Wer ist noch berufstätig mit seiner Erkrankung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Mäusematz, 10. Juni 2009.

  1. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Natürlich kann nicht jeder frei wählen, man hat ja auch Verpflichtungen.
    Man muss halt versuchen, im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas zu ändern.
    Silberpfeil, du schreibst, dass es dir schon sehr hilft, wenn deine Putzfrau kommt. Das ist doch super!
    Ich zähle mich trotz des Rheumas auch eher zu den Glücklichen.
    Unser Haus ist seit einem Vierteljahr abbezahlt. Klein aber mein. Nun müssen wir nur noch unsere beiden Kinder durchs Studium bringen.
    Mein Mann unterstützt mich in dieser Angelegenheit, er ist manchmal auch total fertig auf der Bereifung.
    Klar, unser Lebenstraum, wochenlang mit dem Wohnmobil durch Neuseeland fahren, oder eine große Fjordfahrt zu machen...das muss nun warten.
    Ist einfach zu teuer, vielleicht wird es ja aus gesundheitlichen Gründen ohnehin nie was.
    Auch am Haus wäre nach den vielen Jahren einiges zu machen, was wir uns nun nicht leisten können.
    Aber wenn ich so weiter gearbeitet hätte, ich weiß nicht, ob es dann was geworden wäre.
    Was hab ich von einem tollen Urlaub, wenn es mir den Rest des Jahres mies geht.
    Im Moment laboriere ich wieder mit einem Bandscheibenvorfall herum, war gestern beim MRT.
    Wir haben seit Dezember renoviert, außerdem hatte ich einen Infekt mit einem mörderischen Husten.
    Wahrscheinlich ist das eine Folge davon, obwohl ich sehr aufgepasst habe.
    Mein Körper zeigt mir deutliche Grenzen, bis hierhin und nicht weiter.
     
  2. Silberpfeil

    Silberpfeil Registrierter Benutzer

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    Hallo Bienchensumm,

    ich wünsche dir erstmal gute Besserung....Wann bekommst du die MRT Befunde???
    Ja, das ist dann immer der Dank vom eigenen Körper- man hat wieder zu viel gearbeitet und schwupps wird man erinnert, dass man nicht gesund ist und genug Baustellen hat.
    Habt ihre eure Renovierungsarbeiten wenigstens fertig?
    Sowas können wir selber garnicht (mehr)machen....Haben vor 2 und 3 Jahre (erst oben, dann unten) die Räume malern lassen und oben Fussboden neu mit Laminat... und letzen März hat unser Haus einen neuen Anstrich bekommen...Nun ist dann auch erstmal RUHE mit sowas ....
    Will nur hoffen- dass so keine Reperaturen kommen--- ja und das ALLES könnten wir mit einem Lohn nicht berappen...
    Und einmal im Jahr muss ich raus- in Urlaub und wenn es eine Woche BERGE :)sind....

    Trotzdem muss man sich ein plötzliches "aufhören müssen" immer vor Augen halten- denn man weiß nicht wie einem die Gesundheit noch so mitspielt...

    Wichtig ist für mich auch das Klima auf Arbeit- es macht da auch einen Unterschied- gehe ich da gerne hin- oder ist das jeden Tag ein Graus... Denn wenn man es da noch schwer hat- haut es einem gesundheitlcih ja auch gleich nach unten- habe ich ja alles durch.....


    LG S.
     
  3. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    @Silberpfeil
    Vielen Dank für deine guten Wünsche!
    Den MRT Befund habe ich gleich bekommen. Ich habe ja bereits einen Bandscheibenvorfall in der LWS und das MRT hat ergeben,
    dass zwar kein neuer dazu gekommen ist, aber die ausgetretene Bandscheibe drückt nach wie vor auf den Nerv L5.
    Normalerweise kann ich damit ganz gut leben, aber wenn besondere Belastungen dazu kommen, so wie Renovierung und der furchtbare Husten,
    dann wird der Nerv wieder gereizt. Sitzen, liegen, laufen, alles ist schmerzhaft, ich kann das Bein nur bis 30° anheben.
    Und mein linker Unterschenkel + Fuß fühlt sich kälter an, ein bisschen wie eingeschlafen. Das kenne ich alles schon.
    Aber da hättest du mich mal am Samstag sehen sollen. Der Bereitschaftsarzt muste kommen, weil ich mich kein Stück bewegen konnte.
    Hab wie verrückt geheult vor Schmerzen. Also hat es sich schon ein Stück verbessert.
    Nun gibt es jeden Tag Infusionen und Spritzen, ab nächste Woche geht es mit manueller Therapie und Massage weiter.
    Ich muss halt Geduld haben.
    Nein, mit dem Renovieren sind wir noch nicht fertig. Ist alles ins Stocken geraten.
    Erst hat mein Mann beim Aufbau einen Schrankkorpus so kaputt gemacht, dass wir einen neuen bestellen mussten und dann hab ich den gripp. Infekt bekommen.
    Ja und nun die Bandscheibe...
    Aber ein sehr lieber Bekannter kommt am nächsten Samstag und hilft meinem Mann beim Schleppen und Zusammenbau der gelieferten Möbel.
    Das meiste lagert nämlich bei uns im Wohnzimmer, so dass man kaum treten kann.
    Aber zumindest ist die Tapete an der Wand und gestrichen ist sie auch, ein Teppich ist verlegt und 3 Schränke stehen auch schon.
    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...:D
    Wenn's mir wieder gut geht, dann machen wir mit dem nächsten Zimmer weiter.

    Einen neuen Anstrich bräuchte unser Haus nach 25 Jahren auch dringend, aber das muss warten.
    Das traut sich mein Mann nicht zu, wir müssten es machen lassen. Ich hab keine Ahnung, wie teuer das wäre, aber im Moment ist es finanziell sowieso nicht drin.
    Wenn ich gewusst hätte, wie es mal mit der Gesundheit wird, dann hätte ich lieber auf das Haus verzichtet.
    Man steckt Geld und Arbeit rein ohne Ende und wird eigentlich nie fertig.

    Solange es gesundheitlich geht, solltest du dir die schönen Urlaube gönnen. Du hast Recht, es könnte auch ganz schnell damit vorbei sein.
    Und wenn Eurer Haus später abgezahlt ist, dann kannst du vielleicht auch Arbeitszeit reduzieren.:rolleyes:
     
  4. inselfan

    inselfan Registrierter Benutzer

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    Hallo, ich hab meine Arbeit aufgegeben und lebe jetzt bei meinem Sohn, ich werde ihn in seinem Bistro unterstützen, bin jetzt selbständig im Nebenerwerb, noch bekomm ich Arbeitslosengeld, wenn das ausläuft weiß ich auch noch nicht wie es weiter geht. Aber mit der Arbeitsstelle wäre es nicht mehr gegangen, war über 6 Wochen krnak geschrieben und es ging mir so schlicht, so viele Gelenkentzündungen und es wurde die Diagnose RA gestellt. Ich arbeite seit August nicht mehr , war zur Reha, die hat mir gut getan. Ich hatte nur Streß bei der Arbeit und ich mochte da nicht mehr hin.
    Jetzt geht es mir viel besser, am 1. April eröffnen wir das Bistro, es ist unser eigenes , kein meckernder Chef, wir arbeiten für uns und zur Zeit brauche ich keine Schmerzmittel, komme nur mit MTX klar. Und ich hoffe das ich demnächst in Frührente gehen kann, dann wäre alles gut.
     
  5. bernd51

    bernd51 Registrierter Benutzer

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    Hallo an alle,

    ich habe Ende September 2010 meine Selbständigkeit (Zeitschriftenladen) aufgegeben weil die Schmerzen in den Füßen zu stark wurden und mein rechtes Knie a
    uch immer mehr Probleme machte.
    Irgendwas mache ich hier falsch beim Schreiben,versuche es später nochmal

    bernd51
     
    #85 14. Februar 2012
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2012
  6. Silberpfeil

    Silberpfeil Registrierter Benutzer

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    Hallo Bienchensumm,

    also Hut ab, dass dein Mann und Du soooo vieles alleine macht.

    Wenn du später mal eine Adresse bezgl. Hausanstrich haben möchtest- melde dich bei mir- Ein Kostenvoranschlag holen, kostet ja nichts.....Und die Firma hat in SH auch einen Sitz soviel ich weiß.

    Ja du hast recht- wenn wir das damals geahnt hätten- ws gesundheitlich auf uns zu kommt- NIE hätten wir gebaut...
    Naja- wenn wir unser Haus abbezahlt haben bin ich 60:D- dann könnte ich 2 Jahre noch auf teizeit gehen:top:
    :)

    Gute Besserung nochmal und schoooooone dich!!!!!!!!

    LG S.
     
  7. kaufnix

    kaufnix Registrierter Benutzer

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    Beamter auf Lebenszeit ("Restlaufzeit" ca. 8 Jahre). Soweit so gut. Als Führungskraft einer Gemeinde schon wieder nicht so gut. Arbeitszeit gibt es nur auf dem Papier, die Realität fordert der Alltag. Wie heißt es so schön, ein Beamter ist immer im Dienst ;)
    Dann das Problem mit der persönlichen Einstellung. Innerlich kündigen kann ich nicht. Ich will mir nichts nachsagen lassen und ich stehe zu meinen Arbeitsergebnissen. Im Vergleich zu manchen Kollegen (sorry, gerade die Jüngern) eine nicht mehr "zeitgemäße" Einstellung :o.
    Wie heißt es bei eigentlich allen schwerwiegenden Erkrankungen: "Zeit für sich selbst nehmen". Schön gesagt, aber die Praxis? :(

    Ach ja, und dann kam diese Woche die jährlich Stromabrechnung :mad:. Da weiß man(n) wieder, warum man gezwungen ist, die Kohle ranzuschaffen :mad:. Also versuchen sich täglich durchzubeißen und schauen, dass man die Restlaufzeit auch noch irgendwie rumkriegt.
     
  8. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Ich arbeite zu 20 Wochenstunden in einem Behindertenwohnheim, Schichtdienst (ohne Nacht), was mit meinem Handycap körperlich sehr anstrengend ist (wenigstens bin ich psychisch sehr belastbar, denn da geht es zeitweise auch sehr heftig zu). Nebenbei dann noch Familie, Haus und Garten. Ehrenamt musste ich leider schon aufgeben.

    Die letzten 10 Monate bin ich wegen Personalengpass mit den Stunden hochgefahren, also 25 Wochenstunden + jede Menge Überstunden. Das wurde mir mit der Zeit immer belastender, bin heimgekommen und musste mich erst mal hinlegen, konnte dann lange warten, ob ich überhaupt noch zu irgendeiner Hausarbeit fähig war. Seit Oktober bin ich nun wieder auf 20 Std. runtergesetzt, da bin ich heilfroh. Auch wenn ich das etwas höhere Gehalt gut brauchen konnte, hilft es mir nichts, wenn ich mich übernehme. Man will ja auch noch was vom Leben haben.
     
  9. seronix

    seronix Registrierter Benutzer

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    Arbeit

    Ich arbeite im Aussendienst bei einem sehr grossen Unternehmen. Das geht nur ganz oder gar nicht, also Vollzeit.
    Ich habe PSA mit Spondylarthritis, also sind die langen Fahrstrecken (50-350 km täglich) teilweise schon problematisch. Aber ich liebe meinem Job und brauche ja auch das Geld als alleinerziehende Mutter.
    Zum Glück kann ich meine Zeit selber einteilen, kann also auch Mal kürzer treten. Meine Firma nimmt zum Glück viel Rücksicht auf mich, danke!
    Meine Medikamente helfen meistens auch ganz gut. Simponi, Arcoxia, 2,5 mg Prednisolon und 100mg Tramal, alles in Dauertherapie. Ich hoffe ich halte das noch weiter durch, bin ja erst 48 Jahre alt...
     
  10. Silvi

    Silvi Registrierter Benutzer

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    Hallo, ich hab Spondylarthritis + Fibro, seit nunmehr 18 Jahren. Meinen alten Job als Krankenschwester auf einer Intensivstation mußte ich aufgeben. War dann in der glücklichen Lage mein Hobby zum Beruf und mich damit selbständig machen zu können. Heute habe ich 2 Angestellte, die es möglich machen, das ich mir auch mal eine kleine Auszeit nehmen kann, dennoch ist es sehr anstrengend und fällt nicht immer leicht. Ich glaube nicht das es mir besser gehen würde, wenn ich aufhören würde, ganz im Gegenteil, Arbeit ist auch eine sehr gute Ablenkung. Ich komme jeden Tag mit vielen Menschen zusammen, zuhause wäre ich sicher viel mehr auf die Krankheit konzentriert. Meine "Basis"Spritze lege ich aufs Wochenende.
    Gruß Silvi
     
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