bei den Versicherten ein fehlendes Empfinden dafür, dass sie Kosten verursachen. Bei den Ärzten gebe es unterdessen eine Mentalität, Patienten ständig wieder einzubestellen. Hansen verspricht sich von einer höheren Praxisgebühr mehr Effizienz bei der medizinischen Versorgung: "Wenn die Arztbesuche auf die notwendigen Fälle reduziert werden könnten, wird es auch weniger Wartelisten geben."
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    Ich frage mich nur noch, wie sich dieser Arzt die Geschichte vorstellt. Klar wird es immer Leute geben, die einfach mal so zum Arzt gehen. Tatsächlich? Wieviele Leute überlegen sich heute schon, ob sie die 10 Euro für das Quartal ausgeben können? Wenn diese "Eintrittsgebühr" noch steigt und für noch mehr Positionen erhoben wird, haben bald wirklich nur noch eine Medizin für Leute mit monetären Möglichkeiten. Der arme Kranke bleibt auf der Strecke. Auch für die chronisch Kranken ist es doch immer wieder ein Drahtseilakt, bis die Krankenkasse die Befreiung endlich genehmigt und den Ausweis zuschickt. In der Zwischenzeit geht ein chronisch Kranker dann halt nicht zum Arzt? Hallo? Worum geht es hier, wer krank ist wird behandelt oder derjenige, der das Geld hat, sich behandeln zu lassen? Sollen die Ärmeren alle wegsterben, weil sie die Behandlung nicht bezahlen können? Ist das so geplant? Sind wir wieder in den Jahren 1940-1945 oder hab ich nur geträumt?
     
  2. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    Naja dann fallen noch mehr (vor allem ältere) Leute tot um, die gar nicht mehr zum Arzt können und belasten die Kassen nicht mehr :mad:
    So kann man es natürlich auch machen.

    Und die Bedingungen für die Ärzte sind doch eh schon extrem schlecht, also was die Honorare angeht, die überlegen sich doch dreimal ob sie teure Untersuchungen machen,

    Ich kanns echt nicht glauben. Diese Leute sind wahrscheinlich in einer PKV und haben gut reden.....
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Dieser Leonard Hansen tut gerade so, als ob die Praxen von nur-mal-so-den-Arzt-aufsuchenden-Leuten, die überhaupt nicht krank sind, überrannt werden. Er möchte wohl in Zukunft nur noch die Notfälle behandeln, die das Glück (Pech) haben, irgendwo zusammengebrochen zu sein oder einen Unfall gehabt zu haben. Der Rest kann dann sehen, wo er abbleibt. Wie war doch gleich der Spruch, den ich mir anhören durfte nach 1 1/2 Jahren Schmerzen wegen gebrochenem unerkanntem Mittelfußbruch: Sie sind ja kein Notfall.

    Mit solchen diesem Herrn vorschwebenden Eintrittsgebühren werden die Wartezimmer leerer, die Krankenhäuser noch weniger in Anspruch genommen, die Friedhöfe aber immer voller. Wohl bekomme es dem, der finanziell gut abgesichert ist.
     
  4. Pat1

    Pat1 Neues Mitglied

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    Praxisgebühr

    Auch ich als PKV Versicherte muss die Praxigebühr an die Beihilfe bezahlen, wie jeder GKV Versicherte auch, nur mal zur Info :a_smil08: man hat sicherlich als PKV Mensch Vorteile, aber vom Grundsatz auch die gleichen Kosten wie ein GKV Mensch, sowie auch noch viele andere Nachteile in der PKV.
    Gruß
    Pat1
     
  5. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    Pat, ich weiß das und dass es auch nicht immer schön ist in einer PKV, mein Freund ist in einer PKV. Aber er muss keine Eintrittsgebühren zahlen. Natürlich muss er alles vorstrecken, aber er bekommt es wieder.
    Ich meinte das anders.
    Ich meinte, wenn er in einer PKV ist, wird er sicher nie in die Bedrängnis kommen solch hohe Eintrittsgebühren beim Arzt bezahlen zu müssen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Und ich weiß auch, dass PK Versicherte nicht besser, sondern nur mehr behandelt werden. Es ging mir einzig um die Eintrittsgelder beim Arzt.
    Ist man in einer PKV hat man in den allermeisten Fällen auch ein entsprechendes Gehalt und muss nicht wie mancher Hart IV Empfänger jeden Cent 10mal umdrehen.
     
  6. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Diesen Bericht habe ich auch gesehen und einen dicken Hals bekommen.

    Wenn dieser Wasserkopf KV weg wäre und die Ärzte die Verträge direkt mit den KK machen könnten, wäre genug für alle Patienten und Ärzte da.
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Millionen die alle zusammen verdienen, ja wo kommt dieses Geld denn her???

    Wir einfachen Leute können uns ja sozialverträglich verabschieden........

    :mad: Heidesand
     
  7. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hallo,

    öhm hab den Bericht auch gerade in der Zeitung gelesen. Die denken doch tatsächlich darüber nach?

    Hat mal einer über uns nachgedacht wie wir uns fühlen. Wieder geht die sch... los, wie soll man denn der Rentenversicherung, oder Krankenkassen bei irgendwelchen Anträgen beweisen, das man krank ist, wenn wir nicht mehr zum Arzt gehen können. Nur weil wir das Geld nicht haben?

    Uns wird alles gestrichen, nun sollen wir pro Besuch 10€ zahlen und wenn wir keine Überweisung haben 25€ zahlen. Hallo was ist nun denn mit der freien Arztwahl passiert. Dürfen wir uns keinen mehr suchen, wenn ein Arzt eine Diaknose setzt und dann noch eine 2. Meinung einholen müssen, sollen ect.

    Dürfen wir das alles nicht mehr, nur weil wir die finanziellen Mittel nicht haben. Wer hat das Geld denn.

    Dann wird jeder Antrag abgelehnt, ach tut uns leid, so schlecht kann es Ihnen gar nicht gehen, sie waren nicht regelmäßigen Behandlung. Ja wie denn, wenn ich das Geld nicht habe, das ich täglich zum Arzt gehen kann. Bei mir würden wahrscheinlich monatlich 100€ den Bach runter gehen.

    50€ alleine schon monatlich bestimmt beim Hausarzt, dann kommen noch Blutuntersuchungen ect.

    10€ mindest. dann Frauenarzt, weil man ja schon kein Immunsystem mehr hat
    10€ eventuell noch HNO Arzt, auch wegen Immunsystem

    50€ vielleicht ncoh Orthopädie, dann 10€ noch Rheumatologe, dann noch Schmerztherapie bei jemandem anderem. ja ich glaub so 100€ waren schon wenig bemessen von mir.

    Wahrscheinlich sind wir mit 200€ im Monat dabei:eek: Werr kann sich das leisten. Also am besten wir geben alle den Geist auf und sterben und die haben keine kranken mehr. Sorry und da wundert man sich wenn man dann noch wütend und noch einen Psychologen braucht, weil man nicht mehr weiß wie es weiter gehen soll (und den muss man auch noch bezahlen)

    Sorry aber dem wünsche ich echt mal meine Krankheit, täte gerne tauschen :-(

    LG Manu
     
  8. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Ach was mir noch einfällt,

    naja sie sparen, keiner beantragt mehr die Rente, keiner geht mehr zum Doc, keiner beantragt mehr irgendwelche Maßnahmen bei der KK

    Und wir leben dann von HarztIV was viele ja eh schon machen müssen wegen der Krankheit. Also Leute, das wird wieder ein schönes Jahr, schade das hier mal keiner reinschaut ;-(




    LG Manu
     
  9. Immortelle

    Immortelle Neues Mitglied

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    Essen, bin jetzt aber bis Juni in Jena
    Huhu,
    habe gerade im wdr "aktuelle Stunde" gesehen und da war das Thema dran. Zum Glück hat dieser Herr Hansen jede Menge Kritik eingefahren von vielen Seiten und dabei wurde auch die Frage aufgeworfen, wie nützlich und zeitgeäß (oder überflüssig?) denn die Kassenärztliche Vereinigung sei...

    Dennoch erschreckt es mich schon auch, dass solche Meinungen von hohen Funktionären einfach in die Öffentlichkeit posaunt werden. Das spricht schon für eine gesellschaftliche Tendenz Kranke zu kriminalisieren und eine "soziale Auslese" zu betreiben. Finde ich sehr bedenklich und ich frage mich schon seit einiger Zeit, wo das hinführen soll und vor allem: Wie wir und wehren können!! Wie?? Patientenstreik?

    nachdenkliche Grüße

    Bärbel
     
  10. juguja

    juguja Neues Mitglied

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    Canada bis 2013, jetzt wieder Deutschland
    Wenn dieser "nette Arzt" unbedingt will, kann er seine Dienste ja bei eBay anbieten, wer am meisten bietet, bekommt einen Termin, und bei Sofortkauf gibt es einmal Blutdruckmessen kostenlos dazu. :D

    Wenn ich überlege, wieviel in Deutschland schon für Krankenkassenbeiträge bezahlt wird, frage ich mich, wohin das alles führen soll. Scheint so, dass die "Mittelschicht" immer mehr verschwinden wird (oder soll??), Gesundheit - und leider auch vieles andere - kann sich dann nur noch die kleine reiche Oberschicht leisten. Gut, dass nicht alle Ärzte so denken, aber der Trend ist leider eindeutig.....

    LG Jutta
     
  11. murmel62

    murmel62 Neues Mitglied

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    Sinnigerweise stellen sich ja nicht nur Patienten und Krankenkassen die Frage nach dem Sinn der Kassenärztlichen Vereinigung, sondern in zunehmendem Maße die Ärzte auch.

    Man könnte ja schon fast darüber lachen, wenn wir als Patienten auch eine Loby hätten, die in Berlin entscheidend mit Politik machen würde. Da sind wir ja nun mal draussen vor (wie der gemeine Bürger sowieso). Bezeichnend ist doch, dass Pharmaindustrie und KV an den Gesetzen mitfeilen, sie sogar durch Referenten wortwörtlich als Vorlagen liefern. Da stellt sich doch mal wieder die Frage "Wieso geht man eigentlich noch wählen?".

    LG Murmel
     
  12. merre

    merre Aktives Mitglied

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    höhere Kassengebühr...

    ...Unsinn oder notwendig ??
    Ich würde anders herangehen wollen.
    Das meiste Geld im deutschen Gesundheitswesen wird für Arzneimittel ausgegeben.
    Eine Kostensenkung ist hier meines Erachtens schwer machbar, weil wir eine zu starke Lobby der Pharmaindustrie haben.
    Sie hat wohl mehr Interesse daran, daß die Patienten krank werden und medizinisch versorgt werden müssen, als daß Erkrankungen vorgebeugt wird.
    In Finnland hat man das allerdings vorgemacht und die chronischen Erkrankungen sind stark zurückgegangen und somit auch kostenaufwendige Behandlungen.
    Die hochgelobten Leistungen unseres Gesundheitssystems zeigen sich jedoch meist erst in der Versorgungsleistung nach Erkrankungen. Was den Gesundheitszustand bezogen auf medizinische Einschätzungen betrifft sind wir oftmals nur Mittelmaß...bia auf die Kosten, die liegen enorm hoch.

    Für mich würde sich die Frage stellen warum es nicht möglich ist die Mittel so einzusetzen, daß eine leistungsgerechte Verteilung machbar wird.
    Und zwar gemessen am Beitrag "Kranke gesund zu machen" und nicht wie ein Gesundheitssystem gewinnorientiert zu verwalten ist.

    Man könnte genügend Beispiele anführen:
    ...da wird um Leistungsbewilligungen gestritten, wo dann der Streit teurer wird als die Leistung selber. Schon die Antragsbewältigung zieht einen Wust an Papieren nach sich, wo die Einschätzung des Arztes "mein Patient braucht...." irgendwann nur noch nebensächlich ist.
    ...wichtige Entscheidungen werden von zig, ich sag mal "selbsternannten" Fachgremien beeinflußt, blockiert, verhindert oder durchgedrückt.
    ...man sagt wir werden immer älter, aber es wurde wohl vergessen eine vorbeugende medizinische Versorgung zu installieren. Aber ein paar Jahre längere Behandlung bringt doch auch was.
    ...in Deutschland herrscht eine Verschreibungsmentalität, einmal ein Medikament immer das Medikament, egal ob da noch irgendwo welche rumliegen, ob es tatsächlich noch nötig ist sollte regelmäßig untersucht werden.
    ...komischerweise gibt es diese "Werbepackungen" auch in kleinen Größen, oftmals werden Medikamente kruzzeitig verordnet und dann "entsorgt", weil zu viele Pillen in der Packung sind.

    Ja und als letztes Beispiel, ich glaube die Schotten sind mit Spitze im Diagnosestellen einer Rheumatischen Erkrankung, wir brauchen da erheblich länger...was natürlich Kosten verursacht und dann die schon genannte Notwendigkeit teurer Behandlung mit wenig Aussicht auf Remmission zur Folge hat.

    Was ich mich natürlich frage...sind diese ganzen Leute die sich immer wieder mit eigenartigen Vorschlägen zu Wort melden Ärzte und wissen wovon sie reden oder wollen sie nur schnell und einfach Geld in einem undurchschaubarem System verdienen ??

    Abschließend, !! aber nur als meine persönliche Meinung zu sehen!!...aus einem schlechten Arzt kann man immer noch einen guten Politiker oder Angestellten in der Verwaltung machen, umgedreht wird das nix. Also wohin mit solch überflüssigem Personal ?? fragt:
    "merre"